Warum entstehen Kriege – und unter welchen Bedingungen kann Frieden gelingen? Die Vorlesung von Prof. Dr. Sophia Hoffmann bildet den Auftakt der diesjährigen Vortragsreihe. Dabei ist die erste Vorlesung keine klassische Einführung in das Thema, das im Laufe der Vorlesungsreihe sehr breit gefasst ist und Krieg und Frieden aus weit mehr als der politischen Perspektive betrachtet. Sie gibt vielmehr den Raum, sich mit kriegerischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Anhand zentraler politikwissenschaftlicher und historischer Perspektiven werden kriegerische Auseinandersetzungen, Friedensphasen und aktuelle Debatten mit einem besonderen Fokus auf Deutschland und Europa eingeordnet. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zu Fragen, Austausch und Diskussion.
Die Referentin:
Sophia Hoffmann ist Politikwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Nachrichtendienstforschung, internationale Flüchtlingspolitik, humanitärer Hilfe und Entwicklungspolitik. Nach umfangreichen Feldforschungen in Syrien, Jordanien und dem Libanon verfügt sie über Fachwissen zu den internationalen Beziehungen Westasiens (Naher Osten) und zu den Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft in der Region. Vor ihrer Berufung an die Universität Erfurt im Oktober 2021, leitete Prof. Hoffmann eine Forschungsgruppe zu deutsch-arabischen Geheimdienstbeziehungen am Leibniz-Zentrum Moderner Orient in Berlin, führte ein Post-Doc-Projekt an der Universität Bremen durch und war Dozentin am Geneva Graduate Institute. Sie wurde an der School of Oriental and African Studies (London) promoviert und hat weitere Abschlüsse an der London School of Economics und der University of Sussex erworben. Außerdem ist Sophia Hoffmann Autorin des Buches “The Crisis before the Storm: Iraqi migrants in Syria” und zahlreicher Artikel in Fachzeitschriften. Ihre Forschung wurde durch das COFUND-Programm der EU, die Volkswagen Stiftung und das Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) gefördert.
Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei. Wir bitten jedoch um Beachtung, dass die Zahl der Sitzplätze im Rathausfestsaal auf 180 begrenzt ist.

