Geschichten und Sammlungen

Sammlungen des Studiengangs

In ihrer regionalen und internationalen Rangstellung, ihrem Umfang und in der medialen Vielfalt der unterschiedlichen Sammlungsarten und Objektgruppen stellen die Sammlungen in Erfurt und Gotha einen einmaligen wie repräsentativen Fundus für objektzentrierte und forschungsorientierte Lehre dar. Sie weisen eine Vielfältigkeit auf, welche ein breit gefächertes, mehrdimensionales Lernen am Original ermöglicht.

Die besondere Spezifik der heute an ihrem Entstehungsort auf Schloss Friedenstein befindlichen Gothaer Sammlungen liegt in ihrem unmittelbaren genetisch-historischen Zusammenhang und ihrem jahrhundertelangen Fortbestehen begründet. Die historisch bedingte Netzwerkstruktur soll mit dem Studiengang sichtbar gemacht werden und verleiht ihm ein einzigartiges Profil. Für die inhaltliche Konzeption des Studiengangs sind die ursprünglichen Sinn- und Verweisungszusammenhänge besonders fruchtbar, insofern sie Strukturen und Funktionen anderer Sammlungstypen kontrastiv gegenüberstehen.

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Forschungsbibliothek Gotha

Die Forschungsbibliothek Gotha (Universität Erfurt) ging aus den Hof- und Privatbibliotheken der Gothaer Herzöge hervor. Sie gehört heute zu den vier großen deutschen Altbestandsbibliotheken. Mit ca. 400.000 alten Drucken vom 16. bis 19. Jahrhundert, fast 10.000 abendländischen Handschriften und 3.500 orientalischen Handschriften umfasst sie die geschriebene und gedruckte Überlieferung vom 8. bis zum 19. Jahrhundert. In der enzyklopädischen Breite ihres Handschriften- und Buchbestandes ist die Bibliothek prototypisch für die höfische Wissens- und Gelehrtenkultur zwischen Renaissance und Aufklärung. Neben den Spezialsammlungen von mehr als 11.000 Auswandererbriefen, 130 Nachlässen, 1.400 Musikalien sowie Druckgraphiken ist insbesondere der repräsentative Bestand an Handschriften, Nachlässen und Autographen hervorzuheben. Die Forschungsbibliothek ist eine der international bedeutendsten Sammelstätten zur Kulturgeschichte des Protestantismus.

Forschungsbibliothek Gotha

Sammlung Perthes Gotha

Die Sammlung Perthes Gotha (Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt) wurde 2003 vom Freistaat Thüringen mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erworben und in die Forschungsbibliothek Gotha integriert. Die Sammlung umfasst 185.000 Karten, rund 3.500 Schulwandkarten, 120.000 Bände einer Verlagsbibliothek, 800 laufende Meter Archivalien, 1.650 Kupferplatten und ein Bildarchiv. Das namensgebende Unternehmen, der Justus Perthes Verlag Gotha, war einer der international marktbeherrschenden Protagonisten der Sammlung, Auswertung und Verbreitung geographischen Wissens. Seine Sammlungen stellen ein singuläres Archiv der Erforschung der Entdeckung und Kartierung der Erde im 19. und 20. Jahrhundert dar. Sie überliefern einen einzigartigen Fundus zur europäischen Verlags- und Buchhandelsgeschichte, Wirtschafts- und Technikgeschichte, Wissenschafts-, Kultur- und Bildgeschichte von der Aufklärung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Sammlung Perthes Gotha

Kunstsammlungen

Die Kunstsammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein entstammen im Wesentlichen der von Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601 – 1675) begründeten Kunstkammer und werden in historischen Räumen des Schlosses und im Herzoglichen Museum präsentiert. Sie umfassen vor allem altdeutsche und niederländische Gemälde sowie ein Kupferstichkabinett (50.000 Titel) mit Werken u. a. von Albrecht Dürer, Martin Schongauer und Lucas Cranach, daneben eine umfängliche Flugblattsammlung (900 Titel) aus der Reformationszeit. Hinzu treten eine Skulpturensammlung mit Plastiken des Mittelalters und des Klassizismus, eine umfangreiche Münzsammlung (150.000 Münzen und Medaillen), eine Keramiksammlung von der Antike bis zur Gegenwart sowie Spezialsammlungen (ägyptische Sammlung, völkerkundliche Sammlung, Textilien).

Kunstsammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein

Naturkundlichen Sammlungen

Die Naturkundlichen Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein gehen ebenfalls aus den herzoglichen Kunstkammerbeständen hervor und stellen eine der ältesten Sammlungen ihrer Art in Deutschland und die größte in Thüringen dar. Über 300 Jahre alte Stücke aus den Anfängen des Herzoglichen Kunst- und  Naturalienkabinetts gehören heute zu den wertvollsten Sammlungsobjekten. Die Gothaer Kunstkammer-Bestände stellen ein authentisches Zeugnis für die universalgeschichtlichen Bestrebungen der späten Renaissance dar. Der Bestand umfasst Fossilien (Ursaurier), eine historische Conchylien- und Mineralsammlung, eine Insektensammlung, Tierpräparate (u. a. zur Tierwelt der Antarktis) sowie Zeugnisse zur Biodiversität des Thüringer Waldes seit dem 19. Jahrhundert.

