Universität Erfurt

Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Erfurt

Annexionen und Sezessionen im Zeitalter des globalen Kalten Kriegs: Globalgeschichte

Laufzeit

10/2018–09/2020

Finanzierung

Fritz Thyssen Stiftung: 160.000 Euro

Projektleitung

Dr. des. Christian Methfessel

Kooperationspartner

Mekelle University, Department of History and Heritage Management

Projektbeschreibung

Artikel 2/4 der UN-Charta verbot Staaten jegliche gegen die territoriale Integrität anderer Staaten gerichtete aggressive Handlungen. Verstöße gegen diesen Artikel zu ahnden, war eigentlich Aufgabe des Sicherheitsrats. Während des Kalten Krieges war dieser jedoch zumeist handlungsunfähig, als infolge der Dekolonisation wiederholt territoriale Konflikte ausbrachen. Wenngleich das Prinzip der Unverletzlichkeit der postkolonialen Grenzen so mehrfach infrage gestellt wurde, erwiesen sich die erfolgten Annexionen und Sezessionen nicht als Präzedenzfälle für anschließende Missachtungen der UN-Charta. Stattdessen führten die Reaktionen in der internationalen Politik letztlich zu einer Stärkung der Norm der territorialen Integrität. In Anbetracht dessen wird im Rahmen des Projekts die erstaunliche Stabilität der politischen Grenzen nach 1945 im Spannungsfeld von Kaltem Krieg und Dekolonisation untersucht. Hierfür werden ausgewählte Annexionen und Sezessionen in Afrika und Südasien behandelt.

Thematische Einordnung (Schlagworte)

  • Internationale Geschichte
  • Globalgeschichte

    Christian Methfessel, letzte Änderung: 30.01.2019

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