PD Dr. Madleen Podewski, M.A.
madleen.podewski@uni-erfurt.deDFG-Projektleiterin (Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft)
Postanschrift
Universität Erfurt
Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Postfach 90 02 21
99105 Erfurt
Lebenslauf
Kurzvita
- Oktober 2023-September 2026 von der DFG finanziertes Projekt (Modul „Eigene Stelle“) zu illustrierten Zeitschriften der DDR („Populärer Sozialismus auf dem Prüfstand. Wie illustrierte Zeitschriften der DDR die ‚Wende‘ bewältigen)
- 2017-2020 von der DFG finanziertes Projekt (Modul „Eigene Stelle“) zu illustrierten Zeitschriften des 19. Jahrhunderts, abgeschlossen mit einer Publikation zur „Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt“ („Akkumulieren – Mischen – Abwechseln. Wie die ‚Gartenlaube‘ eine anschauliche Welt druckt und was dabei aus ‚Literatur‘ wird“ Berlin 2020)
- 2015-2019 Vertretungs- und Gastprofessuren im Bereich der deutschen Literaturwissenschaft an der RWTH Aachen, der Freien Universität Berlin und der Philipps-Universität Marburg
- 2006-2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften/Germanistik an der Bergischen Universität Wuppertal
- 2003-2004 Visiting Research Fellow am Franz Rosenzweig Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History, University of Jerusalem
- Habilitation 2013 mit einer Monografie über „Komplexe Medienordnungen. Zur Rolle der Literatur in der deutsch-jüdischen Zeitschrift ‚Ost und West‘ (1901-1923)
- Promotion zum Dr. phil. mit einer Arbeit über Heinrich Heine („Kunsttheorie als Experiment. Untersuchungen zum ästhetischen Diskurs Heinrich Heines“)
- 1990-1997 Studium der Neueren und Älteren Literaturgeschichte und der Italianistik an der Freien Universität Berlin
- *1963
Forschung
Forschungsschwerpunkte
- Wissensgeschichte der Printmedienformate (v.a. der Periodika)
- Geschichte der Populärkulturen
- Wissens- und Literaturgeschichte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts
- Literatur des Vormärz
- deutsch-jüdische Literatur- und Kulturgeschichte
Aktuelles Forschungsprojekt
Populärer Sozialismus auf dem Prüfstand. Wie illustrierte Zeitschriften der DDR die ‚Wende‘ bewältigen
Im Projekt soll herausgearbeitet werden, wie illustrierte Zeitschriften der DDR mit der ‚Wende‘ und mit der Nachwendezeit umgegangen sind, ob und wie sie sich dabei verändert haben und welche Denk-, Wahrnehmungs- und Orientierungsmuster sie als DDR-geprägte Medien in einer Phase gravierender politischer, gesellschaftlicher und kultureller Umstrukturierungen anbieten konnten. Beim gegenwärtigen Forschungsstand hat das Projekt explorativen Charakter und bearbeitet die Fragestellung exemplarisch an drei Illustrierten. Sie sind so ausgewählt, dass eine möglichst große Spannbreite bei der Titelgestaltung erfasst wird: Die NBI (Neue Berliner Illustrierte, 1945-1991) als klassische, auf ein vielfältig interessiertes Massenpublikum ausgerichtete Wochenillustrierte wird flankiert von zwei sehr unterschiedlichen Special-Interest-Magazinen: von der armeerundschau (1956-1990), die sich als wertvolles Ratgeber-, Informations- und Unterhaltungsorgan für jugendliche Armeeangehörige und ihr familiäres Umfeld gibt und vom filmspiegel, der als buntes Blatt für Filminteressierte Beiträge zu Kino und Fernsehen bringt. Der Untersuchungszeitraum beginnt mit 1985, damit die spätsozialistische Prägung der Titel auf einer soliden Materialbasis erfasst und schließlich eingeschätzt werden kann, wie weit sie sich bei der Auflösung ihres Herkunftsraums ‚DDR‘ verändern.
