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DAAD-Preis für Yeshica Marianne Umaña Calderón

Im Rahmen der diesjährigen „Welcome Fair“ des Internationalen Büros hat die Universität Erfurt heute Dr. Yeshica Marianne Umaña Calderón mit dem mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis für internationale Studierende und Promovierende ausgezeichnet.

Dr. Antje Dallmann, Leiterin Internationales Büro, Dr. Yeshica Marianne Umaña Calderón, Preisträgerin des DAAD-Preises 2026 der Universität Erfurt, Marion Kraushaar, Stellvertretende Leiterin Internationales Büro und Inga Hettstedt, Hochschulbeauftragte der Stadt Erfurt (v.l.n.r.)

Insgesamt waren vier Doktorand*innen und zwei Master-Studierende nominiert: Reginald Ofori Kyere (Master Global Communication), Azem S. Talafha (Master Literaturwissenschaft) sowie Francisco Calep Pimienta Gonzalez, Zahra Naghshband, Junghi Ha – und Yeshica Umaña Calderón. „Die Entscheidung fiel wirklich schwer, denn jede*r der Nominierten verkörpert genau jene Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz und Engagement für die Gemeinschaft, die mit diesem Preis gewürdigt werden soll“, sagte Dr. Antje Dallmann, die Leiterin des Internationalen Büros, bei der Preisverleihung und lobte die große Bandbreite der herausragenden Leistungen der Nominierten. Am Ende habe sich die Kommission für Yeshica Umaña Calderón entschieden, „eine Wissenschaftlerin, die zeigt, was internationales Studium und Forschung sowohl für eine Universität als auch für die Welt darüber hinaus bedeuten können.“

Yeshica Umaña Calderón wurde in Mexiko geboren und schloss ihr Jurastudium an der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko ab. Nach mehreren Jahren in der Anwaltspraxis zog sie nach Madrid, wo sie eine Lizenz in Kirchenrecht erwarb. 2021 führten sie ihre wissenschaftliche Exzellenz und ihre intellektuelle Neugier nach Erfurt, wo sie eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Kirchenrecht antrat. 2026 wurde sie im Rahmen einer Cotutelle-Vereinbarung zwischen der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid und der Universität Erfurt promoviert – mit der Note „summa cum laude“.

In ihrer Forschung befasst sich Yeshica Umaña Calderón mit den Rechten von Missbrauchsopfern in kirchlichen Strafverfahren, einem Bereich an der Schnittstelle von Rechtslehre, Theologie und Menschenrechtsschutz. Ihre Lehrveranstaltung „Das Wohl des Kindes: Förderung, Schutz, Rechte“ wurde von der Hochschulrektorenkonferenz als vorbildliches Beispiel für innovative und mehrsprachige Lehre ausgezeichnet. Zusammen mit einem weiteren herausragenden Projekt gewann sie damit im Jahr 2025 den Internationalisierungspreis der Universität Erfurt.

„Yeshica Umaña Calderón hat überdies systematisch in ihre eigene Entwicklung als Lehrende investiert“, erklärte Dr. Antje Dallmann. „Im vergangenen Jahr wurde sie für das Programm ‘Theologie lehren lernen’ der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählt. Sie hat bei der Organisation internationaler Konferenzen und Forschungsprojekte in Quebec und Rom mitgewirkt und ist Mitherausgeberin eines interdisziplinären Sammelbands zum Thema Kindeswohl. Anfang dieses Jahres war sie als Moderatorin beim FUTUREMAKERS Glocal Leadership Training Programme in Nizza, Frankreich, tätig. Was sie auszeichnet, ist u.a. ihre Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen, beispielsweise in ihrer Arbeit mit dem ‘Child Dignity Center’ an der Ukrainisch-Katholischen Universität und in ihrem Engagement für eine Kinderrechtsorganisation in Sierra Leone. Wissenschaftliche Exzellenz, Empathie und globale Bürgerschaft: Yeshica Umaña Calderón vereint alle drei Aspekte auf eine Weise, die den Geist dieses Preises verkörpert.“

Wie in den Vorjahren erhielten auch alle Nominierten eine Würdigung in Form einer Urkunde der Universität Erfurt. Wir gratulieren der Preisträgerin und den Nominierten!

Hintergrund zum DAAD-Preis

Jedes Jahr stellt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), deutschen Hochschulen Mittel zur Verfügung, um einen Preis an internationale Studierende oder Nachwuchswissenschaftler*innen zu vergeben. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird vom Auswärtigen Amt finanziert. Er ehrt Personen, die außergewöhnliche akademische Leistungen mit bemerkenswertem sozialem und interkulturellem Engagement verbinden. Sein Ziel ist es, sichtbar zu machen, welchen Beitrag internationale Mitglieder unserer Hochschulgemeinschaft zur Wissenschaft, zur Hochschulkultur und zur Gesellschaft insgesamt leisten.

An der Universität Erfurt wird die Preisträgerin bzw. der Preisträger vom Senatsausschuss für internationale Angelegenheiten auf der Grundlage von Nominierungen der Fakultäten bzw. Professuren ausgewählt.