Prof. Dr. Bettine Menke

Inhaberin der Professur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
(Seminar für Literaturwissenschaft)
Mitarbeitergebäude 1 / Raum 417

Aktuelle Hinweise

Bettine Menke ist im Wintersemester 2020/2021 und im Sommersemester 2021 Senior Research Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg (Greifswald).

Über eine Email an bettine.menke@uni-erfurt.dekann ein Termin für eine digitale Sprechstunde via Webex vereinbart werden.

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Curriculum vitae

Curriculum vitae

Professorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt (seit 1999).
Unterrichtete zuvor an der Universität Konstanz, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder, sowie: J.W. Goethe-Universität Frankfurt/Main und Philipps-Universität in Marburg.
Diss. (1988) Sprachfiguren. Name - Allegorie - Bild nach Walter Benjamin, München 1991 (Neuaufl. 2001). Habilitation (1996), Prosopopoiia. Stimme und Text bei Brentano, Hoffmann, Kleist und Kafka (München 2000).
Bettine Menke studierte Philosophie und Germanistik an der Universität Konstanz.
Studium und Aufbaustudium unter anderem bei: Anselm Haverkamp, Wolfgang Iser, Renate Lachmann, Wolfgang Preisendanz, Albrecht Wellmer.

Lebenslauf:

  • Schulbesuch in Köln, 1969-74 in Barcelona (Colegio Alemán San Alberto Magno).
  • Juni 1976 Reifeprüfung am Städtischen Gymnasium Köln-Mühlheim

Studium und wiss. Ausbildung:

  • Ab WS 1976/77 Studium der Fächer Philosophie und Ger­ma­nistik  an der Universität Konstanz.
  • 1981 u. 1982 erstes Staatsexamen und Magister in Philosophie und Ger­ma­ni­stik­.
  • Ab 1982  PostGrad.Progr. Litwiss. an d. Univ. Konstanz.
  • 1987  Abschluß der Dissertation ‘Sprachfiguren - Fi­gu­ren des Umwegs in der The­orie Ben­jamins’. ­­26. 1. 1988 Rigorosum­­. Doktorgrad der Philosophischen Fa­k. der Univ. Konstanz (summa cum laude).
  • 26. 6. 1996  Habilitation an der Europa-Universität Viadrina, Ha­bil.­-Schrift: Die Rhe­to­rik der Stimme und die Stummheit des Textes. Geräusche und Rauschen in und nach der Ro­man­tik, (Doppel-) venia le­gen­di: Allgemeine und Vergleichende Literaturwissen­schaft und Ger­ma­­nistik.
  • 7. 1. 1997   Antrittsvorlesung („Ent-Rahmungen - Die Ordnung der Sichtbarkeit und die der Geschlechter“), Ernennung zur Privatdozentin.

Beschäftigungsverhältnisse, Lehrtätigkeit:

  • 1986-88    Wiss. Hilfskraft in DFG-Forschergruppe: „In­ter­tex­tuali­tät und Fik­­tionalität“ der Konstanzer Li­tera­tur­wis­sen­schaft, zugleich Lehraufträge in der Literaturwis­sen­­schaft und der Philosophie­.
  • 1988 - 1992    Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni­­v. Konstanz (Germanistik und Graduiertenkolleg Theorie der Li­­teratur)
  • 1992 - 1993    Zwei Gastprofessuren am Institut für Deutsche Li­­te­ra­­tur II der J. W. Goethe Universität in Frankfurt a.M.­
  • 1993 - 1995    Wiss. Mitarbeiterin an­­­ der Univ. Konstanz­ (Germanistik und GK Theorie der Literatur).
  • 1995 - 1999    Wiss. Mitarbeiterin an der Europa-Universität Viadrina Frank­furt (Oder) (Westeuropäische Literatur und GK Repräsentation. Rhetorik. Wissen­).
  • 1997/98     Vertretung einer C 4-Professur für Neuere Deutsche Literatur, Philipps-Universität Marburg.
  • 1. 2. ‘99      Ernennung zur Hochschuldozentin (C2) an der Europa-Universität Viadrina.
  • Seit 1.3. 1999 C 4-Professur für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt (Ernennung 30. April 2000).
  • Seit Sept. 2005 W 3-Prof. für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt.

Preise, Stipendien:

  • 1976-1978  Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
  • 1984 - 1986    Stipendium der Gra­duiertenförderung des Landes Baden-Wür­temberg.  ­­
  • 1988           Dissertations-Preis der Stadt Konstanz.
  • 1995/96     DFG-Habilitationsstipendium (bewilligt Febr. 1995, angetreten Okt. 1995 - Juli 1996).
  • 2006/07     Max Kade Visiting Professor at UCSB (Fall 2006-07-11)
  • Oct. 2010 DAAD Kurzzeitdozentur: Santiago de Chile, Universidad de Chile (Santiago)
  • 2010/11     Research-Fellowship am IKKM (Internationales Kolleg für Kulturtechnik und Medienphilosophie), Bauhaus Univ. Weimar.
  • WiSe.u. SoSe 2015/16 Senior Research Fellows am Kulturwissenschaft Kolleg des Exzellenzclusters 16 der Universität Konstanz (Projekt: Agon und Theater, Flucht und Szene)
  • Seit Jan. 2005 (Stellvertretende) Sprecherin des DFG geförderten Graduiertenkollegs Mediale Historiographien (der Universitäten Weimar, Erfurt, Jena) an der Univ. Erfurt.
  • 2008-2011 Sprecherteam Graduiertenschule “Religion in Modernization Pro­ces­ses” (gefördert durch das Land            Thüringen), Sprecherin des Forschungsteam „Übertragungen: Medien und Religion“ (transfers and transmissions. media and religion), getragen vom GK „Mediale Historio­gra­phien“; 2012-2014: im Direktorium der Graduiertenschule „Religion“ der Univ. Erfurt.
  • Mitglied des General Board der International Walter Benjamin Association (begründet Amsterdam 1997, 2006-2011 Berlin).
  • Mitglied des editorial board  IWBS online journal
  • Mitglied in der Auswahlkomission des DAAD Programms ISTAP (2005 – Ende 2009).

Div. Ämter in der Selbstverwaltung der Univ.:

  • gegenwärtig (seit Juli 2008) Mitglied im Ausschuß für Forschung des Senats der Univ. Erfurt

Andere Tätigkeiten:

  • Seit 1981 am Theater im Bereich der bildenden Kunst: ­The­a­ter­grup­pe der Uni­versität Konstanz
  • (zuletzt 1994) und Stadttheater Konstanz (zuletzt 1990)­­.
  • Seit 1985 Durch­füh­rung von Kur­sen: Masken­, Entwurf und Bau, in Zusammenarbeit mit dem­­­­ Stadt­the­a­ter Kon­stanz, so­wie im Rahmen des Studium Generale und der jährlich statt­fin­denden Som­mer­theaterschule an der Uni­ver­­sität Konstanz (seit 1987, zuletzt 1994).

 

Publikationen von 1986-2010

Publikationen von 1986 - 2010

Monographien:

  • Sprachfiguren. Name - Allegorie - Bild nach Walter Benjamin, München 1991(Buchfass. der Diss. Konstanz 1986).
  • Prosopopoiia. Stimme und Text, München (Fink) 2000 (Buchfass. der Habil.-Schrift 1996).
  • Korr. Neuaufl. von Sprachfiguren. Name – Allegorie – Bild nach Walter Benjamin, Weimar 2001.
  • Das Trauerspiel-Buch. Der Souverän – das Trauerspiel – Konstellationen – Ruinen, Bielefeld 2010.

(Mit-)Herausgaben:

  • Erika Greber / Bettine Menke (Hgg.): Manier, Manieren, Manierismen, Tübingen: G. Narr Vlg. 2003.
  • Bettine Menke / Barbara Vinken (Hgg.): Stigmata. Poetiken der Körperinschrift, München: Fink, 2004.
  • Eva Horn, Bettine Menke, Christoph Menke (Hgg.): Literatur als Philosophie. Philosophie als Literatur, München: Fink, 2006.
  • Bettine Menke, Christoph Menke (Hgg.): Tragödie. Trauerspiel. Spektakel, Berlin: Theater der Zeit (Reihe Recherche), 2007.
  • Bettine Menke, Wolfgang Struck (Hgg.): Wieland/Übersetzen. Sprachen, Gattungen, Räume. Berlin, New York: de Gruyter 2010.
  • Bettine Menke, Armin Schäfer, Daniel Eschkötter (Hg.): Das Melodram: ein Medienbastard, Berlin: theater der zeit (Recherchen 98), 2013.
  • Bettine Menke, Thomas Glaser (Hg.): Experimentalanordnungen der Bildung: Exteriorität – Theatralität – Literarizität, München: Fink, 2014.
  • (Mitherausgeberin, Sekt. II): Allegorie: (DFG-Symposion 2014), hgg. von Ulla Haselstein, unter Mitarbeit von Friedrich Teja Bach, Bettine Menke, Daniel Selden, De Gruyter, 2016.
  • Bettine Menke, Juliane Vogel (Hg.): Flucht und Szene, Berlin: Theater der Zeit, (Mai) 2018 (peer reviewed) [ISBN 978-3-95749-119-0 ]. http://www.theaterderzeit.de/buch/flucht_und_szene/Klappentext

Aufsätze, Artikel in Zeitschriften und Sammelbände:

