Universität Erfurt

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DFG fördert deutsch-französisches Forschungsprojekt zur Geschichte der europäischen Messen

Mit insgesamt rund 600.000 Euro fördern die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Agence Nationale de la Recherche (ANR) in den kommenden drei Jahren ein neues Forschungsprojekt, das die Geschichte der europäischen Messen untersucht. Es trägt den Titel „Configurations of European Fairs. Merchants, Objects, Routes (1350-1600)“ (CoMOR), beteiligt sind neben der Universität Erfurt auch die Universität Leipzig, CIHAM („Histoire, archéologie, littératures des mondes chrétiens et musulmans médiévaux“ – UMR 5648) und die École normale supérieure de Lyon. Das Projekt startet am 1. April und zielt zugleich darauf ab, die deutsch-französische Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften auszubauen.

„CoMOR“ wird die Geschichte der europäischen Messen aus der Perspektive der zunehmenden Marktintegration im Zeitraum von etwa 1320 (Ende der Champagne-Messen) bis 1630 (Niedergang der Messen von Besançon) untersuchen. Ziel ist u. a. die erstmalige Kartierung des Messehandels in räumlicher und zeitlicher Perspektive in einer relationalen Datenbank und in einem Geoinformationssystem, das von Digital-Humanities-Experten angelegt, kollaborativ bedient und spätestens bei Projektende offen zur Verfügung stehen wird. Das internationale Konsortium wird von Forscher*innen in Lyon und Erfurt geleitet. Neben der gemeinsamen Arbeit auf einer virtuellen Plattform sollen halbjährlich Workshops in Erfurt und in Lyon durchgeführt werden. Außerdem sind eine Wanderausstellung und eine internationale Abschlusstagung geplant.

Hauptantragstellerin auf deutscher Seite ist Prof. Dr. Susanne Rau. Sie wird dieses Projekt im Rahmen der Erfurter RaumZeit-Forschung und des universitären Schwerpunktfelds „Wissen. Räume. Medien“ durchführen.

Weitere Informationen/Kontakt:
www.uni-erfurt.de/geschichte/geschichte-der-raeume/
http://ciham.msh-lse.fr/

Veranstaltungshinweise

Publikationen

Neue Publikation: Cassius Felix: Medizinische Praxis / De medicina

Ein Jahrtausend lang galt die "Medizinische Praxis" des Cassius Felix als Standardwerk. Von Kopf bis Fuß stellt das lateinische Werk bewährte Heilmittel und Heilmethoden zu den häufigsten Erkrankungen und Beschwerden vor - von Akne bis Zahnschmerz und von Augenleiden bis Zehengicht. Was konnte man in der Antike bei Juckreiz, Nasenbluten und Ohrenschmerzen unternehmen, was bei Asthma, Fieber und Ödemen, was zur Entfernung von Tätowierungen und was bei einer schweren Geburt?

Das Werk aus dem 5. Jahrhundert, das Kai Brodersen, Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, nun erstmals in einer zweisprachigen Ausgabe zugänglich gemacht hat, eröffnet einen ungewöhnlichen Blick in die antike Wirklichkeit und zeigt, wie im Altertum medizinische Wissenschaft in die Praxis übertragen wurde.

Kai Brodersen 

Cassius Felix: Medizinische Praxis / De medicina

wbg, 2020

ISBN: 978-3-534-27232-7

272 Seiten

€ 60,- / € 48,- für wbg-Mitglieder 

Neue Publikation: „Annäherungen an das Unaussprechliche"

Gemeinschaftliche und individuelle Erfahrungen in den Bereichen der Kunst und der Religion werden oft als „unaussprechlich“ erlebt und beschrieben, als unmittelbar und gleichzeitig, als schwankend und flüchtig. Sie überschreiten die Ordnung von Raum und Zeit – und sind doch bedingt durch die konkreten rituellen Dimensionen der Auf- und Ausführungen und des sinnlichen (ästhetischen) Erlebens. Zu diesem Thema ist unter dem Titel „Annäherungen an das Unaussprechliche“ im Transcript Verlag soeben ein neues Buch von Isabella Schwaderer und Katharina Waldner erschienen, in dem sich die beiden Religionswissenschaftlerinnen der Universität Erfurt mit ästhetischen Erfahrungen in kollektiven religiösen Praktiken auseinandersetzen. Der Band wendet sich an Interessierte an der Religions- und Kulturwissenschaft, aber auch der Tanzwissenschaft und der Mediengeschichte.

Isabella Schwaderer und Katharina Waldner 

Annäherungen an das Unaussprechliche

Transcript Verlag, 2020

ISBN: 978-3-8394-4725-3

272 Seiten

€ 34,99 

Promotionsverfahren

25. Februar 2020, 14:15 Uhr im LG 4 / Raum D07 

Marius Heidrich (Geschichtswissenschaft) - defensio

 

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Promotionsverfahren

3. März 2020, 14:15 Uhr im LG 4 / Raum D07 

René Smolarski (Geschichtswissenschaft) - defensio

 

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Prof. Dr. Sabine Schmolinsky, letzte Änderung: 21.02.2020

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