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Vortragsreihe Queer-Jüdische Tage in Erfurt vom 27. bis 30. November 2022

Wir möchten Sie und Euch nun auch offizielle sehr herzlich zur Teilnahme an den Queer-Jüdischen Tagen in Erfurt einladen. Diese erste Veranstaltungsreihe ihrer Art beginnt am Sonntag, den 27.11., mit einem Eröffnungsvortrag mit Grußwort der Landtagspräsidentin Frau Birgit Pommer im Besucherzentrum des Landtags (Jürgen-Fuchs-Straße 1) hier in Erfurt. Tags drauf findet ein nichtöffentlicher Workshop an der Universität statt. Für die Öffentlichkeit ist dann wieder eine Filvorführung ("Kiss me kosher") mit Gespräch im Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte, Andreasstraße. Details, auch zu den Anmeldemöglichkeiten, finden sich weiter unten.

Wir freuen uns sehr auf Ihre/Eure Teilnahme und auch über die Verbreitung dieses Hinweises

Dr. Anton Hieke

für die Veranstaltenden

Programm

Queer-Jüdische Tage in Erfurt vom 27. bis 30. November

Unsere moderne Gesellschaft ist geprägt von Vielfalt und Schattierungen unserer Identitäten. Dabei macht uns als Menschen vor allem unsere Liebe (und Form zu lieben), unsere Sexualität, Gender und Geschlecht zu dem, wie wir sind und uns selbst sehen. Menschen, die sich dem LGBTQI+ Spektrum zugehörig fühlen, sind in jeder einzelnen Schattierung unserer Gesellschaft vertreten, in jedem Beruf, jedem Ort, jeder Familie. Und auch in jeder Religion und Tradition. Wie sieht es mit dem Judentum aus? Wie in jeder anderen Tradition ist auch die Sicht auf LGBTQI+ (und die Vereinbarung beider Identitäten) in den verschiedenen Strömungen des Judentums vielfältig.

Was, so fragt Rosa Jellinek von Keshet Deutschland in ihrem Eröffnungsvortrag, sagt das Judentum eigentlich zu Homosexualität? Und wie sieht die praktische Arbeit von Keshet, der Vertretung jüdischer LGBTQI+ Personen aus? Erfahren wir es gemeinsam.

Seien Sie herzlich eingeladen, zu den 1. Queer-Jüdischen Kulturtagen mit dem Eröffnungsvortrag im Landtag und einem Grußwort der Landtagspräsidentin Frau Pommer, einem Workshop der Universität Erfurt und einer Filmvorführung mit Gespräch.

Die Queer-Jüdischen Tage in Erfurt sind eine gemeinsame Veranstaltung des Projekts „Jüdische Kultur(en) in Thüringen“ des Kulturrats Thüringen, QueerWeg e.V., der Religionswissenschaften der Universität Erfurt, RIAS Thüringen, Keshet Deutschland und in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen.

 

27.11., Sonntag

Rosa Jellinek (Keshet): "Jüdisch & Queer — (k)ein Widerspruch?" - Vortrag mit Gespräch

Mit einem Grußwort der Landtagspräsidentin Birgit Pommer zur Eröffnung der Queer-Jüdischen Tage in Erfurt

Was sagt das Judentum eigentlich zu Homosexualität? Wie geht es jüdischen Menschen in „der“ queeren Szene? Und was hat der Verein Keshet Deutschland damit zu tun? 

Diese und weitere Fragen klärt Rosa Jellinek in ihrem Vortrag. Dabei erwarten Sie Einblicke in die Arbeit des Vereins und intersektionalen Aktivismus, in die Vereinbarkeit jüdischen & queeren Lebens sowie aktuelle Debatten um Antisemitismus und Queerfeindlichkeit.  

Ort: Besucherzentrum des Landtags, Jürgen-Fuchs-Straße 1

Zeit: 18 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)

um Anmeldung wird gebeten unter anton.hieke@kulturrat-thueringen.de

28.11., Montag (geschlossene Veranstaltung)

„Intersektionen – Wie passen Queerness und Judentum zusammen?“ – Ein nichtöffentlicher Workshop der Studierenden der Religionswissenschaften der Universität Erfurt mit Rosa Jellinek im Gespräch mit Landesrabbiner Alexander Nachama in der Neuen Synagoge. Mit einem Grußwort des Vorsitzenden der Jüdischen landesgemeinde Thüringen, Prof. Dr. Reinhard Schramm.

