„Wir haben das in der Redaktion lange überlegt und auch innerhalb der Fakultät intensiv diskutiert“, erklärt Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Schriftleiter der ThG. „Wenn wir ein größeres, auch jüngeres und zugleich internationales Publikum erreichen wollen, ist der Wechsel zu einem digitalen Format der richtige Schritt.“
Seit 2005 erscheint die Zeitschrift in Verantwortung der Fakultät. Vier Themenhefte werden pro Jahr veröffentlicht, wobei sich die theologischen Disziplinen abwechseln. Ergänzend zu den thematisch ausgerichteten Beiträgen erscheinen weitere Artikel zu unterschiedlichen theologischen Fragestellungen. Ein besonderes Anliegen der Zeitschrift ist es zudem, junge Theolog*innen bei ihren ersten Publikationen zu unterstützen. Auch Beiträge zur Geschichte und zur aktuellen Situation von Kirche und Gesellschaft in den ostdeutschen Bundesländern finden regelmäßig Aufnahme. Darüber hinaus äußern sich die Autor:innen zu zahlreichen aktuellen theologischen sowie kirchlich-gesellschaftlichen Themen.
Die ThG ist nun im Portal journals@UrMEL der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) verfügbar: https://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jpjournal_00002815. Im Archiv sind alle 20 Jahrgänge seit 2005 frei zugänglich. Diese werden derzeit noch technisch aufbereitet, sodass einzelne Beiträge künftig gezielt recherchiert und gelesen werden können.
Im März ist nun die erste Ausgabe erschienen, die vollständig im Open Access veröffentlicht wird. Konzipiert wurde sie von der Ethikerin Prof. Dr. Katharina Klöcker. Der thematische Schwerpunkt liegt auf öffentlicher christlicher Ethik.
Über ein Jahr lang hat die Redaktion den Wechsel zum Open Access vorbereitet. Der Verlag Butzon & Bercker, bei dem die Zeitschrift bisher erschien, hat die ThG dankenswerterweise unkompliziert freigegeben, freut sich Benedikt Kranemann. In den vergangenen Monaten habe sich die Redaktion deshalb ganz auf die technische Umsetzung des Projekts konzentrieren können. Sein Dank gilt aber auch Martina Schlütter vom Electronic Text Center der Universitätsbibliothek Erfurt sowie dem Team des Portals journals@UrMEL der Universitätsbibliothek Jena, ohne deren kompetente Beratung das Projekt nicht hätte realisiert werden können.
„Ein Jahr lang werden wir nun Erfahrungen im Open Access sammeln“, kündigt Benedikt Kranemann an. „Anschließend entscheiden Redaktion und Fakultät, wo wir Veränderungen vornehmen und neue Schritte gehen wollen.“ Der Weg in die Zukunft der „ThG“ ist damit eingeschlagen.

