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Neue Publikation: "Aufklärung und Residenzstadt"

Unter dem Titel "Aufklärung und Residenzstadt" ist im Wallstein-Verlag soeben ein neues Buch von Martin Mulsow und Dirk Sangmeister erschienen, das sich mit dem intellektuellen Gotha um 1800 beschäftigt.

Martin Mulsow und Dirk Sangmeister (Hrsg.)
Aufklärung und Residenzstadt
Das intellektuelle Gotha um 1800
Wallstein-Verlag, 2026
ISBN 978-3-8353-5560-6
799 Seiten
49 EUR (D) // 50,40 EUR (A)
(auch als e-Book erhältlich)

"Gotha stand oft im Schatten von Weimar, aber wies um 1800 ebenfalls eine intellektuelle Vielfalt auf."

Gotha war in den Jahrzehnten um 1800 eine Residenzstadt mit großer Ausstrahlung, ein Zentrum der Spätaufklärung. Unter einem Fürsten, der die Wissenschaften förderte, erblühten Astronomie und Geologie, aber auch Philologie und Geschichte. Vor dem Hintergrund zahlreicher Sammlungen, einer gewaltigen Bibliothek, eines gut funktionierenden Staatswesens und vorteilhafter Postverbindungen wirkten von hier aus Literaten und Gelehrte von Rang aufs ganze Reich: Rudolph Zacharias Becker vertrieb den größten Bestseller der Goethezeit, sein volksaufklärerisches Noth- und Hülfsbüchlein für Bauersleute, sowie seinen national gelesenen Reichs-Anzeiger. Georg Anton Benda komponierte tonangebende Melodramen, Friedrich Wilhelm Gotter schrieb vielgespielte Theaterstücke, Heinrich August Ottokar Reichard verbreitete seine Almanache, der Verleger Carl Wilhelm Ettinger druckte die erste Voltaire-Gesamtausgabe und angesehene gelehrte Zeitungen, Conrad Ekhof schrieb mit seiner stehenden Bühne Theatergeschichte und der verbotene Illuminatenorden fand hier das Zentrum seiner Spätphase. In der Aufmerksamkeit der Forschung stand Gotha bisher im Schatten Weimars. Dieser Band beleuchtet erstmals die Bedeutung der Stadt und fächert die Vielfalt ihrer intellektuellen Landschaft auf.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Prof. Dr. Martin Mulsow in unserem Forschungsblog “WortMelder”!

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