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CoMOR-Workshop: "Geld, Kredit und Handelstechniken"

Unter dem Titel "Geld, Kredit und Handelstechniken" findet am 4. Februar von 9 bis 18 Uhr der nächste digitale Workshop im Rahmen des deutsch-französischen Forschungsprojekts CoMOR („Configurations of European Fairs. Merchants, Objects, Routes“ [1350-1600]) statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Lokaler, regionaler und überregionaler Handel waren im Spätmittelalter und in der Frü-hen Neuzeit über Messen und Jahrmärkte miteinander verknüpft, was erheblich zum Wirtschaftswachstum beitrug. Deshalb waren Messen und Jahrmärkte ein zentrales Element der wirtschaftlichen Entwicklung im vormodernen Europa.

Das Forschungsprojekt CoMOR , das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Agence nationale de la recherche (ANR) gefördert wird, ist der umfassenden Analyse des vormodernen Messesystems in Europa gewidmet. CoMOR ist eine Kooperation von Historikern aus Lyon, Erfurt, Leipzig, Trier, Turin und Verona. Dabei werden Informationen über Messen und Jahrmärkte, Kaufleute, Handelswaren und Handelswege aus verschiedenen archivalischen Quellen in einer Datenbank gesammelt. Ziel des Projektes ist es, zeitliche und räumliche Veränderungen im vormodernen europäischen Messewesen zu rekonstruieren und diese Veränderungen auf einer digitalen dynamischen Karte darzustellen.

Im Rahmen des vierten CoMOR-Workshops sollen nun Handelstechniken und Kreditbeziehungen der Kaufleute in den Blick genommen werden. Außerdem wird die Entstehung des frühneuzeitlichen Zahlungssystems näher betrachtet, in dem mit Hilfe von Wechseln europaweit bargeldlose Zahlungen über Messen und Jahrmärkte abgewickelt wurden.

Eine Anmeldung zum Online-Workshop ist noch bis zum 3. Februar per Mail an ulf_christian.ewert@uni-erfurt.de möglich.