Willkommen auf den Seiten der Professur für Mittelalterliche Geschichte

Der Epochenbegriff Mittelalter kennzeichnet ein Jahrtausend Geschichte in den Ländern und Regionen Europas zwischen etwa dem 6. und dem 16. Jahrhundert. Ihre Erforschung ist ein Gegenstand der Mediävistik, deren interdisziplinärer Impuls unserer wissenschaftlichen Arbeit und Lehre zugrunde liegt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Konfigurationen und dem Wandel politischer und sozialer Ordnungen, dem Verhältnis von Religionen und sozialen Gruppen, der Geschichte von Geschlechterkonzeptionen und den raumzeitlichen Dimensionen mittelalterlicher Vorstellungswelten. Theoretisch-methodisch sind diese Forschungsfelder an neueren kultur- und sozialwissenschaftlichen sowie historisch-anthropologischen Ansätzen orientiert.

Zwei Abbildungen aus der sog. Wenzelsbibel (Codices vindobonenses Nr. 2759–2764, Österreichische Nationalbibliothek)

Aktuelles

Workshop "Jenseits des Zeitstrahls" / "Beyond the timeline"

Über den Workshop

Der Workshop bezieht sich auf das 2019 erschienene Buch des Patristikers und Mediävisten Markus Vinzent „Writing the History of Early Christianity. From Reception to Retrospection“ (Cambridge University Press). Darin vertritt Vinzent die Idee der Retrospektion als eine kritische Methode der Historiografie und exemplifiziert sie an mehreren Beispielen aus der Anfangszeit des Christentums. Grundgedanke der Retrospektion ist es, die Geschichte nicht vorwärts, im Sinne einer voranschreitenden Chronologie zu (re-)konstruieren und damit zu erforschen, und sie nicht nur rückwärtsgewandt zu betrachten, sondern sie auch anachronologisch zu schreiben. Kontinuitäten und Linearitäten werden dabei eine Absage erteilt. Vinzents historiografische Methode der Retrospektion kennt keine Quellen mehr, keinen Urtext, keine Originale und keine Autoritäten (auctoritates). Vielmehr wird durch die Retrospektion der Autor/die Autorin der historiografischen Produktion selbst zum Subjekt der Geschichte, das verschiedene Objekte in Angriff nimmt. Mit seiner Idee der Retrospektion wagt Vinzent eine Provokation der klassischen Historiografie und fordert zugleich dazu auf über die Art und Weise, wie Geschichte geschrieben wird, nachzudenken. Dieser Herausforderung will sich der Workshop stellen und die Frage aufgreifen: Wie können wir die Geschichte (auch des Mittelalters) anders schreiben?

 

Das aktuelle Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Sie wollen teilnehmen? Dann melden Sie sich bitte bis zum 30.04.2022 per  Mailbei Julia Seeberger.

Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte im SoSe 2022

Das Kolloquium zur Mittelalterlichen Geschichte findet im Sommersemester 2022 dienstags von 18 bis 20 Uhr online statt. Zu Beginn des Semesters wird das Programm hier veröffentlicht. Interessierte sind herzlich willkommen, werden sich jedoch jeweils anmelden müssen, um die Zugangsdaten für die Videokonferenzen zu erhalten. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei: julia.seeberger@uni-erfurt.de

Sprechstunden

Sprechzeiten

Sprechstunden können präsentisch, per Telefon oder als Videokonferenz per Webex stattfinden. Bitte informieren Sie sich auf der Seite der Lehrenden nach deren Präferenzen. 

Überblick über die Professur

Team

Forschung

Lehre

Materialien

Archiv

Kontakt

Inhaberin der Professur für Mittelalterliche Geschichte
(Historisches Seminar)
Lehrgebäude 4 / Raum 135
Monika Leetz
Sekretariat der Professur für Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit
(Historisches Seminar)
Lehrgebäude 4 / Raum 130

Besucheranschrift:

Nordhäuser Str. 63

99089 Erfurt

Postanschrift:

Professur für Mittelalterliche Geschichte
Postfach 90 02 21

99105 Erfurt