  • Die Endlosigkeit des Einstiegs. Der semiologische Bruch und dessen de­konstruierende Lektüre (Neue Paradigmen in den Geisteswissenschaften?), in: Was sind und zu welchem Ende brauchen wir die Geisteswissenschaften?, Loccumer Protokolle 18/88, 1989.
  • Schriften, Texte, Tropen und Figuren. Die Aktualität der antiken Mnemotechnik und der rhetorischen Memoria; Frankfurter Rundschau 30. 1. 1990 (S. 22).
  • Dekonstruktion - Lektüre. Derrida literaturtheoretisch; in: Klaus-Michael Bogdal (Hrsg.), Neue Literaturtheorien. Eine Einführung, Westdeutscher Verlag, 1990, 235-264.
  • Das NachLeben im Zitat - Benjamins Gedächtnis der Texte, in: A. Haverkamp, R. Lachmann (Hrsg.): Gedächtniskunst. Text und Raum, Ffm. 1991, 74-110.
  • Aufgegebene Lektüre. Kafkas ‘Der Bau’, in: Die Aufgabe des Lesers (hg. v. Ludo Verbeek u. Bart Philipsen), Verlag Peters, Leuven, 1992, 147 - 175.
  • Verstellt - der Ort der Frau. Ein Nachwort zu B. Vinken (Hg.): Dekonstruktiver Feminismus. Kritik der Literaturwissenschaft, Ffm. (Suhrkamp), 1992, 436-476.
  • Horizont - Zur Semiologie der Entgrenzung; in: Émile, 4 (1991, erschien Sommer 1992), 67-78.
  • Kafka-Lektüren. Über das Lesen und dessen Allegorie, in: Ästhetik und Kommunikation, Jg. 21 Hft. 79 (Oktober 1992): Ästhetik nach Adorno, ­79-94.­
  • Die Rhetorik und das Schweigen. Kafkas „Das Schweigen der Sirenen“, in: Vorträge des Augsburger Germanistentags 1991. hg. v. J. Janota, Tübingen, 1993, Bd. 3 = Methodenkonkurrenz in der germanistischen Praxis, 134-162.
  • Die Verstellung und die schöne Stimme. Zum Konzept eines dekonstruktiven Feminismus, in: Interventionen 2. Raum und Verfahren, Museum für Gestaltung Zürich (hg.v. J. Huber u. A.M. Müller), Basel, Ffm. 1993, 65-87.
  • De Mans Prosopopöie der Lektüre. Die Entleerung des Monuments; in: K.H. Bohrer (Hg.), Aesthetik und Rhetorik. Lektüren zu Paul de Man, Aesthetica, Ffm. (Suhrkamp, es 1681) 1993, 34-78.
  • Josefine, die Sängerin, oder die ‘Macht des Gesangs’, in: Zur Verteidigung der Vernunft gegen ihre Liebhaber und Verächter (hg. v. Christoph Menke u. Martin Seel), Ffm. (Suhrkamp, es 1893) 1993, 385-414.
  • Benjamin vor dem Gesetz. Die „Kritik der Gewalt“ in der Lektüre Derridas; in: Gewalt und Gerechtigkeit nach Derrida und Benjamin (hg. v. Anselm Haverkamp), Ffm. (Suhrkamp es 1706) 1993, 217-276.
  • ‘ Magie’ des Lesens: der Raum der Schrift. Über Lektüre und Konstellation in Benjamins „Lehre(n) vom Ähnlichen“, in: Namen, Texte, Stimmen. Walter Benjamins Sprachphilosophie (hg. v. Thomas Regehly, Iris Gniosdorsch), Hohenheimer Protokolle, 1994, 107-135.
  • Bild - Textualität. Benjamins schriftliche Bilder; in: Der Entzug der Bilder. Visuelle Realitäten (hg. v. Michael Wetzel u. Herta Wolf), München (Fink), 1994, 47-65.
  • Verstellt - der Ort der ‘Frau’ und die Stimme des Textes; in: Theorie - Geschlecht - Fiktion (20. 6. ‘92 in Basel), Stroemfeld/Nexus, Berlin & Basel, 1994, 185-204.
  • Interview  Dekonstruktive Notwendigkeiten, in: [sic!]. Forum für Feministische Gangarten 4 (Okt. 1994), 21-3.
  • Memnons Bild. Stimme aus dem Dunkel, in: DVjs 68 (1994) Sonderheft (für Geoffrey Hartman), 124-144.
  • Ornament, Konstellation, Gestöber, in: Zeichen zwi­schen Klartext und Arabeske. Konferenz des Konstanzer Graduiertenkollegs Ok­to­ber 1992 (hg.v. S. Kotzinger, G. Rippl), Am­sterdam, Atlanta (Rodopi: „In­ter­na­tio­nale For­schungen zur Allgemeinen und Vergleichenden Li­tera­turwissenschaft“ 7) 1994, 307-326.
  • Art. ‘La dissémination’, für: Lexikon literaturtheoretischer Werke (hg. v. Rolf Günter Renner, Engelbert Habekost) Stuttgart, Kröner 1995, 105-107.
  • Rhetorik und Referentialität bei de Man und Benjamin (Vortrag Es­sen 1991 „Konvergenzen von Kritischer Theorie und Post­strukturalismus“), in: S. Weigel (Hg.), Flaschenpost und Postkarte, Böhlau 1995, 49-70.
  • Dekonstruktion. Lesen, Schrift, Figur, Performanz, für: Einführung in die Literaturwissenschaft. Grenz­zie­hungen: Literatur, Wissenschaft, Theorie (hg. v. Pechlivanos, Rieger, Struck, Weitz­­­) Metzler Vlg., Stuttgart 1995, 116-137 (Tschechische Ausg. 2000).
  • Sturm der Bilder und zauberische Zeichen. Kleists „Die Heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik. (Eine Legende)“, in: H. Birus, R. Warning (Hg.), „Germanistik und Komparatistik“ (hg. v. (DFG-Symposion 1993), Stuttgart (Metzler) 1995, 209-245.
  • Dekonstruktion der Geschlechteropposition - das Denken der Geschlechterdifferenz, in: ‘Verwirrung der Geschlechter’. Dekonstruktion und Feminismus (hg. v. E. Haas), Profil-Verlag 1995, 5-41.
  • Erw. u. verb. Neuauflage von: Dekonstruktion - Lektüre. Derrida literaturtheoretisch, in: Klaus-Michael Bogdal (Hg.), Neue Li­teraturtheorien. Eine Einführung, Opladen (Westdeutscher Verlag) 1997, 241-272.
  • Körper-Bild und -Zerfällung, Staub. Über H.v. Kleists Penthesilea, für: Körper Gedächtnis Schrift (hg. v. B. Wiens, C. Öhlschläger) Berlin, München 1997, 122-156.
  • Prosopopoiia. Die Stimme des Textes - die Figur des ‘sprechenden Gesichts’, in: G. Neumann (Hg.), Poststrukturalismus, Herausforderung an die Literaturwissenschaft (DFG-Symposion 1995), Stuttgart (Metzler) 1997, 226-251.
  • Rahmen und Desintegrationen - Die Ordnung der Sichtbarkeit, der Bilder und der Geschlechter. (Zu Stifters Der Condor), in: Weimarer Beiträge 44 (3/1998), 325-363.
  • Allegorie, Personifikation, Prosopopöie. Von Steinen und Gespenstern, in: Allegorie - zwischen Bedeutung und Materialität, hg. v. Eva Horn, Manfred Weinberg, Opladen (Westdeutscher Verlag) 1998, 59-73.
  • Fontanes Melusinen, in: „Die Bilder der neuen Frau in der Moderne“, Tagungsband der Internationalen Tagung Gender-Forschung, 24. - 28. März ‘98, Wroclaw (Polen), hg.v. K. Gabryjelska, M. Czarnecka, Ch. Ebert Wroclaw 1998, 25-50 (polnische Fass. erschien 1999).
  • Die „Kritik der Gewalt“ in der Lektüre Derridas, in: global benjamin, Internationaler Walter-Benjamin-Kongreß 1992, hg.v. Klaus Garber, Ludger Rehm­, München (Fink) 1999, Bd. 3, 1671-1690.
  • Töne - Hören, in: Joseph Vogl (Hg.), Poetologie des Wissens, München (Fink) 1999, 69-96.
  • Art. Allegorie, „Aesthetica“ (mit A. Haverkamp), in: „Hi­storisches Wörterbuch Ästhetischer Grundbegriffe“ (hg. v. Karl­heinz Barck, Martin Fontius, Dieter Schlenstedt, Burkhart Steinwachs, Friedrich Wolfzettel), Stuttgart (Metzler) 2000, Bd. I, 49-104.
  • Penthesilea - Das Bild des Körpers und seine Zerfällung“, in: Erotik und Sexualität im Werk Heinrich von Kleists (Heilbronner Kleist-Kolloquien II). Heilbronn 2000, 117-136.
  • Memnons Bildsäule. Ein Emblem der Romantischen Poesie, in: „Ägyptenimagination von der An­tike bis heute“, Schriften des Kunsthistorischen Museums 3, hg. v. W. Seipel, Mailand 2000, 311-321.
  • Akustische Experimente der Romantik“, in: neue vorträge zur medienkultur, hg. v. Claus Pias, Weimar: VDG 2000, 165-184.
  • „Die Polargebiete der Bibliothek. Über eine metapoetische Metapher“, DVjs 4/ 2000, 545-599.
  • „Zur Frage der Gespenster“, Beitrag zu Rembert Hüser: „We are Familiy - (remix 98)“, in: Jörg Schönert (Hg.): Literaturwissenschaft und Wissenschaftsforschung, Stugart, Weimar (Metzler) 2001, 573-599 [589/90].
  • „Wie man in den Wald hineinruft ...“ Die Echos des Übersetzens, in: „Übersetzen: Walter Benjamin“, hg.v. C. Hart-Nibbrig, Ffm.: Suhrkamp (es 2041) 2001, 367-393.
  • „Adressiert in der Abwesenheit. Zur romantischen Poetik und Akustik der Töne“, in: Die Adresse des Mediums (Mediologie 2), hg. v. Eckhard Schumacher, Georg Stanitzek (SFB „Medien und kulturelle Kommunikation“), Köln: DuMont 2001, 89-104.
  • NachWort zu Judith Butler: „Antigones Verlangen. Verwandtschaft zwischen Leben und Tod“, hg. v. Gary Smith (Veröffentl. d. Einstein-Forum Potsdam), Ffm.: Suhrkamp (es 2187) 2001, 139-156.
  • „Die Ordnung der Geschlechter und ihre Zerfällung (Penthesilea)“, in: Grenzüberschreitungen: „Feminismus“ und „Cultural Studies“, hg. v. Hanjo Berressem, Dagmar Buchwald, Heide Volkening, Bielefeld: Aisthesis  2001, 181-207.
  • „Das Polargebiet als Bibliotheksphänomen und die Polargebiete der Bibliothek: Nachfahren Petrarcas und Dantes im Eis und in den Texten“, in: Ultima Thule. Bilder des Nordens von der Antike bis zur Gegenwart, hg. v. Annelore Engel-Braunschmidt, Gerhard Fouquet, Wiebke von Hinden, Inken Schmidt, P. Lang Verlag 2001, 145-172.
  • Art. Eucharistie, in: „Lexikon Gedächtnis und Erinnerung“ (hg. von N. Pethes, J. Ruchatz), Rowohlt-Verlag 2001.
  • Art. Zitat, in: „Lexikon Gedächtnis und Erinnerung“ (hg. von N. Pethes, J. Ruchatz), Rowohlt-Verlag 2001.
  • „Zitierfähigkeit: Zitieren als Exzitation“, in: Zitier-Fähigkeit. Findungen und Erfindungen des Anderen, hg. v. Andrea Gutenberg, Ralph J. Poole, Berlin: E. Schmidt Vlg. 2001, 153-171.
  • „Ornament, Constellation, Flurries“ (überarb. Übers. von „Ornament, Konstellation, Gestöber“), in: Walter Benjamin’s Ghosts: Interventions in Contemporary Literary and Cultural Theory, hg. v. Gerhard Richter, Stanford University Press 2002, 260-277.
  • „Die Wiederholung, die das Echo ist“, in: Wunsch-Maschine-Wiederholung, hg. v. J. Wiesel u.a., Freiburg: Rombach 2002, 171-196.
  • „Rhetorik der Stimme“, in: Medien- und Kulturgeschichte der Stimme, hg. v. Friedrich Kittler, Thomas Macho, Sigrid Weigel, Berlin: Akademie Verlag 2002, 115-132.
  • „Leiche als Emblem“, in: Kör­perTopoi. Sagbarkeit – Sichtbarkeit – Wissen. hg. v. Dietmar Schmidt, Weimar: VDG 2002, 225-248.
  • „Jean Pauls Witz. Kraft und Formel“. DVjs (Sonderheft zu Ehren von Wolfgang Preisendanz: Formgeschichte als Provokation - Wolfgang Preisendanz’ Anteil), 2/ 2002, 201-213.
  • „Zitat, Zitierbarkeit, Zitierfähigkeit“, in: Anführen – Vorführen – Aufführen. Texte zum Zitieren, hg. v. V. Pantenburg, N. Plath, Bielefeld: Aisthesis 2002, 273 - 280.
  • ‘Whatever one calls into the forest ...‘ . translations - echoes,  in: Benjamin and Romanticism, hg. v. Andrew Benjamin, Beatrice Hanssen, London, New York: Athcontiuum 2002, 83-97 u. 218-224 (neue, überarbeitete und erweiterte engl. Fass. von „’Wie man in den Wald hineinruft ...’ Die Echos des Übersetzens“).
  • „Die Zonen der Ausnahme. Giorgio Agambens Umschrift Politischer Theologie, in: Politische Theologie. Form und Funktionen im 20. Jahrhundert, hg. v. Jürgen Brokoff, Jürgen Fohrmann, Paderborn: Schöningh 2003, 131-152.
  • „Pol-Apokalypsen. Die Enden der Welt und der Spuren“, in: Apokalypse. Der Anfang im Ende, hg. V. Maria Moog-Grünewald, Verena Olejniczak, Tübingen: Universitätsverlag Winter 2003, 311-337.
  • „Rhetorik der Echo. Echo-Trope, Figur des Nachlebens“, in: Weibliche Rhetorik - Rhetorik der Weib­lichkeit, hg. v. Dörte Bischof, Martina Wagner-Egelhaff, Freiburg: Rombach 2003, 135-159.
  • „Fontanes Melusinen. Bild – Arabeske – Allegorie“, in: Das verortete Geschlecht­, hg. v. Petra Leutner, Ulrike Eriksen, Tübingen: Attempto Verlag 2003, 101-125.
  • - / Erika Greber: „Einleitung“ zu: Manier, Manieren, Manierismen, hg. v. E. Greber, B. Menke, Tübingen: G. Narr Vlg. 2003, 7-10.
  • „Ein doppelzüngiger Schelm. Freuds Witz“, in:  Manier, Manieren, Manierismen, hg. v. E. Greber, B. Menke, Tübingen: G. Narr Vlg. 2003, 157-180.
  • / Dietmar Schmidt: „Ritual im Aufschub. Gottesgericht, Ehrenhandel und literarische Performanz bei Kleist, Conrad und Puschkin“, in: Das Gedächtnis des Gedächtnisses. Zur Präsenz von Ritualen in beschreibenden und reflektierenden Texten, hg. v. B. Kranemann, J. Rüpke, Marburg: diagonal-Verlag 2003, 103-155.
  • „Witz“, in: Der komische Körper, hg. v. Eva Erdmann, Bielefeld: Transcript, 2003, 238-247.
  • „Mneme/Mnemonik“, für: Archiv für Mediengeschichte, N° 3: Medien in der Antike, Universitätsverlag Weimar 2003, 121-136.
  • „The Figure of Melusine in Fontane’s Texts. Images, Digressions, and Lacunae“, überarb. engl. Fass. für: Germanic Review 79 n°1, Winter 2004, 41-67.
  • „Die Performanz der Zitation“, in: Rhetorik. Figuration und Performanz, Germanistische Symposien der DFG, hg. von Jürgen Fohrmann, Stuttgart: Metzler 2004.
  • „’Mund’ und ‚Wunde’. Zur grundlosen Begründung der Texte“, in: B. Menke, B. Vinken (Hg.): Stigmata. Poetiken der Körperinschrift, München: Fink 2004, 269-294.
  • Einleitung „Zur Archäologie eines trügerischen Phänomens in Mittelalter und Moderne“: „Nachträglichkeiten und Beglaubigungen“, zu B. Menke/ B. Vinken (Hgg.): Stigmata. Poetiken der Körperinschrift, München: Fink 2004, 25-43.
  • „Anfangen – zur ‚Herkunft der Rede’“, in: Herkünfte. Historisch, ästhetisch, kulturell, hg. v. Barbara Thums, Volker Mergenthaler, Nicola Kaminski, Doerte Bischof, Heidelberg: Winter 2004, 13-37.
  • „Aufgezeichnete Bewegung: Schall-Figur, Bewegungs-Bild“, in: Kinetographien, hg. v. Inke Arns, Mirjam Goller, Susanne Strätling, Georg Witte, Bielefeld 2004, 159-177.
  • „Die Worte und die Wirklichkeit, anläßlich der Frage nach ‚Literatur und Selbsttötung’, am Beispiel Heinrich von Kleists“, in: Kleist-Jahrbuch 2004, 21-41.
  • „Lesarten des Labyrinths/Schemata des Lesens“, in: „... in jedem Augenblick auf das Äußerste gefaßt“. Aus dem Labor philologischer Neugierde, hg. von Caroline Welsh, Christoph Hoffmann,  Schriftenreihe des Max-Plank-Instituts für Wissenschaftsgeschichte: Preprint 278, 2005, 89-100.
  • „Rhythmus und Gegenwart. Fragmente der Poetik um 1800“, in: Geteilte Zeit. Zur Kritik des Rhythmus in den Künsten. hg. v. Patrick Primavesi, Simone Mahrenholz (Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung Bd. 1, hg. v. Hans-Thies Lehmann, Burkhardt Lindner), Edition Argus 2005, 193-204.
  • , Dietmar Schmidt, „Am Nullpunkt des Rituals. Darstellung und Aufschub des Zweikampfs bei Kleist, Conrad und Puschkin“, in: Arcadia Bd. 40 (2005), 194-236.
  • „’Literatur und Selbsttötung’, am Beispiel Heinrich von Kleists. Oder: Die Worte und die Wirklichkeit“, in: Andreas Bähr, Hans Medick (Hgg.): Sterben von eigener Hand. Selbsttötung als kulturelle Praxis, Weimar: Böhlau 2005.
  • „Reflexion des Trauer-Spiels. Pedro Calderón de la Barcas El mayor mónstruo, los celos nach Walter Benjamin“, in: E. Horn, B. Menke, C. Menke (Hgg.): Literatur als Philosophie. Philosophie als Literatur, München: Fink 2006, 253-280.
  • , Eva Horn, Christoph Menke: „Einleitung“, zu: E. Horn, B. Menke, C. Menke (Hgg.): Literatur als Philo­so­phie. Philosophie als Literatur, München: Fink 2006, 7-14.
  • „Der Witz, den die Lettern und den die Löcher machen, ....“, in: Sichtbarkeit der Schrift, hg. von S. Strätling, G. Witte, München (Fink) 2006, 203-215.
  • „beim babylonischen Turmbau ...“, in: Fremdheit bei Kafka, hg. v. Hansjörg Bay, Christof Hamann, Freiburg: Rombach 2006, 89-114.
  • „Lesarten des Labyrinths/ Schemata des Lesens“, in: Umwege des Lesens. Aus dem Labor philologischer Neugierde, hg. von Christoph Hoffmann, Caroline Welsh, (Korr. und Erw. Ausgabe), Berlin: Parerga 2006, 185-206.
  • „Ratzinger-in-Displacement“, in: Ratzinger Funktion, Meinecke u.a., Ffm.: Suhrkamp es 2466, 2006, 56-92.
  • Art. Ursprung des deutschen Trauerspiels, in Benjamin-Handbuch, hg. v. Burkhardt Lindner, Stuttgart: Metzler 2006, 210-229 [Korr. Taschenbuch-Ausgabe 2011].
  • „Das Schweigen der Sirenen: Die Rhetorik und das Schweigen“ [Neuabdruck, überarbeitet u. gekürzt], in: Franz Kafka. Neue Wege der Forschung, hg. von Claudia Liebrand, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2006, 116-130.
  • ...’jenseits’ von Forschritt und Ende? (Kommentar zu E. Geulen „Und weiter.“), in: „Kunst – Fortschritt – Geschichte“, hg. von Christoph Menke, Juliane Rebentisch, Kulturverlag Kadmos Berlin, Kaleidogramme Bd. 5, 2006, 148-156.
  • „Walter Benjamins Ursprung des deutschen Trauerspiels (1928)“, in Sprache und Literatur Jg. 37, Heft 98 (2006/ 2. Halbj.), 25-76.
  • Wozu Schiller den Chor gebraucht ... .“ in: Tragödie. Trauerspiel. Spektakel, hgg. von B. Menke, C. Menke, Berlin (Theater der Zeit, Reihe Recherche) 2007, 72-100.
  • - mit Christoph Menke: „Tragödie – Trauerspiel – Spektakel. Drei Weisen des Theatralen“, Einleitung zu Tragödie. Trauerspiel. Spektakel, Berlin 2007, 6-15.
  • „Exzeß der Performanz – Interventionen der/ in die Schrift. Kleists Witz“, in: Die Szene der Gewalt. Bilder, Codes und Materialitäten, hgg. von D. Tyradellis, B. Wolf, Frankfurt a. M., Berlin, Bern, New York, Oxford, Wien 2007, 141-156.
  • Holes and Excesses: On Wit and the Joke in Kleist’s “Anecdote from the Last War”, MLN – Vol. 122, Nr. 3 April 2007 (German Issue, ed. by Rochelle Tobias), 647-664.
  • „Sumpf und Mauer (Blumenberg, Wittgenstein, Husserl)“, in: Stehende Gewässer, hgg. von Alexander Klose, Helga Lutz et al. (Publikation des Grad. Koll. Mediale Historiographie), Berlin: diaphanes 2007, 141-148.
  • „Die Gewalt einer Mitteilung, die ver-rückt“. Über Medien von Religion in Heinrich von Kleists ‚Die Heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik. Eine Legende’ (1811), in: Religion in den Medien - Medien der Religion, hg. von J. Malik, J. Rüpke, T. Wobbe, Münster: Aschendorff, 2007, 131-151 u. 228-237.
  • „Zur Evidenz - der Stigmata“. In: Rhetorik und Religion, hg. v. H. Meyer, D. Uffelmann, Stuttgart 2007, 134-151.
  • „Ein-Fälle aus Exzerpten. Die inventio des Jean Paul“, in: Rhetorik als kulturelle Praxis, hg. von R. Lachmann, R. Nicolosi, S. Strätling, München (Fink), 2008, 291-307.
  • „‚Gelehrtenleben’ und ‚wissenschaftliche Praxis’ des Jean Paul“, in: Gelehrtenleben. Wissenschaftspraxis in der Neuzeit, hg. v. Alf Lüdtke, Rainer Prass, Köln, Weimar, Wien (Böhlau) 2008, 113-130.
  • „Die Intertextualität, die Aussetzung der Darstellung und die Formeln der Passion“, in: Rüdiger Campe (Hg.): Penthesileas Versprechen. Exemplarische Studien über die literarische Referenz, Freiburg: Rombach 2008, 211-252.
  • „Rhetorik der Echo. Echo-Trope, Figur des Nachlebens“, in: Kulturwissenschaftliche Germanistik in Asien (Internationale Asiatische Germanistentagung 2006 in Seoul), Hg. von der Koreanischen Gesellschaft für Germanistik (Redaktion: Gyung-Jae Jun u.a.), Seoul (Korea) 2008, Bd. 1, 73-93.
  • „– Gedankenstriche –“, in: Am Rande bemerkt. Anmerkungspraktiken in literarischen Texten, hg. von Bernhard Metz, Sabine Zubarik, kadmos-Verlag: Berlin, 2008 (erschienen 2009), 161-190.
  • „Stimme-Geben“, in Gabe, Tausch, Verwandlung. Übertragungsökonomien im Werk Clemens Brentanos, hgg. von Ulrike Landfester, Ralf Simon, Würzburg: Könighausen & Neumann 2009, 69-86.
  • „Zur Kritik der Gewalt: Techniken der Übereinkunft, Diplomatie, Lüge“, in: Techniken der Übereinkunft. Zur Medialität des Politischen (hgg. von Hendrik Blumentrath, u.a.) Berlin: Kulturverlag Kadmos (Kaleidogramme Bd. 38) 2009, 37-56.
  • „Sumpf und Mauer, zur Philosophie der Unbestimmtheit“, in: Metaphorologie. Zur Praxis von Theorie, hgg. von Anselm Haverkamp, Dirk Mende, Ffm.: Suhrkamp 2009 (stw 1928), 316-338.
  • „Nach–Feiern: Wozu Schiller den Chor gebraucht ...“, in: Schiller. Gedenken – Vergessen – Lesen, hg. von Rudolf Helmstetter, Holt Meyer, Daniel Müller Nielaba, München: Fink 2010, 37-57.
  • Bildlos, ungeformt, unbestimmt: das Medium der Bilder. Zu den prekären Bildern Walter Benjamins, in: Prekäre Bilder, hgg. von Thorsten Bothe, Robert Suter (eikones Basel & Graduiertenkolleg Mediale Historiographien), München: Fink 2010, 19-39.
  • Alphabetisierung. Kombinatorik und Kontingenz, Jean Pauls Leben Fibels, des Verfassers der Bienrodischen Fibel, in: ZMK (Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung) 2/ 2010 (F. Meiner Verlag), 43-59.
  • „Stekenpferde – Zum deutschen Shakespeare“, in: Wieland/Übersetzen. Sprachen, Gattungen, Räume, hgg. von B. Menke, Wolfgang Struck, Berlin/New York: de Gruyter 2010, 13-42.
  • Zus. mit Wolfgang Struck: „Wieland/Übersetzen. Einleitung“, in: Wieland/Übersetzen. Sprachen, Gat­tun­gen, Räume. hgg. von B. Menke, Wolfgang Struck, de Gruyter 2010, 1-9.
  • „Die anagogische Lesart: Verhüllung, Nachahmung, Hybridität und/der Übersetzungen“, in: Die Hyäne. Lesarten eines politischen Tiers, hgg. von Markus Krajewski, Harun Maye, Zürich: diaphanes, 2010, 87-110.

