Universität Erfurt

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Nachrichten aus der Fakultät

Forschungsergebnisse Erfurter Studierender zur Organspende bei „Anne Will“ diskutiert

Der Vorstoß von Gesundheitsminister Spahn, eine doppelte Widerspruchslösung bei der Organspende einzuführen, sorgt aktuell für Diskussionen. Auch in der Talkshow „Anne Will“ wurde jetzt heftig diskutiert – auch über den Wert von Aufklärung. Dass gute Aufklärung effektiv Ängste und Wissen verändern kann, dafür machte sich Dr. Eckart von Hirschhausen stark und bezog sich auf eine Studie der Erfurter Master-Studierenden Sarah Drexler, Leonie Otten, Karen Pauli, Nora Katharina Küpke, Tetyana Kotovnykova und Dominik Daube.

Bei Eckart von Hirschhausens Live-Show „Endlich“ in Erfurt befragte eine große Gruppe Studierender aus dem Erfurter Master-Studiengang Gesundheitskommunikation die mehr als 2.000 Gäste der Show zum Thema Organspende. Was damals noch nicht verraten wurde: In Leipzig, wenig später, fand dieselbe Befragung statt – mit dem einzigen Unterschied, dass Eckart von Hirschhausen in der Erfurter Show eine zehnminütige Einlage zur Organspende darbot – und in Leipzig nicht. Der Effekt dieser Einlage sollte untersucht werden. Mehr Informationen zu den Ergebnissen...

VolkswagenStiftung fördert Projekt über transnationale Kriminalität

Die VolkswagenStiftung hat Dr. Ned Richardson-Little für sein Projekt „The Other Global Germany: Deviant Globalization and Transnational Criminality in the 20th Century“ ein sogenanntes Freigeist-Fellowship an der Universität Erfurt bewilligt. 

In seinem Projekt untersucht der kanadische Wissenschaftler die Geschichte abweichender Globalisierung und transnationaler Kriminalität in Deutschland im 20. Jahrhundert und die Rolle Deutschlands in den globalen Netzwerken verbotener Literatur, Finanzbetrügereien und des Handels mit Menschen, Waffen und Rauschgift. Dafür wird Richardson-Little mit der Professur für Globalgeschichte im 19. Jahrhundert am Historischen Seminar sowie dem Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt eng zusammenarbeiten. Mehr Informationen…

Publikationen

Neu übersetzt und erschlossen: „Die Klage des Friedens“ von Erasmus

Endlich einmal Frieden in Europa herstellen! Zur Reformationszeit vor 500 Jahren schien das erstmals wieder denkbar. Zuvor herrschten vielerlei Konflikte und Kriege – so viele, dass der gelehrte Erasmus von Rotterdam in einer Klage des Friedens der Friedenssehnsucht schon im 16.  Jahrhundert Ausdruck verlieh. Die Friedensgöttin Pax warnt darin eindringlich vor Kriegstreiberei und Kampfeslust und zeigt, dass im von Antike und Christentum geprägten Europa für Krieg kein Platz sein darf. Das Buch war eines der meistgelesenen seiner Zeit und gilt zu Recht bis heute als Basistext der Friedensbewegung, denn angesichts der vielen Kriege auf unserer Welt ist der Friedensgöttin immer noch kein Grund gegeben, ihr Klagen einzustellen.

Kai Brodersen, Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, hat den Text für den Marix-Verlag neu übersetzt und mit einer ausführlichen Einführung sowie durch den Nachweis aller Zitate und Anspielungen aus der Bibel und der antiken Literatur erschlossen. So wird das Werk auch einer heutigen Leserschaft mit seinem Originaltext wieder zugänglich gemacht, der im zweiten Teil des Buches abgedruckt ist.

Kai Brodersen:

Erasmus von Rotterdam, Die Klage des Friedens / Querela Pacis.

Wiesbaden: Marix Verlag 2018

ISBN: 978-3-7374-1092-2

160 Seiten

6 EUR

Prof. Dr. Gila A. Schauer, letzte Änderung: 11.09.2018

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