30.11., Mittwoch

"Kiss me kosher" - Filmvorführung mit Gespräch mit Monty Ott und Helene Braun (Keshet Deutschland)

Ort: Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte, Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt

Zeit: 18:30 Uhr (Einlass 18:00)

"Kiss me kosher":

Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre nicht weniger leidenschaftliche Enkelin Shira streiten inniglich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als sich ihre geliebte Enkeltochter ausgerechnet für Maria, eine Deutsche, entscheidet. Die beiden jungen Frauen machen richtig ernst – sie wollen heiraten. Das Chaos ist perfekt als die Eltern von Maria aus Deutschland auf die Mischpoke in Jerusalem treffen. So unterschiedlich beide Familien sind, so einig sind sich alle in einem Punkt: Die Hochzeit muss geplant werden! Nur eine versucht mit allen Mitteln diesen Bund des Lebens zu verhindern – Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl auch sie mit dem Palästinenser Ibrahim ein recht unkonventionelles Liebesglück gefunden hat, das sie im Gegensatz zur lebensfrohen Enkeltochter vor der Familie verheimlicht. Aber wie lange kann das noch so gutgehen?

Am Ende der turbulenten Familienfehde wird geheiratet – so wie es sich für jede romantische Komödie gehört – wer aber am Ende wen kriegt, das wird sich zeigen! Ein witziger, temporeicher Culture-Clash über Liebe, Vorurteile und verrückte Familien. (offizielle Beschreibung: X-Verleih)

„Religion am Montag“| Erfurt Monday Lectures: New Topics in Religious Studies

Klick!

Monday November, 21 2022 17:00 Uhr/5 pm

Dr. Bojana Radovanović (Radboud University, Nijmegen)

Feminine imagery in Bogomil exegesis, social practice and beyond

The paper will examine the role of women and, more broadly, the feminine imagery in the Bogomil doctrine and practice, as it was reflected in Bogomil myth, Biblical exegesis and social realia. The paper aims at opening the question of the relationship between the Bogomil mythological accounts and exegetical practice on the one hand, and the society on the other. In that way, this short study will also contribute to the wider research axis of re-assessing the Bogomil religious identity, and the quest for its possible models.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen – bitte leiten Sie diese Einladung samt Link gerne weiter!

We cordially invite to participate please forward this message to your friends and colleagues!

Link to the event:

https://uni-erfurt.webex.com/meet/katharina_waldner

 

Aaron French and Katharina Waldner

Classics for Breakfast

Klick!

Friday November, 25 2022 9:00 Uhr/9 am

Moritz Hinsch (LMU München): Echte und falsche Griechen in Plautus``   Curculio oder die Helenisierung Roms im Spiegel der Kommödie 

Seit der Antike galt die Hellenisierung Roms als wichtige Ursache für die beginnende Desintegration der römischen Gesellschaft im 2. Jh. Die neuere Forschung hat diese Auffassung als Dekadenznarrativ verworfen. Sie geht jedoch weiter von einem römischen Argwohn bzw. Überlegenheitsgefühl gegenüber den fremden Sitten der griechischen Kultur aus. Dieser Vortrag vertritt eine andere Auffassung. Er zieht dafür die römische Komödie, Palliata, als Quelle heran. Plautus' "Curculio", aufgeführt um 193 v. Chr., belegt, dass griechische Sprache, Technik und Religion zu Beginn des 2. Jhs. bereits selbstverständlich Elemente des Alltagslebens waren. Wo das vermeintlich 'Griechische' hingegen bewusst markiert war, wie bei der Palliata, der 'römischen Komödie im Griechischen Gewand', ging es nicht um die Auseinandersetzung mit dem Fremden, sondern mit dem Eigenen im Gewand des Fremden. Der Verfremdungseffekt des scheingriechischen Settings erlaubte es in einmaliger Weise, in Rom öffentlich über römische Tugenden und Laster zu reflektieren. Im 2. Jahrhundert musste die römische Identität also nicht gegen griechische Kultur behauptet werden, sie formierte sich überhaupt erst mit und durch sie.

 

Moritz Hinsch studierte von 2007 bis 2012 an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichte und griechisch-römische Archäologie. 2013 bis 2017 erforschte Hinsch als Stipendiat des Excellence-Clusters "Topoi" die Ökonomik und Hauswirtschaft im klassischen Griechenland. Von 2017 bis 2022 war Hinsch wissenschaftlicher Mitarbeiter der Alten Geschichte an der Humboldt-Universität, seit Oktober 2022 ist er Akademischer Rat auf Zeit im Bereich Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf einer kulturwissenschaftlich informierten Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der griechisch-römischen Antike. Sein aktuelles Forschungsprojekt widmet sich der römischen Komödie als Quelle für die Gesellschaftsgeschichte der Mittleren Republik.

Friday 9 - 10 am online

Link to the event (we start 9.00 s.t.!): https://uni-erfurt.webex.com/meet/katharina_waldner

Luisa Mollweide (Antike Kultur)

Katharina Waldner (Allgemeine Religionswissenschaft)

 

Veranstaltungsarchiv

IFR-Ringvorlesung im Wintersemester 2018/19 „Religion und Gender: Konstruktionen – Medien – Erfahrungen
„Asymptoten des Unaussprechlichen“ – Aisthetische Erfahrung in kollektiven religiösen Praktiken 8./9. Juni 2018