Aktuelles

12. Newsletter

Das Team von QUALITEACH II meldet sich mit den letzten Neuigkeiten aus 2021 - Wir wünschen Ihnen allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Veranstaltungen und Events

Erfahrungsbericht der Online Summer School Medienpädagogik

Die Förderung medienpädagogischer Kompetenzen möglichst vieler Lehramtsstudierender ist das Hauptanliegen unseres Qualiteachteilprojekts „Kompetenznetzwerk digitale fachbezogene Lehrer*innenbildung“. Um dies effizient, ressourcenarm und nachhaltig umzusetzen, wurden offene Selbstlernkurse erarbeitet, die im September 2021 in einer Summer School Medienpädagogik pilotiert und evaluiert wurden. Alle vier Selbstlernkurse wurden auf ihre User Experience hin untersucht und haben durchweg zufriedenstellend abgeschnitten. Eine Befragung zu Verarbeitungstiefe ergab Verbesserungspotential in der Aktivierung der Lernenden. Allgemein wurde die Summer School als motivierend und informativ wahrgenommen und wird gerne weiterempfohlen.

Mehr zur Summer School und den Selbstlernkursen folgt in Kürze auf der Seite des BMBF

Förderung besonderer Interessen und Begabungen: Internationaler Austausch zur Begabtenförderung

Ende Juli und Anfang August 2021 fand die vom World Council for Gifted and Talented Children (WCGTC) ausgerichtete Virtual WCGTC World Conference statt, an der wie zahlreiche andere Forscher*innen und Praktiker*innen aus der ganzen Welt auch Sandra Klaubert, Mitarbeiterin im QUALITEACH-Teilprojekt „Kompetenz- und Entwicklungszentrum Inklusion mit dem Schwerpunkt Förderung besonderer Interessen und Begabungen“, teilnahm. Frau Klaubert nutzte diese Konferenz, um sich mit den internationalen Konferenzteilnehmer*innen auszutauschen und etwas über andere spannende Arbeiten im Bereich der Begabtenförderung zu erfahren. Darüber hinaus konnte sie über die im Rahmen ihres Promotionsprojektes erfolgte Entwicklung eines Single Category Implicit Association Tests zur Erfassung impliziter Einstellungen besonders talentierter Schüler*innen in einem vorab aufgenommenen Video sprechen.

Teaching Talent Center: Austausch bei der Summer School des Netzwerks Lehrerbildung-Nachwuchskollegs (NeLe)

Am 9. und 10. September fand die Summer School des Netzwerks Lehrerbildung-Nachwuchskollegs (NeLe) unter dem Titel „Empirical research for high quality teaching and teacher education“ als hybride Veranstaltung an der Technischen Universität Dresden sowie digital statt. Katinka Clasen, Mitarbeiterin und Promovierende im QUALITEACH-Teilprojekt Teaching Talent Center, konnte sich mit einem Vortrag mit dem Titel „Performance Assessment mit Multiplen Mini-Interviews: Beurteilung und Rückmeldung von eignungsrelevanten Handlungskompetenzen im Lehramtsstudium“ über den aktuellen Ergebnisstand zum Einsatz von Multiplen Mini-Interviews in der Lehrerbildung beteiligen. Es gelang ein interdisziplinärer Austausch mit anderen Nachwuchswissenschaftler*innen und ein Diskurs zu methodischen Herausforderungen der Forschungsarbeit.

Forscher*innen aus QUALITEACH II diskutierten und reflektierten auf der DGfE-Tagung die Bedeutung interdisziplinärer Kooperation für die Kompetenzentwicklung von Lehrerbildner*innen

An eine qualitätsvolle Lehrer*innenbildung werden zahlreiche Anforderungen und Ansprüche gestellt. Diese erfordern interdisziplinäres Agieren und setzen als „Querschnittsaufgaben“ die Zusammenarbeit, den Austausch und den kritischen Diskurs von Lehrerbildner*innen aus allen beteiligten Bereichen voraus. Die Vorbereitung zukünftiger Lehrer*innen auf Heterogenität und Inklusion oder auf einen kritisch-reflexiven Umgang mit Digitalisierung in Schule und Unterricht sind beispielhaft zu nennen. Auch existieren begründete Forderungen nach hochschuldidaktischer Gestaltung von Lerngelegenheiten, die im Sinne eines „Shift from Teaching to Learning“ die Bedeutung aktiven und selbstbestimmten Lernens in situierten Lernprozessen unterstützen.

Die akademische Erstausbildung an Hochschulen und Universitäten ist entsprechend den klassischen „Säulen“ in bildungswissenschaftliche, fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studienfächer strukturiert, in denen wissenschaftliche Disziplinen mit ihren je eigenen Fachlogiken agieren, was eine systematische Zusammenarbeit und Kooperation erschwert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Inhalte und Strukturen der Lehrer*innenbildung weiterentwickelt und wirkungsvoller gestaltet werden können, wenn sie insbesondere querschnittlichen Charakter tragen.

Auf welche Weise interdisziplinäre Zusammenarbeit gelingen kann, haben zwei Teilprojekte des Qualiteach-Teams im Rahmen der Jahrestagung der DGfE-Sektion Schulpädagogik „Reflexion und Reflexivität in Unterricht, Schule und Lehrer*innenbildung: Anfragen, Befunde, Modelle und Perspektiven“ am 24. September 2021 diskutiert.

Das Projekt „Hochschullernwerkstatt“ stellte Ergebnisse der Begleitforschung zu einer dreisemestrigen Fortbildung mit Lehrerbildner*innen vor. Sie zielt darauf, hochschuldidaktische Kompetenzen von Lehrerbildner*innen zu fördern, damit diese den Lernwerkstattansatz empirisch fundiert in ihrer Lehre anwenden und verallgemeinerbare Lehrkonzepte zur Professionalisierung zukünftiger Lehrer*innen entwickeln, umsetzen und evaluieren. Der Erfahrungsraum Fortbildung ist nach bisheriger Erkenntnis aus Perspektive der Fortbildungsteilnehmer*innen vor allem durch gemeinsamen Austausch und Kooperation sowie durch individuelle und kollektive Reflexionsprozesse im Kontext der Gruppe gekennzeichnet, die in Art und Ausprägung prozessbezogene Merkmale einer professionellen Lerngemeinschaft widerspiegeln.

Das Projekt „Teamplanning und Teamteaching“ stellte einen interdisziplinären Ansatz in der Hochschullehre vor, in dem inklusionsspezifische Fragestellungen multiperspektivisch betrachtet werden, so dass für Studierende die Verschränkung der „Säulen“ der Lehrer*innenbildung erfahrbar wird und gleichzeitig Professionalisierungsmöglichkeiten für Hochschullehrende bestehen.

Resümierend stand und steht vor dem Hintergrund dieser Befunde die Frage im Raum, welche hochschulischen Bedingungen zu schaffen sind, damit sich die in beiden Projekten geschaffen Strukturen interdisziplinärer Kooperation bestenfalls im Sinne einer Community of Practice über die Projektlaufzeit hinaus verselbstständigen können.

„Bildung für Demokratie“ – eine Veranstaltungsreihe mit externen Kooperationspartner*innen

Die Reihe „Bildung für Demokratie“ wurde erstmals im Wintersemester 2020/21 durchgeführt. Ziel dieser Reihe ist es, Lernwerkstatt als offenen Raum des Austauschs zu leben und durch die Thematisierung gesellschaftlich relevanter Fragestellungen einen Beitrag zur demokratischen Bildung zu leisten.

Im Wintersemester 2021/2022 werden mit der Unterstützung externer Kooperationspartner*innen drei Veranstaltungen realisiert. Dazu zählen der Vortrag „Kinderschutz für angehende Pädagog*innen“ von Boris Nikolaev vom Kinder- und Jugendschutzdienst HAUT-NAH in Erfurt sowie der Vortrag „Religiöse, kulturelle und ethnische Vielfalt als Chance für die Demokratie- und Menschenrechtsbildung in Schule und Bildungsarbeit“ von Dr. Annika Schreiter von der Evangelischen Akademie Thüringen und (Apl.) Prof. Dr. Michael Haspel vom Martin-Luther-Institut der Universität Erfurt. Darüber hinaus ist für den 12. Januar 2022 der Workshop „Was heißt hier eigentlich neutral? - Zur Notwendigkeit einer Positionierung von Schulen und Bildungseinrichtungen für Demokratie und Menschenrechte“ geplant, der von Petra Doubek vom MOBIT e.V. - „Mobile Beratung in Thüringen – Für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ durchgeführt wird.

Die Veranstaltungen werden aufgrund der coronabedingten Einschränkungen zum Teil in einem digitalen Format umgesetzt. Nähere Informationen finden Sie auf unserem Blog

Schauen Sie gern vorbei – wir freuen uns auf Sie!

Programmkongress der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern

QUALITEACH II war auch in diesem Jahr in vielfältiger Form auf dem Programmkongress der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern vertreten. Der Kongress fand am 22. und 23. November in hybrider Form statt. Insgesamt nahmen rund 700 Personen virtuell und 100 vor Ort in Berlin teil. Bericht zum Programmkongress

Dabei haben Jun.-Prof. Dr. Bernadette Gold und Norbert Graebel (Teilprojekt Forschungslabor Mastermind) zusammen mit Vertreter*innen der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität Halle-Wittenberg, der Universität Kassel und der Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach an einem Austauschforum zum Thema „Lehrkräftebildung als phasenübergreifende Anforderung: Lerngelegenheiten diskursiv gestalten und Grenzen überschreiten“ mitgewirkt. In dem Forum wurden Modellprojekte vorgestellt, die eine gelungene Kooperation zwischen den verschiedenen Lehrerbildungsphasen aufbauen konnten und somit zu einer stärkeren Kohärenz der Lehrkräftebildung beitragen. Die zentralen Erkenntnisse der Diskussion, an der auch Vertreter*innen der zweiten sowie dritten Phase der Lehrkräftebildung und aus der Praxis teilnahmen, waren zwei Aspekte: (1) Im Sinne eines Top-down-Prozesses muss es eine strukturelle Verankerung von Kooperation geben, z. B. durch Schaffung langfristiger personeller und zeitlicher Ressourcen; (2) Im Sinne einer Bottom-up-Strategie bestand die Hoffnung, dass die vorgestellten und auch weitere Modellprojekte der Qualitätsoffensive Veränderungsprozesse anstoßen, die sich über die Zeit in einer Veränderung und Entwicklung der Kooperations- und Kommunikationskultur zwischen den verschiedenen Akteur*innen der Lehrkräftebildung zeigen.