Naturkundlichen Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein

Historische Museum

Das Historische Museum der Stiftung Schloss Friedenstein (bisher Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde) bewahrt und erweitert eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte und Kultur des Gothaer Landes. Sie gehört zu den bedeutendsten kulturgeschichtlichen Sammlungen in Thüringen mit Einzelexponaten von internationalem Rang. Gegründet wurde das Historische Museum 1928 durch den Verein für Gothaische Geschichte und Altertumsforschung. Es erhielt sein Domizil im Westturm des Schlosses Friedenstein und verfügt neben seinem Bestand an Gemälden und Kunsthandwerk über einen kartographischen Bestand (vor allem mit herausragenden Zeugnissen der Kartenherstellung des 19. / 20. Jahrhunderts), eine Musikinstrumenten- und historische Fotosammlung.

Historische Museum der Stiftung Schloss Friedenstein

Thüringische Staatsarchiv Gotha

Das Thüringische Staatsarchiv Gotha als heute unmittelbar dem Land Thüringen unterstellte Institution erwächst aus dem nach 1640/41 gegründeten Geheimen Archiv der Gothaer Herzöge. Nach der Gründung des sächsisch-ernestinischen Herzogtums Gotha wurden Urkunden, Amtsbüchern und Akten aus dem Gemeinschaftlichen Hauptarchiv des Sachsen-Ernestinischen Gesamthauses in Weimar übernommen. Das Geheime Archiv war im Wesentlichen Registratur des Geheimen Rates, der obersten Regierungsbehörde des Herzogtums. Das Archiv umfasst in seinem historischen Kernbestand das administrative Schriftgut des Herzoghauses und der ihm seit 1920 nachfolgenden staatlichen Behörden Thüringens sowie der im Bereich des Herzogtums liegenden säkularisierten mittelalterlichen geistlichen Einrichtungen. Das Archiv bewahrt zentrale Zeugnisse für die Erwerbungs- und Sammlungspolitik der Gothaer Herzöge und den Auf- und Ausbau der herzoglichen Sammlungen auf Schloss Friedenstein.

Thüringische Staatsarchiv Gotha

Bibliotheca Amploniana

Die Bibliotheca Amploniana (an der Universitätsbibliothek der Universität Erfurt) gilt heute als die größte noch weitgehend geschlossen erhaltene Sammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten. Amplonius Rating (1363/65 – 1435) aus Rheinberg am Niederrhein stiftete 1412  die für damalige Verhältnisse sehr große Zahl von 633 Handschriftenbände an das ebenfalls von ihm ins Leben gerufene Collegium Amplonianum an der alten Erfurter Universität. Infolge späterer Zuwächse enthält die Amploniana heute 979 Handschriftenbände und etwa 1800 Druckwerke der Frühen Neuzeit. Die Schwerpunkte der Sammlung liegen in den Gebieten Theologie, Philosophie und Medizin. Die ältesten Manuskripte stammen aus dem ersten Jahrtausend unserer Zeit. Die Entwicklung der mittelalterlichen Medizin oder der  Aristotelesrezeption können hier an außergewöhnlichen und einzigartigen Textzeugen nachvollzogen werden. Die Sammlung  ermöglicht insbesondere für die Zeit des 12. bis 15. Jahrhunderts einen tiefen Einblick in die spätmittelalterliche Wissens- und Gelehrtenkultur. Neben der Amploniana im engeren Sinne umfasst das so genannte Depositum Erfurt noch mehr als 40.000 Drucke der Jahre 1500 – 1800, u.a. die Bibliotheken der beiden kurmainzischen Statthalter zu Erfurt Philipp Wilhelm von Boineburg und Carl Theodor von Dalberg sowie Büchersammlungen der aufgelösten Erfurter Klöster.

Bibliotheca Amploniana

Sammlung Teufel

Die Sammlung Teufel mit ihren Sammelgebieten Geschichte, Judaica, Bohemica, Bavarica, Literatur, Kunst und Musik, aber auch Humor wurde der Universität Erfurt von Herrn Dr. Helmut Teufel und seiner Ehefrau Helena Teufel im Dezember 1997 geschenkt. Die wissenschaftliche Bibliothek umfasste zum damaligen Zeitpunkt ca. 50.000 Bände. Geschenkt wurden der Universität auch jene Medien, die das Ehepaar zukünftig erwerben würde. Eine vergleichbare Sammlung lässt sich durch Kauf kaum zusammenstellen; sie umfasst beispielsweise die Handschriften des Komponisten Otto Fiebach, Literatur in tschechischer Sprache, aber auch Veröffentlichungen zahlreicher Schriftsteller aus Böhmen und Mähren.

