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Schülerwettbewerb: „Stadt und Religion“

„Stadt und Religion“ ist ein Wettbewerb überschrieben, zu dem Wissenschaftler*innen der Kollegforschungsgruppe "Religion und Urbanität" an Universität Erfurt jetzt Schülerinnen und Schüler einladen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Begeisterung für die Geisteswissenschaften zu verstärken, kritisch mit Texten und unterschiedlichen Geschichtsbildern umzugehen und das eigene Reflexionsvermögen zu schärfen.

Städte gelten heute als weltlich, während man Religion mit ihnen weniger verbindet. Schaut man genauer hin, dann finden sich aber auch heute noch religiöse Einflüsse auf Städte. Wer sieht nicht die vielen Kirchen in Thüringer Städten vor sich? Religiöse Gruppen haben einen Einfluss auf das städtische Bild. Gerade die Sichtbarkeit religiöser Institutionen in Städten wird anhand von Moscheeneubauten und renovierten Synagogen in Deutschland immer wieder kontrovers diskutiert. Aber auch städtische Akteure beeinflussen religiöse Institutionen. Heute eignen sich städtische Akteure beispielsweise nicht mehr benötigte Kirchen auf kreative Weise an. Historisch waren Städte und Religion sogar noch stärker miteinander verbunden. Im Wettbewerb soll dieses Verhältnis untersucht und der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich Religionen und Städte gegenseitig beeinflussten.

Die Schüler*innen sind deshalb eingeladen, sich dem Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven und Fächern wie Sprach- und Literaturwissenschaften (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch…), Sozialkunde, Kunstgeschichte oder Religion/Ethik zu nähern. Der Wettbewerb ermöglicht es ihnen dabei, sich selbstständig mit einem eigenen Thema länger zu beschäftigen. Die Schüler*innen können literarische Texte oder Kunstwerke analysieren, Quellen auswerten oder Zeitzeug*innen befragen. Beteiligen können sich die Klassenstufen 9 bis 12 aller Schulformen des Bundeslandes Thüringen. Möglich sind Einzel-, Gruppen- und Klassenarbeiten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Kooperation mit Lehramtsstudierenden der Universität Erfurt, die die Erstellung der Beiträge begleiten und Tipps für den Umgang mit Quellen und Recherchemöglichkeiten geben werden. Um dies zu ermöglichen, geht die Kollegforschungsgruppe eine Kooperation mit Antje Schedel und Prof. Dr. Christiane Kuller (Geschichtsdidaktik der Universität Erfurt) ein.

Die Schüler*innen können klassische Beiträge im Stil einer Facharbeit oder kreative Beiträge in anderen audiovisuellen/digitalen Formaten einreichen. Sowohl lokale und regionale als auch überregionale Gegenstände können behandelt werden. Alle gängigen Formate sind zulässig. Die Beiträge können per Post in physischer Form oder als Datenträger sowie per Mail an urbrel-conf@uni-erfurt.de geschickt werden (Ansprechpartnerinnen sind Simone Wagner und Prof. Dr. Susanne Rau) . Einsendeschluss ist der 28.02.2023.

Die Preise...

... haben einen Gesamtwert von 500 €. Das Preisgeld wurde von der Sparkassenstiftung zur Verfügung gestellt. In der Jury sitzen Mitglieder der Kollegforschungsgruppe und der Fachdidaktik der Universität Erfurt. Alle Gewinner*innen werden zu einer Preisverleihung eingeladen und erhalten eine Urkunde. Teile der prämierten Beiträge werden im wissenschaftlichen Blog der Kollegforschungsgruppe veröffentlicht.