Kriege stehen zunächst für unermessliches menschliches Leid, hinterlassen aber auch tiefe Spuren in unseren Landschaften. Schanzen, Wehrkirchen, unterirdische Rüstungstätten, Bunker, Trümmerberge etc. Sie sind stille Zeugen unserer Geschichte. Auch Zeugnisse des Friedens und der Erinnerung wie Mahn- und Gedenkstätten, Friedenseichen, oder Stolpersteine haben sich im Wechselspiel von Raum, Kultur und Mensch in das Geschichtsbuch u.a. der Thüringer Kulturlandschaft eingegraben. Welche Bedeutung haben diese (dinglichen) Stätten in unserem Bewusstsein inne und wie wollen wir auch zukünftig mit diesen umgehen? Darüber wird Prof. Dr.-Ing. Ilke Marschall von der FH Erfurt an diesem Abend sprechen.
Die Referentin:
Prof. Dr.-Ing. Ilke Marschall vertritt seit 2009 das Fachgebiet Landschaftsplanung an der Fachhochschule Erfurt und ist dort v.a. im Bachelor und Master der Fachrichtung Landschaftsarchitektur als Lehrende tätig. Ilke Marschall studierte 1985–1992 Landespflege an der Universität Hannover. Während ihrer Promotions- und Habilitationszeit war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrende an der Universität Kassel am Fachbereich Architektur – Stadtplanung – Landschaftsplanung (ASL) sowie freiberuflich tätig. Als Mitglied in verschiedenen Verbänden und Vereinen (u.a. BBN, ARL) ist sie bundesweit in verschiedenen Arbeitsgruppen u.a. zum Schutz der Natur und Kulturlandschaft engagiert.
Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei. Wir bitten jedoch um Beachtung, dass die Zahl der Sitzplätze im Rathausfestsaal auf 180 begrenzt ist.