 

Thomas Bock präsentierte ein Poster mit dem Titel „Evidenzbasierung im Langzeitpraktikum: Eine quasi-experimentelle Studie zur Förderung der Einstellung zu evidenzbasierter Praxis durch Konfrontation subjektiver Theorien mit wissenschaftlicher Evidenz“. Dargestellt wurde eine praktikumsbegleitende Intervention, die die Fragestellung verfolgt, ob sich positive Einstellungen gegenüber evidenzbasierter Praxis durch einen als persönlich relevant erlebten Conceptual Change am Beispielthema des lernförderlichen Feedbacks fördern lassen.

In einer aktiven Pause zum Thema „(Interdisziplinäre) Kommunikation spielerisch stärken“, tauschten sich die Teilnehmenden unter der Moderation von Dr. Sina Westa (22.11.2021) und Marcus Berger (23.11.2021) zum Thema Feedback geben und annehmen aus. In zwei Gruppen erarbeiteten die Teilnehmenden einen Elevator Pitch zu Vor- und Nachteilen der qualitativen und quantitativen Forschung und gaben sich im Anschluss wertschätzendes Feedback.

Einblicke

Erfolgreicher Start der zweiten Pilotstudie im digitalen Format

Im Rahmen des Teilprojektes „Förderung besonderer Interessen und Begabungen“ wurde im zurückliegenden Sommersemester die erste Piloterhebung innerhalb eines Online-Begleitkurses zum Komplexen Schulpraktikum mit Grundschullehramtsstudierenden zur Diagnose und Förderung von potenziell mathematisch begabten Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Im aktuellen Wintersemester 2021/2022 findet eine weitere Pilotstudie statt. In mehreren digitalen Sitzungen erweitern angehende Grundschullehrkräfte des Masterstudiengangs ihr professionelles Wissen und Handeln zur Diagnose und Förderung mathematisch interessierter bzw. potenziell begabter Kinder. Ziel ist es, dass die Studierenden das theoretisch angeeignete Wissen in Verbindung mit den im Seminar entwickelten Fähigkeiten im Adaptieren von Mathematikaufgaben im Schulpraktikum anwenden und erproben. Im Ergebnis der Auswertung beider Piloterhebungen wird es eine umfangreichere Studie im Sommersemester 2022 geben.

Teaching Talent Center: Erprobung eines Seminarformats zur Bedeutung der Persönlichkeit für den Lehrberuf

Wenngleich die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit für den Leistungszuwachs der Schüler*innen noch diskutiert wird, ist sie für die Bewältigung der hohen Anforderungen des Lehrberufs, für die Aufrechterhaltung der Arbeitsmotivation und die Vermeidung von Burnout eindeutig nachgewiesen. Ein von Prof. Hany mit Unterstützung durch Katinka Clasen, M.Sc., neu konzipiertes und im WS 2021/22 erstmalig durchgeführtes Seminar im Wahlbereich des Bachelorstudiums will Lehramtsstudierende hinsichtlich der Bedeutung der eigenen Persönlichkeit für ihre Berufsausübung sensibleren und ihnen durch Fragebögen Anregungen für die persönliche Weiterentwicklung bieten. Bei positiver Evaluation kann dieses Seminar regelmäßig angeboten und zu einer Vorlesung ausgebaut werden, um die Reichweite zu erhöhen. Derzeit sind die Studierenden engagiert dabei; eine Auswertung der Lernjournale am Semesterende wird zeigen, ob Zielbildungs- und Reflexionsprozesse eingesetzt haben.

Erste Untersuchungen zur Wirksamkeit von Trainingsprogrammen für indirekte Instruktion

In diesem Wintersemester findet im Teilprojekt „Methodentraining für effektives Unterrichten“ auf Grundlage der im vergangenen Sommersemester durchgeführten online-Pilotstudie eine erste quasi-experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit der bisher entwickelten Trainingsprogramme statt. Gegenstand der Untersuchung sind ein Trainingsprogramm für indirekt instruierenden Deutschunterricht und ein Trainingsprogramm für indirekt instruierenden Mathematikunterricht. 150 Studierende durchlaufen das Programm für die Gestaltung von Interpretationsgesprächen im Deutschunterricht. Im Unterschied zu den Erprobungen aus der ersten Projektphase handelt es sich um ein semesterbegleitendes Kurzprogramm, das sieben Trainingssitzungen umfasst. Weitere 102 Studierende nehmen an einem zweiten, neu entwickelten Programm für die kommunikative Gestaltung eines diskursiven Mathematikunterrichts teil. Beide Trainingsprogramme finden in einem Versuchs-Kontroll-Gruppen-Design statt. Während in den Versuchsgruppen der Ansatz des situierten Lernens verfolgt wird, d.h. die relevanten Kommunikationstechniken werden in unterrichtsnahen Situationen gemeinsam entwickelt und erprobt, wird in den Kontrollgruppen die Gesprächsführung über ein an vorgegebenen Lehrtechniken ausgerichtetes kognitives Diskriminations- und Entscheidungstraining erlernt. Für die Überprüfung der Wirksamkeit der Trainingsprogramme werden Teilnehmerbefragungen mit Hilfe des „Course Instructor\Evaluation Questionnaire – CIEQ“ (Aleamoni, 1978) durchgeführt. Darüber hinaus ist eine stichprobenartige Auswertung von Unterrichtsvideos geplant, welche die Teilnehmer von eigenen, im nachfolgenden Schulpraktikum durchzuführenden Unterrichtsversuchen anfertigen.

[Aleamoni, L. M. (1978). Development and factorial validation of the Arizona course/instructor evaluation questionnaire. Educational and Psychological Measurement 38 (4), 1063-1067.]

Podcast: Besserwissen – Bildungsmythen auf der Spur

„Sitzenbleiben - teuer und wirkungslos?“, „Jungen sind von Natur aus besser in MINT-Fächern als Mädchen?“, „Schule zerstört Kreativität?!“

Das sind die ersten Episodentitel des neuen Podcasts „Besserwissen- Bildungsmythen auf der Spur“, der von nun an in regelmäßigen Abständen auf den Seiten der Universität Erfurt sowie auf allen gängigen Podcastplattformen erschein wird.

Marcus Berger vom Team der Hochschullernwerkstatt, Jana Asberger (Bildungsforschung und Methodenlehre) und Madeleine Müller (Professionsentwicklung und Didaktik der Lehrerbildung) setzen den Podcast zusammen mit den Studierenden der zugehörigen Lehrveranstaltung um. Ziel ist es gleichermaßen, dass sich die Studierenden inhaltlich mit verschiedenen Bildungsmythen auseinandersetzen, einen Mythos wissenschaftlich ergründen und das Medium Podcast als Open Education Ansatz nutzen lernen. Die Seminarveranstaltung wird auch in den kommenden Semestern weitergeführt, sodass viele weitere Bildungsmythen wissenschaftlich ergründet und mit der am Bildungswesen interessierten Öffentlichkeit geteilt werden können.

Sie sind sich unsicher, ob Sie auch dem einen oder anderen Bildungsmythos unterliegen, dann hören Sie doch einfach in Episode 1, in der Prof. Dr. Johannes Bauer allgemein über das Thema Bildungsmythen spricht. Zu hören auf Spotify Podcast Besserwissen oder den Seiten der Universität Erfurt: Podcast Besserwissen 

Digitale Teilhabe und Kinderrechte

Im Zuge gesellschaftlicher Entwicklungen wie der Digitalisierung und Mediatisierung müssen Kinderrechte nun auch in der schulischen Bildung stärker im Kontext kindlicher Medienwelten thematisiert werden. So wird dieser Aspekt folglich Teil der (medienpädagogischen) Kompetenzentwicklung angehender Lehrkräfte. Dies soll über eine Kooperation zwischen dem Projekt „#Kinderrechte digital leben!“ des Kinderschutzbundes Thüringen und dem Qualiteachteilprojekt „Kompetenznetzwerk digitale fachbezogene Lehrer*innenbildung“ im Rahmen des Lehramtsstudiums an der Universität Erfurt abgebildet werden.

Digitale Medien gehören zur Lebenswelt von Kindern. Virtuelle und reale Sozialräume verschmelzen, Kinder bewegen sich selbstverständlich in einer mediatisierten Welt und genauso selbstverständlich muss auch die Gültigkeit der Kinderrechte in digitalen Räumen sein: Sie sind Grundlage gelingender gesellschaftlicher Teilhabe von Kindern.

Deshalb müssen Kinderrechte in allen Bereichen einer digitalisierten und mediatisierten Gesellschaft berücksichtigt und umgesetzt werden. So stehen auch angehende Lehrkräfte vor der Herausforderung, medienbezogene Erziehungs- und Bildungsaufgaben, auch im Kontext der Kinderrechte, in das schulische Lehren und Lernen zu integrieren. Dafür benötigen sie Ansätze, Werkzeuge und ein professionelles Selbstverständnis, welche es ihnen erlauben das Lehren und Lernen über Medien lebensweltnah und in einer sinnvollen Ausgewogenheit aus Schutz, Förderung und Beteiligung umzusetzen – Entscheidungen im besten Sinne des Kindes sind die Maxime.

Diesem Anspruch soll im Rahmen des Teilprojektes Rechnung getragen werden, daher wurde eine Kooperation mit dem Projekt „#Kinderrechte digital leben!“ ins Leben gerufen. Das Projekt befindet sich in Trägerschaft des Kinderschutzbund Landesverband Thüringen und wird gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Thüringer Landesprogrammes „Denk Bunt“ des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.

Die Kooperation umfasst zum einen Gastvorträge im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Studiums Fundamentale, welche die Grundlagen von Kinderechten in einer digitalen Welt im Kontext der digitalen Teilhabe thematisieren. Zum anderen werden speziell für die Zielgruppe der Lehramtsstudierenden Workshops zu diesem Thema angeboten, welche oben genannte Grundlagen nochmals vertiefen und auch methodische Impulse zur Umsetzung im Rahmen des schulischen Unterrichts geben. Ein erster Workshop wird im Rahmen der kommenden Spring School im Frühjahr 2022 für Studierende angeboten werden.

Der Bericht zur Summer School Medienpädagogik 2021 wird in Kürze auf der Seite des Projektträgers veröffentlicht: Seite des BMBF

Neueste Publikationen

Mut – Zumutung – Ermutigung. Oder wie man lernt, eine Hochschullernwerkstatt zu lieben.

