| Willy Brandt School of Public Policy, Entrepreneurship and Public Policy

Studierende lernen in Gastvorlesung, wie sie Reformen zur Korruptionsbekämpfung vorantreiben können

Am 18. Dezember 2025 nahmen Studierende der Brandt School im Rahmen des Kurses „Understanding Corruption and Promoting Anti-Corruption Efforts“ an einer Gastveranstaltung mit Dr. Anna-Maija Mertens teil. Die Sitzung bot praxisnahe Einblicke in Advocacy-Arbeit sowie in die strategischen Schritte, die für die Umsetzung von Antikorruptionsreformen erforderlich sind.

Studierende der Brandt School besuchten eine von Dr. Anna-Maija Mertens (Mitglied des Vorstands, Deutsches Institut für Compliance e.V.) geleitete Gastvortrag mit dem Titel „Designing Effective Anti-Corruption Campaigns – How to Make a Change? Lessons Learned“. Die hybride Veranstaltung konzentrierte sich auf das Verständnis von Korruption und die Förderung von Antikorruptionsmaßnahmen durch strategische Interessenvertretung. Dr. Mertens teilte ihre umfangreiche Praxiserfahrung und führte die Studierenden durch konkrete Schritte, mit denen ein politisches Ziel in die Realität umgesetzt werden kann.

Die Vorlesung verdeutlichte, dass nachhaltige Wirkung mehr erfordert als allgemeine Forderungen. Entscheidend ist Präzision, etwa beim Einsatz für einen „legislativen Fußabdruck“ oder ein Lobbyregister. Dr. Mertens hob zudem die Bedeutung von „Reality Checks“, Stakeholder-Mapping und „Agenda Surfing“ hervor, um politische Gelegenheitsfenster zu erkennen und zu nutzen. Die Studierenden lernten, dass politischer Wandel zwar häufig ein langsamer Prozess ist, jedoch mit evidenzbasierten Argumenten, konstruktivem Austausch mit Gegnern und dem Lernen aus Misserfolgen möglich ist, anstatt diese ungenutzt zu lassen.

Inhaberin der Aletta Haniel Professur für Public Policy and Entrepreneurship
(Willy Brandt School of Public Policy)
C19 – Forschungsbau „Weltbeziehungen“ / C19.02.08
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