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Gotha Manuscript Talks starten in eine neue Runde

Handschriften begegnen uns in verschiedenen Wissenschaftsfeldern, in der Philologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Theologie und Religionswissenschaft, Bibliotheks- und Museumswissenschaft, Übersetzungs- und Translationsforschung, sogar in den Naturwissenschaften (z.B. Radiokarbondatierung) und in der Informatik (z.B. Digital Humanities). Dort wo Handschriften in die Forschung einbezogen werden, verändern sie den Blick auf die entsprechenden Felder, konsolidieren oder modifizieren Wissensbestände und stellen Forscher vor Herausforderungen verschiedenster Art. Auch 2026 setzt die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt ihre digitale Veranstaltungsreihe "Gotha Manuscript Talks" über orientalische Handschriften fort. Termine sind am 4. März, 18. März, 1. April und 15. April 2026, jeweils um 18.15 Uhr.

“Zu den ‘Gotha Manuscript Talks’ laden wir jeweils Forscher*innen ein, um mit ihnen zu diskutieren, wie konkrete Handschriften den Blick auf Forschungsgegenstände verändert haben”, erklärt Dr. Feras Krimsti, Wissenschaftlicher Referent für die orientalische Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha. “Anhand von Handschriften, die auf Arabisch, Persisch, Türkisch-Osmanisch, Syrisch, Äthiopisch, Hebräisch und in vielen weiteren ‘orientalischen’ Sprachen verfasst wurden, verfolgen wir Geschichten der Rezeption von Wissen, aber auch Geschichten, die vom Vergessen erzählen. Wir befassen uns etwa mit historischen oder literarischen Entwicklungen, die in Handschriften fassbar werden, mit theologischen Problemen die durch sie offenbar oder gelöst werden, mit Überlieferungsprozessen, sozialen und intellektuellen Netzwerken, künstlerischen und musealen Praktiken, ökonomischen Entwicklungen und vielen weiteren gesellschaftlichen und geistigen Phänomenen, in deren Zentrum orientalische Handschriften stehen.” 

Gäste in den kommenden Veranstaltungen sind:

Der Vortrag dauert jeweils 45 Minuten, im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion. Wer dabei sein möchte, kann sich jeweils unter https://uni-erfurt.webex.com/meet/veranstaltungen.fb in die jeweilige Veranstaltung einwählen. Aufzeichnungen der Veranstaltungen stehen dann später in der Mediathek der Forschungsbibliothek Gotha zur Verfügung.

Hintergrund

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt bewahrt die drittgrößte Sammlung orientalischer Handschriften in Deutschland. Diese etwa 3.400 Handschriften, die überwiegend um 1800 in die Bibliothek gelangten, sind relevant für alle Wissenschaftsfelder und werfen ein Licht auf die unterschiedlichsten Aspekte von Manuskriptkulturen. Mit der Einladung renommierter Forscher*innen zu den “Gotha Manuscript Talks” möchte die Forschungsbibliothek Gotha ausgehend vom Material in einer Webinar-Reihe Impulse für einen verstärkten Austausch zu Manuskriptkulturen über Fachgrenzen hinweg geben und Forscher*innen und Interessierte miteinander ins Gespräch über orientalische Handschriften bringen.

Weitere Informationen / Kontakt:

Wissenschaftlicher Referent orientalische Handschriftensammlung
(Forschungsbibliothek Gotha)
Sprechzeiten
nach Vereinbarung
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