Das Projekt wurde in einem hochkompetitiven Verfahren aus mehr als 1300 Anträgen für die Förderung ausgewählt und zielt auf nichts weniger als eine strategische Neuausrichtung des Themas Lehrer*innengesundheit ab. Die beteiligten Wissenschaftler*innen verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz. „Wir möchten das Wohlbefinden von Lehrkräften nicht länger als rein private oder individuelle Aufgabe verstanden wissen, sondern Modelle entwickeln, bei denen die Schule, die Institutionen und das gesamte Bildungssystem die Verantwortung für die psychische und physische Gesundheit der Lehrenden mittragen“, erklärt PD Dr. habil. Benjamin Dreer-Göthe als einer der Projektpartner. Er ist Mitglied der Expertengruppe „Well-being at School“ der Europäischen Kommission und wissenschaftlicher Geschäftsführer der ESE, die an der Universität Erfurt für die Ausbildung von Lehrkräften zuständig ist. Bereits seit Langem beschäftigt er sich wissenschaftlich mit dem Wohlbefinden von Lehrkräften und arbeitet daran, die Erkenntnisse auch in die Lehrkräftebildung in Erfurt zu übersetzen. Zusammen mit seinen internationalen Kolleg*innen wird er in dem nun geförderten Projekt die Arbeitsbedingungen und Bedürfnisse von Lehrkräften analysieren und in der Folge digitale Lehrinhalte, praktische Umsetzungswerkzeuge sowie langfristig tragfähige Unterstützungsmodelle entwerfen. „Besonders spannend finde ich, die unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven und Erfahrungen aus den jeweiligen Ländern zusammenzubringen und gemeinsam daraus neue Impulse für die Förderung des Wohlbefindens von Lehrkräften zu gewinnen.“

