Die Forschungsgruppe "Freiwilligkeit" am Historischen Seminar

Wand, Personen, Stempel, freiwillig

 

Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit Freiwilligkeit als politische Praxis in Geschichte und Gegenwart. Grundannahme unserer Forschung ist, dass vielfältige Arten von „Freiwilligkeit“ von zentraler Bedeutung für das Regieren unterschiedlicher Gesellschaften sind.

Trotz seiner großen Relevanz hat das Thema bislang in der historischen Forschung kaum Aufmerksamkeit erhalten. Allerdings profitieren unsere Überlegungen von gesellschaftlichen und politischen Debatten, die derzeit um das Verhältnis von Freiwilligkeit und Zwang in neoliberalen Gesellschaften kreisen. Unser Forschungsvorhaben schließt an diese Debatten an und lässt den analytischen Blick zugleich weiter kreisen, nämlich auf die Formen und Bedeutungen von Freiwilligkeit über epochale und räumliche Grenzen hinweg: von der Antike bis zur Gegenwart, von den deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts bis zu postkolonialen Gesellschaften. Dabei interessiert uns im Besonderen das Verhältnis von soziopolitischer Ordnung einerseits und dem Selbstverständnis und den Handlungsweisen konkreter historischer Akteur/innen andererseits.

Über die Gruppe

Molekülstruktur, golden

In unserer interdisziplinären Forschungsgruppe arbeiten Kolleginnen und Kollegen des Historischen Seminars der Universität Erfurt, der Politischen Soziologie der Universität Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Philosophie der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg eng zusammen.

Zu den Mitgliedern

Aktuelles aus der Gruppe

Hände, bunt

Beiträge zum Verständnis der Formen und Praktiken gesellschaftlicher Organisation und menschlicher Handlungsweisen in transregionaler und transepochaler Perspektive spiegeln sich in Gastbeiträgen aus dem In- und Ausland und werden in Workshops diskutiert.

Zu den Veranstaltungen