 

Publikationen ab 2011

Publikationen ab 2011

Aufsätze, Artikel in Zeitschriften und Sammelbände:

  • „Schirm und Differenz“, in Rhetorik-Jahrbuch Bd. 29, 2011, hg. von Dörte Bischof, Martina Wagner-Egelhaff, 69-78.
  • „Tatorte: eigensinnig“, für: Topos Tatort, hgg. von Anna Häusler, Jan Henschen, Bielefeld: Transcript, 2011, 15-30.
  • „Stimmen/ Gemurmel. Murx den Europäer“, in: Pfropfen. Impfen. Transplantieren, hg. von Uwe Wirth, Berlin: Kadmos 2011, 173-195.
  • „Grenzen der Darstellung, Entsetzen“, in: Ortrud Gutjahr (Hg.): „Das Kätchen von Heilbronn“ und „Penthesilea“ von Heinrich von Kleist, Würzburg 2011, 147-165.
  • „Lesen Lesen. Zum Beispiel: Inwiefern Freuds Witze (nicht) Beispiele für seine Witz-Theorie sind“, für: Theorietheorie. Wider die Theoriemüdigkeit in den Geisteswissenschaften, hgg. von Mario Grizlj, Oliver Jahraus, München: Fink 2011, 331-352.
  • Taschenbuch-Ausgabe von Art. Ursprung des deutschen Trauerspiels, in: Benjamin-Handbuch, hg. v. Burkhardt Lindner, Stuttgart: Metzler 2011, 210-229.
  • „Vorkommnisse des Zitierens, Stimmen – Gemurmel. Zu Marthalers ›Murx den Europäer! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn! Murx ihn ab‹“, in: Kreativität des Findens. Figurationen des Zitats, hg. von M. Roussel, München (Fink) 2011, 69-89.
  • „Die Allegorie der Auferstehung“, in: Medien der Auferstehung, hg. von Helga Finter, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien (Peter Lang Verl.: Theaomai – Studien zu den performativen Künsten, Bd. 4), 2012, 93-119.
  • „Auslassungszeichen, Operatoren der Spatialisierung – was ‚Gedankenstriche’ tun“, in: Von Lettern und Lücken. Zur Ordnung der Schrift im Bleisatz, hgg. von Mareike Giertler, Rea Köppl, München: Fink, 2012, 73-95.
  • „Sirene“- Eintrag in: Zoologicon, Fs. für Thomas Macho, hgg. von C. Kassung, J. Mersmann, München: Fink, 2012, 386-391.
  • „Grenzüberschreitungen in der Schrift: Exterritorialität der Pole“, in: Reiseliteratur - Nachschriften. hgg. von H.J. Bay, W. Struck, Köln, Weimar, Wien: Böhlau 2012, 53-78.
  • „Kritzel – (Lese-)Gänge“, in: Über Kritzeln, hgg. von Benjamin Meyer Krahmer, u.a.,  Zürich: diaphanes, 2012, 189-213.
  • “Hollow Earth: The Exterritoriality of the Poles”, in: Hanjo Berressem (Hg.): Between Science and Fiction: The Hollow Earth as Concept and Conceit, Berlin: LIT-Verlag 2012, 233-263.
  • „Ovids Echo und das Nachleben der Dichtung“, in: Carmen Perpetuum: Ovids Metamorphosen in der Welt­literatur, hgg. von Henriette Harich-Schwarzbauer, Alexander Honold, Basel: Schwabe 2013, 21-42.
  • „Das Melodram. Ein Medienbastard (Einleitung)“, zus. mit Armin Schäfer, Daniel Eschkötter, in: Das Melodram. Ein Medienbastard, hgg. von B. Menke, A. Schäfer, D. Eschkötter, Berlin (theater der zeit: recherche) 2013, 7-17.
  • „Glückswechsel, Kontingenz und Tableaux in Balzacs La Peau de chagrin“, in: Das Melodram. Ein Medienbastard, hgg. von B. Menke, A. Schäfer, D. Eschkötter, Berlin (theater der zeit: recherche) 2013 [ISBN 978-3-943881-06-6], 204-229.
  • „pun“, in: Eva Horn, Michèle Lowrie (Hg.): Denkfiguren, für Anselm Haverkamp/ Figures of Thought, for Anselm Haverkamp August Verlag 2013, 167-172.
  • „Respondance: Das der Rede eingeschriebene Andere, die Echoräume der Rede (mit Ovids Echo)“, on-line Publikation der Tagung Die Praxis der/des Echo (Institut für Theaterwissenschaft Leip­zig Febr. 2013) [statt urspr. Link jetzt publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/year/2018/docId/47258]
  • „Kafkas Labyrinthe“, in: Malte Kleinwort und Joseph Vogl (Hg.): »Schloss«-Topographien. Lektüren zu Kaf­kas Romanfragment, Bielefeld: transcript, 2013, 33-65.
  • „Dankbarkeit“, kleine Simmel-Lektüre, in: Dank sagen. Politik, Semantik und Poetik der Verbindlichkeit, hg. von Natalie Binczek, Remigius Bunia, Till Dembeck, Alexander Zons, München: Fink 2013, 27-37.
  • „Ein-Fälle. Übertragungen und Zufälle des Witzes (Jean Paul)“, in: Rhetorik der Übertragung, hg. von Daniel Müller-Nielaba, Yves Schumacher, Christoph Steier, Könighausen & Neumann 2013, 33-52.
  • „Aura, the Object, and the Medium“, in: The Challenge of the Object / Die Herausforderung des Objekts, Congress Proceedings, 33rd Congress of the International Committee of the History of Art, Congress Proceedings, 4. Bde., hg. von G. Ulrich Großmann/Petra Krutisch, (32. Wissenschaftlicher Beiband zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums) Nürnberg 2013, Part 3., 865-868.
  • mit Thomas Glaser: „Experimentalanordnungen der Bildung: Exteriorität – Theatralität – Literarizität. Ein Aufriss“, in dies. (Hgg.): Experimentalanordnungen der Bildung: Exteriorität - Theatralität – Literarizität, München: Fink, 2014, 7-21.
  • „Die ‚Äußerlichkeit’ der Dramaturgie, Komik und Zufälle der Intrige (Mit Calderón und Shakespeare zu „Grenzen“ und zum Nachleben des Trauerspiels)“, in: Benjamins Trauerspiel, hgg. von Claude Haas, Daniel Weidner, Berlin: Kulturverlag Kadmos 2014, 29-57.
  • „Die Zufälle der Sprache. Der Witz der Worte und die Unentscheidbarkeit von Spiel oder Ernst (anhand von Gracián und Jean Paul)“, in: Spiel und Ernst. Formen – Poetiken – Zuschreibungen, Zum Gedenken an Erika Greber, hg. von D. Kretschmar, C. Lubkoll, D. Niefanger, S. Schukowski, Würzburg: Ergon Verl. (Reihe: Literatura Bd. 31), 2014, 37-51.
  • „On/Off“ (Einl. zu 2. Sektion), in: Auftreten. Wege auf die Bühne, hgg. von Juliane Vogel, Christopher Wild, Berlin:theater der zeit, 2014, 180-188.
  • „Suspendierung des Auftritts“, in: Auftreten. Wege auf die Bühne, hgg. von Juliane Vogel, Christopher Wild, Berlin: theater der zeit, 2014, 247-273.
  • „Text-Oberfläche: Figur und Grund, der Text und seine Ränder, Glossen, Kommenta­re“, in: Das Wissen der Oberfläche. Episteme des Horizontalen und Strategien der Benachbarung. hgg. von Christina Lechtermann, Stefan Rieger, Berlin: diaphanes, 2015 (ISBN 978-3-03734-747-8), 125-148.
  • „Suspensionen des Auftritts. Lulu – Pollesch“, in: Auftritte. Strategien des In-Erscheinung-Tretens in den Künsten und Medien, hgg. von Annemarie Matzke, Ulf Otto, Jens Roselt, Bielefeld: transcript, 2015, 213-244 [Print-ISBN 978-3-8376-2392-5; PDF-ISBN 978-3-8394-2392-9].
  • “Techniques of Agreement, Diplomacy, Lying” (engl., überarbeitete Übers.), in: Brendan Moran and Carlo Salzani (Hgg.): Towards the Critique of Violence: Walter Benjamin and Giorgio Agamben, London & New York: Bloomsbury Academic (Bloomsbury Studies in Continental Philosophy),  2015, 19-37.
    [http://www.bloomsbury.com/uk/towards-the-critique-of-violence/]
  • „Der Einfall des (vielleicht) „ungeheuersten Witzes““, in Akzente: Witz, hgg. von Monika Rinck, Jo Lendle, München Hanser-Verlag 4/ Dez. 2015, 62. Jg., 57-65 [978-3-446-24961-5].
  • im auftreten /verschwinden – auf dem Schauplatz und anderswo“, in Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung(ZMK): Themenheft „Verschwinden“, Frühjahr 7/1 (2016), 185-200.
  • „Allegorie. ‚Ostentation der Faktur’ und ‚Theorie’. Einleitung“ (zu Sekt. II), in: Allegorie (DFG Internationales Symposium), hgg. von Ulla Haselstein unter Mitarbeit von Friedrich Teja Bach, Bettine Menke, Daniel Selden, Tübingen: De Gruyter, 2016, 113-135. [ISBN: 978-3-11-033366-4]
  • „Wort-Blüten“, in: Isabel Kranz, Alexander Schwan, Eike Wittrock (Hg.), Floriographie: Die Sprachen der Blumen, München: Fink, 2016, 63-92 [ISBN 978-3-7705-5994-7].
  • „Das Martyrium der Zeichen. Evidenzstrategien am stigmatisierten Körper, Regularien und Exzess der Körperzeichen“, in: Vollstes Verständnis. Utopien der Kommunikation, hg. von Claus Pias und Stefan Rieger, Berlin: diaphanes (sequenzia), 2016, 73-88 (ISBN: 9783037346310).
  • „Reyen“, für Gryphius-Handbuch, hg. von Nicola Kaminski, Robert Schütze, Berlin: de Gruyter, (fertiggestellt 2012) Berlin/ Boston: de Gruyter 2016, 692-709 [ISBN 978-3-11-022943-1].
  • „‚Katastrophen‘ der Spektakel – aus den Theater-Maschinen“, auf der Homepage unter dem Reiter „Vorabveröffentlichungen“ eingestellt https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/literaturwissenschaft/professuren/allgemeine-und-vergleichende-literaturwissenschaft/lehrende/prof-dr-bettine-menke
  • „Goldauflösungen – zum Windei des Wortspiels“, in: Ute Holl, Claus Pias, Burkhardt Wolf (Hg.): Gespenster des Wissens, Zürich-Berlin 2017, 247-251. [ISBN: 978-3-0358-0065-4]
  • Bettine Menkeová: “Ve vystupování (a mizezení) – na jevišti a mimo něj” (tschechische Fassung von „im auftreten (verschwinden) – auf dem Schauplatz und anderswo“), in Katerina Krtilova, Katerina Svatonova (Hgg.): Mizení. Fenomény, meiální praktiky a techniky na prahu zjeného, Prag:  Karolinum 2017, 125-151.
  • „‚Grund’ und ‚parerga’. Der Chor“, in: Forum Modernes Theater Heft 1/ 2013 Bd. 28: kollektiv auftreten, hgg. von Evelyn Annuss, (double blind peer review) Tübingen: Narr-Verlag 2017, 11-24.
  • „Was das Theater möglich macht: Theater-Maschinen“, in Archäologie der Spezialeffekte, hgg. von Nata­scha Adamowsky, Nicola Gess u.a., München (Fink: eikones), (Dez. 2017) 2018 [ISBN 978-3-7705-6266-4], 113-144.
  • „Spectacles of ‘Catastrophe’, made by Theatrical Machines – and their destruction“, in: Catastrophe & Spectacle. Variations of a Conceptual Relation from the 17th to the 21st Century, hgg. von Jörg Dünne, Gesine Hindemith, Judith Kasper, Berlin: Neofelis Verlag 2018 [ISBN: 978-3-95808-122-2], 26-39.
  • Zus. mit Juliane Vogel: „Das Theater als transitorischer Raum. Einleitende Bemerkungen zum Verhältnis von Flucht und Szene“, in: Flucht und Szene. Perspektiven und Formen eines Theaters der Fliehenden, hgg. von B. Menke, J. Vogel, Berlin (Mai) 2018 (peer reviewed), [ISBN 978-3-95749-119-0] 7-23.
  • „Agon und Theater. Fluchtwege: die Sch(n)eidung und die Szene, … zu und nach den aitiologischen Fiktionen F.C. Rangs und W. Benjamins“, in Flucht und Szene. Perspektiven und Formen eines Theaters der Fliehenden, hgg. von B. Menke, J. Vogel, Berlin (Mai) 2018 (peer reviewed) [ISBN 978-3-95749-119-0], 203-241.
  • „Negative Beispiele Geben. Eine Lektüre von Kleists „Allerneuester Erziehungsplan“, in: Negativität. Kunst – Recht – Politik, hg. von Thomas Khurana, Dirk Quadflieg, Francesca Rai­mondi, Juliane Rebentisch, Dirk Setton, Berlin: Suhrkamp stw 2267, 2018 [ISBN 978-3-518-29867-1]. 132-146.
  • „Kafkas Zerstreuungen“ in: Franz Kafka im interkulturellen Kontext , hgg. von Stefan Höhne/ Manfred Weinberg, Weimar & Köln: Böhlau 2019, 229-262.
  • „Torheiten“, in: Universalenzyklopädie der menschlichen Klugheit, hgg. von Markus Krajewski, Harun Maye, Berlin: Kulturverlag Kadmos 2020 (erschien Dez. 2019), 248-250 [ISBN 978-3-86599-449-3].
  • „Buchstaben-Alchimie oder der Witz der buchstäblichen Spiele. Kombinationen und Effekte“, in JJPG Jg. 54 (2019), hg. von Ralf Simon (Alchemie und magia naturalis), 57-81.
  • „Gesture and Citability: Theater as Critical Praxis“, Beate Söntgen et al. (Hg.), Critical Stances. The Sta­kes of Form, Berlin: Diaphanes (Juli) 2020, 261-295 [als deutsche Fass. „Geste und Zi­tier­bar­keit, der Anhalt der Kritik und Theater als kritische Praxis“, auf der Homepage unter dem Reiter „Vorabveröffentlichungen“ eingestellt https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/literaturwissenschaft/professuren/allgemeine-und-vergleichende-literaturwissenschaft/lehrende/prof-dr-bettine-menke ].
  • “Writing-out: Gathered up at a Venture from All Four Corners of the Earth. Jean Paul’s Techniques and Ope­ra­tions (on Excerpts)”, in: Jörg Dünne, Kathrin Fehringer, Kristina Kuhn, Wolf­gang Struck (ed.), Cultural Techniques: Assembling Spaces, Texts & Collectives, de Gruyter, (August) 2020, 219-241 [als deutsche Fass. „Aus-Schreiben – aus allen vier Enden der Welt auf gut Glück zusammengetrieben. Jean Pauls Techniken und Operationen (über Exzerpte)“, auf der Homepage unter dem Reiter „Vorabveröffentlichungen“ eingestellt https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/literaturwissenschaft/professuren/allgemeine-und-vergleichende-literaturwissenschaft/lehrende/prof-dr-bettine-menke ]
  • trompe l’œil: Mosaik und Auskehricht“, in: Exzessive Mimesis. Trompe l’œil und andere Überschreitungen der ästhetischen Grenze, hgg. von Helga Lutz und Bernhard Siegert, München: edition metzel 2020, 29-38.
  • „Babel-Babbeln“, in wespennest. Zeitschrift für brauchbare Texte und Bilder. Nr. 179: Viele Sprachen – eine Sprache?  Wien, Nov. 2020 [ISBN 978-3-85458-179-6], 73-76.
  • „Heinrich von Kleist‘s „Anekdote aus dem letzten Kriege“: w-hole, the joke an anecdote (nearly) made“, in: Exemplary Singularity: Faultlines of the Anecdotal (engl.), hgg. von Mary-Ann Snyder-Körber mit James Dorson, Florian Sedlmeier, Birte Wege, De Gruyter: Anglia, 2020 (Jan. 2021) [ISBN 978-3-11-062953-8], 85-109.

Im Druck:

  • „‘Para una crítica de la violencia’: Técnicas del acuerdo, diplomacia, mentira”, in: Horst Nitschack, Miguel Vatter (Hg.): Esperanza, pero no para nosotros. Capitalismo, técnica y estética en W. Benjamin, Santiago de Chile: LOM ediciónes (im Druck) 2019, 84-103.
  • Die Rechts-Ausnahme des Flüchtlings, die Symptome der Menschenrechte, in: Sigrid Köhler, Matthias Schaffrick (Hg.), Wie kommen die Rechte des Menschen in die Welt?, erscheint bei Winter: Heidelberg, 2019
    [in: Reihe Siegen „Beiträge zur Literatur-, Sprach- und Medien­wis­sen­schaft“](Druck in Vorbereitung) [vorab seit April 2019 auf der Homepage unter dem Reiter „Vorabveröffentlichungen“ eingestellt https://www.uni-erfurt.de/philosophische-fakultaet/seminare-professuren/literaturwissenschaft/professuren/allgemeine-und-vergleichende-literaturwissenschaft/lehrende/prof-dr-bettine-menke ].
  • „Theater as Critical Praxis. Citability and Critique“, in: Poetique Critique, eds. Michael Chaouli and others, De Gruyter (Serie: World Literatures), 2020 (Druck in Vorb.).

In Vorbereitung:

  • Monographie: Einfall, Zufall. Die Gabe des Witzes (Arbeitstitel), Fink Verl. 2020/21.
  • Herausgabe zus. mit Prof. Dr. Wolfgang Struck: Theater/Maschinen (basierend auf: Tagung in Gotha 4.-6. Juli 2019), im transcript Verlag Bielefeld, 2020.
  • Vorträge: „hidden, besides, behind (Willie emerging)“ für die Tagung Nebenfiguren, org. von Prof. Dr. Stefanie Diekmann, Stiftung Universität Hildesheim und Universität zu Köln, 14.-16. Januar 2021/ verschoben auf Herbst 2021 (u.U. online).

Beiträge:

  • „Figuration (und Gegenwart) in Suspendierung. Ankommen und Vorübergehen (auf dem Theater)“, Beitr. für: Figurationen der ‚Gegenwart‘ (GK Bonn), 31. Sept. 2020.
  • [Maschinerie und Melodramatisches in Tiecks „Der gestiefelte Kater“], für Theater/Maschinen, hgg. von Bettine Menke und Wolfgang Struck,  im transcript Verlag Bielefeld, 2020/21.
  • [Das Chorische der Komödie und der Komischen Figur], Beitrag für Chor, Kollektive, Gender , hgg. von Evelyn Annuss.

Rezensionen für Fragmente, Arbitrium, Jahrbuch Rhetorik, Frankfurter Rundschau.

Wissenschaftliche Mit-Editorin der Zeitschrift Springer. Hefte für Gegenwartskunst (Wien).

Publikationen als pdf

Publikationen als pdf

 

Vorabveröffentlichungen

Vorträge

Vorträge

In Vorbereitung:

  • „hidden, besides, behind (Willie emerging)“ für die Tagung Nebenfiguren, org. von Prof. Dr. Stefanie Diekmann, Stiftung Universität Hildesheim und Universität zu Köln, 14.-16. Januar 2021 (u.U. online).

