In seiner Forschung hat er sich, in steter Auseinandersetzung mit dem Werk und Forschungsprogramm Max Webers, insbesondere mit der Dynamik und den Folgen der postkommunistischen Transformation beschäftigt. Vergleichende soziologische Fragen analysierte er auch mit Blick auf Russland, das er durch vielfältige Forschungsaufenthalte sehr gut kannte.
Das Berliner Journal, dessen Gründungsredakteur er war, prägte er über die gesamten fünfunddreißig Jahre seiner Existenz. Noch in der Woche vor seinem Tod hat er an mehreren Sitzungen teilgenommen und seine Perspektive mit der ihm eigenen Verbindung von Scharfsinn, Hingabe und großer Empathie eingebracht.
„Wir haben Frank Ettrich als warmherzigen, stets gradlinigen und leidenschaftlich an der Sache orientierten Kollegen und Freund kennen und schätzen gelernt. Sein Tod reißt eine große Lücke – insbesondere in unser Herausgeberteam des Berliner Journals. Wir werden sein Andenken ehren. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, so Hartmut Rosa, Direktor des Max-Weber-Kollegs und Editor-in-Chief des Berliner Journals für Soziologie.

