Universität Erfurt

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Nachrichten aus der Fakultät

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky mit KAIROS-Preis geehrt

Foto: Wolfram Schubert

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky, die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Universität Erfurt, ist mit dem Kommunikationspreis KAIROS für besonderes Engagement für Geschlechter- und Chancengerechtigkeit ausgezeichnet worden, den der Landesfrauenrat Thüringen e.V. (LFR) jetzt bereits zum 8. Mal vergeben hat. Mehr finden Sie hier.

Bauhausbiografien auf einen Klick

Wer war eigentlich am Bauhaus? Klingt wie eine einfache Frage, aber die Antwort ist durchaus verzwickt: In den 14 Jahren ihrer Existenz an drei Standorten haben an der Kunstschule knapp 1.500 Personen gewirkt – von den Leitern und berühmten Meistern wie Walter Gropius, Paul Klee oder Wassily Kandinsky bis hin zu einer kaum überschaubaren Flut von Schülern oder Hospitierenden. Von vielen dieser Lehrenden und Studierenden ist heute oft nur noch der Name bekannt, und der ist oft nicht einmal Kunsthistorikern ein Begriff, denn es gab bislang kein einheitliches oder systematisches Register, das zuverlässig alle Bauhäuslerinnen und Bauhäusler erfasst. Dieser Aufgabe hat sich die „Forschungsstelle für die Biografien ehemaliger Bauhaus-Angehöriger (BeBA)“ an der Universität Erfurt angenommen und hat jetzt im Rahmen der Bauhauswoche eine umfassende Datenbank aller für das Bauhaus relevanten Personen freigeschaltet.  

„Wir machen der Öffentlichkeit die Ergebnisse unserer jahrelangen Forschungen kostenlos zugänglich, um zum ersten Mal einen vollständigen Überblick über das Lehrpersonal, die Schülerschaft und die Gäste am Bauhaus zu ermöglichen“, erklärt Prof. Dr. Patrick Rössler, Leiter der Forschungsstelle. Unter der Internet-Adresse https://bauhaus.community/ ist jetzt ein digitales Personenlexikon verfügbar, das durchsuchbar ist und die wichtigsten biografischen Informationen zu jeder Person erschließt.

Neuer Beitrag aus dem Forschungsprojekt „West Windows“

Die Akteure im Forschungsprojekt "Was ist westlich am Westen?" an der Universität Erfurt nutzen mit „West Windows“ ein neues Format, mit dem sie in regelmäßigen Abständen kleine Beiträge veröffentlichen, die Einblicke in ihre Forschungsthematik liefern. Ob zum Weltfrauentag, zum Thema Revolution, dem Brexit oder zur Krise der Orthodoxen Kirche in der Ukraine – reinschauen lohnt sich.

Ein neuer Beitrag stammt von Dr. Sergey Sistiaga. In diesem geht es um die „Internationale Solidarität 30 Jahre nach der ‚Friedlichen Revolution‘ von 1989“.

Veranstaltungshinweise

Diskussion am 22.10.2019 zu "70 Jahre Artikel 16 Grundgesetz – Was ist geblieben vom Grundrecht auf Asyl?"

Der an der Universität Erfurt lehrende Historiker Dr. Patrice G. Poutrus hat mit seinem Buch „Umkämpftes Asyl“ untersucht, warum es in den Debatten um das Asylrecht stets auch um grundlegende Fragen der politischen und der moralischen Orientierung geht und der Artikel 16 und seine Auslegung, Anwendung oder eben Nicht-Anwendung immer ein Spiegel der ethisch-moralischen Verfasstheit Deutschlands ist. Dies gilt auch für Thüringen, in dem die Frage um Flüchtlinge und ihre Rechte ab dem Jahr 2015 besonders erbittert und kontrovers diskutiert wurde.

Angesichts einer immer stärkeren Verschiebung des Diskurses hin zu einer nationalistischen Politik der Abschottung bleiben drängende Fragen: Wie ernst nimmt die Bundesrepublik ihren im Grundgesetz festgelegten Anspruch, das Grundrecht auf Asyl als eines der zentralen Menschenrechte zu verteidigen und durchzusetzen? Warum wurde und wird dieses Grundrecht immer wieder aufs Neue in Frage gestellt und wie erleben Menschen in der Flüchtlingsarbeit die damit verbundenen Auseinandersetzungen?