Die Analysen machen kommunikationswissenschaftliche und wissensgeschichtliche Perspektiven und Erkenntnisse der internationalen periodical und magazine studies und der jüngeren Zeitschriftenforschung fruchtbar und betrachten die illustrierten Zeitschriften als Produkte einer bestimmten Form journalistischen Handelns. Es ist von Regeln und Routinen für die Moderation und Koordination eines doppelten Anspruchs geprägt: einerseits effektiv für den Sozialismus zu wirken (Orientierung an einer parteipolitisch definierten Pressefunktion) und andererseits ein traditionsreiches populäres Zeitschriftenformat fortzuführen und zu modifizieren (formatgeschichtliche Orientierung). Dabei entsteht ein populärer Illustrierten-Sozialismus, bei dem die Konzeptionen von ‚Sozialismus‘ unter Aufsicht der Kontrollinstanzen an die Medialität illustrierter Zeitschriften delegiert sind. Für ihn ist das periodische Prozessieren von gemischten Heftdruckordnungen zentral. Mit deren Analyse richtet sich das Projekt dann auf die basalen, epistemisch relevanten Wahrnehmungs-, Orientierungs- und Wertungsmuster, die diesem populären Sozialismus innewohnen und auf die Spannungen, die in ihm rumoren und um die ‚Wende‘ herum deutlicher hervortreten.
Damit stellt das Projekt populäre illustrierte Zeitschriften als wichtige Modellierungsinstanzen von ‚Spätsozialismus‘, ‚Wende‘ und ‚Nachwende‘ dar. Es wird Wesentliches beitragen zu einer differenzierteren Betrachtung spätsozialistischer und ‚Wende‘-bedingter Binnendynamiken in der DDR bzw. in Ostdeutschland.
Tagung: Populäre Medien in der "Wende"
Exposé
hier geht es zu der Tagungsseite
Die Tagung will die gravierenden Veränderungen in den Fokus nehmen, die sich im Bereich der populären (Massen-)Medien während und nach der ‚Wende‘ in der DDR / in Ostdeutschland vollzogen haben. Dabei handelt es sich um einen Sektor, der nicht nur von hoher Bedeutung für die Ausbildung einer spezifischen DDR-Kultur war, sondern - gerade deshalb - ebenso für eine
ostdeutsche ‚Wende‘- und Nachwende-Kultur. Die Veränderungsdynamiken in diesem Segment und die Frage, wie sie angemessen erfasst werden können, sollen im Zentrum der Tagung stehen. Zu berücksichtigen ist dabei vor allem die besondere Beziehung zwischen ‚Massen‘ und ‚Populärkultur‘, die etablierten Fragestellungen und Interpretationsansätzen meist aus dem Blick gerät. Das betrifft zum einen den quasi automatisierten Kurzschluss zwischen ‚Massenkultur‘ und sozialistischer Ideologie, mit dem dann etwa die Massenmedien der DDR nicht viel mehr sind als die „schärfste Waffe der Partei“.
Zum anderen gilt das für die konstitutive Rolle, die ein ‚freier Markt‘ für die etablierten Modellierungen von Populärkulturen spielt. In der DDR und während und kurz nach der Wende herrschten aber andere Bedingungen, in denen schon in der DDR das Verhältnis zwischen massenhafter Relevanz, befohlener und Konsens-Popularität oder zwischen staatlicher Kontrolle, Mangelwirtschaft und Bevölkerungsbedürfnissen und dann in Wendezeiten zwischen politischer und ökonomischer Einflussnahme (Stichwort: Treuhand) und einem zunächst kaum regulierten ‚Markt‘ sehr viel komplexer ist.
