Die fortschreitende Digitalisierung des Krieges führt zu einer neuen Qualität der Geschwindigkeit, Reichweite und Komplexität der Kriegsführung, während gleichzeitig vergleichsweise einfache, robuste und als veraltet wahrgenommene Waffen eine Renaissance erleben. Viele der neuen militärischen Technologien überschneiden sich dabei mit zivilen Technologien, insbesondere im Hinblick auf die geteilte zugrundeliegende kritische Infrastruktur. In seinem Vortrag möchte Prof. Dr.-Ing. Markus Färber einige der Technologien aus Sicht der Informatik erklären und seine Einschätzung geben, warum der Erhalt des Friedens nicht nur ein moralisches Gebot ist, sondern zu einer praktischen Notwendigkeit wird.
Der Referent:
Markus Färber ist seit dem Wintersemester 2025 Professor für Informatik am Campus Erfurt der IU Internationale Hochschule. Er hat an der Technischen Universität Dresden Informatik studiert und wurde später auf dem Gebiet der Grafischen Datenverarbeitung an der Technischen Universität Ilmenau promoviert. Zusammen mit seinen dortigen Kollegen gründete er 2014 die Softvise GmbH. Das Unternehmen stellt eine 3D-Projektverifikations- und Entscheidungsunterstützungssoftware her, die in Ingenieursprojekten in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der kritischen Energie- und Verkehrsinfrastruktur zum Einsatz kommt. Markus Färber vertritt die Lehre auf verschiedenen Gebieten des Software-Engineering. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Digitalisierung des Bauwesens, der digitalen Fabrikplanung sowie in Computergrafik und CAD mit den angrenzenden Gebieten Data Analytics, Big Data und künstlicher Intelligenz.
Der Eintritt zu den Vorträgen der Ringvorlesung ist frei. Wir bitten jedoch um Beachtung, dass die Zahl der Sitzplätze im Rathausfestsaal auf 180 begrenzt ist.

