Die OHF beim "Bürgerforum" in Eisenach

Am 30. September 2022, 16-20 Uhr lädt das Teilprojekt "Freiwilligkeit und Diktatur: Freiwillige Partizipation im Neuererwesen der DDR" ehemalige "Neuerer" der DDR  in das Museum Automobile Welt Eisenach ein, um über ihre persönlichen Erfahrungen zu sprechen. Gemeinsam mit der Oral-History-Forschungsstelle, dem Forschungsnetzwerk "Diktatur und Transformation", ebenfalls an der Universität Erfurt ansässig, und der Stiftung Automobile Welt Eisenach findet das erste "Bürgerforum" statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Eröffnung der Fotoausstellung „Industriekultur 4.0“

Am 4. Oktober 2022, 15 Uhr laden wir zur Eröffnung der Fototausstellung mit Erinnerungsgesprächen in Kooperation mit der Dualen Hochschule Gera-Eisenach ein.

Der Künstler und Arzt Prof. Karl-Heinz Rothenberger (geb. 1945) - ganz auf die Schwarz-Weiss-Fotografie in analoger Kleinbildtechnik fokussiert – hat von 2018 bis 2022 innovative Unternehmen – überwiegend Praxispartner der Dualen Hochschule Gera-Eisenach - besucht. Seine Bilder zeigen, dass sich auch in scheinbar wirtschaftsschwachen Regionen Unternehmen entwickeln, die auf die vierte industrielle Revolution vorbereitet sind und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationalem Parkett beweisen.

Begleitet wird die Ausstellung durch die Oral-History-Forschungsstelle. Im Mittelpunkt der Forschungsstelle steht die ostdeutsche Erfahrung: Spezifika der DDR sowie der Zeit der Transformation werden durch Befragungen der damaligen Akteur:innen aufgegriffen. Daraus entwickelt die Forschungsstelle ein Konzept für einen respektvollen und fairen Dialog, der sich insbesondere auch mit Macht- und Partizipationsfragen auseinandersetzt.

Die Veranstaltung findet in der Dualen Hochschule Gera-Eisenach, Campus Eisenach statt. 

Buchvorstellung: "Loyal um jeden Preis. 'Linientreue Dissidenten' im Sozialismus"

Am  13. Oktober 2022,18 Uhr laden wir Sie zur Buchbesprechung mit der Autorin Dr. Sonia Combe in den Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße ein. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten einige jüdische Intellektuelle aus dem westlichen Exil in die SBZ/DDR zurück, teils aus Idealismus, teil aus pragmatischen Überlegungen. In der DDR angekommen, schlug ihnen Misstrauen entgegen und sie sahen sich Verdächtigungen der SED-Funktionär:innen ausgesetzt. Dennoch hielten viele der Partei die Treue. Die Historikerin Dr. Sonia Combe spricht über die Westremigrant:innen und deren Gewissenskonflikt zwischen Kritik an und Unterstützung des Systems. Im Anschluss diskutiert Dr. Sonia Combe mit Dr. Agnès Arp.

Buchvorstellung: "Die DDR nach der DDR. Ostdeutsche Lebenserzählungen"

Am 24. November 2022, 15-17 Uhr laden wir Sie zur Buchvorstellung mit den Autorinnen Dr. Agnès Arp und Dr. Élisa Goudin-Steinmann im Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin ein.

Die französischen Historikerinnen gehen der Frage nach, wie die DDR als Gesellschaft im Leben der Ostdeutschen bis heute nachwirkt. Die von ihnen mit ehemaligen DDR-Bürger:innen geführten lebensgeschichtlichen Interviews lassen Nähe und Unmittelbarkeit, Zwischentöne und Differenzierungen zu – jenseits der einseitigen öffentlichen Wahrnehmung unter dem Stichwort "Leben in der Diktatur".

