„Die Zuwendung zum Menschen, es als Berufung zu begreifen, individuelle Potenziale vom Kindesalter über die gesamte Lebensspanne hinweg zu entwickeln – das ist die DNA“ der Erziehungswissenschaft-lichen Fakultät der Universität Erfurt“, erklärt der Dekan, Prof. Dr. Tilmann Betsch. „Uns alle leitet die Überzeugung, dass Partizipation in der Gesellschaft, gelebte Demokratie und der Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit, wie beispielsweise KI, Klimawandel und Konflikte, einen ganzheitlich gebildeten Menschen voraussetzen. Dass Einschränkungen, seien sie psychischer oder körperlicher Art, keine Hindernisse für Teilhabe sein dürfen. Und dass es in unserer Verantwortung liegt, Personen auszubilden, die diesen Bildungsauftrag professionell und nachhaltig realisieren. Durch Maßnahmen, die wissenschaftlich fundiert sind.“
Zwei Jahre nach Aufnahme des Studienbetriebs an der Universität Erfurt wurde 2001 die Pädagogische Hochschule Erfurt-Mühlhausen in die Universität eingegliedert und damit die Erziehungswissenschaftlichen Fakultät als dritte Fakultät der Universität gegründet. Seither hat sie mehr als 10.000 Absolvent*innen hervorgebracht. Sie arbeiten heute unter anderem als Lehrkräfte an Schulen, in der Forschung ebenso wie in der freien Wirtschaft oder in Beratungseinrichtungen. Und auch mit Blick auf die Forschung ist viel geschehen. Der Dekan konstatiert: „Bildung ist und bleibt eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft und das Bildungssystem ist eine ihrer Schlüsselinstitutionen. Unsere Fakultät trägt mit ihrer Forschung und konkreten Lösungsansätzen für nachhaltige Bildung bei – sowohl in der Grundlagen- als auch der Anwendungsforschung. Wenn man sich nur einmal die Themenvielfalt der Drittmittelprojekte anschaut, dann findet sich einerseits international sichtbare Grundlagenforschung in den Bereichen Lernen, Kognition, Diagnostik, Potenzialentwicklung und Didaktik, aber auch zu grundlegenden Problemen der Mathematik, Statistik und Methoden der Forschung. Zum anderen beschäftigen wir uns mit Themen von unmittelbarer gesellschaftlicher Relevanz – darunter Forschung zu nachhaltiger Ausbildung im Beruf, zur kulturellen Bildung im ländlichen Raum, zur musischen Bildung in Multimedia-Kontexten, zur Kommunikation von wissenschaftlichen Befunden in die Gesellschaft, zur Entwicklung und Förderung von Entscheidungskompetenz und gesellschaftlicher Partizipation, über Ansätze zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Handicaps bis hin zum Training des Schriftspracherwerbs und der Förderung der Gesprächskompetenz von angehenden Ärztinnen und Ärzten.“
All dies soll nun im Juni gefeiert werden. Das detaillierte Programm zum Fakultätsjubiläum entnehmen Sie bitte der Jubiläumswebsite.