Eine Auswahl der letzten 10 Jahre:

  •  „Figuration (und Gegenwart) in Suspendierung. Ankommen und Vorbübergehen (auf dem Theater)“, Vortr. für: Figurationen der ‚Gegenwart‘, 5.-7.2. 2020, Tagung des GK, an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
  • [Chor-Funktion, Komödie], Vortr. für Workshop: Chor, Kollektive, Gender , Wien (org. von Prof. Evelyn Annuss, 10.-12. Jan. 2020.
  • „Diesseits der Repräsentation, der ‚Flüchtling‘, die Zukünftigen“, Vortrag für Grenzen der Reprä­sen­tation (anl. von Marthaler: „Letzte Tage“), Ruhr-Triennale: Bochum 18.-20. Juli 2019.
  • „Gesture and Citability: Theater as Critical Praxis“, Vortrag Poetic Critique, Berlin 27.-29. Juni 2019 org. von Prof. Dr. M. Chaouli (Einstein Fellow), Friedrich Schlegel School FU (at Indiana Univ. Gateway).
  • Podiumsdiskussion (zus. mit Francesca Raimondi): Was heißt es, dass der ‚Flüchtling‘ die (einzig mögliche) Kategorie einer ‚künftigen politischen Gemeinschaft‘ ist? (Agamben/ Arendt), 3. Juni 2019, ICI Berlin.
  • Workshop und Podiumsdiskussion zu Flucht und Szene (org. mit Juliane Vogel, Eva Geulen, mit Susanne Gödde, Matthias Warstat), 28. Februar 2019, ZFL Berlin.
  • (Witz und Exempel) Präsentation und Diskussion Germ. Univ. Münster, 23. Jan. 2019.
  • [Flüchtlinge, ohne Erscheinungsraum] Beitrag zum Workshop: Auftritt und Erscheinungsraum (zu Hannah Arendt), Konstanz 28.-29. Juni 2018.
  • [Kritik und Geste: Benjamin/Brecht (engl.)]: für Kritische Haltungen, Lüneburg, 21-23. Juni 2018.
  • Kleists Anekdoten und ihr Witz, Vortrag auf der Tagung Exemplary Singularity: Fault Lines of the Anecdotal/Ex­em­plarische Singularität: Bruchlinien des Anekdotischen , FU Berlin JFKennedy Institut, 1-3. Februar 2018.
  • „Kombinationen und Effekte. Der Witz der Buchstaben“. Vortrag zum Jean-Paul-Workshop: Alchemie und magia naturalis, Basel (Pharmaziehistorisches Museum), 27. Januar 2018.
  • [Sprachkonfusionen in der Sprache. Übersetzungen und die Fremdheit der Sprache, die ich spreche], Vortrag in Wien IFK/ aka, 24. Januar 2018.
  • [Exzerpte, Enzyklopädien, Vielhändigkeit und Verstellbarkeiten], Vortrag für Tagung zur Kulturtechnikforschung, Univ. Erf. 30. Nov.- 2. Dez. 2017
  • die rechts-Ausnahme des Flüchtlings, der Nicht-Ort der Menschenrechte (Arendt, Aischylos, Jelinek), Tagung der Univ. Siegen und Münster: Wie kommen die Menschenrechte in die Welt?, 29./ 30. Juni 2017, Siegen: Unteres Schloß.
  • [Kafkas Zerstreuungen (Babel - Prag – Babel)] Arb.titel, Vortrag für Franz Kafka im interkulturellen Kontext Tagung 1.–3.12.2016, Prag (org. von KURT KROLOP FORSCHUNGSSTELLE FÜR DEUTSCH-BöHMISCHE LITERATUR AN DER PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT DER KARLS-UNIVERSITÄT PRAG)
  • „Fluchtwege, Skene, Transiträume“, Vortr. für Tragedy Now, 14. /15. Okt. 2016 Hamburg (Warburg­haus, Kampnagel).
  • „Agon und Theater. Fluchtwege: die Sch(n)eidung und die Szene, … zu und nach den aitiologischen Fiktionen F.C. Rangs und W. Benjamins“, für: Flucht und Szene, Tagung organisiert von Juliane Vogel und Bettine Menke, Konstanz (Werkstatt des Stadttheaters) 7.-9. Juli 2016.
  • „Spektakel – Zeiten des Theaters: aus der Maschine“, Vortr. für: Zeitökonomien des populären Theaters im 19. Jahrhundert , org. HU Berlin 7.-9. April 2016.
  • „Was das Spektakel möglich macht: Theater-Maschinen“, Vortrag für Archäologie der Spezialeffekte, Basel (eikones), 27. - 29. Januar 2016. 
  • “Appearing and Exiting, Stage and Offstage”, Vortrag für „Dis/Appearing“, Jahrestagung des IKKM, 27.-29. Mai 2015, Prag.
  • „Enabling the Spectacle. Ghosts rising from machines“, für Spectacular Catastrophies, Catastrophic Spectacles (Closing Conference of the DFG-Project „The Catastrophic Feerie“, Universität Erfurt), 4.-7. März 2015.
  • „Figuration der Stimme, Spur, Szene“, Vortrag für Tonspur, 20./21. Nov. 2014, IFK Wien.
  • Einführung zur  2. Sektion des Internationalen literaturwissenschaftlichen DFG-Symposion „Allegorie“, Villa Vigoni Mai 2014.
  • [Das Papier:] Figur und Grund, Text und Randzonen, für: Das Wissen der Oberfläche. Episteme des Horizontalen und Strategien der Benachbarung. Ruhr-Universität Bochum, 11.-13. Dezember 2013.
  • Blanko Check – weißes Blatt, für das Panel „Papierkram“, der Abschlußtagung Mediorama des DFG-GK „Mediale Historiographie“, Weimar 5.-7. Dezember 2013.
  • [Potentialität] Blanco cheque, Joker, weißes Blatt, für „Carte Blanche“, 24./ 25. 10. 2013, Univ. Bonn.
  • [Blumen wie Worte], Beitrag zur Tagung: »And there is Pancies, that’s for thoughts«. Ordnungen des Floralen in Ästhetik, Rhetorik und Botanik, 26. –28. 9. 2013 in Erfurt/ als „Wort-Blüten. Zur Rhetorik der Blumensprache“, Gastvortrag an der Universität Münster (Germanistisches Institut), 21. Januar 2015; „Wort-Blüten“, Gastvortrag an der Universität Zürich 3. Dez. 2015.
  • [Ovids Echos], Vortrag auf der Tagung Die Praxis der/des Echo, wissenschaftlich-künstlerisches Symposium, 7.-9. Februar 2013, des Institut für Theaterwissenschaft Leipzig.
  • “Suspendierung des Auftritts? von Lulu (Pabst) bis JFK (Pollesch)“, 18. 10. 2012, Theaterwissenschaftliches Institut Wien; sowie 22. 7. 20013, Vortrag auf dem Projektseminar des Exzellenzstudienganges Aisthesis (Obermarchtal)..
  • „Die Zufälle der Sprache. Der Wortwitz - Unentscheidbarkeit von Spiel oder Ernst“ (anhand von Gracián und Jean Paul). Vortrag für die Tagung Spiel und Ernst. Formen – Poetiken – Zuschreibungen, Erlangen 12. – 14.10. 2012.
  • „Aura, Medium, and Object“ (Vortrag), CIHA, Weltkongreß der Kunstgeschichte, Nürnberg 15. Juli  – 21. Juli 2012.
  • „Über den Tod und die Texte“, am Beispiel Kleists, für: workshop Todesarten, Int. Konf. LMU München, 24. Mai  – 26. Mai 2012.
  • „Der Text und seine Randzonen“, für die Tagung: Instituieren. Zum Gedenken an Cornelia Vismann, 17.5. -19.5. 2012, Bauhaus Univ. Weimar.
  • „Aura, Medium und Objekt“. Vortrag für: Aura und Experiment. Wissenschaftsgeschichte mit Walter Ben­jamin, 8. März – 11. März, ICI Berlin.
  • „Dramaturgie der Intrige“, Vortrag für: Tagung „Nachleben des Trauerspiels“, Berlin (ZfL), 23. Februar, – 26. Februar 2012.
  • „Suspendierung des Auftritts? von Lulu (Pabst) bis JFK (Pollesch)“, Vortrag zur Tagung Poetik des Auftritts, Internationale Tagung, 19.-21. Januar 2012, Berlin (ICI), sowie Vortrag zur Tagung  Auftritte in Raum und Zeit, Uni Hildesheim, 19. April – 21. April 2012.
  • „Kafka’s Labyrinth’s“, talk at Yale University, 1. 11. 2011/ „Kafkas Labyrinthe“, Vortrag an Johns Hopkins University, Baltimore, 31. 10. 2011.
  • [Kritzel, Ver-Zeichnungen], Tagung FU-Berlin 9.-11. Mai 2011.
  • „Kafkas Labyrinthe“, Vortrag auf der Intern. Tagung „Research Avenues into Franz Kafka’s Das Schloss/ The Castle“, 17. – 19. März 2011 HU Berlin.
  • „Körperzeichen, sakrale Inskriptionen und Allegorien“, Vortrag am IKKM (Weimar) 19.1. 2011.
  • Das Martyrium der Zeichen. Evidenzstrategien am stigmatisierten Körper. Vortrag auf der Tagung Vollstes Verständnis, Bochum 20.-22. 12. 2010.
  • Grenzen der Darstellung. Entsetzen, Vortrag für das Symposion: Heinrich von Kleist „Das Kätchen von Heilbronn“ und „Penthesilea“, 21. Nov. 2010, Schauspielhaus Hamburg.
  • Ex-Zitationen: Stimmen/ Gemurmel; Vortrag am 5. 11. 2010 für: Zitat. Kreativität des Findens, Univ. zu Köln, 4./5. 11.
  • ”Para una crítica de la violencia“: Técnicas del acuerdo, diplomacia, mentira.; Plenarvortrag zur Internationalen Benjamin Tagung (Walter Benjamin: convergencias entre estética y teología política) 25. Oct. 2010, Santiago de Chile; u. 30. Oct. 2010 in Buenos Aires.
  • Lecture zu G. Pabst “Lulu”, workshop im Studiengang Gender studies der Universidad de Chile, Santiago de Chile, 5. Oct. 2010.
  • Lulu: backstage, Beitrag zum workshop: on/off, Konstanz 6.-8.Mai 2010.
  • „Der Souverän, die Gewalt und die Theatralität“, Vortrag für: Gewalt und Theatralität, Tagung der Univ. und des Schauspielhauses Düsseldorf, 16. April 2010.
  • Wort-Spiel/ Unterhaltung – Poesie, für: Unterhaltung – workshop 11./12. Februar 2010 Univ. Bonn. „Die Allegorie der Auferstehung“, Vortrag auf der Tagung „Medien der Auferstehung“ (Gießen: Institut für angewandte Theaterwissenschaft) Nov. 2009.
  • „Auslassungszeichen, Operatoren der Spatialisierung: Auslassungspunkte – Gedankenstrich. anhand von Jean Paul u.a.“, für Schriftbilder workshop 29./30. Januar 2010 FU Berlin.
  • „Grenzüberschreitungen: Exterritorialität der Pole, eine andere Welt, Vortrag auf der Tagung: Reiseliteratur - Nachschriften. (org. von H.J. Bay, W. Struck), Erfurt Nov. 2009.
  • [Entzüge der Sichtbarkeit – Auftritte. Kleists Penthesilea]. Beitrag auf dem workshop Auftrittsformen I: Auftreten und Erzählen, 7.-9. Mai 2009, Universität Konstanz.
  • Lesen Lesen. ‚Faltungen der Theorie’: Witz-Wissen, auf der Internationalen Tagung „Theorie/Theorie“ am IVC Dubrovnik, 26.-29. März 2009, org. von O. Jahraus, J. Hörisch u.a.. 
  • „Stimmen/ Gemurmel. Marthalers Murx den Europäer, ...“ 10. März 2009, Vortrag auf der Tagung: Stimmen. Wissenschaftliche Tagung des Zentrums für Moderneforschung (Universität zu Köln) und des Deutschen Literaturinstituts Leipzig (Universität Leipzig) Leipzig 10.-12. März 2009. 
  • „Souverän, Tyrann, Martyrer und Intriganten: Metatheatrale Figuren“, Vortrag am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Universität Gießen, 10. Februar 2009. 
  • Multivocität – zu Marthalers Murx den Europäer, ... , workshop: Kollektive Auftrittsformen, Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, 5. Februar 2009. 
  • „Zitieren“- Präsentation und Vorlage Probe-Artikel für Poetik literarischer Praktiken (workshop Univ. Hildesheim, 16./17. Jan. 2009. 
  • „Echo und Echos“. Zu Ovids Metamorphosen. Ringvorlesung der Univ. Basel, 17. Nov. 2008. 
  • „Sumpf und Mauer“, für die Konferenz „ZUM BEISPIEL“ des Grad.Koll: Lebens-Formen, Potsdam, Frankfurt/ Oder, 24. /25. Okt. 2008. 
  • „ZUR EINLEITUNG: STEKEN-PFERDE ZUM DEUTSCHEN SHAKESPEARE“, Vortrag auf der Tagung: Wieland/ Übersetzungen. Erfurt u. Oßmannstedt 26.- 28. Juni 2008. 
  • „Stimmen/ Gemurmel“, Tagung: „Pfropfen. Impfen. Transplantieren“, Romainmotier CH, 9.-12.8. 2007. 
  • „Medialität der Techniken“, auf der Abschlußkonferenz des Grad. Kollegs „Codierung von Gewalt“ 26.–27. 4. 2007, im Grünen Salon der Volksbühne Berlin. 
  • „Einfälle aus Exzerpten, buchstäbliche Inventionen“. Vortrag an der LMU München, 2. Februar 2007. 
  • “The Utility of Schiller’s Chorus…”. Vortrag an Johns Hopkins Univ. Baltimore, Oct. 13th. 2006; und Vortrag an North Western Univ. Evanston Chicago Dec. 10th. 2006. 
  • Echoes: the Evanescent Presence of Sound in Walter Benjamin’s Texts, Vortrag für “Eye Or Ear: Walter Benjamin On Optical And Acoustical Media.” conference at UCSB, Dec. 1st 2006, u. Vortrag an UCI, Nov. 28th. 2006. 
  • „... beim babylonischen Turmbau. Kafkas Fremdheit“, 1.9. 2006 an der Yonsein University Seoul (Korea) 
  • „Rhetorik der Echo“ Plenarvortrag (31. 8.) auf Internationale Jahrestagung: Kulturwissenschaftliche Germanistik in Asien. Seoul National University, Korea, 28. 8. – 31. 8. 2006. 
  • „Kafkas Schweigen der Sirenen“ am 26. 8. 2006 vor der Koreanischen Kafka Gesellschaft Hanyang University Seoul (Korea). 
  • „– Gedankenstriche –“, Beitrag zum Workshop: Am Rande bemerkt, Univ. Erfurt 28.6. – 30.6. 2006. 
  • „Stimme-Geben“, Vortrag für „Gabe, Tausch, Verwandlung: Clemens Brentanos Poesien der Zirkulation“, Tagung, 20.-22. 4. 2006, org. von R. Simon, U. Landfester, an der Univ. Basel. 
  • “holes and excesses. On the joke in Kleist’s „Anecdote of the last War“”. Vortrag at Yale Univ., German Department, Comparative Literature, 17. 2. 06. 
  • Ein-Fälle aus „Exzerpten“, Vorträge in verscheidener Fass. auf den Tagungen „Rhetorik als kulturelle Praxis“ (org. v. Lachmann, Nicolosi, Strätling), Berlin 10. –12. Nov. 2005; „Rhetorik der Übertragung“, Universität Zürich, 24.-26. Nov. 2005. 
  • „Wozu Schiller den Chor gebraucht ...“ Vortrag für Many Happy Returns. Schiller – Feier, 5.-7. Oktober 2005, Haus Dacheröden, Erfurt. 
  • „Das Gestöber des Realen und die Fetische der Realität“. (Zu Stifter), Vortrag für „Literarischer Realismus in Europa und der Absolutismus der Wirklichkeit“, org. von B. Vinken, A. Koschorke, Venice International University, San Servolo, 18. – 20. September 2005. 
  • „Exzeß der Performanz – Interventionen der/ in die Schrift. Kleists Witz der Lettern und der Löcher.“ Vorträge verschiedener Versionen: 6. 6. 2005, Humboldt-Universität zu Berlin (GK „Codierung der Gewalt“); Grad. Koll. „Die Figur des Dritten“ Universität Konstanz Nov. 2004; Bauhausuniversität Weimar, Nachwuchswissenschaftlergruppe: „Leben Schreiben“, 18. Mai 2004. 
  • „‚Gelehrtenleben’ und ‚wissenschaftliche Praxis’ des Jean Paul“, für: „Wissenschaftliche Praxis und Gelehrtenleben – in Selbstzeugnissen“ (Tagung 29./ 30. Okt. 2004, Erfurt).

Aktuelle Tagungen

Theater-Maschinen/ Maschinen-Theater

Poster Theatermaschinen

Forschungsbibliothek  Gotha

4.7. 2019  – 6.7.2019 

Das Gothaer Hoftheater wird im ausgehenden 18. Jahrhundert zum Schauplatz eines ungewöhnlichen theaterhistorischen Experiments. Mit dem Engagement der nach dem Weimarer Schloß- und Theater­brand 1774 heimatlos gewordenen Seylerschen Schauspieltruppe treffen hier Schauspielerinnen und Schau­spieler, die an den Theaterreformen der Aufklärung geschult sind, auf eine Bühne, die über eine – trotz mehrerer Umbauten nicht grundlegend veränderte – barocke Theatermaschine verfügt. Dieses Zu­sammentreffen möchten wir zum Ausgangspunkt nehmen, um über das Verhältnis von Theater und (auch, aber nicht nur maschineninduziertem) Spektakel nachzudenken.

An der Tagung nehmen teil: Evelyn Annuss (FU Berlin/ Univ. Wien), Raphaël Bortolotti (Hochschule der Künste Bern), Jörg Dünne (HU Berlin), Ulrike Hass (JWG Univ. Frankfurt), Nicola Kaminski (RUB), Annette Kappeler (Univ. Basel), Sebastian Kirsch (NYU USA), Gertrud Koch (FU Berlin), Adrian Kuhl (JWG Univ. Frankfurt), Jan Lazardzig (FU Berlin), Bettine Menke (Univ. Erfurt), Ethel Matala de Mazza (HU Berlin), Dirk Niefanger (Univ. Erlangen), Armin Schäfer (RUB), Marion Schmaus (Univ. Marburg), Dörte Schmidt (UdK Berlin), Julia Schmidt-Funke (Forschungs- und Sammlungsverbund Gotha), Wolfgang Struck (Univ. Erfurt), Viktoria Tkaczyk (HU Berlin/MPIWG)

Themen:

Maschinen-Theater, Machinationen: Maschinen an Gothas Hoftheater: Imitation, Verwaltung, Koope­ration * Der barocke Hamlet in Gotha * „Horazens Geist“. Zu Kaspar Stielers „Bellemperie (1680) * Bühnenbilder und -maschinen im 18. Jahrhundert (Ein kleines Theater in Feltre) * Die technische Seite des Theaters: Zum Stellenwert der mechané im Theater über den Spektakelzeitraum des 17./18. Jahrhunderts hinaus * Was ist maschinisch am Maschi­nen­theater? Zum Verhältnis zwischen Theater-Maschine und Theater-Ap­parat. Melo­dram/ Mischformen: Theatralische Wirkungen in Gotters Singspielen * Funktion der Musik für den Einsatz von Maschinen * Märchenoper/-singspiel * Melodram des 19. Jahrhun­derts. Transformationen: Wissen, Technik, Spektakel: Theatralität von Sammlungen und Experimenten * Von barocken Theatermaschinen zu den Maschinendiskursen der Aufklärung (Schillers Polizei-Fragment) * Zur Vertikalität des Wunderbaren. „La Mouche d’or“ * Theater-Maschinen-Kino.

