Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien

Willkommen auf der Seite der Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien.

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Forschung ist die Analyse der Nutzung und Wirkung von Medienangeboten von und für Kinder und Jugendliche. Unsere Arbeit orientiert sich an internationalen Erkenntnissen der kommunikationswissenschaftlichen Kinder- und Jugendmedienforschung, ist dabei an neuen Entwicklungen im Bereich von Kinder- und Jugendmedien orientiert, ordnet diese aber in übergreifende theoretische Zugänge ein. Verbunden werden hierbei klassisch kommunikationswissenschaftliche Perspektiven mit Ansätzen der Medien- und Entwicklungspsychologie aber auch der Medienpädagogik.

Forschung an der Professur Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien

Forschung an der Professur ist geprägt von einem Theorie- und Methodenpluralismus mit einem Fokus auf aktuelle Fragen insbesondere im Bereich digitale Medien. Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen steht dabei im Zentrum, Forschungsaktivitäten sind aber keineswegs auf eine Altersgruppe beschränkt. Derzeit befasst sich die Forschung an der Professur mit folgenden Themenbereichen:

Medienaneignung, Medienkompetenz und empirische Jugendmedienforschung

Die Beschäftigung mit Fragen der Entwicklung von Medienkompetenz ist zentral für die Lehr- und Forschungstätigkeiten der Professur. Dies spiegelt sich vor allem in den Aktivitäten des Studiengangs MA Kinder- und Jugendmedien wider. Derzeit wird das Themenfeld darüber hinaus im Teilprojekt Grundwissen digitale Medien im „Kompetenznetzwerk digitale fachbezogene Lehrerbildung“, gefördert durch das Bund-Länder-Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (gemeinsam mit Prof. Dr. Patrick Rössler und Prof. Dr. Petra Kirchhoff , bearbeitet. Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung und Evaluation eines Curriculums für Ausbildung von medienpägagogischer Kompetenz in der Lehramtsausbildung.

Mit dem Projekt verbundene Qualifikationsarbeiten

  • Welche Rolle Medienkompetenz für die digitale Teilhabe spielt, untersucht Thorsten Ziegler in seinem Dissertationsprojekt.
  • Wie Jugendliche sich mit Hilfe digitaler Medien, periphere ländliche Räume aneignen, ist im Fokus der Dissertation von Eric Müller

Ausgewählte Publikationen

  • Jöckel, S., Fleischer, S., & Hensel, A. (2012). Medienkompetenz in der schulischen bildung – der kurs medienkunde in thüringen. Seminar(02), 115–124.
  • Jöckel, S., & Wilhelm, C. (2018). Everything under control? The role of habit strength, deficient self-regulation and media literacy for the use of social network sites among children and adolescents. In S. E. Baumgartner, M. Hofer, T. Koch, & R. Kühne (Eds.), Youth and media (pp. 55–74). Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. https://doi.org/10.5771/9783845280455-55
  • Seifert, M. & Jöckel, S. (Hrsg.) (2021): Bildung, Wissen und Kompetenz(-en) in digitalen Medien. Was können, wollen und sollen wir über digital vernetzte Kommunikation wissen? Berlin: DCR.

 

Privatheit in digitalen Medienumwelten

Wie managen Jugendliche, aber auch Erwachsene ihre Privatsphäre in digitalen, vor allem mobilen Medienumwelten? Welche Rolle spielt der Schutz der Privatsphäre bei ihren Handlungen online? Was ist Jugendlichen wichtig – was Erwachsenen? Wie können wir Menschen dafür sensibilisieren, ihre persönlichen Daten besser zu schützen? All diese Fragen stehen im Vordergrund des Forschungsbereichs „Privatheit in digitalen Medienumwelten“. Hierzu kooperiert die Professur mit Forscher*innen in Deutschland, den USA und Israel.

