Das Netzwerk Alchemie hat es sich zum Ziel gesetzt, den Austausch über die Rekonstruktion alchemistischer Prozesse in der Frühen Neuzeit zwischen Historikern und Naturwissenschaftlern zu fördern, Veranstaltungen zum Thema zu organisieren und gemeinsame Projekte zu initiieren. Alchemistische Prozessvorschriften der Frühen Neuzeit werden analysiert und es wird danach gefragt, inwieweit diese Prozesse im Labor konkret nachgearbeitet werden können. Diskutiert werden Probleme und Chancen einer solchen Rekonstruktion. Leitfragen sind: Verraten die Quellen den Punkt, an dem die Praxisnähe verlassen wird, um Theorie und Spekulation Platz zu machen? Nach welchen Kriterien beurteilte ein Alchemist den Erfolg eines Versuches oder einer Substanzherstellung?
Programm
9.30 – 9.45 Uhr
Einführung
9.45 – 10.15 Uhr
Florian Ebeling (München): Die Alchemie als ägyptische Weisheit in der Freimaurerei des 18. Jh.
10.15 – 10.45 Uhr
Holger Zaunstöck (Halle): Der Medicus Malabaricus von 1712 – eine Quelle für die Alchemiegeschichte?
10.45 – 11 Uhr
Pause
11 – 11.30 Uhr
Volkhard Wels (Berlin): Alchemie und das literarische Spiel
11.30 Uhr – 12.00 Uhr
Kathrin Pfister (Heidelberg): Briefwechsel von Joachim Polemann (1624-?)
12 – 14 Uhr
Mittagessen im Augustinerkloster
14 – 14.30 Uhr
Alexander Kraft (Eichwalde): Wege zur Universaltinktur: Dorothea Juliana Wallich. Ihr Leben und ihre Werke.
14.30 Uhr – 15.00 Uhr
Nils Lenke (Rheinbach):Gertraud von Veltheim (1585-1622) – „verständige Matrone“ oder versteckte Alchemistin?
15 – 15.30 Uhr
Pause
15.30 – 16 Uhr
Rainer Werthmann (Kassel): Baron von Schwarzstein – ein Sammler alchemischer Vorschriften für Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha
16 – 16.30 Uhr
Juergen Hollweg (Bayreuth): Netzwerkstrukturen frühneuzeitlicher Chemiker um 1600. Regionale Verteilung
16.30 – 17 Uhr
Abschluss