Programm

Zum ausführlichen Tagungsexposé

Bilder

Flucht und Szene. Elemente eines Theaters der Fliehenden

Plakat Flucht und Szene

Tagung 07.07. – 09.07.2016

Stadttheater Konstanz, Werkstatt, Inselgasse 2-6

Bettine Menke, Juliane Vogel

Beginn Donnerstag, 07.07.2016, 14:00 Uhr

14:00 Uhr – Eröffnung

1. Flucht und Szene in der antiken Tragödie und im Ausgang von dieser

14:30 Uhr –  Susanne Gödde: Asyl als Übergang: Transiträume in der griechischen Tragödie

15:30 Uhr – Winfried Schmitz: Die Schutzflehenden des Aischylos und das Asyl im klassischen Athen

16:30 Uhr – Kaffeepause

17:00 Uhr – Rüdiger Campe: Flucht und Fuersprache in Aischylos‘ Eumeniden

18:00 Uhr – Pause

18:30 Uhr – Abendvortrag : Hans-Thies Lehmann: "Entscheiden für das Asyl". Affekt und Denken in Aischylos' "Schutzflehenden" und Jelineks "Schutzbefohlenen"

20:00 Uhr – Abendessen

Freitag, 08.07.2016

09:30 Uhr – Christopher Wild: Davonkommen: Aus Troja und anderswo

10:30 Uhr – Kaffepause

2. Transformationen von Flucht und Szene

11:00 Uhr – Christina Wald: “Traitorous innovator“: Shakespeares Coriolanus als Tragödie der Verbannung und Rückkehr

12:00 Uhr – Katrin Truestedt: Speak not you for him: Stellvertretung auf der Theater-Insel der Gestrandeten.

13:00 bis 14:30 Uhr – Mittagspause

14:30 Uhr – Bettine Menke: Agon und Theater. Fluchtwege: die Sch(n)eidung und die Szene.
 (zu und nach den aitiologischen Fiktionen F.C. Rangs und W, Benjamin)

15:30 Uhr – Nikolaus Müller-Schoell: Fluchtpunkt Theater. Theaterflucht. (Zu Brecht)

16:30 Uhr – Kaffeepause

3. Zwischenräumlichkeit

17:00 Uhr – Ulrike Haß:  Flüchtige Konfigurationen

18:00 Uhr – Jörn Etzold: Bühne und Lager

20:00 Uhr – Abendessen

Samstag, 09.07.2016

4. Fluchtauftritt

10:00 Uhr – Martin Schäfer, Ewelina Benbenek: Flucht und die Hamburger Bühnen nach 2013

11:00 Uhr – Evelyn Annuss: Panorama und Banopticon

12:00 Uhr – Abschluss

ca. 13:00 Uhr – Ende der Tagung

Mediorama - Attraktionen Medialer Historiographie

Mediorama Programm

Abschlusstagung des Graduiertenkolleg "Mediale Historiographien" vom 5. - 7.12.2013 in Weimar (Mon Ami - Goetheplatz 11, 99423 Weimar)

Informationen zu dieser Tagung finden Sie auf der tagungseigenen Homepage.

Tagungen/ Drittmittel

Tagungen und Workshops (Planung & Organisation):

Leitung der 2. Sektion des Internationalen literaturwissenschaftlichen DFG-Symposion „Allegorie“, 19.-23 Mai 2014 in der Villa Vigoni (It.).

Panel: „theories of media“ (zus. mit D. Schöttker) der Biennial Conference der International Walter Benjamin Society: Schrift. Writing and Image-Chracter in the Work of Walter Benjamin, Princeton 2.-5. Nov. 2011.

Das Melodram: ein Medienbastard, Tagung, org. mit A. Schäfer, 2-4. Juni 2011 (in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenkolleg „Mediale Historiographie“)

„Experimentalanordnungen der Bildung“, Erfurt 23.-25. Juni 2011 (in Zus.Arb. mit Forum: Texte. Zeichen. Medien) (gefördert durch VW-Stiftung).

Panel: „Synkretismus“ der Internationalen Tagung Wissen von Religion, Erfurt 23.-25. Sept. 2010.

Panel: „Buchstabentreue“ für die Internationale Tagung der W. Benjamin Association: „Walter Benjamins ‚Treue’ – true to Benjamin“, 14. -17. Sept. 2009, Antwerpen.

Wieland/ Übersetzungen. Org. zus. mit W. Struck, Erfurt u. Oßmannstedt 26.- 28. Juni 2008, gefördert durch DFG).

Panels 9. Akustische Figuren: Stimmen und Geräusche / Acoustical Figures: Voices and Noises (zus. mit U. Wirth, ZFL), NOW. Internationales Benjamin-Festival , Berlin 17. – 21. Okt. 2006.

Tragödie. Trauerspiel. Spektakel, Tagung am 16./17. Dez. 2005 im Roten Salon der Volksbühne (Berlin) (in Zusam¬men¬arbeit des GK „Mediale Historiographien“ und SFB „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ (Berlin).

Witz, Rhetorik und Performanz, (Workshop) Erfurt Nov. 2004.

X. Literatur und Philosophie, Org. zus. mit E. Horn, 17. / 18. Juli 2003, (in Zusammenarbeit mit dem GK: Repräsentation, Rhetorik. Wissen (Frankfurt/O), Berlin: Literaturhaus Fasanenstraße.

Evidenz als Verfahren, DFG-Rundgespräch in Erfurt, 23.-25. 5. 2002.

Die Bühne der Kastraten in Zusammenarbeit mit G. Brandstetter (Basel), Erfurt 14.-16. Dez. 2001.

Manier, Manieren, Manierismen. Org. zus. mit E. Greber (München) in Konstanz 9./10. Nov. 2001 (in Zusammenarbeit mit SFB Literarische Anthropologie, Konstanz).

Stigma. Körperinschriften, Internationale Tagung, konzipiert u. geplant mit B. Vinken, Warburg-Haus Hamburg 6.-8. 12. 2000. 

Kritik der Gewalt - Homo sacer. Workshop Erfurt 16./17. 11. 2000 in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenkolleg Frankfurt (Oder) u. Poetic’s Institute New York (NYU).

Drittmittel:

DFG-Förderung für:

(Mit-Organisatorin) des Internationalen literaturwissenschaftlichen DFG-Symposion "Allegorie" (U. Haselstein, mit T. Bach, B. Menke, D. Selden), 19.-23. Mai 2014, Villa Vigoni; mit Publikation im de Gruyter Verlag.

CFP (Englisch)       CFP (Deutsch)

Graduiertenkolleg „Mediale Historiographien“ in Zusammenarbeit der Universitäten Weimar, Erfurt und Jena (Stellvertretende Sprecherin des Kollegs), laufend seit 1. Januar 2005, verlängert bis 31. Dez. 2013.

Wieland/ Übersetzungen. Internationale Tagung org. zusammen mit W. Struck, Erfurt u. Oßmannstedt 26.- 28. Juni 2008.

Evidenz als Verfahren, DFG-Rundgespräch in Erfurt, 23.-25. 5. 2002.

Das Melodram: ein Medienbastard, Tagung, 2-4. Juni 2011 (Tagung des Graduiertenkollegs „Mediale Historiographie“)

Tragödie. Trauerspiel. Spektakel, Tagung am 16./17. Dez. 2005 im Roten Salon der Volksbühne (Berlin) (Veranstaltung des GK „Mediale Historiographien“ und SFB „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ (Berlin)).

X. Literatur und Philosophie, Org. zus. mit E. Horn, 17. / 18. Juli 2003 (Veranstaltung des GK: Repräsentation, Rhetorik. Wissen (Frankfurt/O)

Stigma. Körperinschriften, Internationale Tagung, konzipiert u. geplant mit B. Vinken, Warburg-Haus Hamburg 6.-8. 12. 2000.

Manier, Manieren, Manierismen. Tagung org. in Zusammenarbeit mit E. Greber (München) in Konstanz 9./10. Nov. 2000 (SFB Literarische Anthropologie, Universität Konstanz, Druck¬ko¬sten¬zu¬schuß für den Tagungsband im G. Narr Verlag, 2003).

 

VW-Stiftung:

„Experimentalanordnungen der Bildung“, Erfurt 23.-25. Juni 2011 (in Zusammenarbeit mit dem Forum: Texte. Zeichen. Medien der Litwiss. der Univ. Erfurt).

 

Förderung des Landes Thüringen (HWP III): Die Bühne der Kastraten in Zusammenarbeit mit G. Brandstetter (Basel), Erfurt 14.-16. Dez. 2001.

[2006/7 beteiligt an der Exzellenzinitiative der Universität Erfurt Graduate School “Religion in Moderni¬za¬tion Pro¬ces¬ses” (Sprecher: Prof. Dr. H. Joas) (in der Endrunde nicht erfolgreich)] 

Proexzellenz-Mittel des Landes Thüringen: 

2008-2012 Graduiertenschule in Modernisierungsprozessen, Sprecherin des Forschungsteam „Übertragungen: Medien und Religion“ (transfers and transmissions. media and religion).

Forschung

Forschungskooperationen

Forschungskooperationen

Zu den aktuellen Forschungsprojekten der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt führen Sie die folgenden Links:

Forum: "Texte. Zeichen. Medien."

Nachwuchskolleg Literaturwissenschaft: "Texte. Zeichen. Medien."

Prosopopoiia

Prosopopoiia. Stimme und Text, Geräusche und Rauschen

Die Frage nach dem Zusammenhang von Text und Stimme meint zuerst eine Ausprägung der 'Stimme' als Figur der Lesbarkeit, die mit der Rhetorik der Prosopopoiia möglich ist. Diese Frage richtet sich rückwärts vor allem an Texte der Romantik, die Textualität in Klanglichkeit zu hintergehen und sich in einer Emphase der Stimme als Echo oder Nachhall zu begründen versuchen.
In diesem reliteralisierten Sinne stellt sich diese Frage dann aber neu im Ausgang von den ganz anderen akustischen Phänomenen, wie den unsituierbaren Klängen, den Geräuschen und dem Rauschen, den Disartikulationen der Stimme, wie sie etwa in Texten Kafkas Platz greifen. Eine Funktion, die ästhetischen Konzepte der Töne und Stimmen (seit 1750) unterscheidend zu profilieren, haben zudem auch (rhetorische, musikwissenschaftliche, akustische u.a.) Schriften des Barock.
Unter dem Titel der Verstimmlichung kann das historisch spezifische Programm der romantischen Texte wie auch ihre inneren Brüche und Blindheiten lesbar gemacht werden. Dafür spielen mythopoetische Figuren wie die Memnon-Statue, Echo und Sirenen eine organisierende Rolle. Darüber hinaus läßt sich im Horizont der romantischen Konzeptionen von Klanglichkeit, der Akustik und des Hörens die Spezifik des Vorgehens von Kafkas Texten als Programm einer Disartikulation der Stimme im Geräusch ausmachen.

Bearbeitungsstand:

Das Projekt wurde mit der im April 2000 in Buchform erschienenen Habilitationsschrift Prosopopoiia. Stimme und Text bei Brentano, Hoffmann, Kleist und Kafka, deren Bearbeitung für den Druck und einigen weiteren Aufsätzen abgeschlossen.
Eine Fortführung erfährt dieses Forschungsprojekt 1. im Bereich "Echo - als Figur", der zu den Projekten "Gedächtnis" und "Rhetorik" gehört (im Druck: "Wie man in den Wald hineinruft ..." Die Echos des Übersetzens, in: "Übersetzen: Walter Benjamin", hg. v. C. Hart-Nibbrig, Ffm.: Suhrkamp (es 2041) 2001, 366-393; "Über die Wiederholung, die die Echos sind", in: Wunsch-Maschine-Wiederholung, Freiburg: Rombach 2001); 2. im Bereich einer Rückkehr der rhetorischen Figur Prosopopoiia auf die Bühne, von der herzustammen ihr nachgesagt wird; dieser Bereich wird im Dissertationsvorhaben von Evelyn Annuß (MA): "Auftrittsformen der weiblichen Stimme im postdramatischen Text. Elfriede Jelineks frühe Theaterstücke" (Teil des Vorhabens: Elfriede Jelineks Theater des Nachlebens) bearbeitet.

Projektmitarbeiterin:

Evelyn Annuß (MA)

Semiologien des Körpers

Semiologien des Körpers

Prof. Dr. Bettine Menke
Dr. Dietmar Schmidt
Dr. des. Julika Funk

Ohne lediglich am gängig gewordenen Körperthema zu partizipieren, soll das Projekt Fragestellungen nachgehen, die historisch spezifische Relationen zwischen Körpern und Zeichenoperationen, Darstellungslogiken und Formen des Wissens zum Gegenstand haben. Im Blick auf stigmatisierte, animalische, fetischisierte bzw. unter dem Bann von Fetischen stehende Körper - denen jeweils Teilprojekte gewidmet sind - wird es darum gehen, nach den Modi zu fragen, in denen Körper zum Schauplatz von Zeichen werden oder auf spezifische Zeichenordnungen bezogen sind. Dabei werden charakteristische Schnittstellen deutlich, die stets einen Plural semiotischer Prozesse zum Vorschein bringen: Schnittstellen zwischen religiösen Modellierungen und säkularen Diskursen, zwischen heterogenen Ordnungen des Wissens und zwischen verschiedenen Kulturen. Diese auf Körper bezogenen Zitationen des Sakralen, epistemologischen Brüche und interkulturellen Kontakte legen Zeichenverfahren und Darstellungsweisen frei, deren Funktionieren und deren Problematik gerade in literarischen Texten aufgegriffen und durchgespielt worden sind.

Teilprojekt: Körperzeichen zwischen religiöser Einschreibung und medizinischer Diagnose

(Prof. Dr. Bettine Menke in Kooperation mit Prof. Dr. Barbara Vinken)

Im Zentrum dieses Projektes steht die darstellungslogische Frage nach Evidenz als semiologischem Unternehmen. Diese Frage wird als die nach der Versicherung von semiotischen Praktiken und der Darstellungen gestellt, und zwar in einer Perspektive der Nachträglichkeit im Ausgang von der neuen Beunruhigung über das mögliche Fehlen der Referenz (im 19. Jahrhundert), die sich zeigt in einem Begehren nach der, in religiösen Phänomenen und Figuren aufgesuchten, Evidenz.
Das Vordringen religiöser Modellierungen im 19. Jahrhundert ist Symptom einer Sucht nach Referenz als Realpräsenz, die sowohl poetische als auch wissenschaftliche Diskurse kennzeichnet. Evidenz wird damit als Versicherung paradoxerweise eben dort gesucht, wo sie Sichtbarwerden des schlechthin Unsichtbaren sein muß. Prägend ist das Modell der Eucharistie als Garantie der Realpräsenz des geopferten Körpers in figura und die Präsenz dieses Körpers in der Imitatio Christi des von den Wundmalen gezeichneten Körpers. Darin sind Mimesis und Theatralität zwei 'Verfahren' der Evidenz: Mimesis an die Passio in den empfangenen Stigmata und mise en scéne des Körpers des Herren. Die Tagung Stigma. Körperzeichen (Hamburg, Dez. 2000) widmete sich dem paradigmatischen Wert, den die geistige Wunde, die sich körperlich realisiert, als Übertragung einer geistigen Liebeserfahrung in ein leibhaftiges Zeichen für die Frage nach der Möglichkeit einer Versicherung des Sinns der Zeichen(ordnung) gewinnt. Die Evidenz des Stigmas ist diejenige der spür- und sichtbaren Niederschrift einer transzendenten und transzendentalen Ordnung. Der Zusammenhang von Geist und Zeichen wird in der Deutung von Körper-Inschriften als geistigen Wunden beglaubigt. Die den religiösen Diskurs durchziehende Ambivalenz zwischen der figuralen und der verbuchstäblichenden Vorstellung von Realpräsenz erreicht im 19. Jahrhundert eine neue Virulenz in der Konkurrenz zwischen theologischem und medizinischem Diskurs. Hier ergeben sich Fragen nach den Modi der Zitationen, der Umschriften und der Performanzen. Die religiösen Modelle der Evidenz (aus Mittelalter und Barock) werden 'verfleischlichend' reinszeniert in charakteristischen Kontaminationen von erotisch-religiösem und medizinisch-naturwissenschaftlichem Diskurs, von Heiliger und Hysterikerin. Die Bühne der Evidenz ist der Körper der Frau. - Er ist Schauplatz der Evidenz; und dies benennt die performative Angewiesenheit des Effektes, der Evidenz heißt, wie -umgekehrt die (Szene der) Bühne zum Ort eines anderen passionierten Körpers wird: der Körper, der nicht regiert, der geopfert, der detailliert wird, der nicht-antike, der zergliederte Körper - im Zeichen der Reliquie (bis zu den Performances von Marina Abramovic). Die Auf-Sprengung der Tragödie im Trauerspiel des 19. Jahrhunderts kann in dieser Perspektive der passionierter Realisierung der christlichen Wundenmetaphorik, die Marter und Passion Christi zitiert, gelesen werden.

