Seit der deutschen Wiedervereinigung und den pogromartigen Überfällen auf Migrant*innen in den 1990er-Jahren ist der “braune Osten” in aller Munde. Kontinuierlich wird seither nach den Ursachen des Rassismus und der rechten Gewalt in Ostdeutschland gefragt.
Die Historikerin Carsta Langner zeichnet die Geschichte der Migration in Ostdeutschland von den 1970er- bis zum Ende der 1990er-Jahre nach. In ihrer Lesung wird sie anhand zeitgenössischer Quellen über Erfahrungen von Migrant*innen sprechen. Rassismus war ein wesentlicher Teil davon. Aber: Der Staatssozialismus und die Parolen von “Völkerfreundschaft” und “Internationale Solidarität” hatten nicht wenige Ostdeutsche motiviert, sich auch für die Interessen von Migrant*innen und gegen Rassismus zu engagieren.
Die Autorin
Dr. Carsta Langner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Post-Doc an der Universität Erfurt sowie Teilprojektleiterin innerhalb der DFG-Forschungsgruppe “Freiwilligkeit”. Sie forscht zur Geschichte des freiwilligen Mitmachens im Staatssozialismus, sowie zur Geschichte der Zivilgesellschaft in Deutschland und zu Rassismus und Migration in der ostdeutschen Umbruchgesellschaft.