Diesen Bedingungsgefügen will die Tagung ein Stück weit auf die Spur kommen, und zwar mit einer doppelten Ausrichtung: Zum ersten mit detaillierten Einzelfallstudien, die abseits der üblichen großen Erzählungen von der Ersetzung ideologischer Indoktrination durch Presse- und Marktfreiheit den Blick offen halten für anders gelagerte Wende-Dynamiken. Zum zweiten mit
Fragen nach geeigneten Erschließungsmethoden für die ‚ostdeutsche‘ Spezifik dieser Konstellationen und Prozesse: Inwieweit sind die einschlägig etablierten Interpretationsmuster (z.B. der Transformationsgeschichtsschreibung, der Mediensozialgeschichte, verschiedener Richtungen der Populärkulturforschung, der Netzwerktheorien, der periodical studies, auch der best practices für Digitalisierungsverfahren und Zeitzeugenbefragungen etc.) überhaupt für die Erschließung dieser ‚ostdeutschen‘ Verhältnisse geeignet oder müssen sie modifiziert oder gar durch andere Perspektiven ersetzt werden? Im Zentrum sollen die Printmedien stehen, Ausblicke auf Film, Fernsehen und Radio sind aber im Sinne einer weitergehenden Kontextualisierung gleichermaßen wichtig.
Programm
25.6. 2026
10.00 - 10.15 Begrüßung
10.15 - 11.15 Michael Kuhlmann, Krefeld: „Was will ich mit dem Mikrofon machen, jetzt wo ich darf?“ - das DDRJugendradio DT64
Kaffeepause 15 min
11.30 - 12.30 Nikolai Okunew, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung / BMBF „Das mediale Erbe der DDR“ „Ersatzsound für die Wiedervereinigung“: Heimatkonstruktionen in ostdeutschen Volksmusiksendungen der 1990er Jahre
Mittagspause 60 min
13.30 bis 14.30 Andreas Morgenstern, Museums- und Archivleiter in Schiltach/Schwarzwald: Die Fuwo 1989-1992 – Von der letztlich erfolglosen Suche nach einer Zukunft für das einstige Organ des Fußballverbands der DDR
14.30 bis 15.30 Alexander Wagner, Bergische Universität Wuppertal: Gemischte Gefühle. Die Super Illu als emotionales Gegenüber im ostdeutschen Transformationsgeschehen
Kaffeepause 30 min
16.00 - 17.00 Vincent Fröhlich, Universität Marburg / Universität Erlangen: Was heißt hier populär? FF DABEI im Transfer von der DDR zur Milchstraßen-Logik
17.00 - 18.00 Maria Löblich, Freie Universität Berlin: Die Redaktion der Berliner Zeitung und der Diskurs über die Staatssicherheit nach 1989
19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen
26.6.2026
09.30 - 10.30 Franziska Schedewie, Universität Heidelberg: Abseits von Sputnik: Interne sowjetische Berichte und Instruktionen zu DDR-Presse und Pressekontakten 1986-1988
10.30 - 11.30 Mandy Tröger, Universität Tübingen: Die Rolle der Treuhand bei der Privatisierung ostdeutscher Zeitungsverlage: Das Beispiel Thüringen
Mittagspause 60 min
12.30 - 14.00 Paneldiskussion: Populäre (Print-)Medien in Umbruchszeiten - Forschungsfragen, Methoden, Desiderata (Arbeitstitel)
Oliver Scheiding und Jutta Ernst, Universität Mainz, International Research Initiative „Transnational Periodical Cultures“
Patrick Rössler, Universität Erfurt, Interdisziplinäre Forschungsstelle für historische Medien
Christiane Kuller, Universität Erfurt, BMBF-Projekt „Diktaturerfahrung und Transformation. Biografische Verarbeitungen und gesellschaftliche Repräsentationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren“
Carola Hähnel-Mesnard, Universität Lille; Erschließung der DDR-Kulturzeitung Sonntag
Moderation: Madleen Podweski, Universität Erfurt
14.30 - 15.30 Patrick Rössler: Führung durch das Archiv der Interdisziplinären Forschungsstelle für historische Medien (Steinplatz 2, 99085 Erfurt)
Publikationen
Monographien
Kunsttheorie als Experiment. Untersuchungen zum ästhetischen Diskurs Heinrich Heines. Frankfurt am Main u.a. 2002 [Dissertationsschrift].
Komplexe Medienordnungen. Zur Rolle der Literatur in der deutsch-jüdischen Zeitschrift Ost und West (1901-1923). Bielefeld 2014 [Habilitationsschrift].
