1977 in Gabun geboren, lebt Charline Effah heute in Paris, wo sie tagsüber als CEO einer Firma arbeitet und die Nächte mit Schreiben verbringt. Für die Recherche zu Ihrem Roman “Die Frauen von Bidi Bidi” reiste sie nach Norduganda, um sich ein Bild von der Realität im zweitgrößten Geflüchtetenlager der Welt zu machen.
"Nach dem Tod ihres Vaters in Paris entdeckt Minga Briefe ihrer Mutter, von der sie nichts mehr gehört hat, seit diese vor der Gewalt ihres Mannes geflohen war. Der letzte Brief, der ihren mysteriösen Tod vermeldet, kommt von einer NGO, für die Josephine zuletzt als Krankenschwester in Ostafrika gearbeitet hat. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und die Umstände ihres Todes herauszufinden, beschließt Minga, in den Norden Ugandas in das Geflüchtetenlager Bidi Bidi zu reisen, wohin Menschen – hauptsächlich Frauen – vor dem Bürgerkrieg fliehen.
Hier trifft sie Frauen, die alles verloren haben. Minga taucht ein in das Leben dieser Frauen und deren alltäglichen Kampf ums Überleben. Stück für Stück setzt sie die Geschichten von drei Frauen zusammen, deren Wege sich im Camp Bidi Bidi kreuzen. In ihrem Roman erzählt Charline Effah, wie Überlebende von häuslicher und kriegerischer Gewalt versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen, ihre zerbrochenen Träume erneut aufzugreifen und die Liebe neu zu erfinden. Sie liefert einen bewegenden Text über das Leiden von Frauen und den Kämpfen, die auf ihren Körpern ausgetragen werden. Dieser Roman ist wie eine Wiedergutmachung für alle Opfer und eine Ode an die Stärke und den Mut von Frauen." Orlanda Verlag
Lesung auf Französisch und Deutsch, Gespräch auf Französisch
Moderation : Béatrice Giribone-Fritz und Heinke Pichl, Lektorinnen für Französisch an der Universität Erfurt (Sprachenzentrum) und Cécile Leclercq, Leiterin des Institut français Thüringen
16.11.2026 | 18:00 Uhr | Campus Universität Erfurt | Raum C01-AMG 0012
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