Archiv zu Bibliotheksgesprächen

17. März 2021: Die Handschriftensammlung der FB Gotha - Veranstaltung entfällt!

17. März 2021, 18:15 Uhr

PD Dr. Monika Müller: Die Handschriftensammlung der FB Gotha

Moderation: Dr. Kathrin Paasch

21. April 2021: Erschließung der Briefe und Lebensdokumente Veit Ludwig von Seckendorffs (1626-1692)

21. April 2021, 18:15 Uhr

Erschließung der Briefe und Lebensdokumente Veit Ludwig von Seckendorffs (1626-1692)

Jacob Schilling, M.A., und Dr. Kathrin Paasch sprechen über die Erschließung der Briefe und Lebensdokumente Veit Ludwig von Seckendorffs (1626–1692), die derzeit im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes erfolgt. Seckendorff gilt als einer der wichtigsten Exponenten der europäischen Gelehrtenrepublik zwischen Dreißigjährigem Krieg, Pietismus und beginnender Aufklärung. Die Erschließung der bisher weitgehend unbekannten und breit gestreuten Quellen – über 7.900 Dokumente in insgesamt 32 Bibliotheken und Archiven – kann neue Impulse für die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit Seckendorff geben. Im Gespräch wird Jacob Schilling anhand ausgewählter Dokumente Einblicke in die konkrete Erschließungsarbeit gegeben und seine Erkenntnisse über Seckendorffs verschiedene Rollen als Politiker, Gelehrter, adliger Gutsbesitzer und Familienvater vorstellen.

Jacob Schilling studierte Neuere Geschichte in Berlin und schrieb seine Dissertation in Hamburg über die gelehrten Praktiken in der Erforschung der Vergangenheit am Beispiel von Caspar Sagittarius (1643–1694). Anschließend war er in Hamburg im DFG-Projekt „Historisches Wissen aus Archiven“ sowie in Halle im Projekt „Prosopographie der frühneuzeitlichen Leopoldinamitglieder (1652–1800)“ beschäftigt. Seit Anfang 2020 erschließt er als wissenschaftlicher Mitarbeiter die Seckendorff-Dokumente. Kathrin Paasch ist die Direktorin der Forschungsbibliothek Gotha und leitet das von ihr entwickelte Seckendorff-Projekt.

Im Gespräch: Dr. Kathrin Paasch und Jacob Schilling

5. Mai 2021: Präsentation der Ausstellungsplattform der Forschungsbibliothek Gotha

5. Mai 2021, 18:15 Uhr

Präsentation der Ausstellungsplattform der Forschungsbibliothek Gotha

Digitale Ausstellungen haben sich in Bibliotheken, Archiven, Museen und Forschungseinrichtungen als Medium zur Präsentation und Vermittlung von Themen, digitalisierten Exponaten und Sammlungen fest etabliert. Dieser Entwicklung trägt die Forschungsbibliothek Gotha mit dem neu entwickelten Ausstellungsportal Rechnung. Dr. Hendrikje Carius (Forschungsbibliothek Gotha) und Carsten Resch (Justorange - Agentur für Informationsästhetik, Jena) geben einen Einblick in die konzeptionellen, technischen und gestalterischen Überlegungen zur Entwicklung und Realisierung des generischen Portals. Sie gehen dabei unter anderem der Frage nach, wie das Portal in die digitale Strategie der Bibliothek eingebunden ist. Sie beleuchten außerdem das grundsätzliche Spannungsverhältnis zwischen Standardisierung und den Möglichkeiten für kreative, experimentelle Inszenierungen und diskutieren weitere Perspektiven.

Das Ausstellungsportal für die Bibliothek entstand im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Ausbaus der Bibliothek zur Forschungs- und Studienstätte für die Kulturgeschichte des Protestantismus in der Frühen Neuzeit. Die Plattform wird von der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena gehostet. Als Teil des Digitalen Kultur- und Wissensportal Thüringens wird sie perspektivisch auch weiteren Institutionen zur Nutzung offenstehen.

Im Gespräch:  Dr. Hendrikje Cariusund Carsten Resch

Zugang zum Ausstellungsportal erhalten Sie über den Link http://www.digital-fb-gotha.de/ausstellungen.