Akkumulieren – Mischen – Abwechseln. Wie die Gartenlaube eine anschauliche Welt druckt und was dabei aus 'Literatur' wird. Berlin 2020 (open access, Refubium Freie Universität Berlin: dx.doi.org/10.17169/refubium-28136)
Heinrich Heine. Emanzipation in Zeiten des Umbruchs (Reihe Humanistische Porträts, herausgegeben von der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg, 8). Würzburg 2021.
Herausgeberschaften
Populäres Judentum. Medien – Debatten – Lesestoffe. Tübingen 2009 (Hrsg. zusammen mit Christine Haug und Franziska Mayer).
Wissenskulturen des Vormärz. Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. 2011. Bielefeld 2012 (Hrsg. zusammen mit Gustav Frank).
Text – Material – Medium. Zur Relevanz editorischer Dokumentation für die literaturwissenschaftliche Interpretation. Berlin, Boston 2014 (Hrsg. zusammen mit Wolfgang Lukas und Rüdiger Nutt-Kofoth).
Aktualität des Apokalyptischen. Zwischen Kulturkritik und Kulturversprechen. Würzburg 2015 (Hrsg. zusammen mit Olaf Briese und Richard Faber).
Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft: 2018, 2019, 2020, 2021 (zusammen mit Andreas Blödorn)
Editionen
Karl Gutzkow: Ueber Göthe im Wendepunkte zweier Jahrhunderte. Mit weiteren Texten Gutzkows zur Goethe-Rezeption im 19. Jahrhundert herausgegeben von Madleen Podewski (Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe, Abteilung IV, Band 3). Münster 2019.
Aufsätze
Der Gott in unseren Küssen. Anmerkungen zu Heines Konzeptualisierung einer „Emanzipation des Fleisches“ in Seraphine. In: Frank, Gustav; Kopp, Detlev (Red.): „Emancipation des Fleisches“. Erotik und Sexualität im Vormärz. Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. 1999. Bielefeld 1999, S. 355-367.
Fragment und Journal: frühromantische und jungdeutsche Sprechorte. In: Bunzel, Wolfgang; Stein, Peter; Vaßen, Florian (Hrsg.): Romantik und Vormärz. Zur Archäologie literarischer Kommunikation in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bielefeld 2002, S. 145-161.
Ästhetik und Chemie. Frühromantische Experimente zwischen Kunst und Naturwissenschaft – eine Problemskizze. In: Internationales Jahrbuch der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft 2002, S. 13-26.
Das Subjekt zwischen zwei Nationen. Figuren von Interkulturalität in Heinrich Heines Über die französische Bühne In: Füllner, Bernd; Höhn, Gerhard (Red.): Deutsch-französischer Ideentransfer im Vormärz. Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. 2002. Bielefeld 2003, S. 141-158.
Sprachtrümmer und Experimentalkulturen. Von Marinetti und Dada zur Konkreten Poesie. In: Frank, Gustav; Palfreyman, Rachel; Scherer, Stefan (Hrsg.): Modern Times? German Literature and Arts Beyond Political Chronologies / Kontinuitäten der Kultur: 1925-1955. Bielefeld 2004, S. 221-235.
Konzeptionen der Unverständlichkeit um und nach 1800: Friedrich Schlegel und Heinrich Heine. In: Heinen, Sandra; Nehr, Harald (Hrsg.): Krisen des Verstehens um 1800. Würzburg 2004, S. 55-73.
Zwischen „Hellenen“ und „Barbaren“: Artifizielle Repetitionen in Heinrich Heines letztem Gedicht. In: Martus, Steffen; Scherer, Stefan; Stockinger, Claudia (Hrsg.): Lyrik im 19. Jahrhundert. Historische Gattungspoetik als Reflexionsmedium einer kulturwissenschaftlichen Germanistik. Bern 2004, S. 327-344.
Dichtung aus der Sternenperspektive: Eugen Gomringers konstellationen. In: Bergengruen, Maximilian; Giurato, Davide; Zanetti, Sandro (Hrsg.): Konstellationen. Gestirn und Literatur im 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 2005, S. 151-162.
