Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Seminar für Literaturwissenschaft)

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Mitarbeitergebäude 1 / Raum 413

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nach Vereinbarung

Koordinatorin des Nachwuchskollegs "Texte. Zeichen. Medien" (Seminar für Literaturwissenschaft)

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Projektskizze

Projektskizze

Reißende Stellen. Orte des Schreibens in Wolfgang Hilbigs Romanen (Arbeitstitel)

Das angestrebte Projekt zielt auf eine textorientierte Anknüpfung an die Forschung zu den Werken Wolfgang Hilbigs und auf bislang noch nicht im Fokus stehende Überlegungen zur Schreibszene in seinen Romanen Eine Übertragung„Ich“ und Das Provisorium. Untersucht werden soll, wie in Szenen des Schreibens der Schreibakt und das Geschriebene zusammenfallen und inwieweit dies mit den topographischen Konstellationen der Szenen korrespondiert. Einerseits sollen im Zuge dieses Projekts die Orte, an denen die Protagonisten schreiben, in Bezug zum Verfahren der Textproduktion gesetzt werden. Andererseits soll der Riss, der durch die Szenen des Schreibens und die Konvergenz von Schreibprozess und -produkt evoziert wird, hinsichtlich seines topographischen Status analysiert werden. Aufgrund der Betrachtung von Schreibakten und deren Topographie stellt das Projekt auch grundlegende Fragen nach der Bedingtheit des literarischen Schreibens in der Deutschen Demokratischen Republik und der Reziprozität von Schreiben und politischem System. Dabei soll nicht nur analysiert werden, inwieweit kulturelle Aspekte und politische Dependenz in die Romane Einzug gehalten haben, sondern auch, wie ihre literarische Verarbeitung diese Aspekte nach der deutschen Wiedervereinigung problematisiert.

Wissenschaftlicher Werdegang

Wissenschaftlicher Werdegang

ab Februar 2022 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur „Neuere deutsche Literaturwissenschaft“ bei apl. Prof. Dr. Dietmar Schmidt, Koordinatorin des Nachwuchskollegs "Texte. Zeichen. Medien"

Januar 2020 bis Januar 2022 | Christoph-Martin-Wieland-Stipendium der Universität Erfurt, Mitglied im Forum: Texte. Zeichen. Medien.

ab Oktober 2019 | Promotionsstudium Literaturwissenschaft, Universität Erfurt

August 2019 bis Oktober 2019 | Promotionsvorbereitungsstipendium der Philosophischen Fakultät, Universität Erfurt

März 2017 bis September 2019 | Tätigkeit als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (bei Herrn apl. Prof. Dr. Dietmar Schmidt)

Oktober 2016 bis Juli 2019 | Unterstützung bei der Erstellung wissenschaftlicher Beiträge für den Internetauftritt der Literaturwissenschaft

Oktober 2016 bis September 2019 | Master-Studium Literaturwissenschaft, Universität Erfurt, Masterarbeit „Zur Grenze hin-schreiben. Reinhard Jirgls Hundsnächte“, Note 1,0, Abschluss: Master of Arts, Note 1,0

Oktober 2015 bis März 2019 | Tutorentätigkeit zur Vorlesung „Einführung in die Literaturwissenschaft“, Universität Erfurt

Oktober 2013 bis September 2016 | Bachelor-Studium Hauptfach Germanistik, Nebenfach Philosophie, Universität Erfurt, Bachelorarbeit „Korrespondenz zwischen der zeitlichen Diffusion und dem Prozess von Ich zum „Ich“ in Wolfgang Hilbigs „Ich‘“, Note 1,3, Abschluss: Bachelor of Arts, Note 1,3

 

Forschungsinteresse

Forschungsinteresse

  • Wende- und Nachwendeliteratur
  • Schreibszene, Schreibprozessforschung
  • Schreiborte/Raumtheorie
  • Wolfgang Hilbig
  • Reinhard Jirgl

Publikationen, Vorträge und Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen

Publikationen, Vorträge und Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen

Beiträge in Sammelbänden

  • Schreiben zwischen On und Off. "Ich" von Wolfgang Hilbig. In: DDR-Literatur und die Avantgarden. Hrsg. von Jutta Müller-Tamm und Lukas Nils Regeler. Bielefeld 2023, S. 213–230.

