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Absolventinnen der Universität Erfurt mit „medius“-Nachwuchspreis ausgezeichnet

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK), das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. (DKHW), die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) haben in Berlin den „medius“ 2026 verliehen. Unter den Preisträgern sind auch Absolventinnen der Universität Erfurt.

Der wissenschaftliche Nachwuchspreis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert und würdigt wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit aktuellen Aspekten aus dem Medienbereich, der Medienwissenschaft, Medienpädagogik und Medienbildung oder mit Themen des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen.

Der 1. Preis, dotiert mit 1.500 Euro, ging an Michelle Piorek, Absolventin der Universität Erfurt, für ihre Master-Arbeit „Spirituelle TikTok-Videos und ihre Aneignung durch Heranwachsende“. Darin untersucht sie ein bislang kaum erforschtes mediales Phänomen: die Darstellung spiritueller Inhalte auf der Social-Media-Plattform TikTok sowie deren Aneignung durch Heranwachsende. Ausgangspunkt ist die zunehmende mediale Aufmerksamkeit für sogenannte „moderne“ oder „populäre“ Spiritualität, die insbesondere auf TikTok stark präsent ist, zugleich aber in der Medienpädagogik und empirischen Forschung bisher nur randständig betrachtet wurde. Vor diesem Hintergrund verfolgt Michelle Piorek das Ziel, sowohl die Themen und die Gestaltung spiritueller Inhalte auf TikTok als auch die Nutzung, Wahrnehmung und Verarbeitung dieser Inhalte durch Heranwachsende zu analysieren.

Auch der 3. Preis, dotiert mit 500 Euro, ging an eine Absolventin der Universität Erfurt: Sophie Lindner untersuchte in ihrer Master-Arbeit „Zwischen nostalgischer Alltagskultur, politischer Selbstverortung und gesellschaftlichem Engagement – Aushandlung einer ostdeutschen Identität Jugendlicher und junger Menschen auf TikTok und Instagram“, inwiefern Jugendliche und junge Menschen auf TikTok und Instagram eine ostdeutsche Identität konstruieren und aushandeln und wie sie sich ein „Ostdeutschsein“ im Rahmen der Anschlusskommunikation aneignen. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass junge Menschen, die nach der deutschen Wiedervereinigung geboren wurden, in Social Media explizit auf Ostdeutschland Bezug nehmen und sich selbst als ostdeutsch positionieren.

Dr. Friederike von Gross, Co-Geschäftsführerin der GMK, erklärte bei der Preisverleihung: „Die Arbeiten greifen aktuelle gesellschaftliche, mediale und politische Entwicklungen auf und zeigen eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Forschung dazu beitragen kann, die digitalen Lebenswelten junger Menschen differenziert zu verstehen und praxisrelevante Impulse für Medienpädagogik, Soziale Arbeit und auch Demokratiebildung zu entwickeln.“

Wir gratulieren unseren Preisträgerinnen!

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (GMK)

… wurde 1984 als Zusammenschluss von Fachleuten aus den Bereichen Bildung, Kultur und Medien gegründet. Als bundesweiter Fachverband setzt sie sich für die Förderung von Medienpädagogik und Medienkompetenz ein. Auch in der Schweiz und in Österreich ist die GMK aktiv. Sie bringt medienpädagogisch Interessierte und Engagierte aus Wissenschaft und Praxis zusammen und sorgt für Information, Austausch und Transfer. Die GMK ist ein gemeinnütziger Verein und Trägerin der Jugendhilfe. Als größter medienpädagogischer Dach- und Fachverband für Institutionen und Einzelpersonen ist die GMK Plattform für Diskussionen, Kooperationen und neue Initiativen. Sie vergibt den bundesweiten Dieter-Baacke-Preis für Projekte zur Förderung der Medienkompetenz, gibt Publikationen und Materialien heraus, bietet Fachberatung, veranstaltet Tagungen und Seminare und entwickelt und erprobt Modellprojekte.

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