Familien aus der Zeitschrift. Zur populären Modellierung jüdischer Identität in deutsch-jüdischen Zeitschriften vom Anfang des 20. Jahrhunderts. In: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 15 (2005), S. 125-151.
Triviale Erzählstile als alternative Komplexitäten: Versuch einer historischen Rekonstruktion. In: KODIKAS/CODE. Ars Semeiotika 30 (2007), H. 1, S. 79-91.
Geister, Helden und Pyrker. Zur Integration von Gattungsnormen und Herrscherhistoriographie in Tunisias. In: Füllner, Bernd; Füllner, Karin (Hrsg.): „Von Sommerträumen und Wintermärchen“. Versepen im Vormärz. Bielefeld 2007, S. 59-74.
Begrenzte Zirkulationen: Zur Positionierung deutsch-jüdischer Zeitschriftenliteratur im literarischen Feld um 1900. In: Ernst, Petra; Lamprecht, Gerald (Hrsg.): Konzeptionen des Jüdischen - kollektive Entwürfe im Wandel. Innsbruck, Wien, München, Bozen 2008, S. 218-232.
Marginalisiertes Judentum. Zur erzählerischen Positionierung jüdischer Identität in Barbara Honigmanns Eine Liebe aus nichts. In: Hödl, Klaus (Hrsg.): Kulturelle Grenzräume im jüdischen Kontext. Innsbruck 2008, S. 133-149.
Die Unterhaltungsseite als Kontext: Irmgard Keuns Zeitungs- und Zeitschriftenpublikationen. In: Scherer, Stefan (Hrsg.): Irmgard Keun. München 2008 (edition text + kritik, 183), S. 47-57.
Literatur in/und Zeitschriften. Zur Relevanz eines Mediums für die Textinterpretation am Beispiel von Vicki Baums Erzählung Rafael Gutmann aus Ost und West (1911). In: Haug, Christine; Mayer, Franziska; Podewski, Madleen (Hrsg.): Populäres Judentum. Lesestoffe – Medien – Debatten. Tübingen 2009, S. 121-132.
Einleitung. In: Haug, Christine; Mayer, Franziska; Podewski, Madleen (Hrsg.): Populäres Judentum. Lesestoffe – Medien – Debatten. Tübingen 2009, S. 1-17 (zusammen mit Christine Haug und Franziska Mayer).
Sexualität und Gewalt im Spiegel von ‚Reden‘ und ‚Handeln‘: Textuelle Konkretisierungsverfahren zwischen Zeichendeutung und Referentialisierung in der Komödie Der Hofmeister von J. M. R. Lenz. In: KODIKAS/CODE. Ars Semeiotica 32 (2009), H. 3-4, S. 311-325 (zusammen mit Andreas Blödorn).
Kultur – Zeit – Schrift. Literatur- und Kulturzeitschriften als ‚kleine Archive‘. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 34 (2009), H. 2, S. 1-45 (zusammen mit Gustav Frank und Stefan Scherer).
Antisemitismus als Generator von Differenz. Else Lasker-Schülers Drama Arthur Aronymus und seine Väter. In: Barth; Johannes; Neumann, Stefan (Hrsg.): Auf meines Herzens Bühne – 100 Jahre Else Lasker-Schülers Schauspiel Die Wupper. Wuppertal 2012, S. 113-129.
Denkfiguren. Prolegomena zum Zusammenhang von Wissen(schaft) und Literatur im Vormärz. In: Wissenskulturen des Vormärz. Jahrbuch Forum Vormärz Forschung e.V. 2011. Bielefeld 2012, S. 11-53 (zusammen mit Gustav Frank).
Medienspezifika zwischen ‚Vormärz‘ und ‚Realismus‘: Gutzkows Unterhaltungen am häuslichen Herd. In: Lukas, Wolfgang; Schneider, Ute (Hrsg.): Karl Ferdinand Gutzkow – Publizistik, Literatur und Buchmarkt zwischen Vormärz und Gründerzeit. Wiesbaden 2013, S. 69-86.