Teilprojekt: 'Bioglyphen'. Repräsentationsformen des Animalischen im 19. Jahrhundert

(Dr. Dietmar Schmidt) (Habilitationsprojekt)

Unter der Leitfrage nach dem Verhältnis von Poesie und Wissen untersucht das Projekt historische Umbrüche und Verschiebungen, die sich in spezifischen Relationen zwischen Körpern und Zeichen ereignet haben. Mit den im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert entstehenden Biowissenschaften macht sich - weit über die Bereiche dieser Wissenschaften hinaus - eine Art von Zeichen bemerkbar, die den bis dahin vertrauten Kausalitäten nicht unterworfen scheinen. Mit dem Wissen vom Organismus als eines 'Un-Bedingten' (Schelling), als eines Körpers, der sich selbst zugleich Ursache und Zweck ist (Kant) und der sich, wie Th. Roose formuliert, den im Reich der leblosen Materie gültigen Naturgesetzen entzieht, sind Zeichen ins Spiel gebracht, die sich nicht einem Mechanismus oder einer naturhistorischen Ordnung der physikalischen Welt zuschreiben lassen, sondern die allein als Äußerungen eines Belebten, als Lebenszeichen, denkbar sind.
Die von den Paläontologen des 19. Jahrhunderts in Augenschein genommenen sogenannten Bioglyphen oder Spurensteine sind dafür ein Beispiel. Dabei handelt es sich um versteinerte Formen, die weder von Menschenhand gefertigt noch die Zufallsprodukte einer planlosen Mechanik toter Materie sind, sondern die (als versteinerte Fährten, Exkremente oder Ähnliches) von lebenden Organismen hervorgebracht sein müssen und von diesen Zeugnis ablegen können. Das Beispiel der Bioglyphen, denen ungeachtet ihrer Unscheinbarkeit wie anderen Fossilien eine weitreichende Leitfunktion als Zeitmarke geologischer Schichten zugetraut wird, verdeutlicht zugespitzt die Beschaffenheit der Lebenszeichen, mit denen man es zu tun hat: Es sind Zeichen einer Abwesenheit, die als solche nur in einer doppelten Operation, in einer metonymischen Bewegung auf ein Ganzes hin und in einer evidentiellen Ersetzung von Unbelebtem durch Belebtes (gleichsam einer ursprünglichen Rückverwandlung von Stein in Leben) gegeben sein können. Effekt dieser elementaren Operation ist eine totalisierende Verkörperung, mit der zugleich die Überwindung von Zeichendeutung zugunsten 'unmittelbarer' Wahrnehmung projektiert ist.
Von diesem mit der Bioglyphe sich besonders deutlich verbindenden Verfahren her sollen die im 19. Jahrhundert als Objekte des Wissens ebenso wie als solche der ästhetischen Reflexion vor Augen tretenden organischen Körper problematisiert werden. Unter diesen Bedingungen erhält vor allem das Tier eine privilegierte Funktion: Es kann als "verkörperte Gegenwart" (Schopenhauer) erscheinen. Dabei sind jedoch seine Merkmale, über die sich eine solche Verkörperung vollzieht, einem spezifischen Paradox unterstellt. Die äußerlichen Merkmale des Tiers können nicht, wie dies der taxonomisch verfahrenden Naturgeschichte des 18. Jahrhunderts noch möglich war, als distinkte Kennzeichen aufgefaßt werden, sondern sie zeigen die vielfach determinierte Außenseite komplexer Korrelationen, von denen angenommen wird, daß sie den Organismus als lebende Ganzheit formieren. So wird die Physiognomie des Tiers opak; sie kann den Praktiken von Physiologie und Anatomie keine wesentlichen Anhalte liefern. Gerade dadurch aber erhält die animalische Physiognomie eine verrätselte Signifikanz, in der Poesie und Wissen sich überlagern. Wie letzteres versucht auch die Poesie, über das Äußere der tierischen Gestalt hinauszugelangen, indem sie nämlich am Ideal der Merkmallosigkeit orientiert ist. Entsprechend der von Goethe auf den Organismus bezogenen Formel, daß Schönheit Vollkommenheit plus Freiheit sei, gerät jedes einzelne, besonders bestimmte Detail zu einer Gegebenheit, in der sich gerade nicht das spezifisch Lebendige aussprechen kann, sondern nur ein determinierender Anschluß an physikalische Außenbedingungen deutlich wird, so daß sich das Unbedingte in lebloser Bedingtheit verliert. Auf diese Weise findet die ästhetische Aufmerksamkeit für den tierischen Körper an den in unbelebter Materie hinterlassenen Spuren eines abwesenden Lebens und also an den Bioglyphen ihr Grundmodell.
Anhand von wissenschaftsgeschichtlichem und literarischem Material und insbesondere anhand von Texten einer sich im 19. Jahrhundert im Zwischenbereich von Poesie und Wissen fortsetzenden physiognomischen Tradition (C. G. Carus, S. Schack u. a.) sollen die Beschaffenheit und die Konsequenzen der paradoxen Erfordernis einer Verkörperung in Unbestimmtheit genauer untersucht werden. Gefragt werden soll, welcher Status den Tiergestalten dabei zukommt, und in welcher Relation sie zu den Entwürfen einer Anthropologie stehen, die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert gerade dem Menschen die Stelle eines prinzipiell unbestimmten, unbedingten, nicht von vornherein durch äußere Determinanten geprägten Lebens zuweisen will. Ferner ist zu prüfen, ob sich von hier aus erläutern läßt, warum im 19. Jahrhundert gerade mit spezifischen Kategorien menschlicher Abweichungen (wie etwa der Rasse oder des Geschlechts) hartnäckig Merkmale des Animalischen verbunden sind.

Teilprojekt: Zwischen Magie und Perversion: Fetischismus und Literatur im 19. Jahrhundert

(Dr. des. Julika Funk)

Das Projekt untersucht diejenigen spezifischen semiologischen Operationen, die mit dem Wissensfeld des Fetischismus (zwischen Magie und Perversion) in Frage stehen, in dem sich im 19. Jahrhundert Bedeutungen und Ansprüche aus Ethnologie, Religionswissenschaft, ökonomischer Theorie und später Psychoanalyse überlagern. Nach der Kritik an der rassistischen "Pseudotheorie des Fetischismus" als einem "ungeheuren Mißverständnis zwischen zwei Zivilisationen" steht das Projekt dieser anthropologie-historischen Hypothek eingedenk im Kontext einer Revision der Kulturgeschichte des Fetisch(ismus), die mit kulturkritischen und diskursanalytischen Fragestellungen untersucht, was mit dem Fetisch(ismus) historisch verhandelt wurde, wofür er steht, bei welchem Anlaß und wie man von ihm spricht. Eine solche Revision läßt vermuten, daß der Wert von Gegenständen, auch der symbolische, aber auch die Frage des Kulturkontakts selbst, der interkulturellen Verständigung und des Machtverhältnisses zwischen Kulturen, verhandelt wird. Beides wird als Problematik unterschiedlich kodierter semiotischer Prozesse sichtbar, als Problematik von Zeichenhaftigkeit (von Identitäten) schlechthin. Der magische Fetisch wird für die Literatur interessant, wenn die Präsenz von Bedeutung und die Evidenz ihrer Darstellungslogik in Frage steht. Die Texte lassen sich von den metaphorischen und wörtlichen Bedeutungen affizieren, die sich im ‚Fetisch' überlagern, exponieren und figurieren. Die Literatur bietet als Lösungen unterschiedliche diskursive Strategien an, die Gegenstand der Untersuchung sein sollen und in Beziehung zu setzen sind zu wissenshistorischen Diskursformationen. Das Projekt verfolgt zwei verschiedene Fragerichtungen: eine wissenshistorische, die sich für die epistemologischen Konstellationen, die an die europäische Kolonialgeschichte anschließen, interessiert und für den Weg des Begriffs Fetischismus von der Ethnologie in die Psychoanalyse. Literaturhistorisch werden zwei Fragen untersucht werden: auf welche Weise diese Konstellationen Eingang in die Literatur finden und auf welche Weise sie sich auch aus der Literatur speisen, insbesondere aus der Reiseliteratur.

Bearbeitungsstand

Das aktuelle Projekt Körperzeichen zwischen religiöser Einschreibung und medizinischer Diagnose wurde gemeinsam mit Prof. Dr. B. Vinken (Hamburg) konzipiert (als Teilprojekt für das transuniversitäre Projekt "Evidenz als Verfahren", einzureichen bei der DFG). Bereits stattgefunden hat die Internationale Tagung: Stigma. Körperinschriften, Konzeption von Prof. Dr. Menke und Prof. Dr. Barbara Vinken (Hamburg), Warburg-Haus Hamburg 6.-8. 12. 2000 (gefördert durch die DFG). Das Projekt wurde in Vorträgen vorgestellt.

Die Ergebnisse des Projekts 'Bioglyphen'. Repräsentationsformen des Animalischen im 19. Jahrhundert (Dr. Dietmar Schmidt) sollen im Rahmen einer Monographie (Habilitationsschrift) dargestellt werden, die sich in Arbeit befindet. Darüber hinaus wurden Teilbereiche des Projekts in Vorträgen und Aufsätzen ausgeführt.

Das Projekt Zwischen Magie und Perversion: Fetischismus und Literatur im 19. Jahrhundert (Julika Funk) wurde 2000 begonnen und wird fortgeführt; Sichtung der Forschungsliteratur und des Materials sind noch nicht abgeschlossen. Erste Zwischenergebnisse wurden auf einer Tagung präsentiert. Eine weitere Präsentation zu Fetisch und Literatur im 19. Jahrhundert ist geplant für Winter 2001 im Rahmen des Kollegs zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen Ablösung oder Erneuerung? Zur Literaturwissenschaft als Kultur- und Genderwissenschaft, Universität-Gesamthochschule Siegen (Prof. Renate Kroll, Prof. Hedda Ragotzky)

Berichte, Publikationen

Bettine Menke

"Mund und Wunde, zur Begründung der poetischen Stimme" (C. v. Brentano, A. K. Emmerick), Vortrag auf der Tagung Stigma. Körperinschriften, Warburg-Haus Hamburg 6. - 8. 12. 2000.
"Stigmata. Körperzeichen und Literatur", Vortrag im Rahmen des Forum Kulturwissenschaft, 22.1. 2001 Erfurt.
"Leiche als Emblem", in: Fundorte des Körpers. Kulturelle Konstruktion und kulturwissenschaftliche Aktualität, hg. v. Dietmar Schmidt, Weimar 2001.
Stigma. Körperinschriften, hg.v. Bettine Menke, Barbara Vinken, Veröffentlichung der Tagungsbeiträge in Vorbereitung (Freiburg oder Weimar).
Art. "Eucharistie" für das Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek (Rowohlt) 2001.

Dietmar Schmidt

"'Viehsiognomik' - von Lavater bis Darwin", Vortrag am Institut für Germanistik der Universität Rostock, Januar 1999
"Fundorte des Körpers. Kulturelle Konstruktion und kulturwissenschaftliche Aktualität". In: Kaleidoskopien. Heft 3/2000
"Klimazonen des Geschlechts. Zeugung um 1800", in: Metis. Jg. 9 (2000), H. 17, S. 8-29 Fundorte des Körpers, hg. v. D. S., Weimar 2001
"'Possierlichkeit'. Die Physiognomie des Versuchstiers", in: Fundorte des Körpers, Weimar 2001
"Fossilien. Das Insistieren der Körper im Diskurs der Kulturwissenschaften", in: Grenzverläufe. Der Körper als Schnitt-Stelle, hg. von Annette Barkhaus, Anne Fleig (erscheint München 2001)
"Das Gesicht der Mikroskopie", in: Mediale Anatomien, hg. v. Annette Keck, Nicolas Pethes (erscheint Bielefeld 2001)
"'Viehsionomik'. Repräsentationsformen des Animalischen im 19. Jahrhundert", Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum Kulturwissenschaft, Universität Erfurt, April 2001

Julika Funk

"Fetisch des Fremden. Zum Singulären in Achim von Arnims Melück Maria Blainville, die Hausprophetin aus Arabien", Vortrag auf der Tagung Singularitäten, Universität Hamburg 2000, (Veröffentlichung in: Marianne Schuller, Elisabeth Strowick (Hg.): Singularitäten, 2001)

Kooperationspartner

Das Projekt Körperzeichen zwischen religiöser Einschreibung und medizinischer Diagnose wurde in Kooperation mit der Romanistin und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. B. Vinken (Universität Hamburg) konzipiert.

Projekttyp

Das Projekt Körperzeichen zwischen religiöser Einschreibung und medizinischer Diagnose ist ein Teil des transuniversitären Projekts "Evidenz als Verfahren", einzureichen bei der DFG.

Titel des Oberprogramms

"Evidenz als Verfahren"

Literarische (Un)Ordnungen der Geschlechter

Literarische (Un)Ordnungen der Geschlechter

Prof. Dr. Bettine Menke
Dr. Dietmar Schmidt
Dr. des. Julika Funk

Das Projekt greift Forschungshypothesen der literaturwissenschaftlichen Gender-Theorie auf und umfasst literaturanalytische sowie diskurs- und wissenshistorische Fragen an das Verhältnis von Literatur und Ordnung der Geschlechter seit 1800. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Frage, wie die kulturelle Konstruktion von Geschlechterdifferenz beschaffen ist, die die Grenzen der Wahrnehmung, des Wissens und der literarischen und diskursiven Rede von Geschlechterdifferenz strukturiert und instituiert. Eine der zentralen Forschungsfragen betrifft die Verfahren der Stabilisierung einer oppositiven und hierarchischen Ordnung der Geschlechter als kulturelle Konstruktion unter modernen Bedingungen. Das Projekt setzt sich mit der These auseinander, daß sich die moderne Ordnung der Geschlechter über spezifische Verfahren der Naturalisierung konstituiert, und spannt das Problem der Naturalisierung der Kategorie Geschlecht und ihres Stellenwerts für eine Ordnung der Geschlechter in komplexe Bezüge von literaturtheoretischen sowie diskurs- und wissenshistorischen Fragestellungen ein. Das Projekt will ausgehend von diesen Leitfragen zum einen bedeutungskonstitutive Strategien der Etablierung einer essentialistisch festgeschriebenen Opposition der Geschlechter rekonstruieren, zum anderen Prozesse der Auflösung eines binären Modells von Geschlechterdifferenz, sowie Momente der Transgression und Subversion in ihrer eigenen Dynamik zeigen. Es verfolgt das Anliegen, die funktionalen und dysfunktionalen Wechselwirkungen zwischen diskursiver Etablierung und Rhetorik der Transgression oder Subversion, zwischen Ordnung und Unordnung der Geschlechter darzustellen.

Teilprojekt: Romantische Verwirrung der Geschlechter - Zum Geschlechterdispositiv in romantischen Texten

(Dissertation, Dr. des. Julika Funk)

Das Projekt wendet sich gegen die Forschungshypothese eines übergreifenden androgynen Ideals des Geschlechterverhältnisses in romantischen Texten. Es geht stattdessen davon aus, daß im Begriff der Androgynie ein polares Geschlechtermodell aufgehoben ist, das erst in romantischen Texten in einem spezifischen konstitutiven Zusammenhang von philosophischen, naturwissenschaftlichen und poetischen Konzepten erschrieben und entfaltet wird. Das Projekt verfolgt dabei ein doppeltes Anliegen: zum einen die bedeutungskonstitutiven Prozesse zu rekonstruieren, zum anderen Prozesse der Auflösung des starren Modells einer Opposition der Geschlechter in ihrer symbolischen Dynamik ernst zu nehmen. Es geht der Frage nach, welche funktionalen Prozesse und Wechselwirkungen zwischen der diskursiven Etablierung einer essentialistisch festgeschriebenen, hierarchischen Opposition der Geschlechter und ihrer Subversion durch eine Rhetorik und Metaphorik geschlechtlicher Uneindeutigkeit bestehen. Die Perspektive einer "romantischen Verwirrung der Geschlechter" benennt einen Begriff, der in der Romantik poetologische Relevanz entfaltet und Literarizität und das Funktionieren von Textualität, die rhetorische und performative Dimension literarischer Texte, ihre eigenen, einer ästhetischen oder poetologischen Programmatik folgenden Mechanismen und Strategien betrifft. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es daher, die in diesem konstitutiven Zusammenhang spezifische Verquickung von Sexualität und Textualität genauer zu verfolgen und zu beschreiben. Eine kulturwissenschaftliche und diskursanalytische Rekonstruktion soll zeigen, daß die poetologische Programmatik der Texte keiner linearen Diskursivität oder Repräsentationslogik entspricht, sondern ein kulturelles Dispositiv offenbart, das die Rede von Geschlechterdifferenz strukturiert und die Grenzen der Wahrnehmung, des Wissens und der rhetorischen Verfaßtheit von Geschlechterdifferenz (in Romantik und Moderne) instituiert und bearbeitet.
Das Projekt skizziert in einem ersten Teil zunächst geschlechtertheoretische, kulturwissenschaftliche und diskurshistorische Überlegungen, die das moderne Dispositiv der Geschlechter im Bezug auf Signifikationsprozesse und Repräsentationslogiken einer Natur- und Kultur-Dichotomie, von Identitätskonzepten und Körperpolitik, und einer soziokulturellen Ordnung der Geschlechter einordnen. In einem zweiten Teil werden in der Auseinandersetzung mit ästhetischen und (natur-)philosophischen Texten spezifische epistemologische Umbrüche um 1800 beschrieben, die die Utopie des Androgynen als romantische Hermeneutik der Geschlechter zeigen, die im naturphilosophischen ‚Geheimnis der Natur' die strukturelle Doppelgeschlechtlichkeit entdecken und die schließlich Geschlechterdifferenz als ästhetische Konstruktion verhandeln in Metaphorisierungen des Hermaphroditen und des Weiblichen. Ein dritter Teil verfolgt anhand kanonischer und weniger kanonisierter literarischer Texte die Metamorphosen, in denen sich die ambivalente Struktur von Konstruktion und Transgression der Geschlechteropposition zeigt und modelliert.

