Während in Coburg Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha (1784–1844) im Mittelpunkt steht, spürt Gotha seinen Netzwerken am Hof nach. Wer waren die Menschen, die um den Herzog wirkten und die Verwaltung und (Neu-)Gestaltung der Sammlungen im Zuge des Dynastiewechsels prägten?
Die Jubiläumsausstellung dokumentiert den Umbruch in 125 Objekten – in Form von Huldigungsschreiben in Seide und Papier und erzählt die Geschichte der Sammlung über Exponate in Silberfiligran, mit Majolika, Muscheln und Mineralien sowie auf Papier. Sie zeigt die Brüche der Sammlungen auf, aber auch und besonders ihre Kontinuität. Medienstationen ergänzen die Schau.
Die Gothaer Ausstellung – ein gemeinsames Projekt der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt und der Friedenstein Stiftung Gotha – wird am 11. April feierlich eröffnet und ist dann vom 12. April bis 5. Juli 2026 im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein zu sehen.
Begleitend zur Ausstellung im Spiegelsaal nimmt die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten vom 12. April 2026 bis zum 3. Januar 2027 mit einer Abfolge von Ausstellungsstelen in den Repräsentationsräumen von Schloss Friedenstein Hintergründe und Protagonisten der Ereignisse um 1826 in den Blick. Im Mittelpunkt der Präsentation, die den Titel „ ‚… im Auftrag des Herzogs …‘ – Ernst I. und die Thüringische Residenzenlandschaft“ trägt, stehen Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha und seine erste Frau Luise.
Anhand neuer Forschungsergebnisse und historischer Darstellungen werden von Herzog Ernst I. genutzten Räume und ihre modernisierende Umgestaltung nachvollziehbar. Darüber hinaus werden die Bauprojekte Ernsts I., beispielsweise in Reinhardsbrunn und Coburg sowie die Auswirkungen der ernestinischen Neugliederung auf die Thüringische Residenzenlandschaft thematisiert.
Vom 22. Mai bis 20. September 2026 zeichnet die Ausstellung auf der Veste Coburg ein facettenreiches Bild dieses ungewöhnlichen Herzogtums, das neben dem Herzog auch von einem zunehmend selbstbewussten Bürgertum geprägt wurde. Kostbare Kunstwerke, Karten, Waffen, Archivalien und Bücher erzählen von Macht, Repräsentation, Reformwillen und Widerständen – und von einer Epoche im Umbruch.
In der Coburger Landesbibliothek folgt im Herbst eine Schau, die ihre Geschichte vor dem Hintergrund des Dynastiewechsels beleuchtet. Sie ist in der Zeit vom 7. September bis zum 28. November 2026 auf Schloss Ehrenburg zu sehen.
Vom 20. Oktober bis 18. Dezember 2026 schließt sich eine Ausstellung zum Dynastiewechsel im Staatsarchiv Coburg an.
Der Eintritt in die Ausstellung im Spiegelsaal ist kostenlos. Um die Präsentation „ ‚… im Auftrag des Herzogs …‘ – Ernst I. und die Thüringische Residenzenlandschaft“ im Schlossrundgang im Nordflügel zu sehen, benötigen die Besucherinnen ein Ticket für den Schlossrundgang im Nordflügel (12 Euro, erm. 6 Euro, Kinder und Jugendliche bis 12 Jahre haben freien Eintritt).
Eine Tagung des Forschungszentrums Gotha und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel widmet sich vom 28. bis 30. September 2026 in Gotha dem Thema „Geschiedene adelige Frauen zwischen 1600 und 1850“ – ausgehend vom Schicksal der Gothaer Prinzessin und späteren Coburger Herzogin Luise (1800–1831).
Begleitend zu dieser und den anderen Ausstellungen unter dem Dach „Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen“ erscheint im Mai 2026 im Imhof Verlag ein Begleitband zum 200. Gründungsjubiläum des Doppelherzogtums. Herausgegeben wird er von der Coburger Landesstiftung.
Zur Ausstellung „Coburg | Gotha | 1826“ – Ein Herzog. Zwei Residenzen.“ wird es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und Workshops geben. Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie auf der Veranstaltungswebsite www.coburg-gotha-1826.de bzw. in unserem Veranstaltungsflyer.

