“Zu den ‘Gotha Manuscript Talks’ laden wir jeweils Forscher*innen ein, um mit ihnen zu diskutieren, wie konkrete Handschriften den Blick auf Forschungsgegenstände verändert haben”, erklärt Dr. Feras Krimsti, Wissenschaftlicher Referent für die orientalische Handschriftensammlung der Forschungsbibliothek Gotha. “Anhand von Handschriften, die auf Arabisch, Persisch, Türkisch-Osmanisch, Syrisch, Äthiopisch, Hebräisch und in vielen weiteren ‘orientalischen’ Sprachen verfasst wurden, verfolgen wir Geschichten der Rezeption von Wissen, aber auch Geschichten, die vom Vergessen erzählen. Wir befassen uns etwa mit historischen oder literarischen Entwicklungen, die in Handschriften fassbar werden, mit theologischen Problemen die durch sie offenbar oder gelöst werden, mit Überlieferungsprozessen, sozialen und intellektuellen Netzwerken, künstlerischen und musealen Praktiken, ökonomischen Entwicklungen und vielen weiteren gesellschaftlichen und geistigen Phänomenen, in deren Zentrum orientalische Handschriften stehen.”
Themen und Gäste in den kommenden Veranstaltungen sind:
- 14. Oktober 2026 // “Crafting Ottoman Flowery Letters: Practices, Drafts, and Fair Copies” // Referent: Ercan Akyol (Universität Wien)
- 28. Oktober 2026 // "Marginal Commentaries on Vernacular Texts: Beyond the Learned-Vernacular Dichotomy in Ottoman Manuscripts" // Referentin: Aslıhan Gürbüzel (McGill University)
- 11. November 2026 // "Marginal Voices? Commentary Glosses in Arabic Manuscripts" // Referentin: Stefanie Brinkmann (Sächsische Akademie der Wissenschaften)
- 25. November 2026 // “This Cursed Book of Falconry!”: The al-Khānjī Archive, a Manuscript, and the Layered Networks of the Arabic Manuscript Trade // Referentin: Rana Mikati (College of Charleston)
Der Vortrag dauert jeweils 45 Minuten, im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion. Wer dabei sein möchte, kann sich unter https://uni-erfurt.webex.com/meet/veranstaltungen.fb in die jeweilige Veranstaltung einwählen. Aufzeichnungen der Veranstaltungen stehen dann später in der Mediathek der Forschungsbibliothek Gotha zur Verfügung.

