Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention zählen zu den größten Herausforderungen moderner Gesellschaften. Angesichts gesellschaftlicher, demografischer und gesundheitspolitischer Entwicklungen, der Verbreitung gesundheitsschädlicher Lebensstile und der zunehmenden Bedrohungen durch Epidemien verstärkt sich der Bedarf, gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Kommunikation über Gesundheit und Krankheit bildet einen wichtigen Bestandteil dieser Rahmenbedingungen. Sie spielt einerseits in der Gesundheitsversorgung eine Rolle, kann zur Vermittlung von Risiken und Handlungsoptionen eingesetzt werden und damit zur Gesundheitsförderung und Prävention von Krankheiten beitragen. Andererseits kann suboptimale Kommunikation über Gesundheit auch zu einer verzerrten Risikowahrnehmung führen oder ungesunde Lebensweisen verstärken.
Die Gesundheitskommunikation als interdisziplinäres Forschungsfeld beschäftigt sich mit ebendiesem Spannungsfeld und setzt sich mit den sozialen und psychologischen Bedingungen, Bedeutungen und Folgen von gesundheitsbezogener und gesundheitsrelevanter, intendierter und nicht-intendierter, intrapersonaler, interpersonaler, medialer und öffentlicher Kommunikation auseinander. Dieses interdisziplinäre Master-Programm widmet sich der Theorie und Praxis der evidenz-informierten Gesundheitskommunikation (Health Communication).
Unsere Absolvent*innen arbeiten in folgenden Berufsfeldern:
Die Studiendauer des Master-Studiengangs "Gesundheitskommunikation" beträgt in der Regel vier Semester (zwei Studienjahre).
Das Master-Studium Gesundheitskommunikation umfasst eine dreisemestrige Studienphase und ein Semester zur Erstellung der Master-Arbeit. Das Lehrangebot gliedert sich in folgende Module:
Pflichtbereich:
Wahlpflichtbereich (1 aus 2):
Wahlbereich (3 aus 7):
In einem Praktikum sollen Kontakte und Erfahrungen mit der Praxis vertieft werden. Partner aus der Gesundheitspolitik, Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitskommunikation und Gesundheitswirtschaft bereichern das Lehrangebot und bieten Reibungspunkte für eigene Erfahrungen, Praktika und Master-Arbeiten.
Prüfungsordnung Master-Studiengang Gesundheitskommunikation 2017
Prüfungsordnung Master-Studiengang Gesundheitskommunikation 2023
Nutzen Sie die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln! Dank zahlreicher Kooperationen mit ausländischen Hochschulen haben Sie die Möglichkeit, während Ihres Studiums ein Semester oder Jahr im Ausland zu verbringen. Das 3. Semester ist als optionales Mobilitätsfenster dafür bestens geeignet. Hochschulpartnerschaften bestehen derzeit u.a. in Spanien, Estland, Kroatien, Litauen, der Schweiz, den Niederlanden, Portugal, Italien, Indonesien und den USA. Gern beraten wir Sie individuell.
Zur Vorbereitung bietet die Universität Erfurt kostenlose Sprachkurse im Sprachenzentrum an.
Das Internationale Büro unterstützt gern bei der Organisation des Auslandsaufenthalts.
Was ist das Fast Track Programm zur Promotion?
Fast Track bedeutet, dass talentierte Master-Studierende die Gelegenheit erhalten, schon früh ihr Interesse an einer möglichen Promotion zu signalisieren und ihr Studium auf dieses Ziel hin auszurichten. Wichtige Teilleistungen wie etwa die Master-Arbeit werden so konzipiert, dass sie einen möglichst reibungslosen Übergang in die Promotionsphase ermöglichen, was die spätere Promotionszeit deutlich verkürzt.
Wie läuft das Fast Track Programm ab?
In ihrem vierten Semester fertigen Sie eine Masterarbeit an, mit der Sie zum einen zeigen, dass Sie in der Lage sind, innerhalb der vorgesehenen Zeit das ausgegebene Thema selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Zum anderen rechtfertigen sie so auch die Annahme als Doktoranden mit einem Thema inhaltlich aufbauend auf der Masterarbeit.
Welchen Mehrwert hat das Fast Track Programm auf dem Weg zur Promotion?
Es ist keine Bewerbung mehr für diesen Studiengang möglich. Sie können sich jedoch für den Master-Studiengang Gesundheitskommunikation mit einer neuen Studien- und Prüfungsordnung (2026) bewerben: