Informationen der Veranstalter
Wer schreibt hier eigentlich Geschichte? Lasst uns nicht übereinander, sondern miteinander reden: Bei Kaffee und Kuchen wollen wir uns über die Geschichte und Gegenwart von Menschen mit Behinderungen unterhalten. Die Themen und Schwerpunkte unseres Austausches sollen die Grundlage für weitere Forschungsprojekte bilden.
Dazu liest die Historikerin Dr. Pia Schmüser zunächst aus ihrem Buch „Familiäre Rehabilitation? Eine Alltagsgeschichte von ostdeutschen Haushalten mit behinderten Kindern (1945–1990)“ und kommt mit uns ins Gespräch. Die Lesung findet in leichter Sprache statt und wird digital übertragen und geschriftdolmetscht. Dann gehen wir von der Vergangenheit in die Gegenwart: Wir sprechen mit einem Vorstandsmitglied des „Landesverbandes von Frauen mit Behinderungen in Thüringen“ (LaFiT): Wo werden Menschen mit Behinderungen heute diskriminiert und ausgeschlossen? Wie können wir Barrieren einreißen und soziale Teilhabe fördern? Mit der Frage, was wir im Alltag gegen Ableismus tun können, beschäftigen wir uns schließlich im Rahmen einer Aufführung des Forum-Theaters. Dieses Mitmach-Theater wird zwei Szenen von Diskriminierung zeigen und das Publikum einladen, darüber zu diskutieren: Was genau hat uns gestört? Wie können wir den gezeigten Konflikt auflösen? Wie können wir angemessen auf Diskriminierung und sozialen Ausschluss reagieren?
- digitale Übertragung der Lesung (Link per Anmeldung bei elena.kiesel@uni-erfurt.de)
- Schriftdolmetschen für die Lesung
- Awareness-Team vor Ort
- Kuchen solange der Vorrat reicht (und Getränke vom Café Hilge)
Hintergrund
Mit der Veranstaltung beteiligen sich die Stadt und die Universität Erfurt an der Aufarbeitung von Gewalt in der DDR sowie der Transformationszeit. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung mit der Frage, wie soziale Prozesse, Konfliktstrukturen und kollektive Formen des Erinnerns zwischen kommunalen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und betroffenen Gruppen wirksam analysiert und reflektiert werden können. Ziel ist es, durch dialogorientierte und forschungsbasierte Veranstaltungsformate den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und neue Anstöße für ein solidarisches und inklusives Miteinander in der Stadt zu geben. Das Projekt „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“ (DiTZu) versteht sich als überparteiliches Vorhaben möchte demokratische Strukturen festigen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Es steht exemplarisch für die enge Kooperation zwischen städtischen Einrichtungen, wissenschaftlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und setzt damit ein Zeichen für eine widerstandsfähige Demokratie.