Teilprojekt: "Die Natur haßt das Geschlecht" - De-Markierungen sexueller Differenz

(Dr. Dietmar Schmidt)

Anknüpfend an wissenschaftshistorische Problemkonstellationen und an die mit ihnen verbundenen Darstellungsstrategien setzt sich das Projekt mit einem gendertheoretischen Gemeinplatz auseinander. Dieser besagt, daß die Ordnung der Geschlechter sich - vor allem seit dem 19. Jahrhundert - in spezifischen Verfahren der Naturalisierung konstituiert und befestigt, und er impliziert als politische Schlußfolgerung, daß, um diese Ordnung zu hinterfragen oder zu erschüttern, vor allem der Schein ihrer 'Natürlichkeit' zerstreut werden müsse. Dieser Befund soll mit einer Position konfrontiert werden, die mit einer Äußerung Schellings (1799) auf den Punkt gebracht ist: "Die Natur haßt das Geschlecht". Mit der Entstehung der organischen Welt, so konstatiert Schelling, entsteht in der Natur zugleich die Trennung der Geschlechter als deren unhintergehbare Voraussetzung. Diese Trennung - die Geschlechterdifferenz - sei von Anfang an natürlich beschaffen, stehe aber dennoch zur Natur in einem unaufhebbaren Widerspruch, den diese ebenso beständig wie vergeblich zu tilgen versuche. Diese Vorstellung, daß der Unterschied der Geschlechter einerseits natürlich und daß er andererseits gegen die Natur und die Natur gegen ihn ist, erinnert daran, wie sehr die Idee der Natürlichkeit der Geschlechterdifferenz historisch von dem Gedanken begleitet gewesen ist, daß auch der Widerstand gegen die Natürlichkeit der Geschlechter naturgemäß sei. Damit stellt sich die Frage, inwiefern Strategien, die darauf zielen, die Naturalisierung der Geschlechterkategorien zu unterlaufen, ihrerseits immer schon Bestandteil des Komplexes sein mögen, den sie aufzulösen suchen. Im Rahmen des Projektes soll diese Frage in zweifacher Hinsicht vertieft werden: Einerseits werden einzelne historische Konstellationen in den Blick genommen, in denen zugleich mit der Rede vom natürlichen Geschlechtsunterschied dessen Rücknahme und Widerruf im Namen einer identischen Natur erfolgt. Aufschlußreich sind dabei etwa die um 1800 entstehenden Zeugungstheorien, die die Notwendigkeit entdecken, Fortpflanzung als geschlechtlich zu denken, und dennoch zugleich Modelle fortschreiben, in denen Reproduktion ohne systematischen Rekurs auf einen Geschlechtsunterschied konzipiert worden war. Andererseits ist zu zeigen, wie ein solches Ineinander von Markierung und De-Markierung sexueller Differenz in anderen Feldern des Wissens - für die die Psychoanalyse und ihre Kontexte um 1900 exemplarisch stehen mögen - als eine von ‚natürlichen' Geschlechtern abgelöste symbolische Praxis begriffen und vollzogen wird. Von beiden Seiten her gewinnt das Problem der Naturalisierung von Geschlecht und die Frage nach ihrem Stellenwert für den Bestand einer Ordnung der Geschlechter erheblich an Komplexität.

Teilprojekt: Paradoxien einer modernen Ordnung der Geschlechter

(Dr. des. Julika Funk)

Für das 19. Jahrhundert haben Soziologie und Geschichtswissenschaft eine moderne Ordnung der Geschlechter beschrieben, in der einerseits im Zuge der Ausdifferenzierung der Wissenschaften das Thema Geschlechterdifferenz in eine Sonderanthropologie des Weiblichen abgedrängt wurde, andererseits aber ein strikter Dualismus der Geschlechter unter der Oberfläche moderne ‚Meisterdiskurse' seine essentialistischen Spuren hinterläßt. Das Ergebnis ist ein "gespanntes Zugleich von menschlichen Verallgemeinerungen und geschlechtlichen Besonderungen" (Claudia Honegger), das in die "Herzkammer der Moderne" eingelassen ist. Das Projekt widmet sich diesem latenten Geschlechterdualismus um 1900, der nun im Kontext einer ‚Ökonomie der Alterität' steht und in der das Begriffspaar weiblich/männlich zur "Metapher der modernen Krise der Kultur" (Jacques Le Rider) mutiert. Die weibliche Position im besonderen wird zum Ort einer Selbstreflexion einer prekären Subjektivität. Moderne Kulturtheorien beziehen sich zwar auf Ausdifferenzierungen und Komplexitätssteigerungen der sozio-kulturellen Geschlechterordnung, operieren aber weiterhin mit traditionellen Weiblichkeitsmythen, die den Prozessen der Modernisierung eine entdifferenzierende ‚natürliche' Ordnung entgegenzusetzen scheinen. Diese Unentschiedenheit läßt widersprüchliche Diskurse entstehen, die nicht zuletzt in der Literatur ihre Entfaltung finden.
 

Teilprojekt: Queer Representations

(Dr. des. Julika Funk)

Das Projekt nimmt Anregungen aus der Queer Theory auf, die Repräsentationen von Homosexualität nicht als Ausdruck sexueller Identitäten versteht, sondern als geschlechtliche Konstruktionen, die sich in spezifischer Weise auf dominante heteronormative Modelle des Geschlechterverhältnisses beziehen. Das Projekt interessiert sich sowohl für die theoretischen Entwürfe einer Subversion von Geschlechtsidentitäten und die theoretische Thematisierung der Grenze von Geschlechterordnungen als auch für spezifische Repräsentationen von Homosexualität in der modernen Literatur. Das Projekt unternimmt aus dieser Perspektive eine Revision literarischer Texte der Moderne, die explizit oder implizit das Verhältnis homo- und heterosexueller Begehrenstrukturen verhandeln.
 

Bearbeitungsstand

Das Gesamtprojekt ist ein laufendes Projekt, das auf bereits veröffentlichte Vorarbeiten aufbaut und weiter verfolgt wird.
Das Dissertationsprojekt Romantische Verwirrung der Geschlechter - Zum Geschlechterdispositiv in romantischen Texten (Julika Funk) ist abgeschlossen. Die beiden Teilprojekte Paradoxien einer modernen Ordnung der Geschlechter und Queer Representations sind laufende Projekte, von denen Zwischenergebnisse in Aufsätzen und Vorträgen präsentiert wurden. Vorträge zu Monströse Körper. Fremde Körper in kulturwissenschaftlicher Perspektive (Universität Greifswald, 2001) und Identität versus Hybridität? Kulturwissenschaftliche Konzepte und theoretische Ansätze in der Diskussion (Universität Zürich, 2001) sind geplant. Lexikonartikel für das Lexikon Gender Studies (hg. v. Renate Kroll, Metzler-Verlag) zu Geschlechterforschung, Gay Studies, Sexuelle Identität, Sexuelle Orientierung, Transgender People, Drag, Judith Butler, Teresa de Lauretis sind in Arbeit.
Das Projekt "Die Natur haßt das Geschlecht". De-Markierungen sexueller Differenz (Dr. Dietmar Schmidt) baut auf Problemstellungen einer bereits veröffentlichten Arbeit auf (vgl. D. S.: Geschlecht unter Kontrolle. Prostitution und moderne Literatur. Freiburg i. Br. 1998). Ergebnisse wurden in Vorträgen präsentiert und in zwei Aufsätzen ausgearbeitet.

Berichte, Publikationen

Bettine Menke

"Penthesilea - Das Bild des Körpers und seine Zerfällung", in: Erotik und Sexualität im Werk Heinrich von Kleists (Heilbronner Kleist-Kolloquien II). Heilbronn 2000, 117-136.
NachWort zu Judith Butler: "Antigones Verlangen. Verwandtschaft zwischen Leben und Tod", Veröffentl. d. Einstein-Forum Potsdam, hg. v. Gary Smith, Ffm.: Suhrkamp 2001, 139-155.
"Penthesilea, Die Ordnung der Geschlechter und ihr Riß", in: Grenzüberschreitungen: "Feminismus" und "Cultural Studies", hg. v. D. Buchwald u.a., Aisthesis-Verlag 2001 (im Druck), 221-254.
"Fontanes Melusinen. Realismus, Bild und Phantastische Digressionen", in "Das verortete Geschlecht" (im Druck) 2001.

Julika Funk

"Das iterative Geschlecht. Zur verzögerten Historizität von Geschlechterdifferenz", in: Hannelore Bublitz/ Susanne Omran (Hg.): Jahrhundertende - Geschlechterwende?, metis. Zeitschrift für historische Frauenforschung und feministische Praxis, Nr. 17, 9. Jg., 2000, S. 67-86.
"Die melancholische (Un-)Ordnung der Geschlechter in der Moderne und die Androgynie-Utopie", in: Androgynie. Vielfalt der Möglichkeiten, hg.v. Ulla Bock/ Dorothee Alfermann, Jahrbuch für Frauenforschung ‚Querelles' Bd. 4, 1999, 35-55.
gemeinsam mit Cornelia Brück (Hg.): Körper-Konzepte, Tübingen 1999.
"The lesbian body - a monstrous or a transcendental signifier? Lesbian representation and cultural construction", (Workshop im Rahmen der Internationalen Frauen Universität, Bremen, 2000; Publikation 2001).
gemeinsam mit Ralph J. Poole: "Was sind Lesben? Was sind Schwule?", in: Quergedacht: Geschlecht, Wissenschaft, Disziplin, Vortragsreihe im Wintersemester 1999/2000, (Reader Gender Studies an der Universität Konstanz), hg.v. Frauenrat der Universität Konstanz, Konstanz 2000, 158-185.

Dietmar Schmidt

"Bargeldloser Verkehr. Zu einem ökonomischen Phantasma moderner Prostitution", Vortrag am Evangelischen Studienwerk, Villigst, August 1999.
"Klimazonen des Geschlechts. Zeugung um 1800", in: Metis. Jg. 9 (2000), H. 17, S. 8-29

Kulturwissenschaftliche Perspektiven in der Literaturwissenschaft

Kulturwissenschaftliche Perspektiven in der Literaturwissenschaft

  • Fremd-Körper und Ordnung der Zeichen (Julika Funk)

  • Spuren des Fremden: Kulturanthropologische Konzepte in der Literaturwissenschaft. (Julika Funk)

Gedächtnis der Texte

Gedächtnis der Texte.

Prof. Dr. Bettine Menke
Dr. Dietmar Schmidt

Das Projekt "Gedächtnis der Texte" widmet sich zum einen der Ausarbeitung von Modellen und Formen jener Arbeit, die das Erinnern ist, und die es notwendig macht, deren konstitutive Produktivität für das, was gewöhnlich für den Gegenstand des Erinnerns gehalten wird, zu konzipieren. Solche Modelle sind die Mnemotechnik ebenso wie Archäologie und Archiv. Zum anderen werden damit jene Figuren (der Sprache, der Rhetorik) relevant, die die Texte organisieren und sie als Orte des Gedächtnisses (anderer Texte, anderer Diskurse und Archive) ausprägen. Solche Figuren sind das Zitat, als traditionelle Formulierung der Intertextualität der Texte, ebenso wie Echo und Paronomasie, die als Figuren der Wiederholung Gedächtnis ausbilden.
 

Teilprojekt: Ausgrabungen. Metapher und Methode

(Dr. Dietmar Schmidt)

Seit geraumer Zeit kommt dem Begriff der 'Archäologie', aber auch der Rede von geologischen 'Schichtungen', 'Ablagerungen' oder 'Formationen' in den Kulturwissenschaften ein zentraler Stellenwert zu. Indiziert ist damit die Frage nach den spezifisch historiographischen Verfahrensweisen dieser Wissenschaften, das heißt nach der kulturwissenschaftlichen Relevanz geschichtlicher Kontinuitäten und Brüche, umfassender Zeiteinheiten (Epochen) und singulärer Ereignisse, historischer Gleichzeitigkeiten, Abfolgen und Kausalitäten. Die Metaphorik des Archäologischen und Stratigraphischen erscheint dabei innerhalb der Kulturwissenschaften mindestens zweifach zur Bezeichnung bestimmter Konstruktionsweisen von Historizität autorisiert: nämlich zum einen durch die Arbeiten Foucaults, die die Zirkulation der in Frage stehenden Metaphern in neuerer Zeit entscheidend beschleunigt haben, und zum anderen durch Schriften Freuds, in denen er die Vorgehensweisen und Objekte psychoanalytischen Wissens in Relation zu denjenigen des Archäologen erläutert. Gerade diese mehrfache Herkunft der archäologischen Metaphorik ist es, die sie sowohl produktiv als auch unscharf werden läßt. Soll die archäologische Grabungswissenschaft bei Freud die Funktionsweise des Gedächtnisses und die Arbeit des Erinnerns bezeichnen, so wird die Rede von der Archäologie bei Foucault mit dem Konzept des 'Archivs' verbunden und dem des Gedächtnisses (auch im Freudschen Verständnis) explizit entgegengesetzt. Beide zusammen wiederum - Freud und Foucault - nehmen auf sehr komplexe, wenn nicht entstellende Weise auf archäologische Formen des Wissens bezug, die nicht unbedingt durch die Geschichte dieser Disziplin motiviert erscheint. Archäologie ist wie kaum eine andere Wissenschaft ursprünglich mit dem Historismus des 19. Jahrhunderts verbunden, von dem sich Psychoanalyse und diskursanalytische Historiographie (wenn auch auf je andere Weise) entschieden abzusetzen versuchen. Diese Absetzbewegung gilt erst recht für Kontexte, in denen Kulturwissenschaft heute ihre jeweilige Methode als 'Archäologie' deklariert. Um so ungewisser ist daher, welche spezifischen Gegenstände und Verfahrensweisen eine solche Rede jeweils konturiert. Deshalb unternimmt das Projekt in einer doppelten - metaphorologischen und wissenschaftsgeschichtlichen - Perspektive den Versuch, konkrete historische Konstellationen von Ausgrabungsmetaphern und archäologischem Wissen zu untersuchen, um anhand der so gewonnenen Modelle gewisse ‚archäologische' Tendenzen von Kulturwissenschaft umreißen zu können.

Bearbeitungsstand

Das Projekt wurde in Teilen in Form von Artikeln für das Lexikon Gedächtnis und Erinnerung (Rowohlt-Verlag Okt. 2001) realisiert; diese liegen vor und sind in den Druck gegangen.
Im übrigen soll das Projekt, auch in seinem Teilprojekt, als eine Serie von Einzeluntersuchungen verwirklicht werden, in denen jeweils spezifische Aspekte des Problemfeldes im Zentrum stehen. Ergebnisse wurden bisher in mehreren Vorträgen präsentiert und zur Publikation ausgearbeitet. Weitere Beiträge werden folgen. Weiter geplant sind u. a.: "Rhetorik des Echos, Rhetorik des Erinnerns", für Weibliche Rhetorik, Münster, Juli 25.-27. 7. 2001. "Intertextualität der Penthesilea" (das Opfer der Amazonen), für: Campe/ Theisen (Hg.): Penthesilea - Jenseits der Methode. Exemplarische Analysen literarischer und literaturwissenschaftlicher Referenz, Freiburg 2002.

Berichte, Publikationen

Bettine Menke

"Zur Frage der Gespenster", Beitrag zu Rembert Hüser: "We are Familiy - (remix 98)", in: Jörg Schönert (Hg.): Literaturwissenschaft und Wissenschaftsforschung, Stuttgart, Weimar (Metzler) 2001, 573-599 [589/90].
Art. "Eucharistie", Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek (Rowohlt) 2001.
Art. "Zitat", Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek (Rowohlt) 2001.
"Exzitationen", in: Zitierfähigkeit, Tagungsband hg. v. R. Poole, Berlin: E. Schmidt Vlg. 2001.
"Über die Wiederholung, die die Echos sind", in: Wunsch-Maschine-Wiederholung, Freiburg (Rombach) 2001

Dietmar Schmidt

"Abfallarchäologie. Virchow - Schliemann - Freud", Vortrag am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin, Juni 2000
"Die Wiederkehr des Verdrängenden. Archäologien der Geschlechterdifferenz um 1900", in: Mannsbilder, hg. von Karin Tebben, Bielefeld 2001
Art. "Archäologie", in: Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek 2001
Art. "Fossil", in: Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek 2001
Art. "Konservierung", in: Lexikon Gedächtnis und Erinnerung, hg. von N. Pethes, J. Ruchatz, Reinbek 2001
"Fossilien. Das Insistieren der Körper im Diskurs der Kulturwissenschaften", in: Grenzverläufe. Der Körper als Schnitt-Stelle, hg. von Annette Barkhaus, Annette Fleig, ersch. vorauss. München 2002

Rhetorik

Rhetorik. Figuren und Tropen

Prof. Dr. Bettine Menke

Die Rhetorik in ihren zentralen der elocutio angehörenden Bereichen Stilfiguren und Tropen ist längst als eminentes Reservoir literarischer Formen wie eines analytischen Instrumentariums der Literaturwissenschaft bekannt. Dennoch gab es mit und nach dem Strukturalismus eine Wendung zur Rhetorik, die deren Rehabilitation (bei Gadamer) und mehr noch deren Wiederentdeckung vor allem in Frankreich und in den USA genannt werden kann. Die neuartige Beschreibung der und Arbeit mit den Figuren profiliert die Perspektive der Rhetorik vor der der Ästhetik, die als Entrhetorisierungsprojekt beschrieben werden kann; und sie diskutiert sie im Spannungsfeld der Diskursgeschichte und der Medienanalyse. Dies kann eine ‚Neue Rhetorik' nur, indem sie zugleich über den Bereich der elocutio hinausreicht, etwa in der Perspektive der Performanz in jene der persuasio und der actio.
 

Bearbeitungsstand

Nach den umfänglichen rhetorischen Figuren gewidmeten Untersuchungen zur Prosopopoiia und zur Allegorie soll die weitere Bearbeitung des Projekts als eine Serie von Einzeluntersuchungen verwirklicht werden, in denen jeweils spezifische Aspekte des Problemfeldes im Zentrum stehen. Ergebnisse wurden bisher in mehreren Vorträgen präsentiert und zur Publikation ausgearbeitet. Weitere Beiträge werden folgen. Geplant sind u.a.: Lexikon-Artikel "Personifikation", für: Historisches Wörterbuch Ästhetischer Grundbegriffe, Stuttgart (Metzler, 2002). Mitorganisation der Tagung Manierismus zusammen mit Prof. Dr. E. Greber (München), (Konstanz Februar 2001, verschoben auf 8.-10. Nov. 2001), Veröffentlichung im G. Narr Vlg. (Tübingen), Vortrag: "Ein doppelzüngiger Schelm: Der Witz".
 

Berichte, Publikationen

Bettine Menke

Monographie:

Prosopopoiia. Stimme und Text bei Brentano, Hoffmann, Kleist und Kafka--, München: Fink, 2000.

Artikel in Handbüchern und Sammelbänden:

"Rhetorik der Stimme", in: Medien- und Kulturgeschichte der Stimme, hg. v. Sigrid Weigel, Berlin: Akademie Verlag 2001
Art. "Allegorie: Aesthetica" (mit A. Haverkamp), für: Historisches Wörterbuch Ästhetischer Grundbegriffe, hg. v. Karl-heinz Barck, Martin Fontius, Dieter Schlenstedt, Burkhart Steinwachs, Friedrich Wolfzettel, Stuttgart: Metzler 2000, Bd. I, 49-104.
"'Wie man in den Wald hineinruft ...' Die Echos des Übersetzens", in: Übersetzen: Walter Benjamin, hg.v. C. Hart-Nibbrig, Ffm.: Suhrkamp, 2001, 366-393. (andere engl. Fass. für: Benjamin and Romanticism (hg. v. B. Hansen u. A. Benjamin )
"Über die Wiederholung, die die Echos sind", in: Wunsch-Maschine-Wiederholung, Freiburg: Rombach 2002.
"Rhythmus und Gegenwart", in: Rhythmus (Tagungsband des Graduiertenkollegs Zeiterfahrung und ästhetische Wahrnehmung), Ffm. 2001.

