Laufzeit
09/2026
- 09/2029
Finanzierung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) :
385 000 Euro
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Beobachtung, dass beide Lager – islamistische und rechtsextreme Gruppen – ihre Weltsicht auf ein Gefühl des Verlusts gründen: Sie sehen sich als Verteidiger von etwas, das ihnen genommen wird oder bereits genommen wurde. Zudem deuten sie das jeweils andere Lager als Ursache dieses Verlusts. Das Projekt rekonstruiert diese wechselseitigen Bezugnahmen als „Verlustkämpfe” und vergleicht ihre Folgen. Die zentrale Frage lautet: Wie und unter welchen Bedingungen beziehen sich radikalisierte Diskurse aufeinander, und wann führt das zu reflexiver Radikalisierung?
Zur Beantwortung kombiniert das Projekt zwei Methoden:
Auf dieser Basis wird rund um Debatten, die sich auf den Islam beziehen, ein Datenkorpus zusammengestellt, der anschließend im Detail analysiert wird.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Professur für Fundamentaltheologie.