Der Tolpatsch in Zeitschrift und Buch. Eine Fallstudie zur Funktionalität von Literatur in medialen Umfeldern. In: Hamann, Christof; Scheffel, Michael (Hrsg.): Berthold Auerbach. Ein Autor im Kontext des 19. Jahrhunderts“. Göttingen 2013, S. 63-79.
„Zürnt ihr mir? Daß ich ein Bild gewählet/Aus der Unglücksjahre wüstem Drang?“ Henriette Frölichs frühsozialistischer Utopieroman Virginia oder Die Kolonie von Kentucky. In: Eke, Norbert Otto; Füllner, Karin; Vidal, Francesca (Hrsg.): „Zuckererbsen für jedermann“. Literatur und Utopie. Heine und Bloch heute. Bielefeld 2014, S. 11-123.
Zur Bedeutung von Materialität und Medialität für Edition und Interpretation. Eine Einführung. In: Lukas, Wolfgang; Nutt-Kofoth, Rüdiger; Podewski, Madleen (Hrsg.): Text – Material – Medium. Zur Relevanz editorischer Dokumentationen für die literaturwissenschaftliche Interpretation. Berlin, Boston 2014, S. 1-22 (zusammen mit Wolfgang Lukas und Rüdiger Nutt-Kofoth).
Wie Mannigfaltiges gedruckt wird: Sortierungspraktiken im ‚kleinen Archiv‘ der Zeitschrift. In: Sprache und Literatur 45 (2014), H. 2 (Themenheft: Zeitschrift als Archiv, hrsg. von Susanne Düwell und Nicolas Pethes), S. 25-37.
Wie der Ullstein-Verlag ‚Werk‘ und ‚Autor‘ in Bewegung versetzt: Zu Vicki Baums Menschen im Hotel. In: Oels, David; Schneider, Ute (Hrsg.): „Der ganze Verlag ist einfach eine Bonbonniere“. Ullstein in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Leipzig 2014. Berlin, München, Boston 2015, S. 207-221.
Einleitung. In: Briese, Olaf; Faber, Richard; Podewski, Madleen (Hrsg.): Aktualität des Apokalyptischen. Zwischen Kulturkritik und Kulturversprechen. Würzburg 2015, S. 7-36 (zusammen mit Olaf Briese und Richard Faber).
Medienarbeiter in der Weimarer Republik. Rudolf Frank zwischen Film, Presse, Rundfunk und Theater. In: Winckler, Lutz, in Zusammenarbeit mit Jäcker, Ursula und Kosmol, Cornelia (Hrsg.): Geschichten erzählen als Lebenshilfe. Beiträge zum literarischen und künstlerischen Werk Rudolf Franks. Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz 2015, S. 73-81.
„Aber dies Stück Romantik wird uns erspart bleiben...“ Zur Relevanz der Romantik für Fontanes Realismus. In: Delf von Wolzogen, Hanna; Faber, Richard (Hrsg.): Theodor Fontane: Dichter und Romancier. Seine Rezeption im 20. und 21. Jahrhundert. Würzburg 2015, S. 51-65.
Krieg in ‚kleinen Archiven‘. Überlegungen zum Umgang mit der Medienspezifik der Zeitschrift. In: Ernst, Petra (Hrsg.): Deutschsprachig-jüdische Publizistik zur Habsburgermonarchie im Zeichen des Ersten Weltkrieges – Medialität, Ästhetik, Sinnvermittlung. Innsbruck, Wien, Bozen 2015, S. 11-25.
Abbilden und veranschaulichen um 1900. Verhandlungen zwischen Texten und Bildern in der Gartenlaube. Illustrirtes Familien-Blatt. In: Igl, Natalia; Menzel, Julia (Hrsg.): Illustrierte Zeitschriften um 1900. Mediale Eigenlogik, Multimodalität und Metaisierung. Bielefeld 2016, S. 219-230.
Mediengesteuerte Wandlungsprozesse: Zum Verhältnis zwischen Text und Bild in illustrierten Zeitschriften der Jahrhundertmitte. In: Mellmann, Katja; Reiling, Jesko (Hrsg.): Literarische Öffentlichkeit im mittleren 19. Jahrhundert. Vergessene Konstellationen literarischer Kommunikation zwischen 1840 und 1885. Berlin u.a. 2016, S. 61-79.
