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Diskursräume an Hochschulen offenhalten

Wie können Hochschulen Orte des offenen wissenschaftlichen Austauschs bleiben? Angesichts zunehmender Angriffe auf Wissenschaftsfreiheit und Hochschulautonomie lädt die Universität Erfurt am Dienstag, 2. Juni 2026, zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „(Diskurs)Räume an der Universität offenhalten“ ein. Die Veranstaltung findet von 14 bis 16 Uhr in Hörsaal 4 der Universität Erfurt statt und ist Teil der bundesweiten Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“.

Im Zentrum der Paneldiskussion steht die Frage, wie Diskursräume an Hochschulen in Erfurt offen, plural und demokratisch gestaltet und gegen politische oder gesellschaftliche Einschränkungen verteidigt werden können. Dabei sollen Perspektiven unterschiedlicher Disziplinen und Statusgruppen zusammengeführt und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden.

An der Diskussion beteiligen sich:

  • Prof. Dr. André Brodocz, Professor für Politische Theorie und Vizepräsident für Forschung und akademische Karriere an der Universität Erfurt
  • eine Vertreterin von Studis gegen Rechts Erfurt
  • Prof. Dr. Sophia Hoffmann, Professorin für Internationale Beziehungen und Konfliktforschung an der Universität Erfurt
  • Prof. Dr. Patrick Becker, Professor für Katholische Theologie an der Universität Erfurt
  • Prof. Dr. Kerstin Wydra, Klimawissenschaftlerin an der Fachhochschule Erfurt 

Dr. Ilyas Saliba, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, moderiert die Veranstaltung. Geplant sind kurze Eingangsstatements der Panelist*innen, gefolgt von einer gemeinsamen Gesprächsrunde sowie die Öffnung der Diskussion für Fragen und Beiträge aus dem Publikum.

Bundesweite Kampagne „Wissenschaft gegen Faschismus“

Die Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ ist eine bundesweite Initiative von bisher weit über 500 beteiligten Wissenschaftler*innen, aber auch Studierenden und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen. Ziel der Initiative ist es, auf Bedrohungen für Wissenschaftsfreiheit, demokratische Debattenkultur und die Autonomie von Hochschulen aufmerksam zu machen. „Wissenschaft trägt eine gesellschaftliche Verantwortung“ – unter diesem Leitgedanken möchte die Kampagne die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise für die Analyse aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen hervorheben. Zugleich soll die Rolle von Hochschulen bei der Verteidigung demokratischer Werte und einer pluralen Debattenkultur gestärkt werden. Vom 1. bis 7. Juni finden bundesweit Veranstaltungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen statt.

Initiiert wurde die Kampagne von „Studis gegen Rechts“, gemeinsam mit einem Unterstützer*innenkreis aus Professor*innen. Auch die Universität Erfurt beteiligt sich an der Aktionswoche und setzt damit ein Zeichen für demokratische Werte, Wissenschaftsfreiheit und gesellschaftlichen Dialog.

Website „Wissenschaft gegen Faschismus“

Kontakt:

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik und Konfliktforschung
(Staatswissenschaftliche Fakultät)