Informationen zu weiteren Historischen Beständen der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha

Geschichten

Der Maler und Zeichenmeister Nikolaus Christian Heinrich Dornheim – Ein Forschungsprojekt des Angermuseums und der Universität Erfurt

Angermuseum 2017

Im Wintersemester 2016/17 startete mit sieben Studierenden der Universität Erfurt das Erschließungs- und Publikationsprojekt „Vom Bilderbestand zum Buch. Das zeichnerische Werk von Nikolaus Christian Heinrich Dornheim (1772-1830) im Angermuseum Erfurt“.

Zum Team gehören Cornelia Nowak als Sammlungsbetreuerin, die im Angermuseum seit Jahren ehrenamtlich tätige Kunsthistorikerin Dr. Carla Fandrey, die sich umfassend in den Bestand Dornheim eingearbeitet hat und das Projekt federführend betreut, Susanne Kirchner, Fachrestauratorin für Papier bei den Zentralen Restaurierungswerkstätten der Museen der Stadt Erfurt, sowie Saskia Knyrim, Studierende der Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig).

Die wöchentliche intensive Beschäftigung mit dem Dornheim-Konvolut ermöglichte den SWK-Studierenden Viola Baser, Daniel Baumbach, Sarah Kühnel, Mandy Nette, Judith Thomann, Johanna Weißler und Alina Zeller Erfahrungen beim praktischen und theoretischen Umgang mit dem Werkbestand. Neben dem konservatorisch sachgerechten Umgang mit den Bleistift-, Feder- und Pinselzeichnungen thematisierte das Seminar vor allem Zuschreibungsfragen. Daher bildete das vergleichende, kritische Sehen den gewichtigen Schwerpunkt der Zusammenkünfte, flankiert von Fragen zur Provenienz, zur Bildanalyse und Motivkunde, die intensiv diskutiert wurden. Zeichentechnologie und Materialbeschaffenheit standen ebenso im Focus wie Biografie und Zeitkontext. ...mehr lesen

Photoshop-Seminar der SWK-Studierenden

Katzenkopf

Als besonderes Highlight des Seminars "Digitale Technologien" konnten die Studierenden der SWK an einem Photoshop-Seminar teilnehmen. Neben dem wissenschaftlichen Arbeiten mit historischem Quellenmaterial und Objekten kommt im digitalen Zeitalter auch der Präsentation, Aufarbeitung und bewussten Veröffentlichung der Objekte ein wichtiger Stellenwert zu. Gerade auch im Kontext des Verfalls von historischen Materialen ist es essentiell die Werke digital aufzubewahren, um so längerfristig auf sie zurückgreifen zu können. Aber auch in Hinblick auf Marketing und Speicherung der Objekte in diversen Datenbanken von Sammlungswissenschaftlern/innen nimmt die digitale Bearbeitung der Objekte eine besondere Rolle ein. Die diversen Gründe warum eine Digitalisierung von Nöten ist, wurden im Seminar ausführlich diskutiert. Im Anschluss daran konnten die Studierenden die Bilder, die im vorangegangen Workshop zur Fotografie der Objekte an der Fh Architektur entstanden sind, weiter bearbeiten. In einem sechsstündigen Kurs wurden erste Arbeitsschritte mit dem Programm Adobe Photoshop gesammelt. Vor allem Anpassungen in Belichtungsänderungen, Farbskalen und das Zuschneiden der Fotografien standen im Mittelpunkt des Kurses. Einige Ergebnisse der Studierenden des Masters Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte, die anonym bleiben wollen, sind hier zu sehen.

Master-Info-Tag 2016

Masterinfotag SWK

Am Samstag, den 16.01., konnten wir viele Studieninteressierte bei der Vorstellung des SWK-Programms beim Masterinfotag begrüßen.

Fotografie-Workshop der SWK-Studenten an der FH Architektur

Ausschnitt eines Drucks aus der Sammlung einer Studentin

Im Zuge des Seminars "Digitale Technologien" begaben sich die Studenten der SWK an die FH Architektur und konnten dort an einem spannenden Workshop zur Fotografie teilnehmen. Unter der Leitung von Dipl.-Des. Jörg Behrens erfuhren die SWKler alles zur digitalen Fotografie: zu Farbwertskalen, Blendeneinstellungen und passenden Hintergründen für die Sammlungsobjekte. In den nächsten Wochen werden die Studenten die Aufnahmen in einem weiteren Kurs mit Photoshop bearbeiten.