Wissensanreicherung in Serie. Archivierungspraktiken im Kolportageroman des 19. Jahrhunderts (Karl May: Der verlorne Sohn oder Der Fürst des Elends. Roman aus der Criminal-Geschichte, 1884-1886). In: Gretz, Daniela; Pethes Nico (Hrsg.): Archivfiktionen. Dispositive des Sammelns, Speicherns und Publizierens in der Literatur des langen 19. Jahrhunderts. Freiburg 2016, S. 317-334.
Zwischen Sichtbarem und Sagbarem: Illustrierte Magazine als Verhandlungsorte visueller Kultur. In: Leiskau, Katja; Rössler, Philipp; Trabert, Susann (Hrsg.): Deutsche illustrierte Presse. Journalismus und visuelle Kultur in der Weimarer Republik. Baden-Baden 2016, S. 39-58.
„Blätter und Blüten“ und Bilder. Zur medienspezifischen Regulierung von Text-Bild-Beziehungen in der Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt. In: Berg, Gunhild; Gronau, Magdalena; Pilz, Michael (Hrsg.): Zwischen Literatur und Journalistik. Generische Formen in Periodika des 18. bis 21. Jahrhunderts. Heidelberg 2016, S. 153-173.
Zeitungen, Almanache, Taschenbücher und Kalender: Annette von Droste-Hülshoffs Printmedien. In: Nutt-Kofoth, Rüdiger (Hrsg.): Literaturgeschichte als Problemfall. Zum literaturhistorischen Ort Annette von Droste-Hülshoffs und der ‚biedermeierlichen‘ Autoren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Droste-Jahrbuch 11, 2015/16). Hannover 2017, S. 255-273.
‚Realistisches Judentum‘ aus der Familienzeitschrift. Zu Wilhelm Raabes Holunderblüte in Über Land und Meer. Allgemeine Illustrirte Zeitung. In: Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2017, S. 3-22.
Wie sich Fremdes in eine bürgerliche Ehe integrieren lässt und dabei realistische Darstellungsverfahren auf die Probe gestellt werden. Zu Friedrich Spielhagens Das Skelet im Hause. Novelle (1878). In: Jiang, Aihong; Japp, Uwe (Hrsg.): Wirklichkeit und Fremdheit in Erzähltexten des deutschen Realismus. Frankfurt am Main u.a. 2017, S. 109-119.
Zwischen Bild und ‚Bild‘. Verhandlungen des Bildparadigmas in Europa. Chronik der gebildeten Welt (1835-1844). In: Althaus, Thomas (Hrsg.): Darstellungsoptik. Bild-Erfassung und Bilderfülle in der Prosa des 19. Jahrhunderts. Bielefeld 2018, S. 129-148.
Schreiben in der/für die Populärkultur. In: Frank, Gustav; Scherer, Stefan (Hrsg.): Hans Fallada Handbuch. Berlin 2019, S. 105-118.
Jüdische Identitätsmodelle aus Prag. Auguste Hauschners Roman Die Familie Lowositz. In: Stifter Jahrbuch. Neue Folge 32 (2018), S. 87-99.
‚Kleine Archive‘ in den Digital Humanities. Überlegungen zum Forschungsobjekt ‚Zeitschrift‘. In: Huber, Martin; Krämer, Sibylle (Hrsg.): Wie Digitalität die Geisteswissenschaften verändert: Neue Forschungsgegenstände und Methoden (Sonderband 3 der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften). Online-Publikation.
Nachwort. In: Karl Gutzkow: Ueber Göthe im Wendepunkte zweier Jahrhunderte. Mit weiteren Texten Gutzkows zur Goethe-Rezeption im 19. Jahrhundert herausgegeben von Madleen Podewski (Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe, Abteilung IV, Band 3). Münster 2019, S. 213-237.