Zum Auftakt des Wintersemesters 2019/2020 wird Radio F. R.E.I. in Zusammenarbeit mit der Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik (Prof. Dr. Christiane Kuller) und der Professur für Politische Theorie (apl. Prof. Dr. Alexander Thumfart) von der Universität Erfurt diese und weitere Fragen am Dienstag, 22. Oktober, um 19 Uhr, mit Wissenschaftlern der Universitäten Jena und Erfurt und Vertretern der Thüringer Flüchtlingspolitik und Flüchtlingsarbeit diskutieren. Mit dabei sind:

  • Mirjam Kruppa, Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaates Thüringen;
  • Astrid Rothe-Beinlich, Sprecherin für Migration und Flüchtlinge der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Thüringer Landtag;
  • Dr. Daniel Stahl, Vorstand des Flüchtlingsrat Thüringen e.V. und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der FSU Jena;
  • Dr. Patrice Poutrus, wiss. Mitarbeiter an der Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik der Universität Erfurt.

Internationale Konferenz 24.-26.10.2019 “What is Western about the West?

Unter dem Titel “What is Western about the West?“ findet am 24. bis 26. Oktober 2019 im Augustinerkloster eine internationale Konferenz mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen statt, bei der es um ideologische Chronologien und Kartografien gehen wird. Die Veranstaltung, die von der Forschungsgruppe „West“ der Universität Erfurt organisiert wird, konzentriert sich auf raum-zeitliche Praktiken in Bezug auf die Produktion und Repräsentation des „Westens“ und wird dabei auch kritische Perspektiven einnehmen.

Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Um eine Anmeldung bis zum 9. Oktober 2019 unter west@uni-erfurt.de wird jedoch gebeten.

Mehr Informationen zum Programm.

Ausstellung: „Bildermagazin der Zeit“, 05.09.-01.12.2019

Unter dem Titel: „Bildermagazin der Zeit“ zeigt das Angermuseum Erfurt in seinem Grafikkabinett vom 5. September bis 1. Dezember eine Sonderausstellung im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums 2019. Darin geht es um einen Konstruktionsversuch von Laszlo Moholy-Nagys und Joost Schmidts „verlorenem Bauhaus-Buch“. Kurator ist Patrick Rössler, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Erfurt. weitere Informationen

Ausstellung „Weg damit!?“, 04.07.-29.10.2019

Unter dem Titel „Weg damit!?“ ist vom 4. Juli bis 29. Oktober im Erfurter Stadtmuseum eine Ausstellung zu sehen, die sich gezielt schwierigen und kontroversen Objekten aus dem Bestand des Museums widmet. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Studierenden des Master-Studiengangs „Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte“ an der Universität Erfurt.

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten innerhalb von Kulturszene und Öffentlichkeit rund um Kontexte der Herkunft, Zeigbarkeit und würdiger Einordnung von Objekten zeigt die Ausstellung am konkreten Beispiel, auf welche Wahrnehmungsgewohnheiten wir uns heute verständigen und wie wir uns dabei angemessen an schwierige Kontexte innerhalb unseres musealen Erbes herantasten können. weitere Informationen

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Publikationen

Neue Publikation: „Das Zeitalter der Fitness“

Unter dem Titel „Das Zeitalter der Fitness“ ist im Fischer-Verlag ein neues Buch von Jürgen Martschukat, Professor für Nordamerikanische Geschichte, erschienen. Darin beschäftigt er sich mit der Frage wie der Körper zum Zeichen für Erfolg und Leistung wurde.

Die Geschichte des Körpers im Neoliberalismus – wie Fitness zur Signatur der Moderne wurde. Wer nicht fit ist, ist irgendwie außen vor. Und wer dick ist, erst recht. Unsere Körper sind unser Kapital. Fitness ist ein Statement. Jürgen Martschukat erzählt, wie wir dahin gekommen sind. Warum werden Manager zu Marathonläufern? Was hat es mit Michelle Obamas „Let’s-Move“-Programm auf sich? 

Jürgen Martschukat
Das Zeitalter der Fitness
Wie der Körper zum Zeichen für Erfolg und Leistung wurde
S. Fischer, 2019
ISBN: 978-3-10-397365-5
352 Seiten
25,- EUR

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky, letzte Änderung: 14.10.2019

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