Cover der Publikation

Das Projekt „Hochschullernwerkstatt“ zielt darauf, Lernwerkstattarbeit zu einem fest verankerten Strukturelement in der Ausbildung der Lehramtsstudierenden an der Universität Erfurt zu machen und ihre Wirkungen auf die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden empirisch zu ermitteln. An die aus diesem Projekt resultierenden Erfahrungen und empirischen Befunde schließt diese Veröffentlichung an. Sie reflektiert Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen des Transfers eines solchen hochschuldidaktischen Lehr-Lern-Settings wie der Lernwerkstattarbeit in manifeste universitäre Strukturen ebenso wie das im Lernwerkstattdiskurs als konsensfähig geltende Postulat des selbstbestimmten und selbstverantwortlichen Handelns der Studierenden und hinterfragt, inwieweit dieses Postulat auch tatsächlich an die Erwartungen und Praktiken der unterschiedlichen Akteure in einer Lernwerkstatt anschließt. In dieser Gesamtbetrachtung der Rolle und des Stellenwertes von Hochschullernwerkstätten für Bildungs- und Lernprozesse von Lehramtsstudierenden an Hochschulen dekonstruiert der Beitrag die Lernwerkstatt als eine „Zumutung“ (Hagstedt 2016, S. 28) für Lehrende und Lernende und unterstreicht zugleich den Mut und die Notwendigkeit von Ermutigung für das Handeln Lehrender und Lernender mit und in diesen Räumen.

 

[Zitierte Literatur: Hagstedt, Herbert (2016). Lernen im Selbstversuch. Wie Studienwerkstätten sich über forschende Lerngelegenheiten definieren können. In Sabrina Schude, Dorit Bosse & Jens Klusmeyer (Hrsg.): Studienwerkstätten in der Lehrerbildung. Theoriebasierte Praxislernorte an der Hochschule (S. 21-36). Wiesbaden: Springer.]

Tänzer, Sandra (2021): Mut – Zumutung – Ermutigung. Oder wie man lernt, eine Hochschullernwerkstatt zu lieben. In: Holub, Barbara, Himpls-Gutermann, Klaus; Mittlböck, Katharina; Musilek-Hofer, Monika, Varelija-Geber, Andrea & Grünberger, Nina (Hrsg.): lern.medien.werk.statt. Hochschullernwerkstätten in der Digitalität. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 23-39. https://www.pedocs.de/volltexte/2021/22810/pdf/Taenzer_2021_Mut_Zumutung_ErmutErmut.pdf    

Hochschullernwerkstätten – Orte demokratischer Bildung!? Ein Werkstattbericht.

Cover der Publikation

Der Beitrag beschäftigt sich systematisch und empirisch fundiert mit der Frage, welchen Beitrag das Lehren und Lernen in einer Hochschullernwerkstatt zur Demokratiebildung leisten kann. Im Mittelpunkt stehen konzeptionelle Überlegungen und empirische Befunde der Begleitforschung zu einer Seminarveranstaltung, deren Gestaltung eng verbunden wurde mit der Erforschung von Demokratievorstellungen und demokratischen Fähigkeiten von Grundschullehramtsstudierenden.

Schulze, Hendrikje & Tänzer, Sandra (2021): Hochschullernwerkstätten – Orte demokratischer Bildung!? Ein Werkstattbericht. In: Simon, Toni (Hrsg.): Demokratie im Sachunterricht – Sachunterricht in der Demokratie. Wiesbaden: Springer, 267-283. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-33555-7 

Methodentraining für effektives Unterrichten als Teil der Programmbroschüre

Eine kurze Darstellung des Teilprojektes „Methodentraining für effektives Unterrichte“ ist in der aktuellen Programmbroschüre „Meilensteine der Lehrkräftebildung“ ab S. 51 zu finden.

Programmbroschüre „Meilensteine der Lehrkräftebildung“ des BMBF


Jahresbericht der Programmevaluation zu den Themen Transfer und Nachhaltigkeit

Der Bericht stellt Zwischenergebnisse zu den Strategien der Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ für Transfer und Nachhaltigkeit dar. Die Ergebnisse wurden auf Basis der bisherigen Erhebungen in der zweiten Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ herausgearbeitet. Sie finden den Jahresbericht auf der Homepage der Ramboll Management Consulting GmbH:  https://de.ramboll.com/media/rde/evaluation-qualitaetsoffensive-lehrerbildung


11. Newsletter:

Neues aus QUALITEACH II

Projektkoordination

Die neue Projektkoordinatorin Dr. Sina Westa stellt sich vor

Im April 2021 war es endlich soweit und ich habe die Projektkoordination von QUALITEACH II übernommen. Wie sagt man so schön „aller Anfang ist schwer“ und der Start in ein neues Projekt beinhaltet immer viele Herausforderungen, doch dank der freundlichen und offenen Aufnahme ins QUALITEACH-Team und die Erfurt School of Education, habe ich mich hier von Anfang an wohl gefühlt und blicke nun gespannt den Aufgaben und Herausforderungen, die die Koordination dieses ambitionierten Projektes mit dem Leitziel „Identität, Immersion und Inklusion. Eine integrierte Initiative zur nachhaltigen Qualitätsentwicklung der Erfurter Lehrerbildung“ mit sich bringt, entgegen.

Aber vielleicht sollte ich an dieser Stelle etwas früher in meinem Leben ansetzen. Die Lehrkräfteausbildung lag mir schon immer am Herzen und das nicht nur aufgrund meines Studiums des Lehramts an Grundschulen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Im Laufe meines akademischen Lebens habe ich mich immer wieder mit dem Lehrberuf und der Hochschullehre auseinandergesetzt. So bewegte mich in meiner Zulassungsarbeit das Thema „Emotionen im Lehrberuf“, in meiner Masterarbeit „der Lehrberuf als Berufung“ und in meiner Doktorarbeit „die akademische Freiheit in der Hochschullehre“. Nicht nur thematisch bin ich zwischen verschiedenen akademischen Disziplinen und mancherlei internationalem Kontext gereist, sondern auch lokal habe ich mich immer wieder an neuen Orten eingefunden. So führte mich mein Lebensweg für den Master nach Brighton in England und für meine Doktorarbeit nach Ljubljana in Slowenien. Wieder nach Deutschland zurückgekehrt war es mir besonders wichtig mehr Erfahrungen in der Hochschullehre zu sammeln. Dafür bot mir meine Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt viele Möglichkeiten. Wissenschaftlich habe ich mich nicht zuletzt aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit der Internationalisierung der Lehrkräfteausbildung auseinandergesetzt. Nach dieser intensiven Zeit freue ich mich nun besonders einen weiteren Aspekt des akademischen Lebens intensiv unter die Lupe zu nehmen und mein Organisationstalent unter Beweis zu stellen. Einblicke habe ich hier schon als Doktorandin in einem EU-Projekt sammeln dürfen, dabei hat sich immer wieder gezeigt, wie anspruchsvoll es sein kann, Akademiker aus verschiedenen Disziplinen und mit den unterschiedlichsten akademischen Hintergründen unter einen Hut zu bekommen. Daher liegt mir nicht nur das Technische und Organisatorische, sondern vor allem das Zwischenmenschliche am Herzen.

An dieser Stelle bleibt mir noch zu sagen, dass ich zuversichtlich in die Zukunft blicke und mich freue das QUALITEACH-Team in seinen Bemühungen für eine noch qualitativ hochwertigere Lehramtsausbildung an der Universität Erfurt und darüber hinaus zu unterstützen.

Veranstaltungen und Events

Masterarbeit – Let’s go! Ein Auftakt-Workshop des „Forschungslabor MasterMind“ für Lehramtsstudierende, die im Wintersemester 2021/22 ihre Masterarbeit verfassen

Der Workshop findet am Mittwoch, den 28. Juli 2021 zwischen 10:00 und 14:00 Uhr digital statt. Vordergründig werden Formulierungen von Masterarbeitsthemen, wissenschaftlichen Fragestellungen, empirische Methoden, Zeitmanagement sowie die Recherche von wissenschaftlicher Literatur thematisiert und in Teilen geübt. Darüber hinaus sind Zeiträume für individuelle Fragen rund um das wissenschaftliche Arbeiten in der Masterarbeitsphase eingeplant. Der Workshop wird ab einer Teilnehmer:innen Zahl von 10 Lehramtsstudierenden stattfinden. Eine Anmeldung per E-Mail an erzfak.mastermind@uni-erfurt.debis spätestens zum 25. Juli 2021 ist obligatorisch für die Teilnahme.

Hier finden Sie das Veranstaltungsposter.

Summer School Medienpädagogik

Das Kompetenzzentrum digitale fachbezogene Lehrerbildung (KdfL) wird vom 21.09.-24.09 2021 in einer Summer School die Selbstlernkurse (Moodleräume), die für die medienpädagogischen Schwerpunktlegung erarbeitet wurden, pilotieren und evaluieren. Lehramtsstudierende der Universität Erfurt sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Folgende Themen stehen im Zentrum der Selbstlernkurse: Einführung in die Medienpädagogik, Medienerziehung, allgemeine Mediendidaktik und medienbezogene Schulentwicklung. Das beigefügte Plakatenthält alle weiteren Informationen.
Außerdem plant das KdfL für den Herbst 2021 eine Vorstellung der erstellten Selbstlernkurse für Kolleg:innen und Interessierte. Dabei wird auf die theoretische Fundierung und erste Erkenntnisse in der Gestaltung einer Lernumgebung für Studierende eingegangen. In der Sitzung wird eine Vorlage zur eigenen Erstellung von Online-Lernmodulen zur Verfügung gestellt. Gerne beraten wir hinsichtlich des Designs von Online-Lehrveranstaltungen in der Lehrer:innenbildung.

Vielseitiger internationaler Austausch zur Begabtenförderung

Im Januar 2021 nahm Sandra Klaubert, Mitarbeiterin im QUALITEACH-Teilprojekt Kompetenz- und Entwicklungszentrum Inklusion mit dem Schwerpunkt Förderung besonderer Interessen und Begabungen, an dem digital ausgerichteten 3. Schweizer Kongress zur Begabungs- und Begabtenförderung teil. Hier stellte sie in Form eines Posters erste Ergebnisse ihres Dissertationsprojektes vor.

Im Juni 2021 wird Sandra Klaubert zudem an der World of Talent 2021 - International Conference on Talent Development and Honors Education sowie an der 4. Arbeitstagung der DGfE-AG Inklusionsforschung teilnehmen.