Die ersten Wochen - ein Resumee

Staatsarchiv Gotha, Schloss Friedenstein

Gleich in der ersten Woche führten uns die Studieneinführungstage zu den ganz besonderen Orten unseres neuen Studiums. Darunter die Bibliotheca Amploniana, die mitten in der Universitätsbibliothek Erfurt beheimatet ist und die weltgrößte Büchersammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten darstellt, die bis heute in ihrem Kernbestand erhalten geblieben ist.

Die wertvollen mittelalterlichen Handschriften wurden vor uns auf schwarzen Schaumstoff ausgebreitet und mit weißen Stoffhandschuhen umgeblättert, so dass uns keine Einzelheit und Eigenheit entging – ob kleine Löcher im Pergament, denen die Schreiber damals durch Umschreiben elegant ausgewichen sind, kunstvoll verzierte Buchstaben oder der vorgezeichnete Satzspiegel.

Weitere historische Kostbarkeiten erwarteten uns in den nächsten Tagen in Gotha. Neben Überwachungsvideos einer thüringischen Landstraße aus den 1990ern erwarteten uns im Thüringischen Staatsarchiv kuriose Archivalien wie ein blutiges Messer, das als Indiz in einem Hexenprozess aufgehoben und in einer Prozessakte hinterlegt wurde. Von den Behördensammlungen des Staatsarchivs kamen wir anschließend in die privaten Gemächer der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg auf Schloss Friedensstein. Von den Sammlungen dieser Dynastie, aber auch von denen anderer europäischer Herrscherhäuser sollten wir uns im Verlauf unseres Studiums noch viel hören.

Zurück in Erfurt lernten wir die Fachhochschule kennen und besonders die vielfältigen Werkstätten der Restaurierung. Ob Stein, Glas, Gemälde oder Papier – jedes Objekt hat seine eigene Geschichte. Jede einzelne Begebenheit hat ihre Spuren hinterlassen, manchmal fast bis zur vollständigen Zerstörung des Gegenstandes. Gebannt lauschten wir der Diskussion um die Frage, welchen historischen Zustand des Objektes der Restaurator oder die Restauratorin im Idealfall wiederherstellen soll.

In den ersten Studienwochen haben wir noch das Museum für Thüringische Volkskunde, das Angermuseum und dessen Klimaanlage (die als Haus im Haus gelten kann), das Schaudepot im Benary-Speicher und diverse Kneipen Erfurts kennengelernt.

Mit dem Wissen und den Erfahrungen, die wir bis jetzt sammeln konnten, sind wir für das geschichtswissenschaftliche Studium von Sammlungen bestens gerüstet und wo wir den Kopf wieder freibekommen für kluge, sammlungsbezogene Gedanken wissen wir auch schon...

Helene Jung und Andrea Kaufmann (Studentinnen der SWK)

Über Liebe, Museumsalltag und Ikonographie – Einblicke in ein Seminar der SWK

Seminar zu Ikonographie in Gotha

Mensch, Löwe, Stier und Adler – Bildelemente, die ungeübte Betrachtende zu keiner weiteren Erkenntnis leiten. Das geschulte Auge erkennt darin jedoch die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lucas und Johannes, die durch ihre bildlichen Symbole die Menschwerdung und die Machttaten Christi sowie sein Opfer und die Nähe zu Gott versinnbildlichen.

Im Zuge der Vertiefung des Moduls „Kunstgeschichte und –theorie“ konnten wir, die Studierenden des Master Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte, ihre Fähigkeiten im Betrachten und dem Auflösen von ikonographischen Bildelementen schulen. Unter Leitung von Frau Dr. Jutta Reinisch begaben sich drei Studentinnen und ein Student der SWK an zwei Wochenenden in die Sammlungen der Gothaer Museen.

Die Attribute der Götter und die damit verbundenen mythologischen Geschichten wiederholten wir an praktischen Beispielen der Gemäldesammlung und der Skulpturen im herzoglichen Museum. So fand auch der Farnesische Stier von Adrian de Vries – eine Bronze von 1615 – seine Beachtung und ausführliche Interpretation, welche dem aufmerksamen Leser an dieser Stelle nicht vorenthalten werden soll.

