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„Movember“ – Wir sind dabei!

Die Universität Erfurt beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal am „Tag der Männergesundheit“, der am 19. November mit verschiedenen Aktionen weltweit auf das Thema aufmerksam macht. Ein Gespräch mit Jens Panse vom Universitären Gesundheitsmanagement über die Hintergründe…

Herr Panse, warum ist die Uni dabei?
Ganz einfach, weil das ein wichtiges Thema ist. Gesundheit ist kein Lifestyle-Thema, sondern essenziell für unsere Gesellschaft und für ein gutes Leben. Und natürlich ist auch die Universität Erfurt daran interessiert, dass ihre Studierenden und Beschäftigten gesund bleiben. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren ein starkes Universitäres Gesundheitsmanagement aufgebaut, für das wir 2025 übrigens mit dem „Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit” ausgezeichnet wurden.

Warum brauchen Männer denn einen eigenen Gesundheitstag – das Thema Gesundheit betrifft doch eigentlich alle?
Das ist zwar richtig, gleichwohl wissen wir, dass Männer seltener zum Arzt gehen, Warnsignale des Körpers länger ignorieren und häufiger an Krankheiten sterben, die bei rechtzeitiger Behandlung heilbar wären. Und Männer nehmen deutlich seltener regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahr als Frauen.

Warum?
Ich denke, es liegt nicht daran, dass Männer ihre Gesundheit nicht wichtig finden. Es hat wohl mehr mit unserer Sozialisation zu tun und mit allhergebrachten Denkmustern wie z.B. Männer sind sportlich und stark, man spricht am Stammtisch oder beim Vereinsabend nicht über Ängste, Schmerzen oder Erschöpfung. Also werden Symptome ignoriert, Schmerzen ausgehalten, mentale Belastungen heruntergespielt. Leider hat das oft schwerwiegende Konsequenzen…

Und was genau bietet die Uni am Tag der Männergesundheit?
Wir planen mit dem Austauschforum „Gesunde Hochschulen in Thüringen“ einen Vortrag „Gesundheit und Wohlbefinden – (k)ein Thema für ‚echte‘ Männer?“. Außerdem gibt’s einen Schnupperstunde mit Dehnungs- und Fitnessübungen und – ganz wichtig – wir wollen natürlich an diesem Tag ins Gespräch miteinander kommen über das Thema, das sonst eher nicht laut besprochen wird.

Auf dem Campus liegen überall Postkarten aus, die auf die Veranstaltungen hinweisen. Auf der Vorderseite findet sich ein Männergesicht mit Schnurrbart. Was hat es damit auf sich?
Die Karte soll zum einen auf unsere Veranstaltungen hinweisen, zum anderen aber auch auf den sogenannten „Movember“ aufmerksam machen. Der Begriff setzt sich aus „Moustache“ für Schnurrbart und „November“ zusammen und wurde in den vergangenen Jahren zum Symbol einer weltweiten Bewegung, die eben im November auf das Thema Männergesundheit aufmerksam machen soll. Männer lassen sich also im „Movember“ Bärte stehen und schaffen damit Aufmerksamkeit für Themen, über die Männer viel zu selten sprechen, wie etwa Prostata- und Hodenkrebs sowie psychische Gesundheit und Suizidprävention.

Als Verantwortlichem für das Universitäre Gesundheitsmanagement sehen wir Sie im „Movember“ also auch mit Schnurrbart?
Ja, natürlich! Zum Leidwesen meiner Frau. Aber da muss sie durch, es ist ja für die gute Sache…

Wie sieht es denn sonst mit Gesundheitsangeboten im Wintersemester aus – was ist da an der Universität Erfurt geplant?
Neben regelmäßigen Angeboten wie der „Aktiven Pause“, den Hochschulsportkursen, der mobilen Massage, Yoga- und Achtsamkeitskursen sowie verschiedenen Beratungsangeboten, gibt es am 21. Oktober wieder eine Blutspendeaktion auf dem Campus und am 28. Oktober veranstalten wir einen Vorsorgetag mit der Möglichkeit, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Auch einen Vortrag zum Thema Organspende haben wir geplant. Und wir beteiligen uns vom 3. bis 5. November erneut an den Mental Health Days, bei denen es wieder Informationen und Aktionen rund um die psychische Gesundheit gibt. Die genauen Termine und Details zu den Veranstaltungen sind übrigens auf der Website des Universitären Gesundheitsmanagements zu finden. 

Das ist eine Menge und angesichts knapper Kassen sicher auch nicht selbstverständlich...
Keineswegs, aber wir haben zum Glück mit der AOK PLUS einen engagierten Gesundheitspartner mit im Boot. Die Krankenkasse unterstützt das Universitäre Gesundheitsmanagement nicht nur finanziell, sie steht uns auch in allen Fragen rund um Gesundheit und Prävention beratend zur Seite. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Jahren eine ganze Menge erreichen können, das UGM stetig weiter ausgebaut und übrigens kürzlich erst unseren Kooperationsvertrag um zwei Jahre verlängert. In dieser Zeit wollen wir vor allem unsere Netzwerke mit der Kommune, dem Land und im Universitätsverbund festigen, die bestehenden Angebote verstetigen bzw. – abgeleitet aus unserer diesjährigen Gesundheitsbefragung – neue schaffen. Wir sind hier also auf einem wirklich guten Weg…

Weitere Informationen / Kontakt:

Jens Panse
Jens Panse
Universitäres Gesundheitsmanagement
(Dezernat 2: Personal)
C02 – Verwaltungsgebäude / Raum C02.01.28
Sprechzeiten
nach Vereinbarung

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