Bevor es zu spät ist - Wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr

Datum
3. Juli 2026, 13:00 Uhr - 17:00 Uhr
Veranstaltungsort
Zughafen, Güterbahnhof 20, 99085 Erfurt
Veranstalter
Wissenschaftler*innen der Universität Erfurt und andere
Referent(en)
verschiedene
Veranstaltungssprache(n)
Deutsch
Publikum
öffentlich

Demokratie unter Druck, autoritäre Bewegungen im Aufwind: Wie lassen sich die aktuellen politischen Entwicklungen verstehen und welche Antworten sind möglich? Mit öffentlicher Wissenschaft soll zur Analyse beitragen und Räume für Diskussion, Vernetzung und gemeinsames Handeln schaffen werden.

Der Aufstieg der AfD und anderer extrem rechter Kräfte ist Teil tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, die weit über Deutschland hinausreichen. In vielen Ländern gewinnen autoritäre und demokratiefeindliche Bewegungen an Einfluss, mit weitreichenden Folgen für Minderheitenrechte, soziale Sicherungssysteme, Wissenschafts- und Kunstfreiheit sowie die ökologische und friedenspolitische Zukunft.

Vor diesem Hintergrund sind die folgenden Fragen von zunehmender Relevanz: Wann und weshalb können politische Programme und Praktiken von Ausgrenzung, Gewalt und Freiheitsbeschränkung als faschistisch bezeichnet werden? Welche gesellschaftlichen Bedingungen begünstigen ihren Erfolg? Und welche Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus für Wissenschaft und Zivilgesellschaft?

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Situation in Deutschland. Gemeinsam mit Expert*innen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften wird über die AfD, ihre Strategien, ihr Umfeld und ihre gesellschaftliche Bedeutung diskutiert. Foren zu Migration, Geschlechter- und Umweltpolitik, Wahlverhalten, Klassenstrukturen, Faschismustheorien, ostdeutschen Perspektiven und zivilgesellschaftlichem Engagement eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Thema. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion sowie die Möglichkeit zur Vernetzung für alle, die sich für Demokratie, Wissenschaftsfreiheit und öffentliche Wissenschaft engagieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung statt.