Wie können wir uns besser auf heiße Sommer vorbereiten – und welche Rolle spielen dabei Gesundheitskommunikation, Prävention und die Medizin der Zukunft? An drei Wochenenden im August hat das HeatFuture Lab Thüringen des Institute for Planetary Health Behaviour (IPB) der Universität Erfurt Bürger*innen eingeladen, diesen Fragen gemeinsam mit jungen Forschenden nachzugehen. Rund 1.100 Menschen besuchten das Zukunftslabor in der Defensionskaserne auf dem Erfurter Petersberg – und machten das Projekt zu einem großen Erfolg für partizipative Wissenschaftskommunikation.
Im HeatFuture Lab konnten die Besucher*innen erleben, diskutieren und selbst mitgestalten, wie ein heißer Sommer der Zukunft aussehen könnte. Anhand KI-generierter Zukunftsbilder aus realen Erfurter Stadtansichten und anschaulicher Informationen zu Hitze und Gesundheit setzte sich das Lab damit auseinander, wie Hitze unseren Alltag und unser Wohlbefinden beeinflusst – und wie Städte, Gesundheitskommunikation und medizinische Versorgung künftig besser darauf reagieren können.
Dabei blieb es nicht beim Anschauen: Die Besucher*innen entwickelten eigene Zukunftsbilder, formulierten Ideen und Wünsche für den Umgang mit Hitze und kamen mit den Forschenden vor Ort ins Gespräch. So entstand über die drei Veranstaltungswochenenden ein vielfältiges Bild davon, was Menschen mit Blick auf heiße Sommer beschäftigt und welche Veränderungen sie sich für die Zukunft wünschen.
Mit rund 1.100 Besucherinnen und Besuchern hat die Resonanz auf das HeatFuture Lab unsere Erwartungen wirklich übertroffen. Besonders gefreut hat uns, wie groß die Bereitschaft war, nicht nur die Ausstellung zu besuchen, sondern sich aktiv einzubringen. In den vielen Gesprächen, Zukunftsbildern und Beiträgen haben wir spannende Impulse dazu bekommen, was Menschen beim Thema Hitze bewegt und was sie sich von Städten, Gesundheitskommunikation und der Medizin der Zukunft wünschen
sagt Dr. Dominik Daube, Co-Leiter des Labs.
Mit dem Ende der Ausstellung ist das Projekt jedoch noch nicht abgeschlossen. Das Team des Institute for Planetary Health Behaviour wertet nun die im Lab partizipativ erhobenen Daten wissenschaftlich aus. Die Erkenntnisse sollen unter anderem in einen Policy Brief einfließen und damit auch für Akteur*innen aus Politik und Praxis aufbereitet werden. Zugleich werden zentrale Inhalte und Ergebnisse des HeatFuture Labs digital aufbereitet und über das Institute for Planetary Health Behaviour weitgehend öffentlich zugänglich gemacht.
Das HeatFuture Lab Thüringen hat damit gezeigt, wie Wissenschaftskommunikation zum gemeinsamen Forschungs- und Gestaltungsprozess werden kann: Bürger*innen waren nicht nur Publikum, sondern brachten ihre Perspektiven, Erfahrungen und Ideen aktiv ein. Für das Projektteam bilden diese Impulse eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit der Frage, wie Prävention, Gesundheitsinformation und Versorgung angesichts zunehmender Hitze künftig gestaltet werden können.
Das HeatFuture Lab Thüringen wurde im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft von Wissenschaft im Dialog gefördert.

