Weitere Gewinner kommen aus Berlin, Jena, Kaiserslautern, Koblenz, München, Regensburg, Weingarten und Wuppertal. Sie alle erhalten ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro, mit dem sie ihre Projektidee – von einer Ausstellung über Kochabende bis hin zum Poesie-Wettbewerb – bis Ende des Jahres umsetzen können. Darüber hinaus können die Gewinnerteams Schulungen und Veranstaltungen von „Wissenschaft im Dialog“, unter anderem zu Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Storytelling und Veranstaltungsorganisation, besuchen.
Die Idee zum „HeatFuture Lab“ ist aus dem laufenden Projekt HEATCOM heraus entstanden und biete nun Gelegenheit, wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter zu vertiefen und in die Bevölkerung zu tragen – ganz im Sinne einer partizipativen Forschung und an der Gesamtbevölkerung orientierten Wissenschaftskommunikation, erklärt Dr. Dominik Daube. Er arbeitet als Postdoc im Projekt HEATCOM an der Universität Erfurt, das sich mit der Frage beschäftigt, wie sich Menschen in Deutschland in Hitzesituationen verhalten, welche Faktoren ihr Schutzverhalten beeinflussen und wie Interventionen zu einer gesundheitsfördernden Anpassung beitragen können. Zusammen mit seiner Kollegin Sarah Pelull sowie studentischen Hilfskräften möchte er das „HeatFuture Lab Thüringen“ nun am Institute for Planetary Health Behaviour umsetzen.
„Wir planen einen interaktiven Ausstellungsraum, in dem Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit jungen Forschenden einen heißen Sommer im Jahr 2050 simulieren können. Anhand KI-generierter Zukunftsbilder aus realen Stadtfotos, kurzer KI-basierter ‘Hitzesounds’ – instrumentaler Klanglandschaften, die die Stimmung der Szenen widerspiegeln – und anschaulicher Darstellungen zu Hitzestress sollen die Besucher*innen erleben können, wie Hitze sich auf Wohlbefinden, Alltag und Gesundheitsrisiken auswirken kann.“ Extrembedingungen würden dabei nicht real simuliert, sondern über visuelle, akustische und narrative Mittel immersiv nachvollziehbar gemacht. An einem Ort im Raum werde Hitze kurzzeitig und kontrolliert über Heizstrahler erfahrbar, ohne jedoch gesundheitliche Risiken zu erzeugen. Dr. Dominik Daube: „Im Mittelpunkt all dessen steht die Frage, wie präventive, beratende und digitale Angebote der Medizin der Zukunft Menschen bei Hitze unterstützen können, etwa durch verständliche Information, Orientierung und niedrigschwellige Formate, z.B. telemedizinische Sprechstunden an Hitzetagen, digitale Warn- und Beratungsangebote oder hitzesensible Versorgungsstrukturen in Hausarztpraxen und Pflege.“