Ausgewählte Publikationen

  • Joeckel, S., & Dogruel, L. (2020). Default effects in app selection: german adolescents’ tendency to adhere to privacy or social relatedness features in smartphone apps. Mobile Media & Communication, 8(1), 22-41. https://doi.org/10.1177/2050157918819616
  • Dogruel, L., Joeckel, S., & Vitak, J. (2017). The valuation of privacy premium features for smartphone apps: the influence of defaults and expert recommendations. Computers in Human Behavior, 77, 230–239. https://doi.org/10.1016/j.chb.2017.08.035
  • Henke, J., Joeckel, S., & Dogruel, L. (2018). Processing privacy information and decision-making for smartphone apps among young german smartphone users. Behaviour & Information Technology, 1–14. https://doi.org/10.1080/0144929X.2018.1458902

 

Werte, Moral und ihre Auswirkung auf digitale Kommunikation

Welche Rolle spielen Vorstellungen von Werten und Moral für die eigenen Kommunikationsaktivitäten? Beeinflussen unsere Werte- und Moralvorstellungen unser Handeln in digitalen Medien oder verhält es sich genau umgekehrt? In diesem Themenfeld bündeln sich verschiedene Forschungsaktivitäten der letzten zehn Jahr, die sich alle dem Verhältnis von Medien und Moral bzw. Werten auseinandersetzen. Neben eigene internationalen Forschungskooperationen finden sich hier auch verschiedene Qualifikationsprojekte.

Mit dem Projekt verbundene Qualifikationsarbeiten

  • Wie Werbung Wertvorstellungen beeinflussen kann, untersucht Saamah Abddahllah
  • Welche Rolle Werte in der Gesundheitskommunikation spielen, widmet sich Winja Weber  (Betreuerin Prof. Rossmann) in ihrem Promotionsprojekt.

Ausgewählte Publikationen

  • Wilhelm, C., Joeckel, S., & Ziegler, I. (2020). Reporting hate comments: investigating the effects of deviance characteristics, neutralization strategies, and users’ moral orientation. Communication Research, 47(6), 921-944. https://doi.org/10.1177/0093650219855330
  • Joeckel, S., Bowman, N. D., & Dogruel, L. (2013). The influence of adolescents' moral salience on actions and entertainment experience in interactive media. Journal of Children and Media, 7(4), 480–506. https://doi.org/10.1080/17482798.2013.781513
  • Joeckel, S., & Dogruel, L. (2017). From moral corruption to moral management: Media’s influence on people’s morality and well-being. In L. Reinecke & M. B. Oliver (Eds.), Routledge handbooks. The Routledge handbook of media use and well-being: International perspectives on theory and research on positive media effects (pp. 145–156). Routledge.

 

Medien und Gender

Das soziale Geschlecht spielt für die Art und Weise wie wir Medieninhalte wahrnehmen aber auch mit ihnen umgehen eine wichtige Rolle. Journalistische Artikel von Frauen werden anders bewertet als die von Männern. Jugendliche Videospieler*innen erproben eigene Geschlechtsidentitäten in digitalen Spielen und gerade Frauen haben immer noch mit Widerständen zu kämpfen, wollen sie im Internet sichtbar werden. Neben eigenen Forschungsarbeiten stehen in diesem Bereich vor allem einzelne Qualifikationsarbeiten im Vordergrund. Die Professur kooperiert hier insbesondere mit Prof. Dr. Claudia Wilhelm (Professur für Medien & Intersektionalität, Universität Wien) sowie mit Dr. Silke Martin(Universität Erfurt).

Mit dem Projekt verbundene Qualifikationsarbeiten

  • Ike Bernhard untersucht die Geschlechteridentitäten von Videospieler*innen und die Rolle, die Entwickler*innen bei den Gestaltungsmöglichkeiten spielen können.
  • Sanae Ech-chotbi widmet sich den Entwicklungen hin zu digitalem, feministischem Aktivismus in Marokko

Ausgewählte Publikationen

  • Dogruel, L., Joeckel, S., & Wilhelm, C. (2021). Are byline biases an issue of the past? The effect of author’s gender and emotion norm prescriptions on the evaluation of news articles on gender equality. Journalism, 146488492110121. https://doi.org/10.1177/14648849211012176
  • Wilhelm, C., & Joeckel, S. (2018). Gendered morality and backlash effects in online discussions: an experimental study on how users respond to hate speech comments against women and sexual minorities. Sex Roles, 19(6), 373. https://doi.org/10.1007/s11199-018-0941-5
  • Jöckel, S.; Dogruel, L., & Bachofer, R. (2021): Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden. Die Publizistik https://link.springer.com/article/10.1007/s11616-021-00682-z

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