Im Schwabe Verlag ist ein neuer deutsch-französischsprachiger Band von Claire Gantet, Markus Meumann und Isabella Treskow erschienen. Es widmet sich dem Kulturvermittler Friedrich Melchior Grimm, einer Schlüsselfigur des europäischen Wissenstransfers im langen 18. Jahrhundert.
Der Band, der am 26. Januar 2026 als gedrucktes Buch sowie parallel als Open-Access-Publikation im Schwabe Verlag erschienen ist, enthält 16 Beiträge in deutscher und französischer Sprache und gliedert sich in drei thematisch fokussierte Kapitel:
1. Beziehungen und Geschäfte | Relations et affaires
2. Der Gothaer Hof als zentraler Knoten in Grimms Netzwerk | La cour de Gotha, nœud central du réseau de Grimm
3. Grimm als Literat: Kritik, Politik, Aufklärung | Grimm homme de lettres : critique, politique, Lumières
„Grimm war zentral für die Verbreitung der Ideen der Pariser Aufklärung in Deutschland und Nordosteuropa“, betont Dr. Markus Meumann, Mitherausgeber des Bandes. „Zugleich war er eine ebenso schillernde wie zerrissene Figur: Einerseits mit den radikalen Vertretern der ‘lumières’ befreundet, strebte er andererseits zunehmend nach gesellschaftlicher Anerkennung durch die adeligen Eliten des Ancien Régime.“
Die Herausgeber*innen:
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Am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt findet vom 5. bis 6. März 2026 die von Dr. Gabriele Ball (Universität Göttingen) und Dr. Hendrikje Carius (Forschungsbibliothek Gotha) organisierte Tagung „Kommunikationsräume vernetzt“ statt. Sie untersucht die Kommunikations- und Wissensräume am Gothaer Hof unter Herzogin Luise Dorothea und Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Im Zentrum stehen die Verflechtungen von Privatbibliotheken, Sozietäten und Briefkorrespondenzen, über die der Hof an den literarisch-wissenschaftlichen Debatten der Aufklärung partizipierte.