„Was aber schön ist, selig scheint es in ihm selbst.“ Was wird aus Mörikes Auf eine Lampe in Zeitung und Buch? In: Beck, Andreas; Kaminski, Nicola; Mergenthaler, Volker; Ruchatz, Jens (Hrsg.): Visuelles Design. Die Journalseite als gestaltete Fläche. Visual Design. The Periodical Page as Designed Surface. Hannover 2019, S. 261-286 (zusammen mit Gustav Frank).
Moderne im Druck. Wie die Frühromantiker und Heinrich Heine publizieren. In: Faber, Richard (Hrsg.): Romantik und Moderne. Tagung der Internationalen Novalis-Gesellschaft 1. bis 5. Mai 2019. Würzburg 2022, S. 305-315.
The Object of Periodical Studies. In: Ernst, Jutta; von Hoff, Dagmar; Scheiding, Oliver (Hrsg.): Periodical Studies Today: Multidisciplinary Analysis. Leiden/Boston 2022, S. 29-53 (zusammen mit Gustav Frank).
Was Schreibformen und Zeitschriften im ‚Experimentierfeld Vormärz‘ miteinander zu tun haben: Europa. Chronik der gebildeten Welt (1835, Heft 1-10). In: Gretz, Daniela; Krause, Marcus; Pethes, Nicolas (Hrsg.): Miszellanes Lesen – Miszellanes Lesen. Reading Miscellanies – Miscellaneous Reading. Hannover 2022, S. 121-140.
‚Kleine Archive‘. In: Fazli, Sabina; Scheiding, Oliver (Hrsg.): Handbuch Zeitschriftenforschung. Bielefeld 2022 (zum Druck angenommen; erscheint im November 2022).
Vor dem Durchbruch – frühe Erzählungen. In: Bertschik, Julia; Frank, Gustav; Hofeneder, Veronika; Jung, Werner (Hrsg.): Vicki Baum. Sonderband der Edition text & kritik. München 2022, S. 3-10.
Handbuch- und Lexikonartikel
Heinrich Heine. In: Internationales Editionsprojekt Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe (http://www.gutzkow.de).
Telegraph, Telegraphie. In: Internationales Editionsprojekt Gutzkows Werke und Briefe. Kommentierte digitale Gesamtausgabe (http://www.gutzkow.de).
Kontext. In: Lauer, Gerhard; Ruhrberg, Christine (Hrsg.): Lexikon Literaturwissenschaft. Hundert Grundbegriffe. Stuttgart 2011, S. 154-156.
Novellenpoetik. In: Scherer, Stefan; Stockinger, Claudia (Hrsg.): Ludwig Tieck. Leben - Werk - Wirkung. Berlin, Boston 2011, S. 353-364 (zusammen mit Wolfgang Lukas).
Schnitzler und der Buch- und Zeitschriftenmarkt seiner Zeit. In: Jürgensen, Christoph; Lukas, Wolfgang; Scheffel, Michael (Hrsg.): Arthur Schnitzler. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart 2014, S. 52-56.
Thomas Mann: Der Weg zum Friedhof. In: Blödorn, Andreas; Marx, Friedhelm (Hrsg.): Thomas Mann. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart 2015, S. 103.
Journalliteratur. In: Eke, Norbert Otto (Hrsg.): Vormärz-Handbuch. Bielefeld 2020, S. 602-610.
Familien- und Rundschauzeitschriften. In: Parr, Rolf; Radecke, Gabriele; Trilcke, Peer; Bertschik, Julia (Hrsg.): Theodor-Fontane-Handbuch. Berlin 2023, S. 89-96.
Massenpresse. In: Parr, Rolf; Radecke, Gabriele; Trilcke, Peer; Bertschik, Julia (Hrsg.): Theodor-Fontane-Handbuch. Berlin 2023, S. 1222-1227.
Fontane und die Romantik. In: Parr, Rolf; Radecke, Gabriele; Trilcke, Peer; Bertschik, Julia (Hrsg.): Theodor-Fontane-Handbuch. Berlin 2023, S. 168-171.
Zeitschriften. In: Lickhardt, Maren; Krause, Robert (Hrsg.): Handbuch Weimarer Republik. Literatur und Kultur. Stuttgart (zusammen mit Gustav Frank, zum Druck angenommen, erscheint 2023).

