„Unsere Studie liefert erstmalig ein fundiertes Bild der Aufgaben, Herausforderungen und Bedarfe der Schulaufsicht über mehrere Bundesländer hinweg. Sie legt damit einen wichtigen Grundstein, um die Rolle der Schulaufsicht als zentrale Unterstützerin schulischer Qualitätsentwicklung besser zu verstehen, weiter zu schärfen und zu stärken“, sagt Prof. Dr. Kathrin Dedering, die wissenschaftliche Leiterin der Studie.
Mehrheit ohne systematische Einarbeitung, deutlicher Professionalisierungsbedarf
57,6 Prozent der Schulaufsichtspersonen haben keine systematische Einarbeitung erhalten. Fort- und Weiterbildungen erfolgen vor allem über den informellen Austausch. Knapp 70 Prozent der Befragten wünschen sich zusätzliche Fortbildungsangebote. Besonderen Bedarf haben sie, sich zu interner und schulischer Qualitätsentwicklung sowie zu rechtlichen Themen zu professionalisieren.
Martin Fugmann, Geschäftsführender Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sagt: „Der Wunsch nach mehr Fort- und Weiterbildungen ist ein klares Signal: Schulaufsichtspersonen wollen ihre Rolle in der Schul- und Unterrichtsentwicklung aktiv wahrnehmen. Es wird zu prüfen sein, welche konkreten Angebote für die jeweiligen Qualifizierungsbedarfe geeignet sind. So wollen wir Schulaufsichtspersonen gezielt dabei unterstützen, Schulen in ihrer Entwicklung fachlich fundiert zu begleiten.“
Und Dr. Markus Warnke, Geschäftsführer der Wübben Stiftung Bildung, erklärt dazu: „Für eine bessere Bildung aller Kinder und Jugendlichen brauchen wir die Schulaufsicht. Nur wenn sie wirksam agieren kann, gelingt eine nachhaltige schulische Qualitätsentwicklung.“