In der mythologischen Geschichte wird Antiope, die reizende Tochter des Königs Nykteus von Theben in eine verzwickte Lage gebracht. Nach einer Liaison mit dem Göttervater Zeus wird sie aufgrund ihrer Schönheit auch für Epopeus, den König von Sikyon, interessant. Dieser entführte, schändete und sperrte die junge Frau ein. Nach dem Tod Epopeus brachte die attraktive Antiope die Zwillinge Zethos und Amphion zur Welt. Auf der Suche nach einer neuen Unterbringung der entehrten Antiope fiel die Wahl auf das Haus des Onkels, dem neuen König von Theben. Dirke, die Frau des Königs Lykos sperrte ihre Nichte Antiope aus Eifersucht auf ihre Schönheit erneut ein und quälte diese auf grausamste Art. Als Zeus davon erfuhr, befreite er seine Geliebte und verhalf ihr zur Flucht. Auf dem Weg in die Freiheit durchquerte Antiope ein Gebirge, in dem ihre Söhne die nicht wie angenommen dem Entführer Epopeus zuzuordnen waren, sondern sich – oh Wunder – als Söhne des Zeus entpuppten, lebten.  Antiope und ihre Kinder erkannten sich jedoch nicht und es kam zum von Frau Dr. Reinisch angekündigten „Showdown im Gebirge“, bei dem Dirke veranlasste, dass Antiope, die Ausreißerin, an jenen Stier gebunden zu Tode geschleift wird. Nur durch das Einschreiten eines Hirten konnte die verwandtschaftliche Beziehung von Mutter und Kindern gelöst werden und daraufhin die „böse Tante“ an den Farnesischen Stier gebunden werden.

Neben den zahlreichen ikonographischen Übungen an der Jean-Antoine Houdon-Sammlung bekamen wir auch einen exklusiven Einblick in die Verkaufsschlager des Kunstmarktes und die Tücken der Museumsarbeit:

Die Fröstelnde – als Allegorie des Winters – verkauft sich selbstverständlich besser als die Winterallegorie eines alten Mannes. Dem konnte auch die Seniorenstudentin des Erfurter Kollegs, die am zweiten Wochenende des Seminars teilnahm, nur zustimmen, handelt es sich doch um eine sehr freizügige und attraktive Skulptur Houdons.

Darüber hinaus ist es manchmal aus konservatorischer Sicht erforderlich Venus-Darstellungen in Glasvitrinen aufzubewahren, um ihre wundervollen Körper vor den frechen Händen der Museumsbesucher zu schützen.

Nach diesen Erkenntnissen erschien das Fruchtbarkeitsritual der Skulptur des Lupercalienpriesters von Houdon, bei dem sich verheiratete Frauen von einem Priester mit Riemen schlagen ließen – um Ehesegen zu erbeten – schlüssig und entlockte nur einem Studenten die Assoziation an „Fifty shades of Lupercalien“.

In einem letzten Teil widmeten wir uns den zahlreichen Porträts. Beispielhaft arbeiteten wir uns von den Anfängen in ägyptischen und römischen Darstellungen über Porträtskulpturen von Diderot, Voltaire, Gluck und Moliére bis hin zu den zahlreichen Herrscherporträts der Sammlung vor. Bei einem Besuch in Gotha sollte man als SWKler auf keinen Fall die Darstellung des Morpheus – der sich durch seinen netten Flaum als echter Dandy zu erkennen gibt – verpassen!

Eine Studentin der SWK

Über die Absperrung zu den Raritäten

Prof. Dr. Martin Eberle mit Studierenden des SWK

Spiele, mit denen nie jemand spielte, Teller, von denen keiner je aß, Briefbeschwerer, die nie einem Brief begegnen werden und Möbel, Möbel, Möbel....

Was können Studierende von diesen Objekten lernen? Eine Menge über das Kunsthandwerk, über Werkstoffe und Materialien, Handwerkstechniken, Funktionalität und Repräsentation, Epochen und Stile.

Wir befinden uns im Seminar „Einführung in das Sammeln von Kunsthandwerk I“ von Herrn Professor Martin Eberle – seines Zeichens Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und Honorarprofessor der Universitäten Erfurt und Leipzig. Wir – das ist der Studiengang Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte (SWK), den es nun seit fast einem Jahr gibt. Wir sind ein übersichtlicher Jahrgang. Unsere Vorkenntnisse sind sehr heterogen, was bei einer Mischung aus Historiker_innen und Kunthistoriker_innen sowie einer Restauratorin und einem Juristen nicht überrascht.

Es ist Freitag 10:00 Uhr. Zu siebt betreten wir ein Depot voller historischer Möbel, uns voran Professor Eberle. Fünf Minuten Zeit, jeder soll sich ein Möbelstück wählen, es kurz beschreiben und zeitlich einordnen. Nicht, dass wir das einfach so könnten. Oft befinden wir uns irgendwo zwischen einem vagen Schimmer und dem Gefühl von Ahnungslosigkeit. Aber wir werden besser. Learning by doing - am Objekt! In der zweiten Woche des Möbelkurses sind unsere Datierungen deutlich besser und wir kommen auch auf Materialien wie Schildpatt, Ebenholz und Elfenbein.

