In der Veranstaltung am 26. November werden die Ergebnisse des Projekts “Differenz – Transformation – Zusammenhalt” (DiTZu) vorgestellt, mit dem sich die Stadt und die Universität Erfurt an der Aufarbeitung von Gewalt in der DDR sowie der sogenannten Transformationszeit beteiligen.
Für die meisten Menschen markierte die Friedliche Revolution 1989/1990 das Ende diktatorischer Herrschaft, für einige bedeutete sie den Beginn der sogenannten “Baseballschlägerjahre”. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Frage, wie soziale Prozesse, Konfliktstrukturen und kollektive Formen des Erinnerns zwischen kommunalen Einrichtungen, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und betroffenen Gruppen wirksam analysiert und reflektiert werden können. Ziel ist es, durch dialogorientierte und forschungsbasierte Veranstaltungsformate den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und neue Anstöße für ein solidarisches und inklusives Miteinander in der Stadt zu geben.
Diesem Ziel haben sich die Projektbeteiligten in vier Teilprojekten genähert: über die Geschichte der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen (Christian Hermann), Alltagserfahrungen und Selbstorganisationen von Frauen mit Behinderungen (Elena Kiesel), Menschenfeindlichkeit aus der Perspektive städtischer Institutionen (Steven Lange) und die Erinnerungskultur an rechte Gewalt (Max Zarnojanczyk).
Das Projekt „Differenz – Transformation – Zusammenhalt“ versteht sich als überparteiliches Vorhaben, möchte demokratische Strukturen festigen und zivilgesellschaftliches Engagement stärken. Es steht exemplarisch für die enge Kooperation zwischen städtischen Einrichtungen, wissenschaftlichen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen und setzt damit ein Zeichen für eine widerstandsfähige Demokratie.
Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei. Wir bitten jedoch um Beachtung, dass die Zahl der Sitzplätze im Rathausfestsaal auf 180 begrenzt ist.

