Die British Academy ist die nationale Akademie des Vereinigten Königreichs für Geistes- und Sozialwissenschaften. Ihre Fellows zählen zu den international führenden Forschenden ihres Fachgebiets. In den meisten Disziplinen werden jährlich lediglich ein oder zwei Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler in die Akademie aufgenommen. Die Wahl gilt deshalb als eine der bedeutendsten internationalen Ehrungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Hartmut Rosa hat mit seinen Arbeiten zur sozialen Beschleunigung, zur Resonanz und zu den Bedingungen gelingender Weltbeziehungen die internationale sozialwissenschaftliche Debatte der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Seine Veröffentlichungen werden weltweit rezipiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
„Die Aufnahme in diese ehrwürdige Institution ist eine große Ehre für mich, die mir viel bedeutet", sagt Hartmut Rosa. „Seit meinem Studium an der London School of Economics fühle ich mich dem Britischen Wissenschaftssystem sehr verbunden. Gerade in einer Zeit, in der sich die Politik immer schwerer damit tut, Grenzen zu überwinden und internationale Kooperation zu fördern, ist die weltweite Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in global ausgerichteten Akademien umso wichtiger.“
Die British Academy fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1902 die Geistes- und Sozialwissenschaften im Vereinigten Königreich und international. Sie vereint mehr als 1.800 führende Wissenschaftler*innen und setzt sich für exzellente Forschung sowie den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. In diesem Jahr wurden insgesamt 92 neue Fellows gewählt, darunter 32 internationale Fellows.
Professorin Susan J. Smith, Präsidentin der British Academy, betonte anlässlich der Wahl, dass die Geistes- und Sozialwissenschaften angesichts technologischer, wirtschaftlicher und ökologischer Umbrüche wichtiger seien denn je. Die neuen Fellows stünden für herausragende Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.