Polarfahrten

Polarfahrten der Bibliothek

Prof. Dr. Bettine Menke

Mit Polargebieten und in den Expeditionen in diese geben Texte sich eine metatextuelle Metapher. Stellt das Polargebiet einerseits topos der Primarität, der anfänglichen Leere ohne Spuren, so ist anderseits in den literarischen Texten auch die Paradoxie dieser metaphorischen Modellierung zu lesen: Das Erreichen einer Terrains ohne Spuren des Menschen, das noch kein menschlicher Fuß betreten habe, gibt das Modell ab für die Polarfahrt - an die Ende des 19. Jahrhundert einzig noch verbliebenen unbetretenen Orte, die "weißen Flecken" der Landkarten, die in Polargebieten realisiert sind. Aber das gesuchte Gebiet der Spurlosigkeit wird aufgesucht nur mit einer reichen Ausstattung an Mythen und Büchern, im Medium der Intertexte, in der Ordnung der Spuren. Das Polargebiet dementiert als Bibliotheksphänomen, das es ist, durch seine intertextuelle Verfaßtheit das, was in ihm aufgefunden werden sollte, den Ort ohne Spuren. Es wird begangen schon immer in den Spuren von Vorgängern.

Bearbeitungsstand

Das Projekt Polarfahrten der Bibliothek wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen. Das Projekt mündete in einem umfänglichen, bereits in der DVjs erschienenen Aufsatz. Weitere Aufsätze sind bereits im Druck, bzw. in der Übersetzung.

Publikationen

"Die Polargebiete der Bibliothek. Über eine metapoetische Metapher", DVjs 4/ 2000, 545-599
"Das Polargebiet als Bibliotheksphänomen und die Polargebiete der Bibliothek: Nachfahren Petrarcas und Dantes im Eis und in den Texten"; in: Imaginatio borealis (Veröffentlichung des Graduiertenkollegs "Bilder des Nordens" Univ. Kiel) 2001, 145-172;
"Polar exterritoriality", in: From Mercator-Projection to Freudian Phantasm: The Myth of the 'Hollow Earth' in Literature, Science and Culture, hg. v. H. Berressem, U. Schwagmeier, Amsterdam, New York (Rodopi) 2001 (+ CD-ROM);
"Polare Apokalypsen oder Enden und Spuren" (Symposion Apokalypse. Der Anfang im Ende, 16-18. März 2000 des Graduiertenkollegs "Pragmatisierung/ Entpragmatisierung"), Tübingen 2001;
"Polargebiete: Räume ohne Spuren"; engl. Fass. für Faltungen, Brüche, Räume, Amsterdam, New York (Rodopi), 2001)

Lehrveranstaltungen

SoSe 2020 BA Übersetzung(en)

Seminarankündigung

Übersetzungen betreffen literarische Texte in mehrfacher Hinsicht: Sie werden übersetzt und in andere Kontexte übertragen; sie können das Übersetzen (etwa mit Übersetzer/in-Figuren) zum Motiv, zum Thema oder auch zur eigenen Struktur machen.

Und umgekehrt wird gerade bezüglich literarischer Texte in Frage gestellt, ob sie überhaupt übersetzbar seien (Jakobson verneint das) oder ob es nicht umgekehrt so ist, dass literarische Texte eine besondere Nähe zu den Übersetzungen habe, weil die einen und die anderen die Sprache ‚selbst‘ fremd machen und sich zur Sprache als keineswegs selbstverständlichem Medium verhalten.

Übersetzungen gehören zu den Phänomene der Intertextualität. Sie sind eine Weise, wie Texte sich auf andere Texte beziehen. Die Beziehung zwischen Über­set­zung und ‚Original‘ kann als Konkurrenz oder ‚dialogische Ergänzung’, als Verstehen und Treue oder als Verrat durch den Über-Träger gedacht werden.

Fraglich ist, ob es einen gemeinsamen Grund ‚jenseits‘ der jeweiligen Sprachen gibt. Und zwar u.a., weil ein jeweiliger Zusammenhang von Sprache und Denken (seit Schleiermacher) angenommen wird, und nicht gut als hintergehbar oder auflösber vorstellbar ist.

Im Übersetzen werden aber nicht nur die Differenzen zwischen den (vermeintlich homogenen) Sprachen angetroffen, sondern auch solche in der jeweiligen Sprache.  Und gerade solche will das Seminar in die Aufmerksamkeit rücken.

Daher kommen auch gerade ‚Migrations’Aspekte zwischen und in den Sprachen zur Geltung, die nicht erst in den letzten Jahren besondere Relevanz erlangt haben. Wieviele Menschen sprechen und schreiben in einer anderen Sprache? Und wie sehr (oder gar nicht) hält die Bindung an die ‚Muttersprache‘, die der romantische Übersetzungstheoretiker Schleiermacher ausgegeben hat und die vor allem im Nationalismus des 19. Jh. eine beschränkende und normierende Dominanz gewann, die der Befragung dringend bedarf.

Die theoretische und literarische Praktiken, die das zeigen können, u.a. von Kafka, Benjamin, Celan, Joyce, Cixous, Derrida, Tawada u.a., sollen im Seminar herangezogen.

In den letzten Jahrzehnten wurde Übersetzen auch in Hinsicht von interkulturellen Re­la­tio­nen, Operationen und Verhandlungen betrachtet. Diese Perspektive wird das Seminar ein­beziehen.

Das Seminar fokussiert dafür insbesondere auf die Vielsprachigkeit und die Andersprachigkeit der Texte.

Über die Texte und Materialien wird in Kooperation mit den Teilnehmer/innen entschieden. Melden Sie sich bitte bei Interesse: bettine.menke@uni-erfurt.de

Die Anmeldung erfolgt in der ersten Seminarsitzung, unter gegenwärtigen Bedingungen wird um eine email (jederzeit) an bettine.menke@uni-erfurt.de gebeten.

Die Literatur zum Seminar kann zugänglich gemacht werden durch eine Anmeldung im Moodle-Raum Übersetzungen (BA), Fragen diesbezüglich bitte an sarah.eckardt@uni-erfurt.de
The seminar-program includes important theoretical texts that reflect on translation, its im-/possibilities and principles, and its relation to language, as well as literary texts that in different ways thematices translations and reflect on the relation between ‘original’ and translations. Also included will be concepts of (so called) ‘intercultural’ transfers and the heterogeneity in each Language and/ or culture.

Literatur zur Vorbereitung

  • Frey, Hans Jost: Übersetzen, in ders.: Der unendliche Text, Ffm. 1990, 24-50.
  • Stockhammer, Arndt, Naguschewkski: „Die Unselbstverständlichkeit der Sprache (Einleitung)“, in dies. (Hg.): Exophonie, Andersspra­chigkeit (in) der Literatur, Berlin 2007, 7-27.
  • Störig, Hans Joachim (Hg.): Das Problem des Übersetzens, (= Wege der Forschung, Band 8), Darmstadt 1963.
  • Tawada, Yoko: Verwandlungen, (Tübinger Poetik Vorlesung), 1998/ 2001; dies.: Sprachpolizei und Spielpolyglotte, Tübingen (Konkursbuch) 2006/ 2011.

SoSe 2020 MA Übersetzung(en)

Seminarankündigung

Übersetzungen betreffen literarische Texte in mehrfacher Hinsicht: Sie werden übersetzt und in andere Kontexte übertragen; sie können das Übersetzen (etwa mit Übersetzer/in-Figuren) zum Motiv, zum Thema oder auch zur eigenen Struktur machen. Und umgekehrt wird gerade bezüglich literarischer Texte in Frage gestellt, ob sie überhaupt übersetzbar seien (Jakobson verneint das), oder ob es nicht umgekehrt so ist, dass literarische Texte eine besondere Nähe zu den Übersetzungen habe, weil die einen und die anderen die Sprache ‚selbst‘ fremd machen und sich zur Sprache als keineswegs selbstverständlichem Medium verhalten.

Übersetzungen gehören zu den Phänomene der Intertextualität. Sie sind eine Weise, wie Texte sich auf andere Texte beziehen. Die Beziehung zwischen Über­set­zung und ‚Original‘ (Frey, Benjamin) kann als Konkurrenz oder ‚dialogische Ergänzung’ (Hirsch) ausgeprägt werden. Sie wird als Verstehen und Treue oder auch als Verrat durch den Über-Träger gedacht.

Und Übersetzungen vermitteln nicht nur zwischen verschiedenen Sprachen, sondern sie handeln auch deren Relation aus und thematisieren damit auch die Sprache als solche, indem sie sich in ein Verhältnis zu ihr setzen. Fraglich ist die Annahme eines gemeinsamen Grundes ‚jenseits‘ der jeweiligen Sprachen, weil ein jeweiliger Zusammenhang von Sprache und Denken, sowie Kultur (seit Schleiermacher) angenommen wird, und nicht gut als hintergehbar oder auflösber vorstellbar ist. Im Übersetzen werden aber nicht nur die Differenzen zwischen den (vermeintlich homogenen) Sprachen angetroffen, sondern auch solche in der jeweiligen Sprache.  Und gerade solche will das Seminar in die Aufmerksamkeit rücken.

Daher kommen auch gerade ‚Migrations’Aspekte zwischen und in den Sprachen zur Geltung, die nicht erst in den letzten Jahren besondere Relevanz erlangt haben. Wieviele Menschen sprechen und schreiben in einer anderen Sprache? Und wie sehr (oder gar nicht) hält die Bindung an die ‚Muttersprache‘, die der so wichtige romantische Übersetzungstheoretiker Schleiermacher ausgegeben hat, und die vor allem im Nationalismus des 19. Jh. eine beschränkende und normierende Dominanz gewann, die der Infragestellung dringend bedarf.

Dafür stehen theoretische und literarische Praktiken ein, die im Seminar herangezogen werden: von Kafka, Benjamin, Celan, Joyce, Cixous, Derrida, Tawada u.a..

In den letzten Jahrzehnten wurde Übersetzen auch in Hinsicht von interkulturellen Re­la­tio­nen, Operationen und Verhandlungen betrachtet. Diese Perspektive wird das Seminar ein­beziehen. Dabei werden problematische Voraussetzungen des Begriffs der Inter-Kulturalität: von gegebenen (homogenen?) Kulturen in Frage gestellt.

Das Seminar fokussiert insbesondere auf die Vielsprachigkeit und Andersprachigkeit der Texte.

Über die Texte und Materialien wird in Kooperation mit den Teilnehmer/innen entschieden. Melden Sie sich bitte bei Interesse: bettine.menke@uni-erfurt.de

Die Anmeldung erfolgt in der ersten Seminarsitzung, unter gegenwärtigen Bedingungen wird um eine email (jederzeit) an bettine.menke@uni-erfurt.de gebeten.

Die Literatur zum Seminar kann zugänglich gemacht werden durch eine Anmeldung im Moodle-Raum Übersetzungen (MA), Fragen diesbezüglich bitte an sarah.eckardt@uni-erfurt.de

The seminar-program includes important theoretical texts that reflect on translation, its im-/possibilities and principles, and its relation to language, as well as literary texts that in different ways thematices translations and reflect on the relation between ‘original’ and translations. Also included will be concepts of (so called) ‘intercultural’ transfers and the heterogeneity in each Language and/ or culture.

Literatur zur Vorbereitung

  • Frey, Hans Jost: Übersetzen, in ders.: Der unendliche Text, Ffm. 1990, 24-50.
  • Haverkamp, Anselm (Hg.): Die Sprache der Anderen, Frankf.a.M., 1997; darin die Texte von Derrida, Wills, Spivak.
  • Stockhammer, Arndt, Naguschewkski: „Die Unselbstverständlichkeit der Sprache (Einleitung)“, in dies. (Hg.): Exophonie, Andersspra­chig­keit (in) der Literatur, Berlin 2007, 7-27.
  • Störig, Hans Joachim (Hg.): Das Problem des Übersetzens, (= Wege der Forschung, Band 8), Darmstadt 1963.
  • Tawada, Yoko: Verwandlungen, (Tübinger Poetik Vorlesung), 1998/ 2001; dies.: Sprachpolizei und Spielpolyglotte, Tübingen (Konkursbuch) 2006/ 2011

Lehrveranstaltungen Archiv

Lehrveranstaltungen Archiv

WinSem 2019/2020

Komödien. Wiederholungen, Störungen, Späße (BA/MA)

In diesem Seminar sollen Komödien (von Aristophanes, Shakespeare, Moliere, Kleist, Tieck, Büchner, Nestroy, Beckett, Jelinek und Pollesch) gelesen und z.T. auch gesehen werden.

Perspektiviert werden diese Lektüren dadurch, dass die Komödie keine ordentliche Gattung ist, dass Komödien auf eine sehr unordentliche, ja obszöne Weise der Tragödie und auch den Poetiken erwidern, dass die Komödie die niedere lit. Form war. (So ist es nicht nur ein Zufall, dass die Komödie in Aristoteles‘ Poetik fehlt).

Komödien sind selbst ‚Wiederholungen‘ und lassen Aktionen und Späße in die Wiederholung(en) laufen. Seit der Antike kommen sie nach den Tragödien und sie kommentieren diese (komisch). Berühmt ist das Diktum von Karl Marx, dass sich in der Geschichte alles „zweimal ereignet“, „das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce“. Komödien konzipieren Handlungen und Charaktere in ganz anderer Weise als Tragödien: Im Raum der Komödie gibt es kein in sich konsistentes Handeln und Sprechen. Das zeigen insbesondere ‚Figuren‘ wie Pulcinella (Agamben) und Formen wie die Farce und die Posse. Und Komödien setzen sich zum Theater, auf dem sie sich ereignen, in ein spezifisches Verhältnis; sie bezeichnen es autoreferentiellen Wendungen, im komischen Bruch mit der dramatischen Illusion (und zwar von Aristophanes an).

Da die Komödie keine in sich geschlossene li­te­rarische Form ist, wurde sie zum einen immer abgewertet, zum andern kann sie aber – als Tragikomödie o.ä.  – auf die Tragödie übergreifen oder diese zu etwas anderem machen (z.B. Shakespeare The tempest). Dies, dass Komödien oder Lustspiele oder Farcen die Scheidung (auch) von Tragödie und Komödie nicht bestehen lassen, gilt insb. für deren neuere Beispiele.

Das Seminar kann mit seinen Komödienlektüren und –sichtungen als eine Ergänzung zu dem vom WinSem 2018/9 zum Lachen und zum Komischen dienen, aber auch ganz unabhängig von diesem besucht werden.

 

Performanz und Theatralität (MA)

Performanz gehört zu den zentralen Begriffen, mit denen sprachliche Äußerungen als Handlungen angesprochen werden. Dabei ergänzt die Perspektive der Performanz nicht nur die der Repräsentation oder Semantik, sondern steht zu dieser auch in Konkurrenz.

Das Seminar wird Austins Vorlesungen How to do things with words  das begründende Werk der Sprechakttheorie, zum Gegenstand von genauen Lektüren machen. Damit sollen die begrifflichen Gründe gelegt werden.

Dies soll auf die in literarischen Texten und an diese gerichtete(n) Fragen führen.

An Beispielen wird zu untersuchen sein, in welcher Weise die Dimension des Performativen für die Analyse literarischer Texte fruchtbar zu machen ist. Denn zwar scheint es offensichtlich zu sein, dass literarische Texte oder theatrale Aufführungen keine Ehen schließen oder Taufen vollziehen können (Austin).

Aber zum einen thematisieren literarische Texte oder theatrale Aufführungen Performative (wie Eide, Wetten, Kontrakte, Versprechen, Verhöre usw.) so, daß deren Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Problematiken vorgestellt werden.

Dazu gehören u.a. die theatralen Rahmenbedingungen von Performativen (Redebühnen, Skripte, Personen) des Rechts, der Politik usw.. Dazu gehört auch die Frage der Zeitlichkeit des Tuns, das die performativen Sprechakte doch sind: Wann und wodurch ist entschieden, dass und ob sie ge- oder mißlungen sind?

Zum zweiten spricht man in der Literaturwissenschaft auch davon, dass Texte performativ sind, dass sie etwas vollziehen oder aufführen. Wir wollen im Seminar genauer klären, wie das gemeint ist und die Begriffe sinnvoll zu verwenden sind (dahin gehören auch Vorschläge wie die, dass literarische Texte u.a. Verträge mit den Leser/innen schließen (und sie brechen), oder die Frage, ob sie testamentarische Kraft haben.

Es werden literarische Texte u.a. von Shakespeare, Moliere, Kleist, Büchner, und nach Vorschlägen der Seminarteilnehmer*innen herangezogen. Theoretische Ansätze zu diesen Fragen finden sich bei J. Derrida, S. Felman, J. Hillis Miller, u.a.

 

Das Komische / Die Politik (im Kino, auf dem Theater) (StuFu)

Es gibt einen Zusammenhang von Komik und Politik, die auf die antike Komödie zurückdatiert. Das Komische kommt als Wort von der Komödie her, die immer die niedere Form des Theaters war. Das Seminar wird sich also keineswegs nur der sog. Hoch-Komik widmen, sondern den durchaus niederen Formen und Figuren.

Von den klassischen Texten zum Komischen soll insbesondere H. Bergson beigezogen werden. Er fragt vor allem danach, warum 'wir' worüber lachen. Und situiert das Lachen an der Schwelle zwischen Kunst und Leben, Körper und Gesellschaft. Zudem lässt sich von Bergsons Thesen: zum Gegenstand werde das Mechanische, gelacht werde in Gesellschaft, um dieses zu strafen, absehen, dass Lachen keineswegs unbedingt befreiend oder emanzipatorisch ist.

Anders nimmt sich das aber aus, wenn slapstick-Filme (Chaplin, Keaton) angeschaut werden. Wie verhält sich komisches Agieren zum politischen Handeln?

Auch die Problematiken des Lachens und des Komischen, z.B. das rassistische, antisemitische oder sexistische Lachen sollen in den Blick genommen und gefragt werden: Ist Lachen befreiend (wie oft vermutet wird), oder entzaubernd, oder Strafe/ Übermacht von Einzelnen oder der Gesellschaft? Darf man über Schreckliches lachen und Witze machen, wie Roberto Begnini in "La vita é bella"? Dazu wäre Vorschläge aus dem Kreis der Seminarteilnehmer*innen zu Gegenständen sehr erwünscht. Was passiert, wenn Trump zum Lachgegenstand wird?

 

Eine Übersicht aller Lehrveranstaltungen der Jahre 1986 - 2019 finden Sie hier.