„Bildung für Demokratie“ – eine Veranstaltungsreihe in der Hochschullernwerkstatt

Die Reihe Bildung für Demokratie, wurde erstmals im Wintersemester 2020/21 durchgeführt und fand im Sommersemester 2021 ihre Fortsetzung. Ziel dieser Reihe ist es, die Lernwerkstatt als offenen Raum des Austauschs zu leben und durch die Thematisierung gesellschaftlich relevanter Fragestellungen einen Beitrag zur demokratischen Bildung zu leisten.

Zum jetzigen Zeitpunkt blicken wir auf drei gewinnbringende Veranstaltungen zurück, die mit der Unterstützung externer Kooperationspartner:innen realisiert wurden. Dazu zählen der Vortrag des Weltumradlers Axel Brümmer „Vom Abenteurer zum Aktivisten“ sowie der Vortrag „Kinderschutz für angehende Pädagog*innen“ von Boris Nikolaev vom Kinder- und Jugendschutzdienst HAUT-NAH in Erfurt. Darüber hinaus referierte Tabea Ketterer vom „autismus Bodensee e.V.“ zum Thema „Autismus – na und? Abseits der Norm, aber enorm in Ordnung“. Sowohl der Vortrag als auch die sich anschließende Diskussion trugen dazu bei, mit verschiedenen Stigmen rund um das Thema „Autismus“ aufzuräumen.

Alle genannten Veranstaltungen wurden aufgrund der coronabedingten Einschränkungen erfolgreich in einem digitalen Format umgesetzt und stießen auf ein breites Interesse der hochschulinternen und -externen Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe soll im Wintersemester 2021/2022 – dann hoffentlich in Präsenz – in der Lernwerkstatt der Universität Erfurt fortgeführt werden.

Erfolgreiche Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

In 2019 wurde zur 28. Jahrestagung der Kommission Grundschulforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft das 100-jährige Bestehen der deutschen Grundschule an der Universität Erfurt gefeiert.

Dieser Meilenstein im Dasein der Grundschule wurde zum Anlass genommen, um im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung Mythen, Widersprüche und Gewissheiten in der Geschichte der Grundschule und ihrer Forschung in den Blick zu nehmen.
Die wissenschaftliche Bestandsaufnahme der Forschung zur Grundschule, die durch die Mitwirkung einer großen Fachöffentlichkeit entstanden ist, gibt es ab sofort auch als Buch.
Der kürzlich erschienene Tagungsband erstreckt sich auf 483 Seiten über die gesamte Breite der Grundschulforschung und zeichnet historische Entwicklungen sowie aktuelle Herausforderungen nach. Entstanden ist eine lesenswerte Bestandsaufnahme, die auch einige Zeit nach dem historischen Ereignis noch zum Reflektieren, Gestalten und Forschen über, in, an und mit Grundschulen einlädt. Zudem enthält der Tagungsband einige Beiträge aus dem Projekt QUALITEACH II.
Hier geht es zum Buch https://www.springer.com/de/book/9783658317362

Einblicke

Pilotstudie im Teilprojekt Methodentraining im digitalen Format

Im aktuellen Sommersemester 2021 findet der Pilotdurchgang eines neu konzipierten, digitalen Trainingsprogrammes statt, welches Lehramtsstudierende auf die Gesprächsführung für einen kognitiv aktivierenden, indirekt instruierenden Mathematikunterricht vorbereiten soll. Das digitale Format ist bisher gut angelaufen und zeigt, dass auch in dieser Form Trainingsprogramme angeboten werden können. Mithilfe der gesammelten Erkenntnisse und Evaluationsdaten aus dieser Pilotstudie wird das Trainingsprogramm dann eine Überarbeitungsphase durchlaufen. Ein erweiterter Pilotdurchgang ist für das kommende Wintersemester geplant, in dem die erlernten Gesprächstechniken in einem mit der Lehrveranstaltung gekoppelten Praktikum im Unterricht erprobt werden können.

Forschen im digitalen Format: Begleitkurs für Lehramtsstudierende in der Masterphase

Das Teilprojekt Förderung besonderer Interessen und Begabungen beschäftigt sich zum einen mit der Weiterentwicklung des professionellen Wissens angehender Grundschullehrkräfte zur Förderung mathematisch interessierter bzw. potenziell begabter Kinder im Regelunterricht und zum anderen mit der Entwicklung fallbezogener Materialien zum Thema Begabungs-, Interessen- und Leistungsförderung im Mathematikunterricht. Die erste Pilotstudie findet im Sommersemester 2021 im Rahmen eines Begleitkurses zum Komplexen Schulpraktikum mit Grundschullehramtsstudierenden statt. Ziel ist es, innerhalb von mehreren Online-Sitzungen das professionelle Wissen angehender Grundschullehrkräfte über mathematisch interessierte bzw. potenziell begabte Kinder durch interaktive digitale Formate zu erweitern. Auch im digitalen Format arbeiten Studierende in verschiedenen Sozialformen und eignen sich das Wissen somit abwechslungsreich an. Die Resonanz der Studierenden auf die ersten digitalen Angebote ist positiv. Auf Basis der Piloterhebung wird ein Kategoriensystem erstellt, welches im weiteren Verlauf die Grundlage für die Weiterentwicklung der Fragebogenitems bildet. Eine umfangreichere zweite Erhebung ist für das Sommersemester 2022 angedacht.

Das Teilprojekt „Sprachliche Bildung in mehrsprachigen Kontexten“ testet neue Lernumgebung zum Umgang mit sprachlicher Diversität

Im Mai 2021 fand das erste, vom Projektteam konzipierte und durchgeführte Blockseminar im Studium Fundamentale mit dem Titel „Deutschlands heterogene Klassenzimmer: Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit inklusiv gestalten – aber wie?“ statt. Damit geht unser Projekt nach der theoretischen und empirischen Fundierung in die Entwicklungs- und Erprobungsphase. Als Basis für die Seminarkonzeption dienten die Ergebnisse unserer empirischen Bedarfsanalyse zu Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und sprachlicher Bildung aus den vergangenen zwei Semestern. An der Online-Befragung nahmen insgesamt 405 Erfurter Studierende teil. Die Analyseergebnisse und die Projektstruktur können auf unserem Projektpostereingesehen werden.

Ziel des Seminars war es, Grundlagen in den Bereichen DaZ und Sprachbildung zu vermitteln. Als Probelauf für die Entwicklung weiterer Lernumgebungen für die Lehrkräftebildung wird aktuell eine qualitative Evaluation anhand von Reflexionsbögen zum Seminar durchgeführt. Eine erste Sichtung deutet darauf hin, dass insbesondere die Vermittlung von DaZ-Grundlagen und didaktischen Inhalten zur Umsetzung sprachsensiblen Unterrichts von den Studierenden als hilfreich und praxisrelevant bewertet wurden. Es besteht der Wunsch nach vertiefenden Lehrveranstaltungen, vor allem im Bereich der Sprachstandsdiagnostik.

Spannende neue Inhalte in der Vorlesung zur Begabtenförderung

Mit dem Ziel der kompetenzorientierten Weiterentwicklung der bereits bestehenden Online-Vorlesung „Begabungs- und Begabtenförderung“ wurden in den vergangenen Monaten im Rahmen des Teilprojektes Kompetenz- und Entwicklungszentrum Inklusion mit dem Schwerpunkt Förderung besonderer Interessen und Begabungen neue Lerneinheiten entwickelt. Lehramtsstudierende, die diese Vorlesung während ihres Masterstudiums belegen, erfahren nun anhand von ausgewählten Beispielen aus verschiedenen Bundesländern, wie Akzeleration, Enrichment und die individuelle Förderung an Grund- und Regelschulen konkret umgesetzt werden kann. Damit sollen sie motiviert werden, praxistaugliche Modelle und Strategien selbst umzusetzen.

Multiple Mini-Interviews bilden Verhaltensleistungen zuverlässig ab

Das Teaching Talent Center arbeitet seit mehreren Jahren daran, durch Verhaltensprüfungen, die nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, grundlegende Fertigkeiten und berufsbezogene Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden zu erfassen. Diese Prüfungen sind international unter der Bezeichnung „Multiple Mini-Interviews“ (MMIs) bekannt und werden relativ häufig für die Studienzulassung im medizinischen Bereich eingesetzt. Die Proband:innen werden dabei kurzfristig über die jeweilige Aufgabe informiert und müssen nach wenigen Minuten die Situation bewältigen. Ob hierbei überhaupt eine stabile Leistung gezeigt wird oder das Verhalten eher spontan und zufällig erfolgt, war bislang noch nicht wissenschaftlich untersucht. Katinka Clasen konnte nun im Längsschnittdesign zeigen, dass die Wiederholung der Aufgabe in der Regel nicht zu einer Verbesserung der Leistung führt. Auch zeigen sich substanzielle Interkorrelationen zwischen den Messungen, so dass neben der Niveaustabilität auch die Rangordnungsstabilität gesichert ist. Die Befunde sprechen dafür, dass eine einmalige Verhaltensprüfung mit Hilfe der MMIs nützliche Informationen liefert. Eine genauere Darstellung der Ergebnisse ist in Vorbereitung.

Herausforderungen und Erfolge in der Masterarbeit: Sophie-Charlott Elflein ist eine von neun Studierenden, deren Masterarbeiten im Lehramt von 2019/2020 ausgezeichnet wurde...

... sie berichtet über den Prozess ihrer Masterarbeit, über Herausforderungen und auch Erfolge.

Seit fünf Jahren zeichnet eine vierköpfige Jury (bestehend aus Dozierenden der Fachdidaktik, der Bildungswissenschaften sowie praxisnahen Expert:innen die besten Masterarbeiten im Lehramt aus, die sich neben einer sehr guten Benotung durch Innovation, Praxisrelevanz und eine gelungene wissenschaftliche Umsetzung hervorheben. Heute sprechen wir mit Sophie-Charlott Elflein, eine der neun Studierenden, die im Jahrgang 2019/2020 eine Auszeichnung erhielt, über ihre Erfahrungen beim Verfassen ihrer Masterarbeit, die vielfältigen Herausforderungen und wie sie diesen begegnet ist. Der Titel von Frau Elfleins Arbeit lautet „Eine empirische Untersuchung zum gegenseitigen Helfen im jahrgangsgemischten Unterricht“. Das Gespräch wird von Norbert Graebel, Mitarbeiter des „Forschungslabors MasterMind“, geführt.