Eine weitere Woche später, selbes Museum, andere Etage - nach einer knapp gehaltenen Wiederholung zu den Kunstkammern - wir hatten dies ausführlich im vergangenen Semester von Professor Eberle gehört - geht es zu den Kunstkammerobjekten, die in Vitrinen auf uns warten. Wir erblicken und beschreiben Nautiluspokale, Elfenbeinschnitzereien, mit Türkisen besetzte Sporen, eine Vogelkopfmaske von ungewöhnlichem, vielleicht sogar gewöhnungsbedürftigem Erscheinungsbild. Letztere entpuppt sich als wahre Rarität. Sie stammt vermutlich aus Mittelamerika, wird den Olmeken zugeordnet und ist ein „extrem seltenes völkerkundliches Objekt, zu dem nur ein Gegenstück weltweit existiert.“ Lediglich unsere Frage, ob und wie man sie wohl trug, bleibt offen. „Ich weiß es leider nicht, ich bin ja kein Olmeke“ ist der Kommentar von Professor Eberle.

Auch die Biologie kommt nicht zu kurz: Was ist denn ein Nautilus? Ähm...ein Kalkgehäuse!? Welches Tier lebt darin? Tintenfisch...Kopffüßer. In welchem Meer findet man das? Indischer Ozean. Wie kommt man an die Dinger ran? Gute Frage... Kann man danach tauchen? Schweigen... Nein, sie werden angespült... Was glaubte man früher, über den Nautilus? Dass er auf den Wellen dahinglitt, über die Weiten des Meeres. Er vereint in sich die gegensätzlichen Elemente der exotischen Naturgestalt (Naturalia) mit jenen der künstlerischen Gestalt (Artificialia, Artefacta) und ist ein lebendes Fossil (die ersten Arten vor 500 Mio. Jahren)von hoher Symbolkraft.

Wie ist der bearbeitet? Geätzt? Graviert? Wie viele Exemplare gehen ihnen dabei wohl kaputt? Wahrscheinlich viele oder eher sehr viele...

Wir halten fest: Unsere Kenntnisse haben sich maßgeblich erweitert: Wir wissen: die Ägypter kannten bereits alle wichtigen Techniken der Möbelkunst. Wir wissen, was in ein typisches Biedermeier-Wohnzimmer gehört und wie man Möbel datiert. Außerdem fällt uns auf, wie schnell man zum Beispiel bei nachträglichen Ergänzungen oder Umarbeitungen daneben liegen kann, dass der Name Röntgen nicht nur in der Medizin, sondern auch im Kunsthandwerk bedeutend ist, dass die deutschen Möbel schon in der Barockzeit durch den Kontrast von relativ schlichtem Äußeren und technisch sehr aufwendigem Innenleben bestechen und dass manche Strategiespiele nur der Repräsentation dienten: Man symbolisierte die Beherrschung der Weltpolitik!

Im Gespräch kommen wir von Kanneluren über Cannelloni zu Cannoli und merken dann doch, dass wir schon seit längerem Hunger haben.

Jenny Brys (Studentin im Masterprogramm SWK, 2. Fachsemester)

Schaudepot - ausgestellt oder abgestellt?

Sammlung von Natursteinen

Studierende der SWK und der Literaturwissenschaft haben sich im WiSe 2015/16 mit einem Ausstellungsformat beschäftigt, das in der internationalen Museumslandschaft zu großer Beliebtheit gekommen ist: Dem Schaudepot. Im Rahmen eines Seminares unter der Leitung von Dr. Nina Wiedemeyer setzten sich die Studierenden mit dieser Form, Kulturgüter auszustellen, manchmal aber auch abzustellen und zu lagern, auseinander. Dabei haben die SeminarteilnehmerInnen während einer Exkursion in die Schaudepots des Museums für Thüringer Volkskunde und im Benary-Speicher in Erfurt verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten und die konservatorischen Voraussetzungen von Schaudepots kennengelernt.

In Weimar statteten die Studierenden der FOTOTHEK Fachgeschäft für vergessene Privatfotografien einen Besuch ab, ehe ein Lektüre-Workshop mit Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar über aktuelle Ansätze beim Ausstellen von Kulturgut informierte. Vor diesem Hintergrund haben die SeminarteilnehmerInnen Essays über Schaudepots und verdichtete Objektpräsentationen verfasst, die auf dieser Webseite präsentiert werden sollen. Zu jedem Essay wurde eine passende Kurzdokumentation erstellt, die einen Überblick über die besonderen Eigenschaften der thematisierten Ausstellungs- oder Aufbewahrungssituation bietet.

Hierbei kam teilweise ein Kategoriensystem zum Einsatz, das bereits im Seminar einen Überblick über die verschiedenen Spielarten des Schaudepots lieferte: Die Einteilung in Museen als Schaudepots, Museen mit Schaudepots und verdichtete Objektpräsentationen. Dennoch vermögen die verschiedenen Umsetzungen des Prinzips „Schaudepot“ in Erfurt, Leipzig, Frankfurt am Main, Weimar, Bregenz und Dresden nicht nur Thesen zu bestätigen, sondern auch in ihrer Originalität zu überraschen. Hier stellen die VerfasserInnen ihre entstandenen Texte vor.

Bei Fragen an die Studierenden geben die Redakteur*innen gern Auskunft!

Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Goldschmuck im Grassi Museum fuer Voelkerkunde in Leipzig

Das Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig blickt auf vielfältige Kunst- und Lebensformen, Glaubensrichtungen, Rituale und Handwerkskünste und somit auf jene Bereiche, die das Leben von Gesellschaften von jeher ausmachen und prägen. Es setzt sich mit den Völkern dieser Welt auseinander und thematisiert Wanderungen sowie kulturelle Berührungspunkte. Die Ausstellung „Rundgänge in einer Welt“ wurde nicht nach dem Konzept Schaudepot gestaltet. Als ethnologisches Museum stellt es jedoch eine Vielzahl von Objekten aus, sodass eine verdichtete Präsentation der Exponate signifikant ist. Daher ist es spannend, das Museum aus der Perspektive ‚Schaudepot‘ zu betrachten und dessen Elemente herauszugreifen. Das Einzelobjekt wird hierbei nicht vordergründig als Kunstwerk eines Autors verstanden, sondern die Objekte stehen sinnbildlich für Lebensweisen einer ‚Kultur‘, wobei dieser Begriff kritisch betrachtet werden muss, da er zahlreiche Interpretationen zulässt. Mehr

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Museologische Sammlung der Gedenkstätte Buchenwald

Tischvitrine zum Thema Essen im Speziallager. Gedenkstaette Buchenwald

Es gibt Massen von Fundstücken, die zur Museologischen Sammlung der Gedenkstätte Buchenwald gehören, die sich im Depot befinden, das aber nicht per se öffentlich zugänglich ist. Das Konzentrationslager Buchenwald war am Ende des Krieges das größte im „Deutschen Reich“. Insgesamt 250.000 Menschen waren dort und in 136 Außenlagern inhaftiert. Über 56.000 Menschen starben an Folter, medizinischen Experimenten und Auszehrung. Die Gedenkstätte präsentiert keine Berge von Fundstücken der KZ-Häftlinge im Museum. Man sieht, sobald man das Lagertor passiert, Massen an grauen Steinen. Der ganze Boden des ehemaligen Konzentrationslagers ist mit einer dicken Schicht grauer, rauer Steine  belegt. Hier herrscht eine kalte Leere, Weite. Die Menschenmassen, die dort gequält und ermordet wurden, sind nicht da. Sie sind abwesend, haben aber ihre Spuren hinterlassen: Die Fundstücke auf der Gedenkstätte Buchenwald erzählen von Menschen… Mehr

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Sonderausstellung im Speicher Erfurt

Bahram Nematipour im Speicher Erfurt

Zwischendrin statt nur dabei. Mit diesem Satz lässt sich die Sonderausstellung oder die ‚Ausstellung im Wandel‘ von Bahram Nematipour im Speicher Erfurt zusammenfassen. Denn in einem Dazwischen präsentierte der junge Maler seine Werke und schuf damit eine Ausstellung die weit mehr war, als eine Gemäldeausstellung. Dabei lässt sich der Bereich des Dazwischen nicht nur auf die Räumlichkeit der untypischen Cafégalerie anwenden, sondern auch auf das Ausstellungskonzept, welches hier aufgegriffen, analysiert sowie zweckentfremdet wird. So lässt sich Bahram Nematipours Ausstellung gerade durch das gestalterische Dazwischen auf die Merkmale des Schaudepots anwenden, auch wenn dieses auf den ersten Blick nicht so wirkt. Unsichtbares wird sichtbar gemacht und das Nebenbei bekommt einen neuen Fokus. Auf die Ausstellung lässt sich darüber hinaus Angela Jannellis Begriff des „wilden Museums“ als Amateur Museum anwenden. Dadurch wird die Belebung des Zwischenraums und der Leerstellen zum Thema. Mehr

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Schaumagazin, Goethe-Nationalmuseum Weimar

Goethe-Nationalmuseum Weimar

Das Konzept ‚Schaudepot‘ ist ein schwer zu definierendes. Es reicht weit darüber hinaus die bestehenden Depots Besuchern lediglich zu öffnen. So müssen in einem Schaudepot die konservatorische- und die Ausstellungspflicht miteinander konform sein. Zudem muss es einen Zugang bieten, der über ein Depot hinausgeht, da in einem solchen oftmals Kisten und Schränke den Blick auf die Objekte verbergen. Somit stellt ein Schaudepot immer eine Gratwanderung dar. Im Goethe-Nationalmuseum in Weimar wird diese Gratwanderung mithilfe einer Person und aktiver Arbeit an den Exponaten gemeistert. Das naturwissenschaftliche Kabinett des Museums wird von der Kustodin Gisela Maul beaufsichtigt, die ihren Besuchern einen sehr persönlichen und individuellen Zugang ermöglicht. Mithilfe von Seminaren wird der Öffentlichkeit aktive Museums- und Depotarbeit aufgezeigt, in die die Besucher auch direkt involviert werden. Die Sammlung selbst wurde angelegt um zu lehren und bis heute bleibt man diesem Konzept treu. Mehr