12. Mai 2021: Präsentation der digitalen Ausstellung zum Reformationsjubiläum von 1717 in Europa

12. Mai 2021, 18:15 Uhr

Präsentation der digitalen Ausstellung zum Reformationsjubiläum von 1717 in Europa

Ist der Anschlag der 95 Thesen Luthers an die Tür der Wittenberger Schlosskirche am 31. Oktober 1517 Dichtung oder Wahrheit? Diese Frage bleibt umstritten. Tatsache ist, dass die frühesten Darstellungen des heute gemeinhin bekannten Motivs von Luther mit dem Hammer erst im Zusammenhang mit dem 200jährigen Jubiläum der Reformation 1717 entstanden. Abgebildet sind sie in der umfassenden Dokumentation der Jubiläumsfeierlichkeiten, die der Gothaer Kirchenrat, Historiker und Bibliotheksdirektor Ernst Salomon Cyprian (1673–1745) 1719 unter dem Titel „Hilaria evangelica“ (evangelische Festtage) herausgab.

In dem Gespräch geben Dr. Daniel Gehrt Forschungsbibliothek Gotha und Dr. Thomas Seidel (Evangelische Kirche Mitteldeutschland) Einblicke in die digitale Ausstellung, die dieses monumentale Werk erstmals online der interessierten Öffentlichkeit präsentiert. Durch die einzigartige dichte Überlieferung an Handschriften, Alten Drucken, Medaillen und Grafiken aus lutherischen Städten und Gebieten des Alten Reiches und anderen Teilen Europas, die Cyprian zusammentragen ließ, lässt sich dieses Jubiläum aufs genauste rekonstruieren. Weitere Zugänge zum Reformationsjubiläum bieten wissenschaftliche Kurzbeiträge aus dem Bereich der Politik-, Kirchen-, Bildungs- und Musikgeschichte sowie der Fest- und visuellen Kultur.

Die Ausstellung entstand im Zusammenhang mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zur Erschließung des Nachlasses von Ernst Salomon Cyprian. Die Bestände wurden von Daniel Gehrt tiefererschlossen, der als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Reformationsforschung der Forschungsbibliothek Gotha tätig ist. Der evangelische Theologe und Historiker Dr. Thomas A. Seidel ist seit 2019 Leiter der Diakonen-Ausbildung in der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland und war Beauftragter der Thüringer Landesregierung zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums „Luther 2017“.

Im Gespräch: Dr. Daniel Gehrt und Dr. Thomas A. Seidel

Zugang zum Ausstellungsportal erhalten Sie über den Link http://www.digital-fb-gotha.de/ausstellungen.

23. Juni 2021: Orient Digital

23. Juni 2021, 18:15 Uhr

Orient Digital

Wael Abbas, M.A., stellt im Gespräch mit Dr. Feras Krimsti (beide Forschungsbibliothek Gotha) das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Orient Digital“ vor. Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek München, der Forschungsbibliothek Gotha und der IT-Abteilung des Universitätsrechenzentrums Leipzig. Es zielt darauf ab, einen Verbundkatalog und ein Portal für orientalische Handschriften aufzubauen. Darin sollen die Metadaten arabischer, persischer und osmanisch-türkischer Handschriften aus den kooperierenden Institutionen erfasst und mittels Verknüpfung zu den vorhandenen Digitalisaten verbunden werden. Ferner geht es um die Etablierung gemeinsamer Erschließungsstandards, die Konvertierung gedruckter Kataloge in elektronische sowie die Zusammenführung aller bestehenden elektronischen Nachweise. Im Gespräch wird Wael Abbas die Arbeitsschritte, die Fortschritte und die Herausforderungen der Arbeit am Projekt präsentieren.

Wael Abbas studierte Islamische Studien in Deutsch an der Azhar Universität in Kairo und promoviert derzeit an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. In seiner Dissertation rekonstruiert er den verlorenen Koran-Kommentar des muʿtazilitischen Theologen Abū Muslim al-Iṣfahānī (gest. 934). Wael Abbas war als Imam, Übersetzer, Seelsorger und Lehrbeauftragter für Koranexegese, Systematische Theologie und arabische Handschriftenkunde und Textedition an der Goethe Universität Frankfurt am Main tätig. Seit Juni 2020 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsbibliothek Gotha im DFG-Projekt Orient-Digital.

Im Gespräch: Wael Abbas und Dr. Feras Krimsti