Der Aufstieg der AfD und anderer extrem rechter Kräfte ist Teil tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, die weit über Deutschland hinausreichen. In vielen Ländern gewinnen autoritäre und demokratiefeindliche Bewegungen an Einfluss, mit weitreichenden Folgen für Minderheitenrechte, soziale Sicherungssysteme, Wissenschafts- und Kunstfreiheit sowie die ökologische und friedenspolitische Zukunft.
Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Fragen von zunehmender Relevanz: Wann und weshalb können politische Programme und Praktiken von Ausgrenzung, Gewalt und Freiheitsbeschränkung als faschistisch bezeichnet werden? Welche gesellschaftlichen Bedingungen begünstigen ihren Erfolg? Und welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus für Wissenschaft und Zivilgesellschaft?
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Situation in Deutschland. Gemeinsam mit Expert*innen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften wird über die AfD, ihre Strategien, ihr Umfeld und ihre gesellschaftliche Bedeutung diskutiert. Foren zu Migration, Geschlechter- und Umweltpolitik, Wahlverhalten, Klassenstrukturen, Faschismustheorien, ostdeutschen Perspektiven und zivilgesellschaftlichem Engagement eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Thema. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion sowie die Möglichkeit zur Vernetzung für alle, die sich für Demokratie, Wissenschaftsfreiheit und öffentliche Wissenschaft engagieren.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt.