  • Reparierend(es) Schreiben. Der Heizer von Wolfgang Hilbig. In: Zeitschrift für Medienwissenschaft. Jg. 14, Heft 27 (2/2022), S. 37–50, DOI: https://doi.org/10.14361/zfmw-2022-140205.

  • Zur Grenze hin-schreiben. Reinhard Jirgls Hundsnächte. In: Literatur und das Böse. Hrsg. von Lise Allirand; Alina Braucks; Svenja Engelmann-Kewitz; Rika Sakalak; Charleena Schweda; Thomas Stöck. Berlin 2021, S. 217–230.

 

Mitherausgabe

LIT ERA TUR. Zeitschrift für Literaturkritik

Darin eigene Beiträge

  • ... und nur ein stummer Rest Betroffenheit bleibt. Sie kam aus Mariupol und Nastjas Tränen von Natascha Wodin. In: LIT ERA TUR, Erfurt 2022, S. 15–17.

  • Jenseits der Fläche. Daniel Kehlmanns Mein Algorithmus und ich. In: LIT ERA TUR, Erfurt 2021, S. 15–17. 

  • Frauen(-figuren) und Mythen – eine Diskussion über Neuerscheinungen, nicht ganz so neue Trends und #metoo. In: LIT ERA TUR, Erfurt 2020, S. 2–7.

  • Zwischen zweihundertsechsundvierzig Seiten. Eugen Ruges Metropol. In: LIT ERA TUR, Erfurt 2020, S. 18–19.

 

Vorträge

  • Re-signierte Szene. Wolfgang Hilbigs „Ich” (1993) (Vortrag auf der Konferenz „Szenen des Politischen“ an der Universität Erfurt, 19. – 20.05.2022)

  • Am Zögern. Selbst-/Zensur in Eine Übertragung von Wolfgang Hilbig (Vortrag auf der Konferenz „Lizenur fiktionaler Literatur. Modalitäten epistemischer, ethischer und ästhetischer Autorisierungsprozesse“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, 30.06. – 02.07.2021)

  • Bürokratie im Monolog. Wolfgang Hilbigs Eine Übertragung (1989) (Vortrag auf der Konferenz „Bürokratische Szenen des Schreibens“ an der Universität Erfurt, 27. – 28.05.2021)

  • Geschriebene Ent-Wirklichung. Von Manuskripten zum Roman Eine Übertragung von Wolfgang Hilbig (Vortrag im Rahmen des zweiten Workshops für Nachwuchswissenschaftlicher*innen der Erfurter RaumZeit-Forschung, 19.02.2021)

  • „I angehaltener Tod: die !grausamste aller Todes-Strafen“ – Körper im anhaltenden Sterbeprozess des politischen Systems. Reinhard Jirgls Hundsnächte (Vortrag im Rahmen des 10. Studierendenkongresses Komparatistik, zum Thema „Literatur und das Böse“ an der Ruhr-Universität Bochum, 13. – 15.06.2019)

 

Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen

  • Organisation eines Lektüre-Workshops zum Thema „Szenen des Politischen“ mit Prof. Evelyn Annuß, Prof. Martin Jörg Schäfer und Dr. Julia Prager (Universität Erfurt, 03.12.2021) und einer Tagung zum selben Thema (Universität Erfurt, 19. – 20.05.2022)
  • Organisation eines Lektüre-Workshops zum Thema „Bürokratische Szenen des Schreibens“ mit Prof. Gloria Meynen und Prof. Rüdiger Campe (Universität Erfurt, 09. – 10.12.2020) und einer Tagung zum selben Thema (Universität Erfurt, 27. – 28.05.2021)

Lehrveranstaltungen

Lehrveranstaltungen

Kritik in der Zukunft. Dystopische Räume (SoSe 2022)

Es schreibt sich wie von selbst. Schreiben (mit) der Maschine (SoSe 2021)

Schreiborte, geschriebene Orte (SoSe 2020)

Zerfall – Raum und Körper (SoSe 2019)