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Skulpturensammlung Dresdner Albertinum

Skulpturensammlung Staatliche Kunstsammlung Dresden

Eine Kunst(an)sammlung bei der sowohl das einzelne Objekt als auch die Objektfülle im Vordergrund steht? Vom klassischen Schaudepot, über das Gläserne Depot bis hin zum Studiendepot – all diese verschiedenen Formen von Depots beherbergt das Dresdner Albertinum. Einen besonderen Kontrast hinsichtlich der Zeigelogik und Zugänglichkeit der Dinge stellt das Schaudepot der Skulpturensammlung im Gewölbe im Vergleich zum Studiendepot dar. Neben rein formellen Unterschieden sind dort vor allem räumliche Aspekte in Verbindung mit der jeweiligen Nutzungsmöglichkeit relevant. Nicht nur die außergewöhnliche Verknüpfung diverser Depotarten, sondern auch die Inszenierung der Objektgruppen sind dabei wesentliche, nicht gewöhnliche und keinesfalls unumstrittene Aspekte. Die große Bandbreite an Depots lockt neben Besuchern auch zahlreiche Wissenschaftler und Hobbyhistoriker. Egal ob Schaudepot oder Studiendepot – gelernt wird von und mit den Dingen. Mehr

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"vorarlberg museum“ in Bregenz

Ausschnitt der Schwerzenbachschen Schwertknaufsammlung

Im „vorarlberg museum“ in Bregenz kann man eine außergewöhnliche Version eines Schaudepots besuchen. Im Gegensatz zu manch anderer Ausstellung wirkt die große Fülle der circa 3500 Objekte anregend und spannend. Warum ist „buchstäblich vorarlberg“ ein gelungenes Schaudepot? Es fungiert als Begegnungsort zwischen dem Besucher, den Sammlungen des Museums und der Region Vorarlberg. Der Depotcharakter der Präsentation mit seinen Schubladen lädt zum Entdecken der Vielfalt der Museumssammlung ein, die sonst im Depot verborgen wären. Doch den Überblick verliert der Besucher nicht. Die Ordnung der Exponate nach 26 Begriffen nach dem ABC strukturiert alles, wobei doch so manche Zuordnung von Begriffen und Objekten Fragen aufwirft. Können Sie sich eine Kombination von ABC und Depot in einer Museumsausstellung vorstellen? Nein? Dann lassen Sie sich überraschen. Mehr

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Liebieghaus Skulpturensammlung

Liebieghaus Skulpturensammlung

Seit 2009 präsentiert das Schaudepot der Liebieghaus Skulpturensammlung seinen Besuchern Bildwerke unterschiedlichster Epochen an einem Ort. Im Untergeschoss des Museumskomplexes treffen Dauerbrenner der Kunstsammlung auf selten gesehene Objekte, in dieser Form eine Novität in Frankfurt. Als neue Verbleibsmöglichkeit für aussortierte Kunstwerke geschaffen, gibt das Schaudepot der Vielfalt der bürgerlichen Skulpturensammlung eine Bühne. Wie die „andere“ Dauerausstellung des Hauses als Präsentationsraum funktioniert, soll hier entdeckt werden. Eine Führung durch Raum, Zeit und Skulpturen. Mehr

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SammLehr

Globus auf Schreibtisch SammLehr

Die Stiftung Mercator hat im Januar 2013 neun Universitäten für deren Einsatz von Sammlungen in der universitären Lehre ausge- zeichnet. Erfolgreich war dabei auch die Universität Erfurt mit ihrem Konzept „Räume und Objekte: Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte“, das nun drei Jahre lang gefördert wird. Die För- derung soll die Universität bei der Initiierung und Weiterentwicklung eines neuen Master-Studiengangs zur Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte unterstützen, den die Hochschule ab dem Wintersemester 2014/15 anbietet.

Insgesamt 96 Anträge von 54 Universitäten in Deutschland waren bei der Ausschreibung „SammLehr – an Objekten lehren und lernen“ der Stiftung Mercator eingegangen. Erfolgreich waren neben Erfurt auch die Universitäten in Aachen, Dortmund, Dresden, Erlangen, Freiburg, Göttingen, Jena und Stuttgart.

Im Rahmen des Projekts „SammLehr – an Objekten lehren und lernen“ fördert die Stiftung Mercator den Studiengang an der Universität Erfurt in Höhe von insgesamt 137.000 Euro.

Förderzeitraum: Juli 2013 - Juli 2016

Stiftung Mercator

Programmbetreuerin Master Sammlungsbezogene Wissens- und Kulturgeschichte
(Philosophische Fakultät)
Lehrgebäude 4 / Raum 142