Erfurter Erzählcafé - Menschen aus der Stadt erzählen

Am 26. November 2022, 15-17 Uhr laden wir Sie zum Erzählen und Austauschen im geselligen Rahmen in das Haus Dacheröden ein (Kaffee und Kuchen ist erhältlich). 

Zu unserem ersten Erzählcafé erzählt Ulf Hestermann über seine Erinnerung aus seiner Zeit als Architekt & Stadtplaner und Experten in Baukonstruktion, Entwerfen und Gebäudeplanung. 

Seit ca. 30 Jahren lebt Ulf Hestermann in Erfurt und lehrt an der FH Erfurt. Er hat 1991 sein Architekturbüro hks architekten in Erfurt gegründet und mit seinem Büro jüngst die Sanierung des Erfurter Heizwerkes sowie viele andere Bauprojekte in Thüringen und den neuen Bundesländern umgesetzt. 

Moderiert wird das Gespräch von Hariet Kirschner und Rainer Hirt.

Wir freuen uns auf einen regen und intensiven Austausch.

Online-Interpretationswerkstatt

Am 28. November 2022, 17-19 Uhr, laden wir Sie zu unserer Online-Interpretationswerkstatt ein.

Wir werden einen Auszug aus einem lebensgeschichtlichen Interview ad hoc interpretieren. Das Material ist im Rahmen des Projektes "'Ossi-Ausländer'. Unter der SED-Diktatur und in der Transformationszeit 1989/1990 – historisch-politische Jugendbildung mit migrantischen Zeitzeug:innen" entstanden. Das Projekt wird vom Multikulturellen Zentrum Dessau, einer 1993 gegründeten migrantischen Selbstorganisation, umgesetzt.

Unsere nächsten Termine sind: 23.01., 27.03., 22.05.

Anmeldungen bitte unter: OH.Forschungsstelle@uni-erfurt.de

Vergangene Veranstaltungen

Online-Forschungswerkstatt Oral History

Am 28. September 2022 von 16.30-18 Uhr, fand die Online-Forschungswerkstatt Oral-History statt. Die Forschungswerkstatt ist in Kooperation mit PD Dr. Felicitas Söhner vom Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Düsseldorf.

Anmeldungen bitte an: felicitas.soehner@hhu.de

Unsere nächsten Termine sind: 26.10.,14.12., 01.03., 26.04. und 28.06.

Interpretationswerkstatt der OHF am 26.9.22

Am 26.9.22, von 17-19 Uhr fand die erste Interpretationswerkstatt der OHF online statt. Interpretiert wurde ein Interviewausschnitt aus dem BMBF-Projekt "Seelenarbeit im Sozialismus" (SiSap)

Die Oral-History-Forschungsstelle auf den Thüringer Forschungsdatenmanagement-Tagen 2022

Das Thema ist "Improve the way you work! - Werkzeuge für das Forschungsdatenmanagement". In der Woche vom 20.06. bis 24.06.2022 wird jeder der vier Thüringer Universitätsstandorte eine Kategorie von bestimmten digitalen Werkzeugen zum Forschungsdatenmanagement vorstellen. Die Veranstaltungen werden dabei mit kurzen Vorträgen und Workshops begleitet, die einen Einblick in die Anwendungen geben sollen und gegebenenfalls auch möglich machen diese zu testen. 

Die Oral-History-Forschungsstelle stellt sich gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Oral-History.Digital  am 21.06.2022 vor.  Wir laden Sie recht herzlich ein dabei zu sein.

 

Workshop Erinnern & Vergessen

Die Oral History Forschungsstelle ist Mitveranstalterin des Workshops Erinnern und Vergessen. Der interdisziplinäre Workshop will die Methoden der Oral History in den Mittelpunkt rücken und diskutieren, wie Erinnerung bewahrt, vergessen, generiert, transformiert, rekonstruiert und interpretiert wird. Der zweitägige Workshop findet  am 12. und 13. Mai 2022 statt. Alle Vorträge werden per Webex übertragen.