Virtuelle Vortragsreihe Zeitzeugenschaft / Geschichtsbilder / Deutungsmacht startet im Juli

Zeitzeugenschaft / Geschichtsbilder / Deutungsmacht. (Wie) verändert KI unser Verständnis der Vergangenheit? – unter dem Titel steht die virtuelle Vortragsreihe der Professur für Digital Humanities und hybride Bildungs- und Kommunikationsräume an der Universität und Fachhochschule Erfurt und des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg.

 

Juni–Oktober 2026, jeweils Donnerstag, 13–14 Uhr, die Einwahldaten werden nach der Anmeldung verschickt: kontakt(a)igdj-hh.de

Veranstalterinnen: Nina Brolich (Erfurt), Helena Geibel (Hamburg), Anna Menny (Hamburg), Anna Neovesky (Erfurt)

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern grundlegend, wie wir Vergangenheit erforschen und verstehen. Durch die automatische Auswertung riesiger Datenmengen, Mustererkennung in Texten und Bildern und die Erzeugung von Inhalten eröffnen sich neue Formen der Wissensproduktion und wandelt sich unser Quellenverständnis. Der Einsatz von KI erfordert neue Formen der Quellenkritik und ein Bewusstsein für Grenzen und Macht algorithmischer Systeme.
Im Rahmen der Vortragsreihe sollen verschiedene Aspekte betrachtet werden: KI und Holocaust Education, Potenziale des Machine Learning bei der Analyse von Emotionen in Selbstzeugnissen zum Holocaust, der Einsatz von KI bei der Strukturierung historischer Forschungsdaten sowie KI-generierte Bilder im Kontext jüdischer Geschichte und des Holocaust auf Social Media.

Leitend sind dabei die Fragen: Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich für die Wissensproduktion? Wie verändert sich unser Quellenverständnis? Welche Herausforderungen und Gefahren entstehen? Wie verändern sich Geschichtsbilder und wie verändert sich unser Verständnis von Vergangenheit?

Termine und Vortragende:

Donnerstag, 25. Juni 2026, 13–14 Uhr
Der Zeuge in der Maschine: Künstliche Intelligenz und Holocaust Education, Esther Rachow (Hebräische Universität Jerusalem, MEMORISE-Projekt)

Donnerstag, 2. Juli 2026, 13–14 Uhr
KI und Emotionen: Potenziale und Herausforderungen digitaler Verfahren für die Analyse von Emotionen und Sentimenten in Selbstzeugnissen zum Holocaust, Nina Brolich (Universität Erfurt / Fachhochschule Erfurt) / Helena Geibel (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg)

Donnerstag, 10. September 2026, 13–14 Uhr
Vom Archivkarton zum Datensatz: Die KI-gestützte Strukturierung der Erna Magnus Collection, Daniel Burckhardt (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)

Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13–14 Uhr
Bilder, die nie waren – Generative KI als Herausforderung für die historisch-politische Bildung, Clara Mansfeld (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte)

Sie befinden sich im News-Bereich der Professur Digital Humanities – Hybride Bildungs- und Kommunikationsräume .

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