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Gesprächscafé: Schnack am Kaffeetisch. Geschichte und Gegenwart von Menschen mit Behinderungen

Das am Historischen Seminar der Universität Erfurt angesiedelte Projekt "Differenz – Transformation – Zusammenhalt" (DiTZu) lädt am Freitag, 16. Oktober, zu einem Gesprächscafé ein. Unter dem Titel "Schnack am Kaffeetisch" geht es dabei ab 16 Uhr im Café Hilge auf dem Campus der Universität um die Geschichte und Gegenwart von Menschen mit Behinderungen.

Dazu liest die Historikerin Dr. Pia Schmüser zunächst aus ihrem Buch “Familiäre Rehabilitation? Eine Alltagsgeschichte von ostdeutschen Haushalten mit behinderten Kindern (1945–1990)”. Die Lesung findet in leichter Sprache statt. Sie wird digital übertragen und geschriftdolmetscht. Im Anschluss sind alle Gäste zum Austausch eingeladen: Wo werden Menschen mit Behinderungen heute diskriminiert und ausgeschlossen? Wie können wir Barrieren einreißen und soziale Teilhabe fördern? Mit der Frage, was wir im Alltag gegen Ableismus tun können, beschäftigt sich schließlich die Aufführung des Forum-Theaters. Dieses Mitmach-Theater wird zwei Szenen von Diskriminierung zeigen und das Publikum einladen, darüber zu diskutieren: Was genau hat uns gestört? Wie können wir den gezeigten Konflikt auflösen? Wie können wir angemessen auf Diskriminierung und sozialen Ausschluss reagieren? 

Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Wer digital an der Lesung teilnehmen möchte, kann sich bei elena.kiesel@uni-erfurt.de anmelden und erhält dann einen entsprechenden Link.

Hintergrund:

Mit der Veranstaltung beteiligen sich die Stadt und die Universität Erfurt an der Aufarbeitung von Gewalt in der DDR sowie der Transformationszeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit der Frage, wie soziale Prozesse, Konfliktstrukturen und kollektive Formen des Erinnerns zwischen kommunalen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und betroffenen Gruppen wirksam analysiert und reflektiert werden können. Ziel ist es, durch dialogorientierte und forschungsbasierte Veranstaltungsformate den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und neue Anstöße für ein solidarisches und inklusives Miteinander in der Stadt zu geben. Das Projekt “Differenz – Transformation – Zusammenhalt” (DiTZu) versteht sich als überparteiliches Vorhaben möchte demokratische Strukturen festigen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Es steht exemplarisch für die enge Kooperation zwischen städtischen Einrichtungen, wissenschaftlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und setzt damit ein Zeichen für eine widerstandsfähige Demokratie.

Kontakt:

Elena Marie Elisabeth Kiesel
Dr. des. Elena Marie Elisabeth Kiesel
wissenschaftliche Mitarbeiterin
(Historisches Seminar)
C18 – Lehrgebäude 4 / C18.01.19

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