Hallo Frau Elflein, vielen Dank für Ihre Zeit. Vor kurzem habe ich Ihre Masterarbeit gelesen, die zukünftig auch anderen Lehramtsstudierenden als good-practice-Beispiel zur Einsicht in der Forschungswerkstatt des „Forschungslabors MasterMind“ zur Verfügung steht. Sie haben die Arbeit vor ungefähr einem Jahr fertiggestellt. Ich denke, dass der Entstehungsprozess für Studierende sehr interessant sein kann. Aber bevor wir näher darauf eingehen: Woran denken Sie zuerst, wenn Sie sich spontan an die Masterarbeit erinnern?

Als erstes kommt mir der hohe Zeitaufwand in den Sinn und auch die Nerven, die es mich an manchen Tagen gekostet hat, wenn unerwartete Herausforderungen dazugekommen sind, die ich zuvor nicht auf dem Schirm hatte. Zum Beispiel wusste ich im Vorfeld nicht, dass ich eine wissenschaftliche Befragung an Thüringer Schulen beim Schulamt genehmigen lassen musste. Dieser Vorgang war in meinem Zeitplan zunächst nicht vorgesehen. Ich habe mir einiges leichter vorgestellt und musste mich zum Beispiel mit einer Methode auseinandersetzen, die ich vorher im Studium nie benutzt hatte, und damit war die Masterarbeit schon etwas Anderes als andere Hausarbeiten.

Viele dieser Herausforderungen werden uns in der Methodenberatung von Studierenden geschildert. Bevor wir darauf eingehen, welche individuellen Lösungen Sie gefunden haben, wäre es für die Leser:innen sicher noch spannend, kurz zu hören, womit Sie sich inhaltlich beschäftigt haben?

Ich habe mir in meiner Masterarbeit jahrgangsgemischte Klassen angeschaut und untersucht, welche Aspekte für die Schüler:innen leitend sind, um sich einen Helfer beziehungsweise eine Helferin auszusuchen. Da häufig betont wird, dass jahrgangsgemischte Klassen gegenseitiges Helfen begünstigen. Ich wollte wissen, inwiefern das wirklich der Fall ist. Schauen die Schüler:innen danach eine:n Schüler:in um Hilfe zu bitten, der bzw. die eine höhere Jahrgangsstufe über ihnen ist? Oder orientieren sie sich vielleicht am Alter, an Sitznachbarschaft und Freundschaft? Das ist das grobe Thema gewesen. Dazu habe ich Netzwerke erstellt und anhand dieser konnte ich ablesen, welche Schülerinnen und Schüler zentrale Knotenpunkte sind und häufig um Hilfe gebeten werden und welche Aspekte bei der Auswahl relevant sind, und daraus habe ich dann Schlüsse zur Beantwortung meiner Fragestellungen ziehen können.

Ich finde das Thema sehr spannend. Jahrgangsmischung ist allerdings nicht an allen Schulen vertreten. Wie kamen Sie dazu dieses Thema zu bearbeiten?

Ja, ich war selbst an einer jahrgangsgemischten Grundschule und hab noch in Erinnerung, dass meine Eltern oft begründen mussten, warum ihr Kind in eine jahrgangsgemischte Schule geht. Es gab viele Menschen, die demgegenüber skeptisch waren. Und während des Studiums habe ich oft meine Praktika an Schulen gemacht, die jahrgangsgemischt waren, weil ich das spannend fand und ich denke, dass Schülerinnen und Schüler von den sozialen Aspekten profitieren können. Und während des Studiums gab es darüber auch immer wieder Diskussionen mit anderen Studierenden, welche Vor- und Nachteile jahrgangsgemischtes Unterrichten mit sich bringt. Daher war das Thema eigentlich die ganze Zeit in meinem Hinterkopf.

Sie haben jetzt sowohl Ihre persönliche Biographie als auch Diskussionen im Studium als Ausgangspunkte für die Themenwahl beschrieben. Inwiefern stand die Entscheidung auch mit Ihrer beruflichen Zukunft als angehende Lehrkraft im Zusammenhang? 

Ich habe auch während des Studiums schon gesagt, dass ich später gern jahrgangsgemischt unterrichten würde. Ich hatte also schon die Erwartung, dass mir das Thema weiterhelfen wird, wenn ich mal an eine solche Schule komme. Auch vom jetzigen Zeitpunkt aus – ich habe im letzten halben Jahr an einer Schule gearbeitet, die jahrgangsgemischte Klassen hat. Von daher hatte ich auch jetzt die Möglichkeit, auf die Ergebnisse meiner Arbeit zurückzublicken, und finde es hat sich gelohnt.

Inwiefern haben Sie jetzt den Eindruck, dass Ihnen die Ergebnisse Ihrer Masterarbeit für Ihren Schulalltag geholfen haben? 

Also ich würde sagen, dass die Ergebnisse mich dazu gebracht haben, fokussierter zu beobachten, welche Kinder sich helfen. Zum Beispiel einen Erstklässler, der erst seit drei Wochen in der Schule ist, zu beobachten und zu schauen: Welche Bezugsgruppe sucht er sich wirklich? Ohne die Masterarbeit geschrieben zu haben, hätte ich dafür vermutlich weniger Bewusstsein. Darüber hinaus bestätigen sich noch einmal einige der Ergebnisse der Arbeit, beispielsweise, dass weniger häufig Schüler:innen der hohen Jahrgangstufe gefragt werden, sondern dass viel nach Freundschaftsbeziehung gewählt wird oder wen ein Kind schneller fragen kann, wie beispielsweise den Sitznachbarn oder die Sitznachbarin.

Die Auseinandersetzung mit dem Gruppengefüge war in der Masterarbeit sehr intensiv. Sie haben einzelne Gespräche mit allen Schüler:innen einer Stammgruppe geführt und diese dann umfangreich mit wissenschaftlichen Methoden ausgewertet. Wie gestaltet sich so eine Betrachtung im Schulalltag?

Also allgemein finde ich es schade, dass man wenig Zeit hat, solche Themen zu vertiefen. Am ehesten sind mir die Freundschaftsnetzwerke in den Klassen aufgefallen. Das ist etwas, was man recht schnell erfassen kann; aber ich denke schon, dass es hilfreich und spannend wäre, ein Netzwerk der eigenen Klassen mit wissenschaftlichen Methoden zu erstellen. Es ist im Alltag nicht realistisch, aber es wäre spannend. Da man danach auch Gruppenzusammensetzungen in der Klasse aktiv gestalten könnte, um gute Kooperationen zu vertiefen.

Eventuell kann man aber auch nur Teile in den Schulalltag integrieren, auch das würde schon neue Perspektiven auf die eigene Klasse bringen.

Wir haben jetzt schon intensiv auf die Zeit nach der Arbeit geblickt. Ich würde jetzt gern einen kleinen Sprung machen und auf den Prozess eingehen. Wann haben Sie begonnen, sich mit der Masterarbeit zu beschäftigen?

Da muss ich mal eben meinen Zeitplan öffnen. Meine Schreibphase fing Mitte September 2019 an, aber die Themenfindung habe ich schon im Mai begonnen. Im Juni habe ich angefangen Literatur zu suchen, um mich über den Forschungsstand zu informieren. Also circa vier Monate vor dem Schreibprozess habe ich angefangen, mich intensiver mit der Arbeit zu beschäftigen. Das Thema stand jedoch schon länger fest, aber spezifisch wurde es erst dann.

Sie haben im Wintersemester geschrieben, also im Sommer das Thema angemeldet und dann im September offiziell begonnen. Wie sind Sie zu Ihren Betreuer:innen gekommen?

Das habe ich heute auch nochmal überlegt. Bei einem fachspezifischen Thema [Anmerkung des Interviewers: bspw. Deutsch, Mathe, Sachkunde] gibt es Anhaltspunkte, wer für die Betreuung in Frage kommt. Da dies bei mir nicht der Fall war, habe ich zunächst selbstständig geschaut welche Dozent:innen in Frage kommen würden. Und dann bin ich zu „MasterMind“ gegangen und hab nachgefragt, wer in Frage kommen würde und wer Masterarbeiten in dem Bereich betreut. In meinem ersten Mastersemester hatte ich auch einen Themenfindungsworkshop vom „Forschungslabor MasterMind“ besucht.

Jetzt ist es ja gar nicht so einfach, die passenden Betreuer:innen zu finden. Darüber hinaus benötigten Sie noch Kontakte zu Schulen. Wie haben Sie diese herstellen können?

Zugegebenermaßen habe ich zunächst Schulen kontaktiert, zu denen ich persönliche Kontakte hatte, beziehungsweise bei denen ich schon Praktika gemacht hatte. Ich dachte, dass es da leichter wird, meine Daten zu erheben. Aber da diese Schulen aus verschiedenen Gründen ausgeschieden sind, habe ich mir auf dem Thüringer Schulportal alle Schulen angeschaut, welche Jahrgangsmischung haben. Und danach habe ich fast alle aus der Umgebung angeschrieben, da ich nicht immer eine Antwort erhalten habe. Eine Schule konnte ich letztlich darüber gewinnen. Danach bin ich über die Methodenberatung vom „Forschungslabor MasterMind“ auch noch in Kontakt mit einer weiteren Schule gekommen.

Ich erinnere mich. Es gab mit dieser Schule bereits eine Kooperation im Rahmen einer Masterarbeit und so konnten wir den Kontakt herstellen. Nach einem ersten gemeinsamen Kennenlernen der Schule haben Sie die Kooperation dann selbstständig weitergeführt. Wie gestalteten sich die Absprachen mit den Schulen?

Ich fand es am Anfang eher anstrengend, da von vielen Schulen keine Reaktion kam. Man musste oft Nachfragen stellen. Ich wusste auch von meinen Praktika, dass Schulen stark ausgelastet sind und nicht immer Zeit haben so etwas anzunehmen. Aber es hat am Anfang doch auch Druck aufgebaut. Als dann erste Lehrkräfte geantwortet haben, dass sie mein Interesse für das Thema teilen und das Vorhaben in ihrer jeweiligen Klasse gut umsetzbar fanden und dass auch die Schüler:innen in der Lage wären die Interviews zu absolvieren, wurde es viel einfacher, da der persönliche Kontakt hergestellt war und ich individuelle Absprachen mit den Lehrkräften treffen konnte.

Und das Schulamt hat dann letztlich auch mitgespielt?

Nachdem mein Antrag auf Umwegen beim Schulamt angekommen war und ich mich nochmal erkundigt hatte, konnte das Interview ohne Änderungen umgesetzt werden.

Die Qualität Ihrer Masterarbeit zeichnet sich auch durch die hochwertige empirische Methodik aus. Wie bereits erwähnt, haben Sie Interviews und eine Netzwerkanalyse durchgeführt. Wie haben Sie sich für diese Methoden entschieden?

