Aktuelles
Am 1. Oktober 2025 startete unser neues Projekt: „Teach DEAF: Erfahrungen gehörloser und schwerhöriger Menschen im geteilten Deutschland. Erstellung barrierearmer Unterrichtsmaterialien für Gehörlosen- und Regelschulen". Das Projekt wird gefördert durch das Programm „Jugend erinnert" bei der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch das Förderprogramm „Barriereabbau", Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen für 2025-2026.
Am 1. Februar 2026 startet unser neues Projekt: „Stumm gemacht". Dieses Interviewprojekt zielt darauf ab, die Erfahrungen tauber Schüler*innen in Gehörlosenschulen und -internaten zwischen den 1960er und 1990er Jahren in Sachsen und Thüringen der DDR zu erforschen.
Vortrag "Fragen-Zuhören-Spuren wechseln"
Am 8. und 9. Oktober 2026 ist die Oral-History-Forschungsstelle beim interdisziplinären Praxisworkshop zur Oral History “Die Aufnahme … läuft” des Lern- und Erinnerungsortes Notaufnahmelager Gie´ßen vertreten. Dr. Agnès Arp spricht am 9. Oktober zum Thema “Fragen-Zuhören-Spuren wechseln?”.
Das Zukunftszentrum präsentiert: Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen
Am Samstag, den 17. Oktober 2026 wird die Oral-History-Forschungsstelle auf dem Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen, Lizenz Nr. 15 vertreten sein. Dieser wird präsentiert vom Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation und findet statt im neuen theater Halle (Saale). Weitere Informationen
Erzählcafé: Opa war (k)ein Nazi? Austausch zum schwierigen Umgang mit NS-Geschichte in den Familien der Deutschen
Am Sonntag, den 1. November 2026 um 16 Uhr laden wir im Rahmen der “Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte” herzlich zum Austausch zum schwierigen Umgang mit NS-Geschichte in den Familien der Deutschen ein. Das Erzählcafé findet statt im Kulturzentrum mon ami in Weimar. Weitere Infos
Erzählcafé Vieselbach - Zwischen Aufbruch und Veränderung - Erinnerungen an die Zeit um 1989
Am Dienstag, den 4. November ab 14 Uhr laden wir Sie in Kooperation mit der Volkshochschule Erfurt und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen herzlich zum “Erzählcafé Vieselbach - Zwischen Aufbruch und Veränderung - Erinnerungen an die Zeit um 1989” im Seniorenpflegeheim AWO “Am Park” in Vieselbach ein.
Die Jahre um 1989 waren für viele Menschen im Osten eine Zeit großer Veränderungen. Wir wollen mit Ihnen ins Erinnern kommen: Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Im Erzählcafé möchten wir in ruhiger Runde miteinander ins Gespräch kommen und persönliche Geschichten aus dem Leben teilen. Im Mittelpunkt stehen Zuhören, Erinnern und der Austausch unterschiedlicher Erfahrungen in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre.
Lesung von Don Pablo Mulemba: Hundeheimat. Der Osten, meine Familie und andere Rätsel
Am Donnerstag, den 12. November 2026 um 20:15 Uhr laden wir Sie herzlich zur Lesung von Don Pablo Mulemba im FRANZ MEHLHOSE ein. Er liest aus seinem Buch “Hundeheimat. Der Osten, meine Familie und andere Rätsel”.
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz – und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder. Es waren die «Springerstiefeljahre», ihren Freund Amadeu Antonio prügelte man in Eberswalde auf offener Straße zu Tode. Die Familie wurde zerrissen: Die Eltern sahen keine Perspektive mehr, wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden.
Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führen. Don Pablo Mulembas Geschichte ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands: mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen – packend, nah und authentisch erzählt.
Die Lesung wird moderiert von Anna-Lisa Antz.
22. Online-Interpretationswerkstatt Oral History
Am 23. November 2026 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 21. Online-Interpretationswerkstatt Oral History mit Laura Kuzaj (FSU Jena) ein.
Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.
23. Online-Interpretationswerkstatt Oral History
Am 25. Januar 2027 von 17 bis 19 Uhr s.t. laden wir Sie herzlich zu unserer 22. Online-Interpretationswerkstatt Oral History ein.
KI und Oral History: Dennis Möbus, Institut für Geschichte und Biographie der FernUni in Hagen, beschäftigt sich mit der Anwendung von KI in hermeneutischen Arbeitsprozessen: kann KI bei der Interpretation lebensgeschichtlicher Interviews unterstützen oder sogar selbst Interpretationsansätze liefern? Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich aus der Anwendung von KI in der historischen und qualitativen Forschung? Auf Grundlage konkreter Interviewpassagen sollen verschiedene Szenarien vorgestellt und diskutiert werden.
Anmeldungen nehmen wir unter OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de bis eine Woche vor dem Termin entgegen.
Unsere nächsten Termine sind 22. März 2027, 24. Mai 2027, 27. September 2027 und 22. November 2027.

