LUMEN - Anpassung an das Licht: Verhalten von Stechmücken, Exposition des Menschen und Vektorkontrolle in einem sich wandelnden Klima

Inter- und transdisziplinäres Verbundprojekt; Teilprojekt 3 UE: Unter dem Licht, hinter dem Netz: Menschliches Verhalten verstehen und erklären
Durch Umweltveränderungen wie Klimawandel, Urbanisierung und künstliche Beleuchtung in der Nacht verändern sich Lebensräume und Aktivitätsmuster von Stechmücken in Europa. Dadurch steigt das Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern auch in bislang nichtendemischen Regionen. Das Verbundprojekt LUMEN untersucht diese Entwicklungen interdisziplinär und verbindet molekularbiologische, ökologische und psychologische Ansätze, um neue Grundlagen für evidenzbasierte Präventionsstrategien im One-Health-Kontext zu schaffen.

Laufzeit
07/2026 - 06/2029

Finanzierung
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) :
360 000 Euro

Projektleitung

Prof. Dr. Cornelia Betsch
Inhaberin der Professur für Gesundheitskommunikation (Philosophische Fakultät)

Das Teilprojekt 3 untersucht die Rolle menschlichen Verhaltens in der Mensch-Mücke-Interaktion. Bislang fehlen systematische Daten, wie Menschen im Alltag auf veränderte Mückenaktivität reagieren und welche Faktoren das Risiko beeinflussen, gestochen zu werden. Ziel ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Instruments zur Erfassung von Wissen, Einstellungen und Verhalten im Umgang mit Mücken sowie der Aufbau einer webbasierten Infrastruktur zur alltagsnahen Datenerhebung im Rahmen einer Citizen-Science-Studie in Deutschland. Die gewonnenen Daten leisten einen zentralen Beitrag zur interdisziplinären Modellierung von Expositionsrisiken und zur Entwicklung zielgerichteter Präventions- und Kommunikationsstrategien.

Lesen Sie dazu auch unsere News “Neues Projekt der One-Health-Plattform erforscht steigende Risiken durch Stechmücken” vom 7. Juli 2026.