Ich hatte zunächst verschiedene Fragen zur Thematik, die ich gern beantworten wollte. Dann habe ich geschaut, mit welcher Methode man diese gut beantworten kann. Dann dachte ich auch kurz, dass ich im Studium noch nie etwas von Netzwerkforschung gehört habe und habe mich gefragt: „Warum sollte ich genau das auswählen?“. Aber ich fand es auch so ansprechend, weil ich gut Informationen aus Grafiken ableiten kann. Daher fand ich es so verständlich und übersichtlich aus einem Netzwerk Informationen zu ziehen. Zudem schien es mir passend zur Fragestellung und zum Umfang der Masterarbeit.

Welches waren letztlich die größten Herausforderungen in der Masterarbeit?

Auf jeden Fall war die Konkretisierung des Themas und der Fragestellung schwer. Auch einzuschätzen, was im Rahmen der Masterarbeit umsetzbar ist, war nicht leicht. Es hat einiger Konsultationen mit den Betreuer:innen gebraucht, um den Fokus festzulegen und die konkrete Fragestellung zu formulieren. Zudem war es schwer die Literatur zu verwalten. Ich habe vor der Masterarbeit nie mit Citavi gearbeitet, weil es zuvor nicht Thema im Studium war. [Anmerkung Interviewer: Citavi ist eine Literaturverwaltungssoftware mit deren Hilfe Quellenangaben, Zitate und Inhalte verwalten werden können. Sie wird an der Universität Erfurt allen Studierenden kostenlos zur Verfügung gestellt.] Ich war aber sehr dankbar diese Software zur Strukturierung der Masse an notwendiger Literatur nutzen zu können. Auch die Aneignung der Methoden war anspruchsvoll, da die meisten Hausarbeiten im Lehramt theoretisch sind und ich zuvor noch nie Interviews durchführen musste. Dadurch war alles vom Interview bis zur Auswertung Neuland für mich, in das ich mich erstmal eindenken musste.

Mit Citavi haben Sie ja schon eine softwaregestützte Lösungsstrategie gefunden. Wie sind Sie dazu gekommen? Und was hat Ihnen noch geholfen, die beiden anderen Herausforderungen zu bewältigen?

Auf Citavi bin ich durch die Universitätsbibliothek aufmerksam geworden. Ich hatte mich dann mit der Studierenden getroffen, die so ein ähnliches Thema wie ich geschrieben hatte, und im Austausch habe ich so ein paar Tipps und Tricks mitbekommen und da fiel auch mal das Stichwort Citavi. Im Allgemein haben mir Konsultationen mit den Betreuer:innen geholfen, um Literaturhinweise zu erhalten, aber auch Hinweise für die Durchführung und Auswertung von Interviews. Es hat mir aber auch geholfen, mich mit anderen Studierenden auszutauschen, die am gleichen Punkt waren wie ich oder Studierende, die schon fertig mit der Masterarbeit waren. Auch die ausgezeichneten Masterarbeiten aus den Vorjahren, die man in der Forschungswerkstatt des „Forschungslabors MasterMind“ einsehen konnte, haben mir sehr geholfen, um unter anderem Formatierungshinweise zur erhalten oder den Aufbau von Masterarbeiten besser zu begreifen.

Super, ich habe den Eindruck, dass Ihre individuellen Lösungen auch im Allgemeinen gute Empfehlungen für andere Studierende sein können. Die Kurse der Universitätsbibliothek zu Citavi finde ich beispielsweise ebenfalls sehr gelungen. Und auch den Hinweis, sich regelmäßig mit Kommiliton:innen auszutauschen, schätze ich als hilfreich ein. Gerade in der Masterarbeitsphase kann das Potential zur Kooperation in Vergessenheit geraten, da jeder und jede an seinem oder ihrem individuellen Thema arbeitet. Alleine das Schildern der eigenen Methode und kritische Rückfragen bringen einen aber oft schon weiter.

Ja, ich habe auch gemerkt, dass am Anfang alle auf ihre eigene Arbeit fokussiert waren, aber mit der Zeit hat man schon erfahren, dass ein Austausch und kleine Hinweise einen weiterbringen.

Was würden Sie mit Ihrem heutigen Wissen und Ihrer Erfahrung beim nächsten Mal von Anfang an anders machen?

Ich glaube, ich würde mich noch eher mit der Themenfindung beschäftigen, da ich das am Anfang vor mir hingeschoben habe. Und obwohl ich einen guten Zeitplan hatte, hatte ich am Ende gut zu tun, um rechtzeitig abzugeben. Wahrscheinlich würde ich meinem früheren Ich also raten, noch eher anzufangen, um das Ganze etwas entspannter anzugehen. Ich würde auch noch eher versuchen, den Kontakt mit Schulen herzustellen und eventuell schon im Semester vorher damit beginnen, wenn ich das Thema kenne, weil das auch sehr stressig geworden ist. Daher denke ich im Übrigen auch, dass es gar nicht schlecht ist, wenn man erst das [einsemestrige] Komplexe Schulpraktikum absolviert und danach die Masterarbeit schreibt, da man schon tiefer in der Praxis steckt und eine engere Verbindung zu einer Schule hat. Sonst fällt mir spontan nichts weiter ein.

Gibt es noch etwas Besonders, das Sie Studierenden noch mit auf den Weg geben möchten?

Sehr hilfreich war mein Zeitplan. Auch wenn er nur eine grobe Orientierung darstellt. Ich glaube, ich hätte mich sonst irgendwann verloren. Es gab so eine lange Liste mit "Todos", die noch gemacht werden mussten. Ich habe versucht, mir das wochenweise aufzuteilen. Und auch wenn ich es nie geschafft habe, diese Aufgaben genau zu dem Zeitpunkt beendet zu haben, habe ich die Orientierung gebraucht. Ich kenne auch Studierende, die sich keinen Zeitplan geschrieben haben, um nicht so unter Druck zu kommen. Im Nachhinein haben sie aber auch gesagt, es wäre besser gewesen, einen Überblick über offene Aufgaben zu haben. Ein Tipp ist zudem, die Arbeit grundsätzlich Korrektur lesen zu lassen. Ich habe darauf geachtet, dass ich zwei Kommilitoninnen lesen lasse, die Ahnung von dem Thema hatten, aber ich habe auch Leute drüber lesen lassen, die nichts mit Pädagogik und wissenschaftlichem Arbeiten zu tun haben, weil die Leute konkreter sagen konnten, was noch unverständlich war. Das wären zwei Tipps, die ich ganz wichtig fand.

Hatten Sie zu Beginn der Arbeit schon einen Zeitplan oder kam das eher im Prozess?

Ich hatte erst eine grobe Planung. Aber ich konnte zum Beispiel am Anfang nicht einschätzen, wieviel Zeit es kostet, Interviews zu transkribieren, da ich das noch nie gemacht habe. Gerade für Punkte wie Auswertung und Interpretation habe ich dann doch viel länger gebraucht, als ich zunächst vermutet hatte. Daher war das immer ein Prozess, den Zeitplan anzupassen.

Sie hatten aber offensichtlich einen Puffer?

Ja, aber es wurde dennoch knapper, als ich gedacht hätte.

Welcher Teil der Arbeit hat letztlich am meisten Zeit benötigt?

Ich glaube, für mich waren es die Auswertung und die Interpretation. Erstmal zu schauen, welcher Teil der Daten relevant ist, wie man diese in Netzwerken darstellt und dann auch auszuwählen, wie man in der Analyse damit umgeht, benötigt viel Zeit, in der noch kein Wort direkt aufgeschrieben wird. Und auch das Ergebnis letztlich nochmal mit dem Theorieteil der Arbeit in Bezug zu bringen.

Das deckt sich mit vielen Berichten von Studierenden in der Beratung, dass diese Teile besonders lange brauchen, aber relativ wenig Zeit dafür eingeplant wird.  Einfach weil die Erfahrung im empirischen Arbeiten fehlt.

Ja, beim Theorieteil kann jeder schon etwas besser einschätzen, wie lange er braucht.

Zum Abschluss: Gibt es noch etwas zum Thema Masterarbeit im Lehramt, was Ihnen „unter den Nägeln brennt“?

Es wäre schön gewesen, wenn wir im Studium schon eher Input bekommen hätten.

Welche Art Input hätten Sie sich gewünscht, damit Sie sich besser vorbereitet gefühlt hätten?

Ich weiß von Freunden, dass diese ein Semester vor ihrer Masterarbeit ein vorbreitendes Seminar hatten. Ich hätte mir daher schon gewünscht, dass wir uns eher damit auseinandergesetzt hätten, was es heißt, empirisch zu forschen. Ich erinnere mich noch daran, dass wir zu Beginn des Studiums ein oder zwei Seminare hatten, in denen wir einen groben Überblick über Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens bekommen haben. Aber wir haben nie selbst etwas durchgeführt oder ausgewertet. Zumindest erinnere ich das so.

Das ist gut möglich, da es derzeit im Lehramt an der Universität Erfurt keine verbindlichen Seminare zum wissenschaftlichen Arbeiten gibt.

Manche hatten Glück, dass es Dozierende gab, die einen Fokus daraufgelegt haben, aber ich dachte manchmal, es wäre schon schön gewesen, wenn man vorher ein vorbereitendes Seminar gehabt hätte, was Inhalte, wie diejenigen der Workshops vom „Forschungslabor MasterMind“, aufgegriffen hätte.

Frau Elflein, ich danke Ihnen herzlich für das intensive Gespräch und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Neueste Publikationen

Publikation eines Artikels in der ThILLM-Reihe „Diskurs“ durch das Team der Hochschullernwerkstatt

Im ThILLM-Band (Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien) „Schule wirksam unterstützen“ geht das Team der Hochschullernwerkstatt der Frage nach, wie Professionalisierungsprozesse angehender Lehrer:innen an der Hochschule durch das Lernen in einer Hochschullernwerkstatt gestaltet werden können.

Durch eine kritische Diskussion der erhobenen empirischen Daten gelingt es, sowohl Wirkungen festzustellen als auch Anregungen für die weitere Ausgestaltung von Professionalisierungsprozessen zu geben.

