Universität Erfurt

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Prof. Dr. Andreas Gotzmann

Professor für Judaistik an der Philosophischen Fakultät

Studium der Jüdischen Studien (Jüdische Geschichte, Rabbinica and Codices, Jüdische Kunstgeschichte) und Vergleichende Literaturwissenschaft in Heidelberg; 1990-1995 Studien und research fellow in New York und Jerusalem; 1995 Promotion in Judaistik an der Freien Universität Berlin; seit 1999 Professor für Judaistik und Religionswissenschaft an der Universität Erfurt.

Mitgliedschaften, Auszeichnungen, relevante Tätigkeiten

Gotzmann ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Fachverbände, Beiräte und Forschungszusammenschlüsse. Unter anderem: von 2002 bis 2006 Vorstandsmitglied des Verbands der Judaisten in der Bundesrepublik Deutschland. Seit vielen Jahren ist er im Vorstand der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Internationalen Leo Baeck Instituts.

Seit 2003 ist er Sprecher des internationalen Projekt-Clusters "Jüdisches Heiliges Römisches Reich" an das eine jährlich stattfindende internationale Sommerschule angeschlossen ist.

Forschung

Im Zentrum der Forschung stehen Arbeiten zur frühneuzeitlichen sowie modernen Geschichte insbesondere des deutschen Judentums. Das besondere Forschungsinteresse gilt den Strukturen kultureller Wandlungsprozesse sowie grundlegender Aspekte jüdischer Identitätskonzepte und historischer Konstanten. Neben einem klaren kulturwissenschaftlichen Bezug umfassen die Arbeiten sozialhistorische, religionsgeschichtliche ebenso wie ideen- und mentalitätsgeschichtliche Themen.
2010 wurde ihm der Arnsbergpreis für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen.

Lehre

In der Lehre werden neben allgemeinen religionswissenschaftlichen Einführungen solche zur jüdischen Geschichte von der Antike bis zur Moderne sowie grundlegende Veranstaltungen zur frühneuzeitlichen und modernen Geschichte des europäischen Judentums angeboten. Im Rahmen forschungsspezifischer Veranstaltungen sind dies zudem themenspezifische Seminare zu gesellschafts-, religionsgeschichtlichen und kulturwissenschaftlichen Zugangsweisen zu jüdischen Traditionen insbesondere des deutschen Judentums.

Ausgewählte Publikationen

  • Andreas Gotzmann, Stefan Ehrenpreis/Stephan Wendehorst (Hg.), Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte, München :  Oldenbourg 2013 (bibliothek altes Reich ; 7)
  • 2008: Jüdische Autonomie in der Frühen Neuzeit. Recht und Gemeinschaft im deutschen Judentum, Wallstein Verlag.
  • 2003: „Judaism as Science – Science as Judaism. Developments and Concepts of Historical Thinking.“ LBI Informationen 10: S. 81ff.
  • 2002: Eigenheit und Einheit. Modernisierungsdiskurse des deutschen Judentums der Emanzipationszeit, Brill Verlag.
  • 2001: „Eine Geschichte – ein Zugang. Jüdische Geschichte auf dem 43. deutschen Historikertag in Aachen.“ LBI Informationen 9: S. 75 ff.
  • 1997: Jüdisches Recht im kulturellen Prozess. Die Wahrnehmung der Halacha im Deutschland des 19. Jahrhunderts, Mohr Siebeck Verlag.

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