Link zum Artikel: https://www.schulportal-thueringen.de/web/guest/media/detail?tspi=14405

Lehramtsstudierende haben unterschiedliche Meinungen zur Begabtenförderung

Im April 2021 wurde ein von Professor Dr. Ernst Hany und Sandra Klaubert, aus dem Teilprojekt Förderung besonderer Interessen und Begabungen, verfasster Beitrag mit dem Titel „Begabungsgerechte Persönlichkeits- und Leistungsförderung: Sind Lehramtsstudierende dazu bereit?“  veröffentlicht. Nach einer Begründung der individuellen Förderung auch lern- und leistungsstarker Schüler:innen wird anhand von Daten aus eigenen Erhebungen demonstriert, wie unterschiedlich die Einstellungen von Lehramtsstudierenden zur Förderung Leistungsstarker ausfallen.

Hany, E. & Klaubert, S. (2021). Begabungsgerechte Persönlichkeits- und Leistungsförderung: Sind Lehramtsstudierende dazu bereit? Erziehung & Unterricht, 171, 280-289. https://www.oebv.at/erziehung-und-unterricht/2021_3_4

Hochschullernwerkstätten auf dem Prüfstand. Entwicklungen und Forschungszugänge

Im neu erschienenen Jahrbuch Grundschulforschung "Mythen, Widersprüche und Gewissheiten der Grundschulforschung" – erschienen bei Springer VS – veröffentlicht Marcus Berger vom Team der Erfurter Hochschullernwerkstatt zusammen mit seinen Kolleginnen und Kooperationspartnerinnen Dr. Barbara Müller-Naendrup und Dr. Annika Gruhn von der OASE Lernwerkstatt der Universität Siegen den Artikel "Hochschullernwerkstätten auf dem Prüfstand. Entwicklungen und Forschungszugänge, der im Nachgang zu einem Fachsymposium auf der Grundschulforschungstagung 2019 entstanden ist."

Link zum Buch: https://www.springer.com/de/book/9783658317362

Die Bedeutung der Persönlichkeit für den Lehrberuf

Im Juni 2021 wurde das Jahrbuch Grundschulforschung durch einen neuen Band erweitert, in dem die Beiträge der 28. Jahrestagung der DGfE-Kommission Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe enthalten sind. Diese fand vom 25. bis 27. September 2019 an der Universität Erfurt statt. Das damalige Team des Teaching Talent Centers unter der Leitung von Professor Dr. Ernst Hany war bei dieser Tagung mit einem Symposium vertreten. Ein Kurzbericht dazu hat unter dem Titel „Kompetenzwirksame Persönlichkeitsfaktoren bei Lehramtsstudierenden“ Eingang in den Tagungsband gefunden.

Clasen K., Keiner M., Klaubert S. & Hany E. (2021). Kompetenzwirksame Persönlichkeitsfaktoren bei Lehramtsstudierenden. In N. Böhme, B. Dreer, H. Hahn, S. Heinecke, G. Mannhaupt & S. Tänzer (Hrsg.), Mythen, Widersprüche und Gewissheiten der Grundschulforschung. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme nach 100 Jahren Grundschule (Serie Jahrbuch Grundschulforschung, Bd. 25, S. 395-407). Wiesbaden: Springer VS. https://doi.org/10.1007/978-3-658-31737-9_44 


10. Newsletter:

RUNDBLICKE: „Kooperationen und Entwicklungen in Zeiten der Pandemie“.

RÜCKBLICK

Dr. Sigrid Heinecke, Projektkoordinatorin des Vorhabens QUALITEACH geht in den Ruhestand …
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EINBLICKE

Kooperationen auf allen Ebenen: Wie die Erfurter Hochschullernwerkstatt dazu beiträgt, inner- und außeruniversitäre Zusammenarbeit zu fördern …
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Aus dem Vorbereitungsdienst in ein QUALITEACH-Teilprojekt: Stefanie Baum lässt uns teilhaben an ihrem Einstieg in das Teilprojekt Methodentraining für effektives Unterrichten unter Pandemiebedingungen …
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Die verschiedenen Unterprojekte des Kompetenz- und Entwicklungszentrums Inklusion geben EINBLICKE in

Ergebnisse mehrerer Befragungen von Master of Education-Studierenden zur angebotenen Online-Vorlesung „Begabungs- und Begabtenförderung“ im Projekt Förderung besonderer Interessen und Begabungen …
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Eine Bedarfsanalyse zur Integration von DaZ-Kompetenz in der Erfurter Lehrer*innenbildung und wie sich die Ergebnisse in Lehr- und Beratungsangeboten niederschlagen, stellt das Projekt Sprachliche Bildung in mehrsprachigen Kontexten dar ...
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Das Projekt Inklusion aus sonderpädagogischer Perspektive hat sich auf die Weiterentwicklung der Online-Lehr- und Lernplattform VideoLeb konzentriert und die 360- Grad-Videos durch digitale Workbooks angereichert …
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und das Teilprojekt Kompetenzzentrum fachbezogene digitale Lehrer*innenbildung zeigt, warum für Konzepte zur Entwicklung mediendidaktischer Kompetenzen zukünftiger Lehrpersonen „Transdisziplinäre Zugänge zur digitalen Lehrer*innenbildung“ unerlässlich sind …
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AUSBLICKE auf das inzwischen "6. Erfurter Symposium für Entwicklung und Lernen" an der Universität Erfurt unter dem Titel "Ein Netz für Kinder spannen: Risiken und Chancen für die Entwicklung erkennen und nutzen", das aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ab 18. Januar im Digitalformat durchgeführt wird …
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auf eine Veranstaltungsreihe der Hochschullernwerkstatt mit externen Kooperationspartner*innen „Bildung für Demokratie“ …
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Angebote der Teilprojekte im Wintersemester 2020/21

Angebote der Hochschullernwerkstatt

1.) „Kinderschutz für angehende Pädagog*innen“ (Vortrag)

Referent: Boris Nikolaev, Kinder- und Jugendschutzdienst „HAUT-NAH“ in Erfurt

Datum: 25.11.2020

Uhrzeit: 16:00-18:00 Uhr

Beschreibung:

„Was kann ich tun, wenn ich vermute, dass ein Kind Opfer von Gewalt ist?“ - Diese Frage stellen sich möglicherweise viele angehende Pädagog*innen, dennoch bleibt sie im Laufe der Ausbildung häufig lange Zeit unbeantwortet. Der Informationsabend des Erfurter Kinder- und Jugendschutzdienstes "Haut-Nah" klärt über Fragen zum Kinderschutz auf und vermittelt somit grundlegendes Wissen zum professionellen Handeln in pädagogischen Kontexten.

2.) „Was heißt hier eigentlich „neutral“? Zur Notwendigkeit einer Positionierung von Schulen und Bildungseinrichtungen für Demokratie und Menschenrechte.“ (Präsenz-Workshop oder Online-Vortrag)

Referentin: Petra Doubek von „MOBIT“

Datum: 9.12.2020

Uhrzeit: 18:00-20:00 Uhr (im Falle eines Präsenzworkshops) bzw. 18:00-19:30 Uhr (im Falle eines Online-Vortrags)

Beschreibung:

Sich für demokratische Grundpfeiler wie Gleichwertigkeit, Solidarität und Minderheitenschutz zu positionieren stellt für viele Menschen ein Bedürfnis dar, birgt aber nicht selten Herausforderungen – auch im Kontext der schulischen Bildung. Lehrer*innen, Schulleiter*innen und andere (pädagogische) Mitarbeiter*innen sehen sich mit zahlreichen Fragen konfrontiert: Wie kann der Ausbreitung menschenfeindlicher Einstellungen und Verhaltensweisen eine Grenze gesetzt werden? Wie kann vor diesem Hintergrund eine wertschätzende Elternarbeit aussehen? Sollte eine Lehrkraft sich auf politische Diskussionen mit den Schüler*innen einlassen und wie ist das vereinbar mit einer vermeintlichen Neutralität der Schule? Der Workshop/ Vortrag setzt sich im Kern mit dem Begriff der Neutralität auseinander und fragt nach seiner Bedeutung für Bildungseinrichtungen. Wie politisch darf Schule sein? Wo muss sie politisch sein? Und welche Möglichkeiten der Positionierung von Bildungseinrichtungen lassen sich nach innen und außen ausmachen?

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

3.) „Argumentationstraining gegen rechte und diskriminierende Parolen – Aufstehen gegen Rassismus!“ (Workshop)

Referent*innen: Wiebke Maria Lohmann, Julian Prescher vom Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus"

Datum: 28.01.2021

Uhrzeit: 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Beschreibung:

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit Arbeitskolleg*innen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Hier will dieses Seminar ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei sollen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die uns dabei unterstützen, den rechten und rassistischen Parolen wie beispielsweise denen der AfD und ihrer Anhänger*innen etwas entgegenzusetzen.

(Text wurde der Website des Aktionsbündnisses „https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/kampagne/stammtischkaempferinnen/“ entnommen)

Seminarangebote des Teaching Talent Centers

„Praxis der pädagogisch-psychologischen Diagnostik“ – BW01#02

Normale Praktikumsseminare

  • Im Seminar werden verschiedene Verfahren der pädagogisch-psychologischen Diagnostik behandelt sowie deren Anwendung und Auswertung im Praktikum eigenständig erprobt

Spezialseminare

  • Beratung im Lehrberuf
    • Im Seminar wird theoretisches Wissen zur Beratung allgemein und zu schultypischen Beratungssituationen vermittelt sowie verschiedene Gesprächsführungstechniken in Kleingruppen geübt.
    • Die Seminarteilnehmenden werden Bachelorstudierende, die vor ihrem ersten Schulpraktikum stehen, beraten und sie basierend auf ihren Erfahrungen auf dieses Praktikum vorbereiten (Grundgedanke der Peer-Beratung).
    • Die Peer-Beratungen ersetzen das regulär vorgesehene Praktikum.
       
  • Performance Assessment
    • Das Seminar behandelt theoretisch und praktisch die Methode des Performance Assessments zur Messung von praktischen Handlungskompetenzen (v.a. Methode der „Multiplen Mini-Interviews“).
    • Durchlaufen von vier Multiplen Mini-interviews (ersetzt das regulär vorgesehene Praktikum).

Kontakt:

Juliane Knüpfer
juliane.knuepfer@uni-erfurt.de

Angebote für Masterarbeiten des Forschungslabors MasterMind

Semesterübergreifender Moodle-Raum „MasterMind“ mit Hilfen und Anleitungen zum empirischen Arbeiten im Rahmen von Masterarbeiten im Lehramt

Moodle-Raum „MasterMind“

Unter diesen Link können sich Angehörige der Universität Erfurt in einen semesterübergreifenden Moodle-Raum einschreiben, der Anleitungen und Videos über verschiedene Themen im Bereich Forschungsmethoden für Masterarbeiten bereitstellt. Das Passwort lautet "MasterMind".

 

Individuelle Methodenberatung zu Techniken wissenschaftlichen Arbeitens in der Masterarbeit

Das „Forschungslabor MasterMind“ bietet derzeit individuelle Methodenberatung über WebEx an. Beratungstermine können Sie per E-Mail (erzfak.mastermind@uni-erfurt.de) unter Angabe Ihres Themas sowie Ihren konkreten Fragen an die beratenden Mitarbeiter verabreden.

 

Weitere Angebote des Forschungslabors MasterMind

Informationen zu weiteren Angeboten (wie beispielsweise Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten, Zugang zu gelungenen Masterarbeiten und Öffnungszeiten der Forschungswerkstatt ) finden Sie semesterunabhänig unter:

https://www.uni-erfurt.de/erziehungswissenschaftliche-fakultaet/fakultaet/profil/fachgebiete-und-professuren/erziehungswissenschaft-und-empirische-bildungsforschung/professionsentwicklung-und-didaktik-der-lehrerbildung/forschungslabor-mastermind

Angebote für Masterarbeiten des Kompetenznetzwerkes für digitale fachbezogene Lehrerbildung

Die Themenbereiche Digitalisierung und Lernen & Lehren sowie die Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen sind aktuell höchst relevante und spannende Forschungsfelder und bieten sich für Masterarbeiten gut an.

Sprechen Sie uns gern bei Interesse an:

Julia Sgolik
julia.sgolik@uni-erfurt.de
Tel.: +49 361 737-1798

Thorsten Ziegler
Thorsten.ziegler@uni-erfurt.de
Tel.: +49 361 737-1797

Angebote des Kompetenz- und Entwicklungszentrums für Inklusion

Inklusionssprechzeiten

  • Für Studierende mit einer inklusionsspezifischen Fragestellung
  • Mittwochs, 12:00 – 15:00 Uhr oder nach Vereinbarung per Mail
  • MG2 - Raum 1.03

Betreuung von Abschlussarbeiten mit inklusionsbezogenen Fragestellungen

Kontakt:
Cedric Steinert
cedric.steinert@uni-erfurt.de
Tel.: 0361 737-1793

5. Newsletter der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" veröffentlicht

Einen Rückblick auf die Anfang November stattgefundenen digitalen Austauschformate zum Thema "Lehrkräftebildung gemeinsam gestalten" und auf weitere Neuigkeiten der Qualitätsoffensive Lehrerbildung finden Sie hier.

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Sprechzeiten „Viele Sprachen im Klassenzimmer - wie gehe ich als Lehrkraft damit um?“

- für Lehramtsstudierende und Interessierte mit einer Fragestellung bezüglich Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung

- Beratungsgespräche und Hilfestellungen, um sprachliche Herausforderungen im Klassenzimmer als zukünftige Lehrende zu meisten

-…

Weiterlesen

RSS Feed

Perspektiven auf Hochschullernwerkstätten. Wechselspiele zwischen Individuum, Gemeinschaft, Ding und Raum

Perspektiven

herausgegeben von Sandra Tänzer, Marc Godau, Marcus Berger und Gerd Mannhaupt (2019)

Zum Download

Onlinebefragung „Viele Sprachen, viele Kulturen – ein Klassenzimmer“

aktuell laufend!
 

Liebe Studierende,

durch unsere immer globaler werdende Welt sind Themen wie Mehrsprachigkeit, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache für uns alle aktuell. Auf interkulturelle Begegnungen müssen wir uns alle mit Blick auf unsere berufliche Zukunft vorbereiten.

Im Rahmen des Projekts „Sprachliche Bildung in mehrsprachigen Kontexten“ beschäftigen wir uns an der Universität Erfurt mit dieser Mehrsprachigkeit und den daraus folgenden Konsequenzen, die vor allem Lehramtsstudierende betreffen, da sie zunehmend sprachlicher Heterogenität in den Klassenzimmern begegnen. Aber auch in allen anderen Berufsfeldern wird die Zusammenarbeit deutlich internationaler und mehrsprachiger. Aus diesem Grund bitten wir Sie, liebe Studierenden, uns mit Ihren bisherigen Erfahrungen zu helfen und den folgenden Fragebogen auszufüllen. Hauptziel unseres Projektes ist es, sinnvolle Konzepte zu erarbeiten, die hoffentlich auch Sie auf den Umgang mit sprachlicher und kultureller Heterogenität vorbereiten werden.

Wie können Sie die Projektentwicklung am besten unterstützen?
Indem Sie an unserem digitalen Fragebogen „Viele Sprachen, viele Kulturen - ein Klassenzimmer“ teilnehmen.

Wie können Sie an der Onlinebefragung teilnehmen?
Klicken Sie einfach auf den Link https://www.umfrageonline.com/s/93e07fe und Sie können mit der Befragung beginnen. 

Was erwartet Sie bei der Befragung?
Der Fragebogen besteht überwiegend aus Fragen mit vorgegebenen Antwortkategorien und wird nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Da wir Ihre eigenen Ideen und Anmerkung mit ins Projekt einfließen lassen wollen, steht Ihnen am Ende die Rubrik „Meine Anmerkungen zum Thema“ zur Verfügung. Dort können Sie Ihre Gedanken frei äußern.

Wie sieht es mit Ihren persönlichen Daten aus?
Alle erhobenen Daten werden selbstverständlich vertraulich und anonym behandelt und dienen nur dem genannten wissenschaftlichen Zweck.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Ihr(e)
Prof. Dr. Dr. Csaba Földes,
Dr. Andrea Bambek und Laura Kuhlig, M.A.


Diversitykompetenz in der Hochschullehre

19. und 20.06.2020

Dozent*in, Student*in, Professor*in, das Sternchen im Text polarisiert, nicht nur an den Universitäten wird gestritten, ob und inwieweit dieser sprachliche Eingriff denn überhaupt sein soll und sein muss. Doch das Gendersternchen ist nur ein kleiner Teil einer viel größeren Bewegung, deren Gestaltungswillen weit über das butlersche Sex und Gender hinausgeht. Lehrende an Hochschulen kommen mit unterschiedlichsten Charakteren in Kontakt, die jeweils eigene Geschichten und Erfahrungen mitbringen. Die Unterschiede reichen dabei von der Herkunft, Behinderung, Geschlechtsidentität über Hautfarbe, Religion bis hin zu sozioökonomischem Hintergrund oder der sexuellen Identität. Diese Heterogenität erfassen und nachvollziehen zu können, ist das Ziel dieses Seminars. Dabei werden grundlegende pädagogische und handlungsorientierte Fähigkeiten im Umgang mit gender- und diversitybedingter Vielfalt erworben, denn die Heterogenität ihrer Adressat*innen hat einen Einfluss auf die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden. Dabei werden wir gemeinsam Ihren Beitrag als Lehrende zu einer möglichst diskriminierungsfreien Hochschule und Lernumgebung herausarbeiten. Durch eine kritische Reflexion der eigenen und anderer sozialer Stellungen sollen die Teilnehmer*innen verstehen, wie die Konstruktion und Zuschreibung sozialer Merkmale verläuft und vor allem wie in der Konsequenz unterschiedliche Positionen und Chancen im Ungleichheitsgefüge entstehen. Unter anderem wird dabei das Thema "Gender Bias" besprochen. Neben fachlichen Informationen zur Diversitykompetenz bietet das Seminar praxisorientierte Methoden sowie den Rahmen eigene Erfahrungen einzubringen, sich auszutauschen und zu diskutieren.

Weitere Informationen und Anmeldung: www.uni-erfurt.de/universitaet/aktuelles/veranstaltungskalender/eventdetail/diversitykompetenz-in-der-hochschullehre-2


Neue digitale Hilfen für Bachelor- und Masterarbeiten im Lehramt

03.06.2020

Seit mehreren Jahren erhalten Lehramtsstudierende der Universität Erfurt Unterstützung beim wissenschaftlichen Arbeiten im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten durch das Team des „Forschungslabors MasterMind“. Insbesondere bei der Bearbeitung von Fragestellungen mittels Methoden der empirischen Sozialforschung wird das bestehende Lehrangebot und die gängige Betreuung durch zusätzliche Workshops, Methodenberatungen sowie Lehrveranstaltungen zum forschungsorientierten und Forschenden Lernen ergänzt. Das „Forschungslabor MasterMind“ ist ein Teilprojekt von QUALITEACH - einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ finanzierten Projektes zur Weiterentwicklung der Erfurter Lehrer*innenbildung.

Viele der gewohnten Hilfen können derzeit nur in begrenztem Umfang angeboten werden. Passenderweise gibt es nun ein neues, digitales Angebot: Im semesterübergreifenden Moodle-Raum „MasterMind“ finden Lehramtsstudierende Anleitungen, Literaturempfehlungen und kurze Videos, die sie über qualitative als auch quantitative Methoden informieren.

Studierende können sich ab jetzt in den Raum einschreiben. Das Passwort lautet „MasterMind“.

Derzeit befindet sich der Raum noch in der Beta-Phase. Das Team freut sich daher über Rückmeldung und wünscht allen Studierenden auch in dieser Zeit viel Erfolg bei den anstehenden Bachelor- und Masterarbeiten.

Link zum Moodle-Raum „MasterMind“:
https://elearning.uni-erfurt.de/course/view.php?id=1953

Kontakt für Rückfragen zum Projekt: erzfak.mastermind@uni-erfurt.de


News für das Kompetenz- und Entwicklungszentrum Inklusion / Unterprojekt „Förderung besonderer Interessen und Begabungen“

28.02.2020

Prof. Dr. Ernst Hany wurde vom World Council for Gifted and Talented Children in das 18-köpfige Teacher Education Position Paper Committee berufen. Aufgabe des Komitees unter Leitung von Norma Hafenstein (USA) ist es, ein weltweit nutzbares Grundsatzpapier für die Ausbildung von Lehrpersonen zu formulieren, die in der Begabungs- und Begabtenförderung tätig werden wollen. Das World Council ist ein internationaler Zusammenschluss von Fachkräften und Institutionen, die sich der Förderung besonderer Talente verschrieben haben. Prof. Hany ist das einzige deutschsprachige Mitglied des Komitees und hat sich gegenüber zahlreichen anderen Bewerbungen durchgesetzt. Im Rahmen des International Panel of Experts for Gifted Education (iPEGE) hat er sich bereits über mehrere Jahre mit Standards zur Lehrerbildung im Bereich der Talent- und Leistungsförderung beschäftigt. Die dabei entstandenen Dokumente dürften eine wertvolle Basis für die Arbeit des Position Paper Committee bilden.

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